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Die Kegelrobbe

- das größte Raubtier Deutschlands




Wenn man die Frage nach dem größten in Deutschland lebenden Raubtier stellt, ist sie garantiert nicht unter den Antworten. Na gut, es sei denn man fragt vielleicht einen Zoologen...

Das größte in Deutschland lebende Raubtier sind weder Wolf oder Luchs. Es handelt sich nicht einmal um ein Landsäugetier.

Größtes freilebendes Raubtier in Deutschland ist die Kegelrobbe.

Kegelrobben (Halichoerus grypus) erreichen Größen von bis zu 230 cm und vereinzelt ein Gewicht bis 300 Kilogramm. Die Tiere haben eine massige Gestalt und sind deutlich größer als der ebenfalls bei uns heimische Seehund, der immerhin bis zu 170 cm lang jedoch nur etwa halb so schwer wird.

Trotz ihrer massigen Gestalt sind Kegelrobben im Wasser wendige Jäger die unter Wasser bis zu 35 Stundenkilometer schnell werden und etwa 20 Minuten lang tauchen können.

 

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Die Nahrung der Kegelrobbe besteht unter anderem aus Hering, Dorsch, Scholle und Makrele - ein Grund für ihre Verfolgung durch den Menschen, der weniger kommerzielles Interesse an diesen Tieren hatte, sondern sie als Nahrungskonkurrenten ansah und deshalb nahezu ausgerottet hat.

Ausgewachsene Kegelrobben benötigen täglich eine Menge von 6 bis 10 Kilogramm Fisch.

Durch Schutzmaßnahmen der Nord- und Ostseeanrainer-Staaten hat sich der Bestand der Kegelrobbe, die zwischenzeitlich bereits von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf die Liste bedrohter Arten gesetzt worden war,  wieder etwas erholt. Zwischenzeitlich ist die Bejagung in geringem Umfang in einigen "Nachbarstaaten" wieder gestattet.

Kegelrobben finden sich insbesondere zur Paarungszeit zu Kolonien zusammen, die aus einem Männchen und mehreren Weibchen bestehen. Kegelrobben bevorzugen felsige Gegenden als Lebensraum. In Nord- und Ostsee sind sie atypisch auch an sandigen Stränden und auf Sandbänken anzutreffen.

Sollte es künftig wieder Braunbären in Deutschland geben, so wird die Kegelrobbe ihren Titel "größtes Raubtier in Deutschland" sicherlich gern und anstandslos an diesen abgeben ;)


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Kommentare

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Marcus_Skupin sagte:
am 06.01.2010
Hallo Hans,

ich wohne zwar etwas näher dran, komme allerdings leider auch nicht so häufig an die See. Wird eigentlich mal wieder Zeit... sobald es wieder wärmer ist ...

Gruß
Marcus


Hans sagte:
am 06.01.2010
Hallo Marcus,

Das ist ja mal interessant. Leider kommen wir hier im Süden viel zu wenig an die Nord- und Ostseestrände, so dass mir dieses Raubtier bisher entgangen ist.

Viele Grüße,
Hans


Veröffentlicht: 30. Dezember 2009