Was muss man beachten und was kann man beobachten und entdeckenDas offene MeerEine Seite über die offene See und die Dinge, die man dort entdecken kann sowie nützliche Hinweise wenn man in Seenot geraten ist und wie man sich und anderen am besten helfen kann
Inhalt
Einleitung
Der folgende Text wurde zusammen mit einem Bekannten von mir erarbeitet, der seine Zeit am liebsten am, im und auf dem Meer verbringt. Die Bilder der Seemannsknoten hat er mir zugesendet und er hat sie von einer Karteikarte, soweit ich weiß. Falls jemandem der Text nicht „anspruchsvoll“ genug erscheint, dem sei gesagt, dass der Text auch hauptsächlich für Kinder gestaltet wurde, da sich mein Bekannter hauptberuflich mit Kindern beschäftigt. Ich übernehme und veröffentliche die Texte hier, weil ich der Meinung bin, dass hier auch kinderleichte Texte erscheinen sollten – es müssen ja nicht immer nur Erwachsene sein, die das Netz nach Texten durchstöbern. Der Text behandelt drei großeThemen, "Tiere auf hoher See beobachten", "SOS - Alles über Seenot", "Seemannsgarn und Seemannsknoten", die immer wieder in Gesprächen mit „Seeleuten“ und Seeleuten auftauchen, aber auch von interessierten Kindern gestellt werden, vor allem in Kindergärten, Grundschulen oder aber in kleinen Seemannsmuseen oder direkt am Hafen bei den Booten und Schiffen. Tiere auf hoher See beobachten
Wenn du die Gelegenheit hast, auf einem „Ozeanriesen“ oder auf einem Fischkutter in See zu stechen (keine Hafenrundfahrt), dann entdeckst du ganz andere Tiere als die, die sich an der Küste oder in Küstennähe befinden. Neben Vögeln und Robben kannst du vielleicht auch Wale und Delfine entdecken. Viele Tiere haben vor den Schiffen keine Angst und folgen ihnen sogar, denn meist fällt für sie etwas zu fressen ab. Wenn du mit einem Schiff auf große Fahrt gehst, solltest du unbedingt ein Fernglas mitnehmen. So kannst du auch weit entfernte Tiere, wie zum Beispiel Wale, gut erkennen. Vögel, Fische und Meeressäuger
Vögel Die Sturmvögel kann man von den Möwen ganz einfach am Schnabel unterscheiden. Sturmvögel haben auf dem Schnabel einen röhrenähnlichen Aufsatz. Zu den größten und interessantesten Sturmvögeln gehören die Albatrosse. Sie gleiten mit dem Wind und können so kilometerweit segeln – und dabei machen sie keinen einzigen Flügelschlag. Seevögel sind oft Fischfresser und erbeuten ihre Nahrung im Sturzflug. Manche der Vögel können unter Wasser sogar länger tauchen – sie nutzen ihre Flügel als Ruder.
Fische und Meeressäuger Wale und Delfine steigen zum atmen an die Wasseroberfläche. Oft erkennt man sie zuerst an den hohen Fontänen die sie ausstoßen. Delphine begleiten die Schiffe gern über weite Strecken hinweg. Man kann sie dann beim Spielen beobachten oder wie sie mit anderen Delfinen um die Wette schwimmen oder springen. Im Fahrwasser von Schiffen tummeln sich viele Fische, aber auch Haie, die nach Essensabfälle schnappen, die vom Schiff ins Meer gelangen. SOS – alles über Seenot
Wenn man weiß, wie man sich richtig verhält, kann man sich und auch andere retten. In Seenot ist ein Schiff dann geraten, wenn seine Mannschaft es nicht mehr allein steuern kann. Die erste Handlung, die ein Kapitän dann macht, ist, das internationale Notzeichen „SOS“ zu funken, damit andere Schiffe, die sich in der Nähe des Seenot leidenden Schiffes befinden, ihnen helfen können, wenn sie dieses Signal empfangen. Sie unterbrechen dann jeglichen Funkverkehr, um das Notsignal nicht zu stören und um den Standort des verunglückten Schiffes zu erfahren. „SOS“ wird als Notsignal verwendet, weil die Zeichenfolge so klar ist. Man deutet „SOS“ auch als „Save our Souls“ (Rettet unsere Seelen). Die Zeichenfolge für SOS ist folgende: „… --- …“ (drei kurz, drei lang, drei kurz) Das Morsealphabet
Wie man sich selbst und anderen hilft
Auch wenn du sehr gut schwimmen kannst, solltest du auf einem Boot, vor allem kleine Boote wie Fischkutter etc., eine Schwimmweste tragen (auf Meereskreuzern ist das natürlich nicht so). Wenn du sie nicht tragen willst, was wirklich nicht empfehlenswert ist, dann solltest du zumindest wissen, wie man sie schnell anlegt. Also übe das Anlegen der Rettungsweste. Solltest du in einem Boot in Not geraten, kannst du auch mit einer Taschenlampe (oder einem Spiegel etc.) nach Hilfe morsen. Aber beachte hierbei: die langen Signale sind bei dieser Methode dreimal so lang wie die kurzen Signale. Spiegel und andere reflektierende Gegenstände eignen sich für Fahrten am Tag, die Taschenlampe für nachts. Am besten, du nimmst auch sogenannte „Leucht- oder Signalraketen“ mit. Mit diesen Signalfeuern kann man die Position eines in Not geratenen Bootes oder Schiffes noch besser lokalisieren und noch mehr Leute bzw. Boote und Schiffe auf hoher See sehen, dass sich jemand in Not befindet. Fällt ein Passagier ins Wasser, muss man ihm sofort den Rettungsring zuwerfen und gleichzeitig „Mann über Bord“ rufen. So kann der Kapitän das Boot schnell zum Stillstand bringen und man kann den über Bord gegangenen wieder ins Boot ziehen. Muss man sich längere Zeit über Wasser halten, weil das Boot vielleicht gekentert oder gar gesunken ist, sollte man die Schuhe abstreifen und sich flach auf den Rücken legen. Diese Position wird „Toter Mann“ genannt und verhindert, dass man untergeht. Hier ist die Rettungsweste auf jeden Fall hilfreich, denn sie gibt ein gewisses Maß an Auftrieb. Außerdem kostet dieses Position am wenigsten Kraft. Seemannsgarn und Seemannsknoten
Geschichten, Geschichten Wenn Seeleute nach Hause kamen, wurden sie meist von ihren Familien stürmisch empfangen und mit allerlei Fragen überschüttet. Wenn eine Fahrt auf See langweilig war, dann begannen die Seeleute, sich die tollsten Geschichten aus den Fingern zu saugen. Sie erzählten von mächtigen Fischen, die sie beinahe gefangen hätten, von wundersamen Tieren und Kreaturen, die sie gesehen hätten oder von Wassernixen, die das Boot eine Weile begleitet hätten. Die „Landratten“, die auf die Rückkehr der Seeleute gewartet haben, hingen immer an den Lippen der Seeleuten und glaubten ihnen die Geschichten, denn überprüfen, ob sie auch wirklich wahr waren, konnten sie ja nicht. Auch heute noch machen sich viele Fischer einen Spaß daraus und erzählen Neugierigen und vor allem Kindern die abenteuerlichsten Geschichten.
Knoten über Knoten Seemannsknoten waren früher auf den Seegelschiffen ungeheuer wichtig und auch heute noch erfüllen manche Knoten einen wertvollen Dienst. Solche Knoten ließen sich auch im nassen Zustand leicht öffnen, was in manchen Situationen überlebenswichtig ist. Heute werden nur noch wenige Knoten verwendet, aber am gebräuchlichsten sind Knoten dann, wenn man das Boot oder das Schiff in der Hafenmole festgemacht will. Wenn du üben möchtest, wie man die einzelnen Knoten macht, dann benötigst du dazu ein paar Meter von verschieden dicken Naturseilen. Nun kannst du die Knoten üben und vielleicht später anwenden. Die Knoten helfen nicht nur auf der hohen See, sondern auch in Alltagssituationen, wo du etwas festmachen oder verbinden musst. Einige Knoten im Überblick
Rundtörn mit zwei halben Schlägen: zum Festmachen an dünnen Balken Slipstek: lässt sich schnell lösen Überhandknoten: Grundknoten für viele Zwecke Webeleinstek: zum Festmachen an Reling oder Pier Zimmermannsstek: zum Hochhieven von Balken oder Brettern Stopperstek: damit kann man ein Seil an einem Abschlepptau festmachen Doppelter Schotstek: hält besser als der einfache Schotstek Kreuzknoten: zum Verbinden zweier Seile Achtknoten: verhindert das Ausfransen eines Seilendes Schotstek: zum Verbinden zweier verschieden dicker Stricke Seemannsknoten aus der oberen ÜbersichtMit Klick vergrößern
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Veröffentlicht: 16. Juni 2010
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Autor RonnyJay
Eigene Artikel erstellen
In Heimarbeit Geld verdienen und
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Kommentare
AnnaFelicitas sagte:
am 08.07.2010ein liebenswerter Artikel, welcher aber sicher nicht nur Kindern Spaß macht! Ich bin von deiner Idee 'meer' für Kinder zu schreiben jedenfalls ganz angetan und werde das Anwachsen deiner Reihe mit Spannung verfolgen.
Eines noch: Bewertungen sind in der Regel subjektiv. Du solltest dir darüber nicht allzu viele Gedanken machen. Erst recht nicht, wenn eine Kritik in der anonymen Form eines Sternchens daherkommt.
Alles Liebe
Anna
RonnyJay sagte:
am 17.06.2010danke für die Sternchen :)
Ich hab mit dem "Einleitungstext" nur mal denjenigen Lesern hier vorhergegriffen, die vielleicht auf die Idee kommen sollten, schlecht zu bewerten, weil sie die Seite eben für sich persönlich nicht anspruchsvoll genug ansehen, davon gibt es hier ja einige, wie ich bei anderen Texten von mir schon feststellen durfte, zumindest an den Bewertungen mit nur einem Stern.
Aber dennoch schön, dass Dir die Seite gefällt :)
Wolf-Gero sagte:
am 17.06.2010Ich gehe davon aus, dass nicht nur Kinder einmal etwas über das Meer, die Seeleute mit ihren Geschichten und Knoten lesen mögen. Der eine vielleicht, weil er das Meer nur aus Filmen kennt, der andere möglicherweise deshalb, weil er am Meer aufgewachsen ist und alles, was ihn an diese Zeit erinnert, als Willkommenes begrüßt.
Ich gebe vier Sternchen.
Gruß
Wolf-Gero
RonnyJay sagte:
am 16.06.2010danke für die Sterne :)
Werde versuchen, noch mehr Seiten zu erstellen über das Meer, mal sehen was sich noch so finden lässt und in wie weit sich mein Bekannter nerven lässt wegen Infos :)
Das mit dem Makramee stimmt, denn Makramee basiert auf den Schifferknoten - zumindest habe ich das mal irgendwo gelesen. Im Grunde war das knüpfen von Knoten auch ein Zeitvertreib der Seemänner auf hoher See und eine abgewandelte bzw. leichtere Form des Seemannsknoten "lebt" nun im Makramee weiter.
Gruß
Ronny :)
Augenblick sagte:
am 16.06.2010Also, ich finde, dass Deine Meer-Seite mehr als 4 Sterne verdient und habe Dir 5 gegeben; denn es ist toll, dass auch einmal an Kinder gedacht wird. Die Schifferknoten sind auch deshalb interessant, weil sie u. a. auch als Weberknoten beim Makramee verwendet werden.
Denn man tau, Ronny Jay und bitte mehr Meer-Seiten
LG Augenblick