Der RiesenmammutbaumSequoiadendron giganteum
Die Heimat des Riesenmammutbaum oder auch Bergmammutbaum (lat. Sequoiadendron giganteum) ist Kalifornien. Dort wächst er an den Westhängen der Sierra Nevada in Höhen von 1350 bis 2500 m. Insgesamt gibt es 72 Haine, die zwischen einem und 1600 ha groß sind. Das Gesamtareal ist 420 km lang und und bis zu 24 km breit. Die ältesten Exemplare sind über 4000 Jahre alt. Der Bergmammutbaum kann über 80 Meter groß werden und einen Stammdurchmesser von mehr als 12 Metern ausbilden. Bergmammutbäume gelten als winterhart und können Temperaturen bis zu -30°C standhalten. Allerdings ist das Wurzelwerk sehr empfindlich und sollte bei extremen Minusgraden entsprechend geschützt sein. Als Zierbaum wird der Mammutbaum erfolgreich in Süd- und Westeuropa, in großen Teilen Nordamerikas, Südostaustralien, Neuseeland sowie in Südchile angepflanzt. In Deutschland sind Bergmammutbäume von Rügen bis Bayern zu finden. Der mit 55 Metern Höhe größte Mammutbaum Europas wächst in Auerbach bei Bensheim. Aufzucht
Nach ungefähr 2 bis 4 Wochen stecken die Sprößling ihre Köpfe aus der Erde. Da die Mammutbäume ein schnelles Wachstum aufweisen, waren einige der Sprößlinge bereits nach 2 Monaten ca. 10 cm hoch. Das Umtopfen in Seramis hat bis jetzt auch wunderbar geklappt, obwohl in einigen Fachzeitschriften davon abgeraten wird. Wichtig ist bei der Aufzucht vor allem, daß die Sprößlinge gut feucht gehalten werden, sich dabei aber auf keinen Fall Staunässe bilden darf. Falls die Nadeln anfangen zu "vertrocknen" kann es auch sein, daß die Wurzeln durch zu viel Nässe absterben... Nachtrag Die Fachzeitschriften haben recht: Seramis hemmt wohl das Wachstum der Sequioas so sehr, dass nach gut einem halben Jahr alle Mammutbäume, die in das Seramis umgepflanzt wurden, Minibäumchen blieben, während die anderen - in normaler Pflanzenerde - ein unglaubliches Wachstum an den Tag legten und immer noch hervorragend wachsen. Kleiner Tipp bei Trauermückenbefall Werden die Pflanzen von Trauermücken befallen, dann ist es ratsam, die Pflanzenerde mit einer ein bis zwei Zentimeter dicken Schicht Quarzsand abzudecken, den es in jedem Baumarkt fast zum Nulltarif sackweise zu kaufen gibt. Die Trauermücken selbst sind kleine schwarze Fliegen und an sich nicht schädlich sind. Den Schaden richten die Larven an, die sich von abgestorbenen Holz- und Pflanzenresten so wie von den jungen Wurzeln ernähren. Die Quarzsandschicht verhindert, dass die Trauermücken ihre Eier in die Erde legen und die Larven schlüpfen können. Falls von unten her ein Zugang zur Pflanze besteht, kann man zusätzlich im unteren Teil des Topfes eine Schicht Seramis oder Kies verteilen. Mit Klick vergrößern
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Veröffentlicht: 12. August 2009
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Die Idee zur Aufzucht von Mammutbäumen hatte ich, als mir meine Schwester von ihrer Amerika Reise einige Mammutbaumzapfen aus dem Sequoia Nationalpark mitbrachte. Die 5 Zapfen enthielten etwas mehr als 20 Samen, die zunächst für ca. eine Woche in den Kühlschrank mussten um die Keimhemmung aufzuheben. Danach wurden sie für 2 Tage zum Vorquellen in warmes Wasser gelegt und anschließend in Anzuchterde ausgesät.
Kommentare
Hans sagte:
vor 13 TagenDanke für Deinen Kommentar. Über ein paar gute Bilder dieser Giganten freue ich mich natürlich und werde Sie auch einbinden.
Die Weisheit der Indianer spricht für sich und zeigt, dass in unserer Gesellschaft die kurzsichtige Profitgier leider immer noch zu oft überwiegt.
Viele Grüße,
Hans
horselover24 sagte:
vor 15 Tagendie native american indians dort haben eine interessante weisheit über das thema...
> das land mit seinen bäumen war den weißen gleichgültig.
wir fällen keine bäume sondern nutzen nur totes holz.
aber die weißen sprengen die bäume sogar aus der erde und zerhacken sie. überall, wo der weiße mann die erde berührt hat, hat sie wunden <
herzliche grüsse h24
Hans sagte:
am 11.11.2009Leider gibt es so was immer wieder und es erstaunt mich jedesmal, daß solche Dinge nicht bemerkt werden. So einen Riesen zu fällen ist ja nicht gerade ein Zuckerschlecken, macht Lärm und dauert seine Zeit...
Auf jeden Fall sieht der Exotenwald super interessant aus und ist sicher ein lohnendes Ausflugsziel :-)
Unbekannt sagte:
am 11.11.2009bei mir in Weinheim an der Bergstrasse gibt es seit 1872 den Exotenwald.
http://de.wikipedia.org/wiki/Exotenwald
Die dort lebende Mammutbaum Kolonie wurde vor einigen Jahren Opfer von Dieben/Räubern.
Unter Einsatz von schwerem Gerät wurden einige der majestätischen Riesen gefällt, zerteilt und ab transportiert.
Sollte also relativ "frisches" Mammutbaumholz unklarer Herkunft angeboten werden wäre ein Tip an die Polizei Weinheim, FON:06201/10030 angeraten.
Grüße aus dem wundervollen Weinheim
Hans sagte:
am 04.09.2009Also Bilder sind noch viele vorhanden... Allerdings sind die Bäumchen noch immer keine Bäume... Da muß ich wohl noch etwas warten. Wenn sich was tut, werden neue Bilder hinzugefügt.
Leider sind in der Zwischenzeit einige meiner Sprößlinge eingegangen. Zuerst war unklar warum. Denke aber der Grund war in diesem Fall zu viel Wasser... Die restlichen Bäumchen erhalten jetzt nur noch halb so viel und denen geht's prächtig :-)
Peter sagte:
am 26.08.2009