Hilfsbedürftige gibt es viele. Unter anderen zählen zu ihnen Kranke, Blinde, Senioren mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer und auf der Reise beklaute Leutchen, die ohne Papiere dastehen.
All jene zählen zu den Kunden der Bahnhofsmission Leipzig unter flyurl.de/bahnhofsmission . Mit viel Kompetenz wird ihnen beispielsweise durch Weitervermittlung an weiterführende Dienste, Zuspruch oder in Form von Umsteigehilfen unter die Arme gegriffen.
Nicht zu vergessen gibt es das bundesweite Projekt Kids-on-Tour. In Zusammenarbeit mit der Bahn begleiten hierbei geschulte MitarbeiterInnen der Bahnhofsmission Leipzig alleinreisende Kinder bis 15 Jahre auf der Strecke Leipzig-Frankfurt/Main. Zumeist sind es Scheidungskinder, die ihre getrennt lebenden Elternteile im Bundesgebiet besuchen. Oder sie fahren zu Oma und Opa. Für Eltern ist jenes Angebot äußerst hilfreich, da neben der obligatorischen Fahrkarte nur eine Servicepauschale von 25 Euro pro Kind anfällt. Ersatzweise müsste sonst Vater oder Mutter Urlaub nehmen und selbst mit dem ICE auf Reisen gehen.
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Kommentare
kaffeesachse1976 sagte:
am 28.02.2010Stell dir vor, du hast eine Omi namens Angela im Alter von 88 Jahren. Sie lebt in Neu-Ulm, ist gehbehindert, sehbehindert und möchte zu ihrer Schulfreundin nach Chemnitz (früher Karl-Marx-Stadt).
Ihr Enkelsohn Hans hat keine Zeit, da er lieber studiert und fleißig ist. Also bleibt ihr nix anderes übrig, als alleine auf Reisen zu gehen. Omi Angela muss jedoch über München, Frankfurt und Leipzig nach Chemnitz fahren und auf all jenen Bahnhöfen umsteigen. Falls Dienste der Bahn, des DRK oder andere Missionen vor Ort sind, helfen sie an jenen Bahnhöfen.
Am Leipziger Hauptbahnhof ist das die Bahnhofsmission Leipzig. Im Stundentakt fährt hier ein ICE aus Frankfurt/Main ein. Aus den Zügen steigen jeweils mehrere Hundert Menschen aus und ein. Eine davon ist Omi Angela, die in den Regional-Express nach Chemnitz will. Der Bahnsteig ist voll mit Menschen. Da kommt die Mission ins Spiel...
Will heißen, Mitarbeiter holen Omi Angela am ICE ab und bringen sie in den Zielzug, der sie letztendlich nach Chemnitz bringt.
Dass alles klappt, muss die Bahnhofsmission Leipzig zuvor nach entsprechender kostenloser Voranmeldung (telefonisch unter 0341 968 32 54) wichtige Daten erfahren, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort (Zug) erscheinen kann.
Dazu zählen:
Wann kommt der ICE in Leipzig an? (Bsp: 11:46 Uhr)
Welche Nummer hat der ICE-Nr? (Bsp: ICE 1319)
In welchem Wagen sitzt Oma Angela? (Bsp: Wagen 22 / Sitzplatz 88)
Wie erkennen wir Oma Angela? (Bsp: spricht sie uns an, trägt eine Armbinde für Blinde...)
Wann (Uhrzeit) und Wo (Gleis) möchte Oma Angela weiter? (Bsp: 12:27 Uhr, Gleis 23)
Das alles ist wichtig, um die Zielperson (Oma Angela) zu finden. Sie ist nicht die einzige, die aus einem ICE aussteigt und da ist es unmöglich sie zu finden. Das ist ein Teil unserer Arbeit, den wir tagein tagaus ausführen.
Wir tragen übrigens blaue Westen mit der Aufschrift: BAHNHOFSMISSION und daran sind wir zu erkennen.
Ich glaube, das wahre Beispiel ist verständlich gewesen...
Hans sagte:
am 28.02.2010Wäre schön etwas mehr zum Beispiel auch an Beispielen aus dem richtigen Leben zu erfahren.
Viele Grüße,
Hans