Im Jahr 2011 hatte der Internationale Frauentag, auch Weltfrauentag 100.Geburtstag. Er wird in jedem Jahr am 8. März gefeiert. Junge Frauen von heute können sich kaum vorstellen, wie sehr ihre Geschlechtsgenossinnen noch vor wenigen Jahrzehnten in ihrer Freiheit eingeschränkt waren. Es ist noch gar nicht so lange her, dass eine Ehefrau einen Arbeitsvertrag nicht unterschreiben durfte, ohne das Einverständnis ihres Ehemannes vorzulegen. Die Rechte, die Frauen heute haben, wurden hart erkämpft. Den Startschuss für die Emanzipation gab der Internationale Frauentag am 19. März 1911.
Internationaler Frauentag am 8. März 2013
von Krimifreundin
Der Internationale Frauentag feierte 2011 seinen 100. Geburtstag. Die Sozialdemokratin Clara Zetkin hat ihn ins Leben gerufen. Was ist eigentlich der Internationale Frauentag?
Frauen haben für ihre Rechte kämpfen müssen
Bis heute ist eine echte Gleichstellung von Mann und Frau nicht verwirklicht
Eine Million Frauen gingen am 19. März 1911 auf die Straße, um für ihre Rechte zu demonstrieren. Clara Zetkin, Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin, hatte den Anstoß zu einer der größten Kundgebungen von Frauen in der damaligen Zeit gegeben. Sie ist die Urmutter der Emanzipation. Ihr und ihren Mitstreiterinnen ist es zu verdanken, dass in Deutschland bereits 1918 das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Mittlerweile gibt es "100 Jahre internationaler Frauentag".
Weltfrauentag führt ein Schattendasein
Obwohl der internationale Frauentag schon 100 Jahre auf dem Buckel hat, führt er in der Bundesrepublik ein Schattendasein. Seit 1921 findet dieser Festtag für Frauen am 8. März statt. Aber er hat in vielen Köpfen keinen Einzug gehalten, noch nicht mal bei den Frauen. In der ehemaligen DDR und in vielen so genannten "sozialistischen" Staaten war der 8. März ein Feiertag. Frauen mussten an diesem Datum nicht arbeiten, und viele Veranstaltungen wurden zu Ehren des weiblichen Geschlechts organisiert. Seit der Wiedervereinigung gehört dies der Vergangenheit an. Doch viele Frauen in den neuen Bundesländern erinnern sich wehmütig an die Zeit, als der internationale Frauentag - auch Weltfrauentag genannt - einen hohen Stellenwert besaß. Es geht ihnen dabei nicht um die Verherrlichung der DDR, denn die will wohl kaum eine vernüftige Frau im Osten der Republik wieder haben. Aber die Frauenrechte, die sollen schon hoch gehalten werden.
Equal Pay: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Der Weg zur wirklichen Gleichstellung ist ein harter. Viel ist erreicht worden, aber noch längst nicht alles. Obwohl Frauen bei gleicher Qualifikation die gleiche Arbeit wie Männer leisten, erhalten sie im Schnitt 13 Prozent weniger Lohn. Deshalb fordern Frauenverbände schon seit Jahren "Equal Pay"; gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Die Sessel in den Vorstandsetagen bleiben durchweg Männern vorbehalten. Nur etwa 3 Prozent Frauen sind in Führungspositionen. Das, obwohl Mädchen deutlich bessere Schulabschlüsse haben als Jungs und viel mehr Frauen studieren als Männer.
Bücher zum Thema Gleichstellung
Interessantes zum Weltfrauentag
![]() |
| Frauenrecht |
![]() |
| Menschenrechte - Frauenrechte: Internationale, europarech... Nur EUR 34,90 |
![]() |
| Jahrbuch Menschenrechte. Schwerpunkt: Frauenrechte durchs... |
Historie des internationalen Frauentags
Eine umfassende Erklärung auf Wikipedia
Warum das Betreuungsgeld Unsinn ist
DGB-Frauen: Betreuungsgeld fördert Altersarmut
Ein würdiges Leben im Alter bleibt vielen Frauen versagt, weil sie keine adäquate Altersversorgung haben. Von Altersarmut sind hauptsächlich Frauen betroffen, weil sie meist nur einen Teilzeitjob haben und durch Kindererziehungszeiten nicht genügend in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Die Einführung des Betreuungsgeldes wirft die Bemühungen um Gleichstellung in der Altersversorgung von Frauen um Jahrzehnte zurück.
Ohne Gleichstellung kein Fortschritt
Juristisch herrscht Gleichberechtigung, aber die Realität ist anders
Viele Rechte, die heute selbstverständlich sind, haben sich die Frauen erkämpfen müssen. Es ist noch nicht einmal 40 Jahre her, dass eine Frau erst ihren Mann fragen musste, bevor sie einen Arbeitsvertrag unterschrieb. Zwar herrscht nach dem Gesetz heute Gleichberechtigung. Aber die Realität sieht anders aus. Das zeigt schon die Ungleichbehandlung bei der Entlohnung.
Der Kampf ist noch nicht zu Ende und darf es auch nicht sein, denn Wirtschaft und Gesellschaft sind auf das Know How und die Einsatzbereitschaft von Frauen angewiesen, sowohl auf der beruflichen als auch auf der familiären und ehrenamtlichen Schiene. "Frauenpolitik ist innovative Gesellschaftspolitik", mit diesem Slogan feierte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) den Weltfrauentag zur Jahrtausendwende. Das Motto gilt heute noch und wird ergänzt durch den Zusatz "Ohne Gleichstellung kein Fortschritt". Frauenbeauftragte aus Städten und Landkreisen in der Bundesrepublik, Gewerkschaften und Parteien nutzten den 100. Geburtstag des internationalen Frauentags, um auf das Thema Gleichstellung aufmerksam zu machen.





Die Freiwillige Feuerwehr ist Helfer in der Notvor 9 Tagen
Download Musik aus den Charts kostenlos hörenvor 15 Tagen
Offener Brief an Ryan Merchant und Sebu Simonian von Capital Citiesam 10.05.2013
Offener Brief an Petrus, den Wettergottam 08.05.2013





Kommentare
Ich war erstaunt wie viele junge Frauen nicht wußten, dass man erst in den 70er Jahren einen Arbeitsvertrag unterschreiben "durfte".
Alle Formen von Fanatismus sind abartig. Ich kenne jedenfalls keine Frau (und ich kenne sehr viele), die mit lila Latzhose und gezücktem Taschenmesser durch die Lande ziehen, um Männer auszurotten. Ich kann mindestens 10 Punkte aufzählen, wo Frauen und Mädchen in Deutschland benachteiligt sind, spare mir's aber, weil es zu nichts führt.
Liebe Ruth,
mir geht es auch so. Diese Art von Feminismus ist mir völlig fremd
LG
Petra
@Krimifreundin
"Mit dieser Art von Feminismus habe ich nichts am Hut und die meisten Frauen auch nicht. Das ist nicht die Form von Feminismus, die wir meinen. Es geht uns um das Gender-Prinzip."
Wer ist "wir"? Sie können unmöglich für andere sprechen.
Es spielt keine Rolle, dass die meisten Frauen mit Feminismus "nichts am Hut haben". Das "Gender-Prinzip" ist in allen Gesetzen anzuwenden. Und dort benachteiligt es Männer und Jungen.
Nennen Sie mir nur einen einzigen Punkt, in dem Frauen in Deutschland benachteiligt werden.
@stranden: Mit dieser Art von Feminismus habe ich nichts am Hut und die meisten Frauen auch nicht. Das ist nicht die Form von Feminismus, die wir meinen. Es geht uns um das Gender-Prinzip.
Darf ich auf einen Artikel verweisen?
Er handelt von der Gemeinsamkeit von Feminismus und Faschismus:
http://pagewizz.com/feminismus-die-en...
@Stehlampen-Petra
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Frauen verdienen um ein paar Prozente weniger, weil sie häufiger halbtags arbeiten und öfter in schlecht bezahlten Berufen; Und nicht, weil sie für die gleiche Arbeit weniger bezahlt bekommen.
Männer verdienen bspw. in Halbtagsjobs um ca. 24% weniger als Frauen. Aber nicht, weil sie schlechter entlohnt werden als Frauen, sondern weil halbtagsarbeitende Männer oft in schlecht bezahlten Branchen arbeiten, z.B.: im Pflegeberufen, während es bei Frauen oft der Einzelhandel ist, der vergleichsweise gut entlohnt wird.
Die Zahlen der ZEIT http://www.zeit.de/2008/10/C-Lehrer-1... sprechen von 65% Frauen im Lehrerinnenberuf (allerdings 2008). Das ist aber auch egal. Ich halte nur das Geschlecht als Merkmal für willkürlich gewählt. Mich nervt zB auch noch, dass die Arbeitslosenzahlen nach wie vor zwischen Ost und West gesplittet werden. Menschen sind sie alle und 99,9999999999999 vielleicht sind das noch nicht genug 9er der Bevölkerung wird es - egal ob Mann oder Frau - nicht betreffen, ob es mehr Frauen in Vorständen gibt oder nicht.
Am anderen Ende (allerdings offtopic) beim Mindestlohn betrifft es die Menschen. Vielleicht alles nur ein Ablenkungsmanöver?
http://pagewizz.com/wozu-eine-geschle...
@Alex: Die 13 Prozent Lohnunterschied sind ein Schnitt. Die Daten habe ich von dem offiziellen Statement der AsF-Bundesvorsitzenden Elke Ferner. Deiner Analyse von den besseren Schulabschlüssen kann ich nicht zustimmen. Nach der Grundschule ist das Verhältnis von Lehrerinnen/Lehrern ausgewogen, was alle Schulformen betrifft. Warum so wenig Frauen in den Vorstandsetagen sind? - Ich bin der Meinung, dass die Anzahl der qualifizierten Frauen nicht zu gering ist. Mädels wägen nur sehr intensiv ab, ob sie sich den Tort antun wollen, beständig ihre Ellbogen einzusetzen und dass immer noch zu wenig Unternehmen bereit sind, familiengerechte Arbeitsbedingungen einzuführen. Gedankenspiele sind natürlich nicht verboten. Ich erlaube sie mir auch ;-)
Woher du die 13% hast, weiß ich nicht. Wenigstens sind es mal nicht die immer wieder zitierten 23 % Lohnunterschied. Das Statistische Bundesamt spricht von 8 % http://www.suite101.de/content/verdie...
10 % Gehaltsunterschied für die gleich Arbeit sind in Deutschland an der Tagesordnung. Da führt man über den Rhein als Grenze zwischen zwei Bundesländern und schwupp hat frau 10% mehr oder weniger in der Tasche.
Ansonsten kranken die Aussagen zur Diskriminierung daran, dass - soweit Frauen besser abschneiden (haben die besseren Schulabschlüsse) das daran liegt, dass die Männer schlechter sind - soweit Frauen schlechter abschneiden (etwa in den Vorstandsetagen) liegt das daran, dass sie diskriminiert werden.
Könnte mann auch anders herum sehen. Nur mal als Gedankenspiel: Die Mädchen haben bessere Schulabschlüsse, weil sie von Lehrerinnen ausgebildet und bevorzugt werden. Sie landen nicht in den Führungsposten, weil sie eben nicht gut genug sind. Ich weiß, dass das jetzt provoziert - aber zumindest das Gedankenspiel dürfte noch erlaubt sein oder?
Alex