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Wickelbär

possierlicher Räuber Südamerikas




Sie werden im Deutschen als Wickelbären, Rollschwanzbären oder auch Honigbären bezeichnet. Maria Falkena-Röhrle erzählt, dass ihr erster Gedanke beim Anblick eines der kleinen Kobolde sie an eine Mischung von Äffchen und Teddybär erinnert hat.

Die Rede ist von Potos flavus, einem kleinen, nachtaktiven Raubtier, dass in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas heimisch ist.

Der bis zu 60 cm große Wickelbär ist ein typischer Baumbewohner. Mit seinen Greifhänden und dem langen, namengebenden "Wickel"-Schwanz, ist er in der Lage sich geschickt und behende in den Kronen der Urwaldbäume fortzubewegen.

Der Wickelbär hat einen runden Kopf mit großen runden Augen und einer stumpfen Schnauze. Die Ohren sind ebenfalls rundlich. Die relativ kurzen Beine weisen stark gekrümmte, spitze Krallen auf.

Der Schwanz der Tiere ist zwischen 45 und 55 cm lang. Wickelbären besitzen ein weiches, kurzes Fell. Auf dem Rücken ist bei einigen Exemplaren eine dunkle Linie, der sogenannte Aalstrich, erkennbar.

Die Tiere werden bis zu 4,5 Kilogramm -  im Schnitt 2-3 Kilogramm - schwer.

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Obwohl zu den echten Raubtieren (Carnivora) gehörend, ernähren sich Wickelbären fast ausschließlich von Früchten und Blättern. Nektar wird mit der 10-12 cm langen Zunge aufgenommen. Eine besondere Vorliebe besteht für Honig sowie Bananen. Der Speiseplan wird von Zeit zu Zeit durch Insekten ergänzt. Auch Vogeleier und gelegentlich Vogelküken können zur Beute der Tiere gehören.

Wickelbären leben oft als Einzelgänger und treffen dann nur zur Paarung und an ergiebigen Futterplätzen aufeinander. Gelegentlich wird auch vom Zusammenleben in kleinen, losen Familienverbänden berichtet.

Jungtiere kommen das ganze Jahr über nach einer Tragzeit von 3-4 Monaten zur Welt und wiegen dann bei einer Geburtsgröße von fast 30 cm bis zu 200 Gramm. Die Wurfgröße beträgt meist nur ein Tier

Zu den natürlichen Feinden des Wickelbären gehören neben dem Jaguar die südamerikanischen Kleinkatzen wie Ozelot, Oncille und Langschwanzkatze.

In menschlicher Obhut werden Wickelbären bis zu 30 Jahren alt. Die Haltung erfolgt zunehmend auch in Privathaushalten, als Heimtier.

Der Kinkajou
in "Die zahmen Wilden und die wilden Zahmen" von Maria Falkena-Röhrle; ISBN-13: 978-3-8391-0383-8
Welt der Raubtiere

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Kommentare

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Marcus_Skupin sagte:
am 23.01.2010
Ja, die Tierchen sind auch putzig. Hängen oft am Schwanz vom Ast herunter und verspeisen süsse Früchte..


Simon sagte:
am 23.01.2010
Was für ein putziger Name :-))


Veröffentlicht: 23. Januar 2010