Auf einer BankTriolettAuf einer BankTriolettLetzte Änderung am 02.02.2010 Heute möchte ich eine Lanze brechen für eine Gedichtsform, die nach meinem Dafürhalten zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist, und zwar das Triolett. Es zeichnet sich durch besondere Leichtigkeit und Verspieltheit aus, manche nennen auch noch Eleganz. Es besteht aus (mindestens) acht Versen. Der erste kehrt in der Mitte wieder und die ersten beiden außerdem am Schluss. Die einzelnen Verse bestehen aus Vierhebern (steigend oder fallend).
Auf einer Bank im Sonnenschein,
Das Reim-Schema .... Auf einer Bank
Bildernachweis:
Weitere spannende SeitenPrinz Charles und Camilla • Tränen, die ich nicht weine. • Einfach Du • Ein Tag • Wenn Du ein Herz....Seite weiterempfehlen Werbe-Link erstellen Social Bookmarks |
Autor Wolf-GeroNach jeweils einigen Semestern Physik, Informatik und Philosophie arbeitete ich bis zu meinem ...
Seiten von Wolf-Gero (44)Mitmachen und Autor werden |
Auf einer Bank
Kommentare
Joschy sagte:
am 05.02.2010Vielen Dank für deinen Kommentar und für den tipp (:
Josch.
Wolf-Gero sagte:
am 03.02.2010>>Ich wollte nur spielen - Thema: Bank ... ich bin kein Dichter!<<
Ich werde dir ein Geheimnis verraten: Ich bin auch kein Dichter, was mich aber nicht davon abhält, hin und wieder ein paar Verse zu schmieden.
Danke für das „cool“!
Viele Grüße
Wolf-Gero
jeffrey sagte:
am 02.02.2010Ich wollte nur spielen - Thema: Bank ... ich bin kein Dichter!
Deins ist cool!
Wolf-Gero sagte:
am 02.02.2010>>Ich hatte mich ohnehin gefragt, warum es "Trio"-lett heißt. <<
Schaut man in entsprechende Bücher, ist von Dreiklanggedicht die Rede. Meine eigene Erklärung wäre, dass es aus drei Teilen besteht, die jeweils von der ersten Zeile eingeleitet werden.
Viele Grüße
Wolf-Gero
Wolf-Gero sagte:
am 02.02.2010Zum Triolett ist es zwar noch nicht geworden, aber es zeigt doch sehr deutlich, dass das Urwüchsige oder die Kraft in deiner ersten Version besser zu erkennen war. Für Tiefgründiges würde ich auch nicht die Form eines Trioletts wählen. Sie gibt dem Inhalt eine beschwingte, verspielte Leichtigkeit - und die passt wahrhaftig nicht zu einem inhaltsvollen Text.
In Anlehnung an deinen Text habe ich dennoch einmal ein paar Zeilen in ein Triolett gepresst.
(A) Der Banker rafft stets rücksichtslos. -' -' -' -'
(B) Gibt niemals eine edle Spende. -' -' -' -'-
(a) Sein Reichtum wird schnell riesengroß. -' -' -' -'
(A) Der Banker rafft stets rücksichtslos. -' -' -' -'
------------'--------'------------'------------'
(a) Sein Reichtum wird schnell riesengroß. -' -' -' -'
(b) Und dafür schuften fremde Hände. -' -' -' -'-
(A) Der Banker rafft stets rücksichtslos. -' -' -' -'
(B) Gibt niemals eine edle Spende. -' -' -' -'-
Wichtig sind überdies das Reimschema und die vier Heber.
Viele Grüße
Wolf-Gero
jeffrey sagte:
am 02.02.2010Mal schauen, ob ich das doch noch richtig hinbekomme ...
Ich hatte mich ohnehin gefragt, warum es "Trio"-lett heißt.
jeffrey sagte:
am 02.02.2010Gab niemals eine edle Spende,
bin geizig wie ein Schotte aus den Highlands
und reich durch die Arbeit femder Hände.
Ich suche nun die Hand des Heilens,
weil krank vom Stress des Eilens
und Strebens nach Profiten ohne Ende.
Mein Geld liegt auf den Cayman Islands.
Dem, der mich heilt, ich alles sende ...
Wolf-Gero sagte:
am 02.02.2010Sie gefällt mir, diese Schweizer Bank, einmal von der sympathischen Seite betrachtet. Außerdem ist die Devise von Heidi und Peter lobenswert, sofern die beiden sie denn tatsächlich leben.
Viele Grüße
Wolf-Gero
Wolf-Gero sagte:
am 02.02.2010Natürlich lässt sich nicht jedes Thema in die Triolettgussform pressen. Doch dort, wo Form und Inhalt zusammenpassen, kann es zur Abwechslung einmal ganz nett sein. Das erste Verliebtsein eignet sich sicherlich, aber nicht der schmerzhafte Tod eines Menschen.
>>Vielleicht kann ich auch ein Gedicht wie dieses schreiben... aber ich verspreche nicht, dass es gelingt! ;) <<
Selbstverständlich brauchst du nichts zu versprechen. Gedichte schreiben soll keine Arbeit sein, sondern Freude bereiten.
Ich bin schon gespannt.
Liebe Grüße
Wolf-Gero
jeffrey sagte:
am 02.02.2010Hoch auf der Alm – über zweitausend Meter
auf einer Bank in einer Wiese
sitzen Heidi und der Geißen-Peter,
nichtsahnend von der Banken-Krise.
Sie zählen fröhlich ihre Geißen,
wissen, wie sie alle heißen,
haben Freud auch ohne Geld
- das ist die beste Bank der Welt ;-)
Ist kein Triolett, aber ist mir halt zum Thema Bank eingefallen ...
crazytiger sagte:
am 02.02.2010Vielleicht kann ich auch ein Gedicht wie dieses schreiben... aber ich verspreche nicht, dass es gelingt! ;)