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Anschaffung einer Katze

Überlegungen (bevor Ihre Katze einzieht) und viele Tipps




Zu einer Katze zu kommen ist eigentlich recht einfach. Im Bekanntenkreis gibt es immer jemanden, dessen Katze gerade Junge hat, die Tierheime sind voll von herrenlosen Katzen, in jedem der zahlreich erscheinenden Anzeigenblätter und Internetforen werden Jungkatzen - gegen Schutzgebühr - zuhauf angeboten und auf Katzenausstellungen oder in Fachzeitschriften bieten zahlreiche Züchter alle erdenklichen Katzenrassen zum Kauf an.

Nichts ist also einfacher, als der Versuchung nachzugeben und binnen kurzer Zeit frisch gebackene Katzenmutter oder -vater zu sein.

Jeder Interessierte und somit potentielle Katzenbesitzer muss sich allerdings bereits vor der Anschaffung seiner Katze verschiedene Gedanken machen.

Nicht zuletzt darüber, ob die Katzenhaltung in der Miet- oder Eigentumswohnung erlaubt ist, wie alt sein Kätzchen werden kann, welche Kosten auf ihn zukommen (können) und wie der kleine Schmuser in der Urlaubszeit betreut und untergebracht werden soll und ganz wichtig "habe ich eigentlich genügend Zeit, mich ausreichend um den neuen Hausgenossen zu kümmern ?"

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Sie sehen, es gibt bereits im Vorfeld der Anschaffung einer Katze einiges zu bedenken und zu klären. Allerdings ist es damit noch lange nicht getan.

Wenn Sie sich denn nun nach reiflicher Überlegung zum Schritt der Anschaffung entschlossen haben, haben Sie noch immer die Qual der Wahl. Sei es nun, dass Sie die Frage klären müssen, ob Sie ein Tier aus dem Tierheim aufnehmen oder lieber eine Rassekatze besitzen möchten, sich für eine Katzenrasse oder für einen bestimmten Züchter oder auch "nur" für ein bestimmtes Tier aus einem Wurf entscheiden müssen.

Tipps

Wie auch immer Sie sich im Einzelnen entscheiden. Die folgenden Punkte sollten Sie unbedingt beachten:

* Das Kätzchen sollte aufgeschlossen sein und munter wirken. Es sollte gern spielen und sich nicht total verängstigt in die hinterste Ecke zurückziehen.
* Die Katze sollte in der Wohnung aufgewachsen sein und nicht in einem Zwinger oder Keller, wie es leider immer wieder vorkommt. In einem solchen Fall fehlen oft die erforderlichen Kontakte zu anderen Tieren oder Menschen, was sich negativ auf das Sozialverhalten auswirken kann.
* Das Kätzchen sollte gesund und sauber sein. Die Augen müssen klar und dürfen auf keinen Fall verklebt sein. Die Ohren müssen ebenfalls einen sauberen Eindruck machen. (Katzen, die sich oft am Kopf kratzen könnten von Ohrmilben befallen sein !

* Das Fell sollte gepflegt sein und sich weich und flauschig anfühlen. Schwarze Punkte im Fell deuten auf möglichen Flohbefall, Kotspuren im Fell des Afterbereiches auf eventuellen Durchfall hin.
* Sie sollten, insbesondere, wenn Sie evtl. beabsichtigen mit dem Tier zu Ausstellungen zu gehen (das geht auch mit Hauskatzen) oder gar zu züchten, tasten, ob das Kätzchen einen Nabelbruch oder Knickschwanz hat.
* Ihr neues Kätzchen sollte nicht vor einem Alter von 12 Wochen abgegeben werden und dann bereits entwurmt und zumindest gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft sein.

Wichtig:
Kranke und arg verschreckte Tiere sollten Sie auf keinen Fall kaufen, egal was Ihnen der "Züchter" erzählt. Es gibt leider auch gelegentlich schwarze Schafe, die die Katzen unter den schlechtesten Bedingungen aufwachsen lassen und aus reiner Profitgier an mitleidige Zeitgenossen verkaufen.
Durch einen solchen Kauf unterstützen Sie derartige Zustände. Ein evtl. etwas geringerer Kaufpreis wird sich bestenfalls in Form hoher Tierarztrechnungen bemerkbar machen und schlimmstenfalls mit dem Tod des Kätzchens enden.

Noch ein paar gut gemeinte Ratschläge zum Schluss:

Sie haben noch nie eine Katze besessen? Informieren Sie sich vor der Anschaffung unbedingt über die Bedürfnisse einer Katze. Nur so sind Sie und Ihre Katze vor Enttäuschungen sicher. Es gibt zahlreiche Bücher zum Thema Katzenhaltung und unzählige, kostenlose Angebote im Internet. Nutzen Sie diese Möglichkeiten.

Unüberlegte Anschaffungen vor Geburtstagen oder Weihnachten rächen sich häufig dann, wenn Sie feststellen, dass Ihre Katze regelmäßig Geld kostet und (hoffentlich, bei guter Pflege und ohne Krankheit) bis zu 20 Jahre alt werden kann.

Bedenken Sie, dass neben den Kosten für die Anschaffung der Katze (Schutzgebühr oder Kaufpreis) auch Kosten für Katzenklo, Kratzbaum und ähnliches anfallen.

Rechnen Sie mit durchschnittlichen Kosten von 50,00 bis 60,00 Euro monatlich für Ausstattung, Futter, Katzenstreu, Gesundheitsvorsorge (Wurmkur, Impfungen etc.).

Denken Sie rechtzeitig daran, Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren zu lassen. - Es gibt bereits genug ungewollten Katzennachwuchs.

Sie möchten züchten und mit der Zucht Geld verdienen? Denken Sie lieber daran zu arbeiten. Katzenzucht ist zwar auch Arbeit, wenn Sie es richtig machen, viel Arbeit .. a b e r mit der Katzenzucht ist kein Geld zu machen. Allenfalls wenn Sie regelmäßig Geld zuschiessen.

Sie sind ja noch da ... und möchten noch immer eine Katze?!

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Entschluss.

Ihre Katze wird Ihnen viele Jahre lang ein guter Gefährte sein und Ihnen die Liebe zurückgeben, die Sie investieren. ;)


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Kommentare

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Zimmer mieten in Berlin
Zimmer mieten in Berlin sagte:
vor 29 Tagen
Ich werde diesen Monat nach Berlin in ein neues Zimmer ziehen. Meine Katze kommt selbstverständlich mit. Die Zimmer suche war natürlich sehr anstrengend da die meisten WGs leider keine Haustiere dulden. Von daher immer vor Anschauffung einer Katze genaustens prüfen ob die Lebensumstände ein Haustier zu lassen.


Marcus_Skupin sagte:
am 01.01.2010
Naja, ob sich die Angst gelegt hat, wage ich mal ein wenig zu bezweifeln.. denke, es liegt tatsächlich mehr daran, dass sie nicht mehr so gut hört ;)
Tatsächlich sind Fundkatzen (gerade wenn sie mehr oder weniger verwildert sind) und auch Katzen mit Freilauf vielfach ängstlicher oder besser gesagt vorsichtiger als ihr stubenhockenden Artgenossen. In einem gewissen Maße sichert das schließlich auch ihr Überleben.


Hans sagte:
am 29.12.2009
Hallo Marcus,

Zum Glück ist der Garten bei meinen Eltern etwas größer. Denn inzwischen versorgen wir die uns zugelaufene Katze seit 1993. Leider war sie zu Beginn sehr schreckhaft, was wahrscheinlich auf eine schlechte Erfahrung mit lauten Motoren/Maschinen zurückzuführen ist... Bei jedem Motorengeräusche - egal ob Staubsauger oder Auto - war sie weg. Aber seit sie im "hohen" Alter ist und nicht mehr so gut hören kann hat sich diese Angst gelegt...

Viele Grüße,
Hans


Veröffentlicht: 18. Dezember 2009