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Meinungen und Ansichten

Manchmal lohnt es sich den Blickwinkel zu verändern



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Interessant, nicht wahr? Was zunächst so seicht daherkommt, wandelt sich in etwas wertvolles. Ohne Zauberei, einfach nur durch die Veränderung des Blickwinkels. Aber nicht nur diesen sollte man ab und zu ein wenig verrücken. Auch Standpunkte und Meinungen vertragen es hin und wieder überprüft, und gegebenenfalls verändert zu werden. Es ist so ein Ding mit Meinungen und Ansichten. Häufig macht man sie sich zu Eigen, ohne sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Manchmal nur um Recht zu behalten. Oftmals um einer bestimmten Gruppe angehören zu können. Manche Meinungen schleppt man ein Leben lang mit sich herum, weil man so an sie gewöhnt ist.

Meinungen werden manchmal voreilig gebildet, eigentlich längst überholte Standpunkte weiterhin verteidigt. Dabei haben es beide verdient, dass man sich ein wenig näher mit ihnen beschäftigt. Schließlich sagen sie eine Menge über uns aus! Meinungen und Ansichten, welche nicht mehr so recht passen wollen, sind wie ein zu eng geschnürtes Korsett - sie lassen keinen Raum für Neues. Entrümpeln Sie also einfach von Zeit zu Zeit Ihren Meinungsspeicher! Trennen Sie sich von all dem, was nicht mehr zu Ihrem heutigen Ich passt.

Ein gutes Hilfsmittel sind Aussagen anderer Menschen. Hören Sie ihnen nur zu. Bewegen Sie dann das Gehörte in ihrem Herzen und in ihren Gedanken. Was spricht sie an, was stößt sie ab? Warum? Ergründen Sie Ihre Gedankenwelt, tauchen Sie tief in sie hinein. Beachten Sie ganz besonders Ihre erste Reaktion. Das könnte die Meinung sein, die sie sich vor langer Zeit zu diesem Thema gebildet haben. Passt sie noch zu Ihnen, fühlt sie sich richtig an? Oder ist es eher so, dass Sie erstaunt feststellen, dass Sie heute einen ganz anderen Standpunkt einnehmen? Was auch immer geschehen wird, Sie werden auf diesem Weg ganz sicher einige Aha-Erlebnisse haben.

Haben Sie einmal keinen Gesprächspartner oder wollen Sie zu einem bestimmten Thema gezielt die Meinungen und Ansichten Vieler kennen lernen, dann könnten sich Zitatensammlungen als  überaus unerschöpfliche Quelle aus den unterschiedlichsten Epochen erweisen. Neben einigen Perlen der Weisheit, welche Sie dort finden werden, zeichnet jedes einzelne ein interessantes Bild der Zeit aus dem es stammt. Weitere Fundgruben in denen es sich zu schürfen lohnt sind (Auto-)Biografien und Internetforen.

Bilden Sie sich Ihre Meinung!

Eine kleine Auswahl von Zitaten

Thomas von Aquin, italienischer Theologe und Philosoph (1224/25-1274)
Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals vermag es das Gute ganz aufzuzehren.
Paul Claudel, französischer Schriftsteller (1868-1955)
Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind.
Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten.
Jules Romains, französischer Schriftsteller (1885-1972)
Vorurteile sterben ganz langsam, und man kann nie sicher sein, daß sie wirklich tot sind.
Ludwig Rosenberg, deutscher Gewerkschafter (1903-1977)
Man ist schlecht beraten, wenn man nur mit Leuten zusammenarbeitet, die nie widersprechen.
Jean-Jaques Rousseau, französischer Dichter und Philosoph (1712-1778)
Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden, im Herzen der Bösen.
Blaise Pascal, französischer Mathematiker und Physiker (1623-1662)
Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen.
Pablo Picasso, spanischer Maler (1881-1973)
Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale.
Helmar Nahr, deutscher Mathematiker und Unternehmer (geb.1931)
Wenn man aus Sonnenstrahlen Bomben bauen könnte, gäbe es schon längst wirtschaftlich arbeitende Sonnenkraftwerke.
Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph (1844-1900)
Die Zeit für kleine Politik ist vorbei. Schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erdherrschaft.
Gotthold Ephraim Lessing, deutsche Dichter (1729-1781)
Der aus Büchern erworbene Reichtum fremder Erfahrung heißt Gelehrsamkeit. Eigene Erfahrung ist Weisheit.
Theo Lingen, Schauspieler, Regisseur (1903-1978)
Es gibt immer ein Stückchen Welt, das man verbessern kann - sich selbst.
Konrad Lorenz, österreichischer Verhaltensforscher (1903-1989)
Ich habe, glaube ich, die Zwischenstufe zwischen Tier und Homo sapiens gefunden. Wir sind es.
Joseph Joubert, französischer Moralist (1754-1824)
Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.
Heraklit, griechischer Philosoph (um 550-480 v. Chr.)
Vielwisserei lehrt nicht, Vernunft zu haben.
Hermann Hesse, deutscher Schriftsteller (1877-1962)
Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht klingt immer wie Narrheit.
Friedensreich Hundertwasser, österreichischer Künstler (1928-2000)
Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.
Friedrich II. der Große, König von Preußen (1712-1786)
Kenntnisse kann jeder haben, aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur.
Mahatma Gandhi, indischer Politiker (1869-1948)
Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein.
André Gide, französischer Schriftsteller (1869-1951)
Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muss man es immer von neuem sagen.
Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter (1749-1832)
Einer neuen Wahrheit ist nichts schädlicher als ein alter Irrtum.
William Faulkner, amerikanischer Schriftsteller (1897-1962)
Es ereignet sich nichts Neues. Es sind immer dieselben alten Geschichten, die von immer neuen Menschen erlebt werden.
Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin (1830-1916)
Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
Albert Einstein, deutscher Physiker (1879-1955)
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.
Jonathan Swift, englisch-irischer Schriftsteller, Satiriker (1667-1745)
Der Mensch sollte sich niemals genieren einen Irrtum zuzugeben, zeigt er doch, dass er heute gescheiter ist als gestern.
Achmed Mohamed Saleh, Journalist aus Tansania
Entwicklungshilfe nimmt das Geld der Armen in den reichen Ländern und gibt es den Reichen in den armen Ländern.
Oren Lyons, Onondaga-Nation (1930)
Wer die Erde nicht respektiert, zerstört sie, wer nicht alles Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder. Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als die unsere - und hoffentlich besser. 
Smohalla, Nez Perce-Indianer
Menschen, die bloß arbeiten, finden keine Zeit zum Träumen. Nur wer träumt gelangt zur Weisheit. 
Sitting Bull,  Häuptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux (1831-1890)
Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
Anishinabe, Native American 
Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen.
Red Cloud, einer der größten Führer der Prärie-Indianer (1822-1909)
Seht mich an - ich bin arm und nackt, aber ich bin der Häuptling des Volkes. Wir wollen keine Reichtümer, sondern wir wollen unsere Kinder richtig erziehen. Reichtümer würden uns nichts nützen. Wir können sie nicht mit in die andere Welt mitnehmen. Wir wollen keine Reichtümer. Wir wollen Frieden und Liebe. 
Tatanga Mani, Stoney (1872-?)
Hügel sind schöner als Häuser aus Stein. In einer großen Stadt wird das Leben zu einem künstlichen Dasein. Viele Menschen spüren kaum noch richtige Erde unter den Füßen, sie sehen kaum noch Pflanzen wachsen, außer in Blumentöpfen, und lassen nur selten die Lichter der Straßen hinter sich, um den Zauber eines sternenübersäten Nachthimmels auf sich wirken zu lassen. Wenn Menschen so weit weg von all dem leben was der große Geist geschaffen hat, dann vergessen sie leicht seine Gesetze
Luther Standing Bear, Häuptling der Oglala-Lakota (1868-1939)
Die alten Dakota waren weise. Sie wussten, dass das Herz eines Menschen, der sich der Natur entfremdet, hart wird. Sie wussten, dass mangelnde Ehrfurcht vor allem Lebendigen und allem, was da wächst, bald auch die Ehrfurcht vor dem Menschen absterben lässt. Deshalb war der Einfluss der Natur, die den jungen Menschen feinfühlig machte, ein wichtiger Bestandteil ihrer Erziehung.
Unbekannter Apachenkrieger
Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.
Blackfoot, indianisches Volk, das im Norden der USA und im Süden Kanadas
Was ist das Leben?
Es ist das Aufblitzen eines Glühwürmchens in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und im Sonnenuntergang verschwindet.
Buddha (563-483 v. Chr.)
Groll mit uns herumtragen ist wie das Greifen nach einem glühenden Stück Kohle in der Absicht, es nach jemandem zu werfen. Man verbrennt sich nur selbst dabei. 
Konfuzius, chinesischer Philosoph (551-479 v. Chr.)
Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.
Wenn Du Dein Sinnen und Trachten ernsthaft auf Menschlichkeit richtest, so wird das Böse allmählich von selbst überwunden.
Erzähle mir die Vergangenheit und ich werde die Zukunft erkennen.  
Lao-tse, chinesischer Philosoph (vermutlich 6. Jahrhundert v. Chr.)
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.  
Um Weise zu sein, muss man nicht viele Dinge wissen. Wer viele Dinge weiß, ist damit noch nicht weise.
Wer die Wahrheit sagt, der braucht nicht zu argumentieren; wer argumentieren muss, der sagt nicht die Wahrheit.
Zen-Weisheiten
Wenn man sehr jung ist und wenig weiß, sind Berge Berge, Wasser ist Wasser und Bäume sind Bäume. Hat man studiert und ist aufgeklärt sind Berge nicht mehr Berge, Wasser ist nicht mehr Wasser und Bäume sind nicht länger Bäume. Hat man wirkliches Verständnis gewonnen, sind Berge wieder Berge, Wasser ist Wasser und Bäume sind Bäume.
Ein edler Mensch kann nie sein kindliches Herz verlieren. (Mong-Dsi, 372 - 289 v. Chr.)
Wer andere Menschen liebt, der wird auch von anderen geliebt. Wer andere Menschen hasst, der wird auch von anderen gehasst. (Mozi, 5. Jahrhundert v. Chr.)
Erst wenn man imstande ist, sämtliche Vorurteile zu vergessen, wird man Fortschritte auf dem rechten Weg machen. (Zhuangzi  365 - 290 v. Chr.)
Henry David Thoreau, US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph (1817-1862)
Wer Fehler finden will, findet sie auch im Paradies.
Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller (1890-1935)
Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
Mark Twain, amerikanischer Schriftsteller (1835 - 1910)
Menschen mit einer neuen Idee gelten solange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.
Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen.
Gerhard Uhlenbruck, deutscher Immunbiologe und Aphoristiker (geb. 1929)
Es sind die täglichen Kleinkriege, die uns kleinkriegen.
Leonardo da Vinci, italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Naturforscher (1452-1519)
Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen.
François Marie Voltaire, französischer Schriftsteller und Philosoph (1694-1778)
Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.
Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
Martin Walser, deutscher Schriftsteller (1927)
Man rettet zukünftige Opfer auch dadurch, dass man Leute davon abbringt, zukünftige Täter zu sein.
Orson Welles, amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor (1915-1985)
Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun.
Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller (1900-1944)
Wenn es Dir gelingt, über Dich selbst Gericht zu sitzen, dann bist Du ein wirklicher Weiser.
Helmut Schmidt, deutscher Politiker (1928)
Bei uns ist jeder zu gebrauchen, und sei es als abschreckendes Beispiel.
Albert Schweitzer, deutscher Arzt und evang. Theologe (1875-1965)
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
Das einzig wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.
Lucius Annaeus Seneca, römischer Dichter und Philosoph (4 v. Chr-65 n. Chr.)
Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, dass wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben.

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Kommentare

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AnnaFelicitas sagte:
vor 13 Tagen
Ich danke dir für deinen Kommentar, lieber Achim, und natürlich für deine Sternchen!

Alles Liebe
Anna


chefkeem sagte:
vor 13 Tagen
Dein Artikel ist sehr gedankenanregend. Die Zitate sind Gold wert! 5* :)


UrsulaOrtmann sagte:
am 28.07.2010
Hey, AnnaFelcitas, thank you for the answer. I believe that we cannot know at all sometime, for it our mind and mind are too small and our horizon enough around the whole universe in the full circumference to not far be able to estimate. Many star greetings Ursula


AnnaFelicitas sagte:
am 28.07.2010
Hej Ursula,

ich bin mir sicher, wir werden es eines Tages vernehmen!
Danke für deine ****

Alles Liebe
Anna


UrsulaOrtmann sagte:
am 28.07.2010
Hey, da fragt man sich doch, wie viele Augen hat die Wirklichkeit und wie viele Stimmen hat der Wind ?****

L.G.
Ursula


Veröffentlicht: 28. Juli 2010
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