Der Hund, seine Eigenheiten und seine Erziehung

von seagrey

Wie bekomme ich einen folgsamen Hund? warum beißen sich mein Hund in den Schwanz? Wie lernt ein Hund am besten?Hunde und Kinder geht das gut? Warum ist mein Hund so nervös?

Wie wir auf den Hund kamen

oder warum ich das hier überhaupt schreibe

Die Vorbereitungszeit sich jetzt einen Hund anzuschaffen und der Entschluss dauerte ganue 24h. Alles begann mit einem Anruf und dem Satz: "Wollt ihr wirklich einen Hund? Dann bring ich ihn heute Abend vorbei. Er heißt Bobby, ein reiner Labrador, schwarz, männlich. Die Vorbesitzerin hatte sich übernommen."

Nun wir wollten von Anfang an einen Hund. So kamen wir zum Hund. Vor allem, weil wir 4 Wochen zuvor erst zusammen gezogen sind, war es in meinen Augen mutig.

Zur Übergabe erfuhren wir, dass die Vorbesitzerin zuvor eine Dogge hatte. Man sollte meinen, dass sie dann einen Labrador halten könnte.

Aber er hätte erschossen werden sollen, weil er ihr die Arme zerbiss und sie nicht gegen ihn ankam und nur ihr Mann es halbwegs schaffte ihn im Bann zu halten, der war aber nur abends zu Hause.

Seine Erziehung gleich null, er saß mit am Esstisch, holte sich was er wollte von der Arbeitsfläche, schlief im Bett und auf dem Sofa oder dem Tisch. Weil es ja so süß ist. Machte auf den Balkon und in Frauchens Bett, weil sie nicht regelmäßig mit ihm raus ist. Bobby war bereits 5 Monate und wog schon 25 Kilo.

Ein bisschen viel Information an einem Tag, dachte ich mir da. Ich habe 2 Kinder, eins davon war damals 1 Jahr, ich bin auch den ganzen Tag allein mit ihm und den Kindern. Bei mir läuteten ziemlich viele Alarmglocken, aber erschießen lassen war für mich keine Alternative.

So kamen wir zum Hund und ich zu einer Herausforderung.

Er tolerierte keinen Staubsauger oder Wischer, zerkaute alles was er fand, vom Babyspielzeug bis zu Schuh oder Fensterrahmen.

Klaute den Kindern alles was sie in den Händen hatten und versuchte jeden anzunagen und zu zwicken.

Ich stellte zu meinem Vergnügen fest, dass mein großer Sohn es liebte ihn zu ärgern, weil es so lustig war wie der Hund reagierte. Bis er ihn ziemlich heftig zwickte, in seinen Augen hätte der Hund wieder weg sollen, weil er ihn beißt.

Seit der Zeit ist ein Jahr vergangen, viele Webseiten und Bücher verschlungen, viele Hundepsychologen und Therapeuten ausgequetscht , viel Geduld, Ausdauer, klare Ansagen später und Machtspiele später und wie haben einen besten Freund.

Ruhig, sauber, verspielt, fröhlich, kinderlieb und folgsam mit und ohne Leine, trotzdem willensstark. Frei nach dem Motto: "Ich kanns doch nochmal probieren, oder?"

Da ich mir dachte, dass nicht jeder so viel Lust hat wie ich, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, die besten Bücher, die ich gelesen habe  in den Links und eine Zusammenfassung in Textform.

unser bester Freund
unser bester Freund

Wann lernt ein Hund am besten?

Der Hund unser bester Freund - aber nur, wenn wir ihm zeigen, wie er es werden kann.

Soll er durch einen Reifen springen, Pfote und Handkuss geben können oder Pantoffeln und Zeitung bringen? Solle er auf Pfiff reagieren oder reicht es, dass er die Grundkommandos beherrscht, wir mit ihm spielen und spazieren gehen können, damit er unser bester Freund werden kann?

Egal, was wir wollen, wir müssen es ihm beibringen, die Art der gewünschten Gehorsamkeit ist nichts was er einfach so mit auf die Welt bringt.

Mit dem Hund ist es ähnlich wie mit Kindern.

Sie kommen als Baby auf die Welt, zu Beginn fassen sie Vertrauen in die Umwelt, dann folgt die Phase des Lernens und Entdeckens, aber auch des Lernens von Regeln.

Keiner findet es toll, wenn ein 1-jähriger Sand durch die Gegend wirft oder das Essen auf den Boden schubst.

Wird ein Hund Teil seiner neuen Familie, muss er oft erst über den Verlust seiner Mutter hinwegkommen, sich an das neue Leben gewöhnen. Er muss Vertrauen zu seiner neuen Herde finden und er wird merken, dass es auch hier eine Rangordnung und Spielregeln gibt.

Allerdings verläuft all das deutlich schneller als bei menschlichen Wesen. Man sagt sieben Menschenjahre entspricht einem Hundejahr.

So gesehen ist er also bereits mit knapp 2 -3Monaten soweit wie ein menschliches Kleinstkind und wir müssen ihn spielerisch von Anfang an an Kommandos heranzuführen.

Sitz, Patz, Aus, Fuß, hierher, beib...

Wenn er sie jetzt lernt wird es sie nie wieder vergessen. In der Zeit gelernte Kommandos werden später diejenigen sein, wie er am besten beherrscht.

Ich sehe es immer wieder bei unserem, als er zu uns kam konnte er nur einigermaßen "Sitz!"

Aber das ist inzwischen DAS Kommando, selbst in brenzligen Situationen.

Jedes neue Kommando geht nur mit viel Geduld. Schafft man sich einen Hund an, muss einem klar sein, dass er Zeit braucht und damit meine ich nicht nur Gassi gehen.

Wenn er erwachsen ist, wird er soweit sein wie 3-4 jähriges Kind, so gesehen bleibt er immer ein kleines Kind.

Intelligente Rassen verstehen ohne Schwierigkeiten 150 Kommandos und mehr.

Am leichtesten fallen Hunden kurze 2-Wort Sätze wie "Mach SITZ!"

denn "Aber Bruno,ich hab dir doch gesagt, du sollst dich hinsetzen!" da wird sich Bruno denken: "Ja nee, is klar, was soll ich?"

Ich dachte immer, dass man so etwas nicht extra erwähnen muss, bis ich selbst soch säuselnde Wortschwälle zu einem Hund gehört habe. Und der verstand gar nichts.

Wieso sollte man auch einem Säuseln Folge leisten.

Je nach dem was man erreichen will, lassen sich ein bestimmter Piff und ein Kommando in bestimmtem Tonfall, beides in ähnlicher Stimmmodulation verbinden.

Es dauert, aber nach einer Weile kann man das Kommando weglassen und der Pfiff alleine wird reichen.

Wie lernt ein Hund?

Hunde lernen durch Konditionierung. Grundlegend wollen sie uns gefallen, also tun wir gut daran richtiges Verhalten überschwänglich zu bestätigen. Auch wenn wir uns dabei zu Narren machen, der Hund wird sich denken..."ui, da schein ich ja was richtig gemacht zu haben! hmm, nur was war das jetzt doch gleich?!" also tun wir eines wir wiederholen und wiederholen und wiederholen.

Und nach und nach wird es ihm dämmern. Zu Beginn ist es am einfachsten das Kommando mit einer fressbaren Belohnung zu unterstützen.

Hunde verbinden am leichtesten Dinge, die direkt aufeinander folgen.

Zum Beispiel: (Zu Anfang am Leckerli schnüffeln lassen, sonst weiß er ja nicht, dass es da ist oder besser sonst ist es nicht so interessant)

Jetzt wo er weiß, dass es da ist, wird er es nicht mehr aus den Augen lassen. Sein Spiel- und Futtertrieb sind geweckt. Dann folgt: "Sitz!" Der ganze Arm samt Hand mit Leckerli wird gleichtzeitig in die Luft gestreckt. Und weil der Hund nicht so hoch gucken kann, wenn er steht, muss er sich setzen. Meine Oma sagte immer: "Man kann dumm sein, man muss sich nur zu helfen wissen!"

Komischerweise wird er als erstes verstanden haben, dass in der Hand etwas Fressbares ist, der Rest ist Übung und Ausdauer.

Mit diesem Trick nehmen wie uns die Anatomie des Hundes zur Hilfe, um ihn dazu zu bewegen, dass zu tun, was wir wollen. Hunde sind triebgesteuert und entweder wir bekommen sie über ihre Anatomie oder den Futtertrieb dazu.

Bei "Fuß!" kann man ihn mit einem Leckerli in der Hand dazu bringen bei Fuß zu bleiben. Er wird so damit beschäftigt sein, dass Futter aus der Hand zu bekommen, dass er vergisst irgendwo anders sein zu wollen, als direkt bei Fuss. Und dann braucht man Geduld - und viel Lob. Schließlich muss er ja noch verstehen, dass "Fuß" nicht "versuch-das-Leckerli-aus-der-Hand-zu-bekommen" ist.

In Kombination mit der klassischen Fuß-Übung an der Leine, versteht er es.

Eine Trainingseinheit sollte nie länger als 2-3 Minuten am Stück dauern, wir wollen ihn ja nicht langweilen. Zwischendurch braucht er Spielpausen.

Kommandos sind für ihn Aufgaben, die er aus Freude uns zu gefallen erfüllt.

Mit einer guten Hundeschule tut man sich und seinem vierbeinigen Freund aber auch einen Gefallen. Vor allem wenn man keine oder nur wenig Erfahrung mit Hundeerziehung hat, sollte man darauf zurückgreifen.

Es gibt viele Tricks und Kniffe, jeder geht die Erziehung seines besten Freundes ein wenig anders an.

Aber nicht nur junge Hunde können Neues lernen, dank der Mythbusters ist bewiesen, dass auch alte Hunde, die vorher keinerei Erziehung genossen haben noch Kommandos lernen können - es dauert nur alles viel länger. Also auch ein unerzogener Hund aus dem Tierheim kann noch zu besten folgsamen Freund erzogen werden, es dauert nur länger.

Was tun bei Fehlverhalten?

Strafen oder Ignoranz?

Wie man verfahren soll, wenn der Hund nicht das tut was man will, da scheiden sich die Geister.

Manche ignorieren Fehlverhalten, ein sehr langwieriger Weg, um ihn in die richtige Richtung zu bekommen. Er weiß ja nicht, dass er einen Fehler macht und bekommt er es nicht sofort angezeigt wird es lange dauern bis er es weiß.

Wenn man sich aber das Verhalten eines Rudels Wildhunde oder Hunde beim beschnüffeln ansieht, dann sieht man, dass sie Fehlverhalten definitiv nicht nur mit Ignoranz strafen.

Da wird laut und deutlich vermittelt, dass das gerade gar nicht gefällt.

Und so verfahre ich auch.

Bobby, der sich selbst den Titel "alpha" verpasst hat und ich, die eben nicht der Meinung ist, dass es so sein muss. Schließlich habe ich 2 Kinder.

Die Situation, die immer wieder durch die Medien geht, will ich nicht selbst erleben müssen.

Da hift nur eins: Ein bestimmtes "NEIN!!!" lässt er nicht sofort von seinem Vorhaben ab, gibt es ein zweites lautes und bestimmtes "NEIN!!!" und dann eine schwungvolle Drehung in eine devote Position - nämlich auf den Rücken - ihn fest und bestimmt, aber nicht zu fest, an der Gurgel  packen, und ihn Zähne fletschend anzuknurren, dazu erneut ein "NEIN!!!". Und das muss man solange durchhalten, bis er sich nicht mehr wehrt und sich ruhig verhält. Danach loslassen einen scharfen Verweis auf seinen Platz und ignorieren.

Steht er auf, wird er streng zurück komplimentiert. Solange bis ich es auflöse und ihm erlaube aufzustehen.

Manche Hunde verstehen bereits nach dem ersten mal, nach "NEIN" kommt Ärger.

Klingt nach Machtspiel ist es auch. Der Hund muss wissen, dass er den großen Menschen untergeordnet ist und die Kleinen nicht in Gefahr gebracht oder bedrängt werden dürfen.

Während des Trainings reicht "NEiN!", wir wollen ja keinen "Angstbiesler" erziehen. Aber bekommt er "Sitz" als Aufgabe und er kommt zu mir, ist es nicht das was ich will und das muss er merken.

Somit ist eine vernünftige Mischung aus Rangordnung herstellen und Ignoranz, abhängig von der Schwere des Vergehens, in meinen Augen die richtige Wahl.

Wenn er aber ausbüchst, kann man ihn nicht strafen, wenn er wieder kommt - sonst kommt er nämlich irgendwann gar nicht mehr.

Aber man muss sich auch nicht sichtbar freuen, wenn er wieder da ist. An der Stellle empfiehlt sich wirklich Ignoranz, wir sehen gar nicht, dass er weg war.

Für ihn ist nämlich nur noch klar, dass er heimgekommen ist, nicht aber, dass er abgehauen ist.

Finden wir ihn aber auf der Suche nach ihm, ist definitiv ein "NEIN!!" fällig. Denn er weiß, dass er allein unterwegs ist, und das geht nicht.

Welcher Hund passt zu mir?

Gruppen und Hunderassen

Diese Gedankengänge konnten wir uns zwar machen, aber geholfen hat es diesmal nicht.

Hunde sind eben nicht nur süß und lieb, viele Rassen sind Gebrauchshunde. Das heißt nicht nur das rassetypische Aussehen sondern auch die besten Veranlagungen für den rassetypischen Gebrauch, werden gezüchtet und forciert. Ein Jagdhund, bleibt ein Jagdhund, dafür wurde und wird er gebraucht.

Als familienfreundlicher Hund gilt ein Labrador (Retriever) zum Bespiel. Er ist und bleibt aber ein Jagdhund. Genauer gesagt ein Apportierhund. Auch, wenn er der beliebsteste Familienhund Deutschlands, dank Nintendo DS, ist. Aber er ist stur, eigensinnig und ganz im Gegensazt zum Klischee, nicht leichtführig. Wie die meisten Jagdhunde muss er streng geführt werden, wenn er dann folgt, folgt er aber gerne. Nichts anderes ist übrigens ein Golden Retriever.

Manchmal habe ich das Gefühl er wird immer wieder von dem Gedanken heimgesucht: "Jetzt muss ich mal sehen, ob das immer noch gilt."

Retriever holen lieben gerne Stöckchen, an Land wie im Wasser und das ausdauernd, sie brauchen extrem viel Auslauf.

Viel mehr als zum Beispiel eine Englische Bulldogge, die von ihren Bedürfnissen eben eher eine Hauskatze ist.

Welche Rasse man sich auch anschaffen will, man sollte sich überlegen, ob man die Möglichkeit und die Lust hat, ihnen ihr Hobby zu ermöglichen. Man sollte auch mit Züchtern reden, die die Bedürfnisse ihrer Rasse gut kennen.

Leider kann aber eben jeder jede Rasse kaufen und jeder kann alles von sich erzählen. Aber ein Hund mag es überhaupt nicht, 8 Stunden in der Wohnung auf Herrchen und Frauchen zu warten, weil sie dann endlich aus der Arbeit kommen, es sind Rudeltiere, keine Einzelgänger. Für den Fall sollte man lieber über eine Katze nachdenken. Und den Hund in die Rentenzeit schieben.

Und er braucht sein Rudel und viel Bewegung.

Warum beißt sich also der Hund so gerne in den Schwanz? Für viele sieht es lustig aus, ist es aber nicht.

Medizinisch muss abgeklärt werden, ob er Würmer oder eine Analdrüsenentzündung hat, letzteres ist zwar als Seniorenkrankheit bekannt, kann aber auch junge Hunde betreffen.

Warum macht er Herrchen/Frauchen ins Bett? Es ist oft Frust und Protest.

Warum folgt er nicht? Meißtens fehlt Verstehen über das was man von ihm will, weil das Kommando zu kompliziert geübt wird. Hat er aber schon einmal gefolgt und lässt es wieder sollte man daran denken auch Hunde können in Opposition gehen, wenn sie sich unwohl fühen.

Oft ist seltsames Verhalten aber eben Langeweile oder Depression. Die höchste Arbeitslosenquote fällt auf unsere Haustiere. Wir halten sie, aber sie haben keine Aufgabe.

Jagdhunde, die keine Jagd begleiten, Hütehunde, die nichts hüten, Schutzhunde, die nichts schützen, Kampfhunde, die als Schoßhund gehalten werden.

Wenn es mit dem Hund nicht klappt, sollte man sich ehrlich und aufrichtig fragen, ob man ihn wirklich artgerecht hält und auch auf seine Bedürfnisse richtig eingeht.

Grundsätzlich sollte man sich vorher erst über die Gruppe der Hunderasse Gedanken machen und dann über die Rasse selbst. Auch in jeder Gruppe gibt es Untergruppen. Jeder Hund sollte eine passende Aufgabe bekommen und in einem passenden Umfeld leben.

Und hat man auch den richtigen Hund gefunden, es gibt Tiere die leichter lernen und andere, die man erst dazu bringen muss, dass sie das tun was man will.

Jeder Hund hat seine Einzigartigkeit, und auch da gibt es wie bei uns Menschen dickköpfige und leichtführige Wesen.

Hunde-Psyche

Außerdem darf man nie vergessen, auch wenn sie einfacher als ein Mensch gestrickt sind, nicht so kompliziert denken können, und ja eigentlich nur ein Tier sind. Sie haben eine Psyche, auch sie haben ein Wesen und können sich verletzt enttäuscht und im Stich gelassen fühlen.

Sie haben nicht die Fähigkeit und galsklar um die Ohren zu werfen, was sie gerade stört oder verletzt. Da hilft es nur, dass wir ehrlich darüber nachdenken, was wir gerade falsch machen.

Sie werden einen ärgern, vielleicht werden sie wieder unfolgsam, machen wieder ins Haus oder fressen plötzlich Möbel an.

Hier darauf achten muss, dass es durchaus Nager oder Buddler gibt, es sind Marotten oder Vorlieben, die sich entwickeln, wie es sie eben auch bei Menschen gibt.

Ein Stück Brennholz hat bei Nagern schon Wunder gewirkt.

Aber wenn man wirklich ehrlich zu sich selbst ist, wird man den Unterschied merken, ob es Trotz oder Passion ist.

Für einen Hund ist es besser, wie auch bei kleinen Kindern auch - einen stabilen regelmäßigen Tagesablauf zu haben. Wie ich schon geschrieben habe, ein Hund ist ein ewiges 3-4 jähriges Kind.

Er muss wissen wann es Futter gibt und auch wann er Gassi geht oder gespielt wird. Hunde haben eine innere Uhr und sie werden nervös, wenn sie nicht wissen, wann was passiert.

Sie sind aber auch nicht dumm und sie können durchaus Werktag von Wochenende unterscheiden.

Sie passen sich unserem Tagesablauf an und der ist am Wochenende doch oftmals anders als unter der Woche.

Zusammenfassend: je stabiler sein Tagesablauf ist, desto ausgeglichener und ruhiger ist ein Hund, er erwartet in der Zeit dazwischen nämlich nichts.

Kinder und Hunde

Wenn Kinder mit dem Hund zusammenleben, muss auch ihenen unbedingt erklärt werden, was sie tun dürfen und was nicht.

Es mag niedlich aussehen, wenn Junior vor dem Hund mit seiner Banane umherwackelt und der Hund sie versucht zu bekommen und sie nicht erreicht, aber er wird sich geärgert fühlen.

Auch auf ihn sitzen, Ohren pulen, Augen abtasten, mag alles gut gehen, mag er vielleicht lästig finden aber tolerieren. Doch wehe es kommt der Moment, in dem es dem Hund aus Versehen weh tut. Da kommt der Reflex schnell.

Hunde verbinden viel mit dem Geruch eines Menschen, sie speichern dazu ihre Emotionen ab, und das löst fürher oder später einen Trieb oder Reflex aus.

Er wird irgendwann zuschnappen, nicht aus Bosheit und Berechnung sondern aus Reflex.

Generell darf man seine Kinder nie allein mit einem Hund lassen, insbesondere nicht, wenn die etwas zu essen oder zu trinken haben.

Es sieht sie als gleichwertige Mitglieder des Rudels an, und wenn der große Mensch nicht da ist, der ihm durch seine Präsenz suggeriert" fass die Kinder nicht an", wird er irgendwann einmal versuchen Kräfte zu messen, um zu sehen, ob sie ihm über- oder unterlegen sind.

In der Natur gibt es keinen unausgekämpften Rang, selbst der Nachwuchs klärt die Stärke im Spiel. Für einen Hund ist es unnatürlich ein Mitglied als höhergestellt zu akzeptieren, wenn er es nicht ausgekämpft hat.

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seagrey, am 08.07.2010
 
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Kommentare


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Merlin am 07.10.2012

Klarer Daumen. Guter Artikel. Muss jetzt nur noch mein Hund lesen.
LG Merlin

mable157@gmx.de am 07.10.2012

Also ich muss sagen, das ist endlich mal ne Seite die das bestätigt, was ich seit Jahren praktiziere und womit ich auch sehr gute Erfahrung gemacht habe. Und zwar das Thema, der Unterwerfung, habe im Alter von 6 Monaten einen Rüden der Rasse Deutsche Dogge bekommen, und Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie der mich zum Narren gehalten hat! Bin eine kleine,zierliche Person und irgend wann hats gereicht, mein Partner und ich haben Ihn in die Enge getrieben, Ihn auf den Rücken geschmissen, und ich habe Ihn mit Knurren in die Kehle leicht rein gebissen. Mein Mann hat Ihn dabei beobachtet. Schwanz wurde eingezogen, er wurde starr und hat sogar vor Angst eingepuscht. Seit dem hört er aufs Wort und es gab nie wieder die Frage, wer das sagen hier hat! Versucht es einfach!

Simon am 16.07.2010

Absolut Top Informationen! Vielen Dank! 5 ***** auch von mir :)

LG Simon

UrsulaOrtmann am 09.07.2010

Hallo, das ist eine super interessante Seite zum Thema, wie erziehe ich meinen Hund. Sehr hilfreiche Informationen. Auch hier ist die Intention, wenn ein Tier sich nach Ansicht des Menschen falsch verhält, dann liegt das am Menschen und nicht am Tier. Für die Leistung, diesem Hund mit Achtung, Liebe u. Respekt, Benehmen beizubringen u. für die hilfreichen Informationen, fünf Sterne.
Viele Grüße
Ursula

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