Das Hacke-Schaufel-Prinzip
Kennen Sie das Hacke-Schaufel-Prinzip? Wenn nicht, dann passen Sie jetzt gut auf. Die folgenden Zeilen werden Ihre Sichtweise des Internetmarketings verändern. Die großen Gurus werden mich nicht lieben für diese Zeilen.
Kaufen Sie auch ständig Hacken und Schaufeln?
Wenn ja, dann hören Sie sofort auf damit!

Sie haben doch sicherlich schon von dem großen Goldrausch in Amerika im 19. Jahrhundert gehört, nicht wahr? Es gab Goldfunde in Kalifornien und im hohen Norden, z.B. am berühmten Klondike River, der aber schon in Kanada liegt, aber egal.
[zitat wikipedia] Am 24. Januar 1848 entdeckte James W. Marshall die ersten Goldstücke beim Bau einer Sägemühle am Sacramento River, nahe bei der heutigen kalifornischen Hauptstadt Sacramento. An einem Frühlingstag 1848 fand der Ladenbesitzer Sam Brannon aus der damaligen Kleinstadt San Francisco im America River einen Goldnugget. Diese Funde lösten den Goldrausch in den jeweiligen Gebieten aus. [zitat ende]
Die Goldräusche des 19. Jahrhunderts brachten viele tausende von Arbeitern der ganzen Welt dazu, ihre tägliche Arbeit in den Fabriken der industriellen Revolution aufzugeben und – teilweise samt ihrer Familie – in die Goldfelder zu ziehen, um dort ihr Glück zu suchen.
- Erste Frage: Was braucht ein gestandener Goldsucher für seine Arbeit? Na klar, Hacke und Schaufel.
- Nächste Frage: Woher bekamen die Goldsucher ihre Hacken und Schaufeln? Na logisch, von Hacke-und-Schaufel-Verkäufern.
- Letzte Frage: Was glauben Sie, wer ist bei dem Goldrausch wirklich reich geworden? Die Hacke-und-Schaufel-Verkäufer natürlich. Die haben den Goldsuchern die notwendige Ausrüstung verkauft und ihnen das Buddeln im Dreck überlassen.
Von den Goldsuchern ist nur ein ganz kleiner Teil wirklich reich geworden. Der überwiegende Teil ist gescheitert.
Diese damalige Situation auf das Thema “Geld verdienen im Internet” zu übertragen, überlasse ich Ihrem gesunden Menschenverstand.
Was besagt das Hacke-und-Schaufel-Prinzip nun genau?
Ganz einfach: Sie können sich grundsätzlich aussuchen, ob Sie zu den Goldsuchern oder zu den Hacke-und-Schaufel-Verkäufern gehören wollen. Wenn Sie wirklich Geld verdienen wollen, empfehle ich Ihnen Hacken und Schaufeln zu verkaufen an die “Glücksritter” im WWW.
Prüfen Sie einmal die letzten 10 Angebote, die Sie von irgendwelchen Internetmarketern bekommen haben. Ist es nicht so, dass Ihnen alle irgendwie “Hacken und Schaufeln” verkaufen wollten? Anders ausgedrückt: Sie sollten etwas kaufen, mit dessen Hilfe Sie wiederum im Internet Geld verdienen könn(t)en.
Warum gehen die “Hacke-und-Schaufel-Verkäufer” eigentlich nicht selbst auf Goldsuche?
Weil Sie ganz genau wissen, dass die Aussicht auf Erfolg relativ gering ist, weil es halt relativ gesehen so wenig Gold und so viele Goldsucher gibt. Viel größer ist die Aussicht auf Erfolg allerdings als Verkäufer von Hacken und Schaufeln. Denn jeder Goldsucher braucht mindestens eine Hacke und eine Schaufel, sonst braucht er oder sie gar nicht erst anzufangen.
Ich hoffe, ich habe Sie jetzt nicht desillusioniert, denn das war nicht Sinn und Zweck dieses Artikels. Ich will Sie nur ermutigen, Ihren Verstand walten zu lassen, wenn mal wieder so ein unglaublich gutes Angebot in Ihrem E-Mail Postfach glitzert.
Sehr empfehlenswert!
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Kommentare
ich finde ihren Artikel wirklich sehr gut und interessant. Dennoch möchte ich anmerken, dass beinahe alle "Gurus" ja genau den "Tipp" mit den "Hacken und Schaufeln zu verkaufen" preisgeben. Und das ist ja erst einmal noch nicht falsch (Es gibt ja die unterschiedlichsten Arten und Verwendungszwecke für Hacken und Schaufeln ... ) ;-) Die enormen qualitativen Unterschiede fand ich eigentlich eher in der Beschreibung, wie so etwas anzustellen ist. Tja, und da gibt es leider gerade auf diesem Gebiet besonders viele schwarze Schafe. Wobei sie einem ja auch durchaus "vormachen" wie Geld im Internet zu verdienen ist. Naja und wer glaub, es gäbe etwas geschenkt, dem kann man meiner Meinung nach sowieso nicht helfen :-)
Ich denke, auch als Schaufel-Verkäufer hat man es immer schwerer, denn viele Nutzer haben bereits so viele Hacken und Schaufeln zu Hause, dass sie allmählich begreifen, dass es kein Gold geschenkt gibt. Auch im Internet muss man für Geld richtig arbeiten. Aber das kann zumindest auch Spaß machen, denn die Angebote sind sehr vielfältig und v.a. kann man praktisch an jedem Ort arbeiten und braucht noch nicht einmal einmal ein Lager oder einen (realen) Verkaufsraum.
VG Simon