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Sand





Sandsammler

Sand und Sandsammeln.

 Es ist sicher die „feinste“ Art und Weise Mineralien zu sammeln, hat jedoch nicht aus jeder Sichtrichtung etwas mit dieser Sparte zu tun. Die ständige Vergrößerung des Interessentenkreises um den Sand ist unübersehbar. Auch wenn ich das Sandsammeln mit dem Mineraliensammeln verglichen habe, so nimmt die Sache eine Sonderstellung ein. Der Sandsammler sammelt keine makellosen Einzelkristalle oder wiss. exakt bestimmte Mineralien, sondern eine Mineralienmischung, deren Wiedererkennungswert auf den äußeren Erscheinungen wie Farbe, Korngröße usw. beruht. Es ist also eine Belegsammlung. Vielleicht ist es hier möglich einen Vergleich zum Briefmarken- oder Münzensammler zu ziehen. Auch diese Sammler sind weniger am Material, als am Grad der Seltenheit, dem Ausgabeort, dem Anlass der Edition uam. interessiert. In diesem Zusammenhang muss gesagt werden, dass sich Sandsammler gern mit der Anzahl ihrer Sandproben vorstellen. Das ist nicht korrekt, denn ein Briefmarkensammler möchte sich und seine Schätze auch nicht nach der vorhandenen Gesamtstückzahl bewerten lassen. Dazu kommt dass die eingrenzenden oder spezialisierenden Kriterien nicht denen eines „richtigen“ Mineraliensammlers gleich sind. Sand sammelt man nach Regionen, Ländern, Flüssen, Stränden, Farben, Wüsten oder, oder... vielleicht auch wegen der häufiger im Strandsand vorhandenen Mikrofossilien. Diese Gruppierungen mögen recht umfassend gewählt sein. Das ist aber möglich, weil eine Sandsammlung, wegen der allgemein kleinen Sammlungsgefäße, auch nur wenig Platz beansprucht. Bis auf die Ausnahme der Internetauktionshäuser wird Sand nicht gehandelt, sondern mitgebracht und die Überschussmengen werden getauscht. Es hat sich beim Tausch durchgesetzt eine leere Kleinbildfilmdose als Raummaß für eine Tauscheinheit zu nehmen. Es ist schon abzusehen, dass mindestens der Anteil der Börsen und Sammlermärkte auch für Sandsammler immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Im Gleichlauf mit dem Sandsammeln nimmt ein techn. Spezialisierungszweig zu. Es wird Sand mikroskopiert und fotografiert. Auf diese Weise könnten ansprechende „Bilderbuchsammlungen“ entstehen.

Dieses interessante Feld kann erfolgreich mit einfachsten Mitteln beackert werden. Es liegt mir einfach nahe all die Besitzer von „Supermarkt“-Mikroskopen oder Oldis anzusprechen, die diese Geräte erwarben, weil sie preisgünstig waren oder sich als Geschenk eigneten und nun doch nicht intensiv genutzt werden. Für den Sand sind sie jedenfalls geeignet und damit kann der Sammler von morgen erreicht werden. Neben der reinen Betrachtung gehört zur auch noch die Archivierung des Gesehenen. Idealerweise geht das am einfachsten mit einer USB- (oder auch Okular-) kamera. Nun wäre man in der Lage das entstandene Bild vom Mikroskop direkt am Bildschirm zu betrachten und es steht gleichzeitig sofort zur Bildbearbeitung zur Verfügung. Im Internet  findet man leicht viele weiterführende Angaben von Sandsammlern und sogar zu Sandmuseen. Hier sollen nur ein paar eingefügte Bilder, die mit meiner Okularkamera entstanden sind, den Appetit auf dieses interessante Gebiet wecken.

Viel Spaß wünscht klaber

 

 

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Kommentare

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Ralle222 sagte:
am 12.02.2010
Hallo,
sehr interessant das mit dem Sand. Aus unscheinbaren Körnchen werden wunderschöne Gebilde.
Gruß, Ralf.


klaber sagte:
am 03.02.2010
Danke Dir; Mache ich
Es grüßt Dich Dein Freund Klaus


lilaveilchen23 sagte:
am 03.02.2010
Hallo,
das ist wirklich interessant. Man denkt immer-Sand ist Sand.
Aber weit gefehlt.
Am besten gefiel mir der Sand von Garrucha (???)
Bring weiter solche interessanten Beiträge.
Dein Fan Uta


klaber sagte:
am 03.02.2010
Hallo Hans,
Mineralien wurden wohl in allen Bergbaugebieten gefunden. In der Literatur findet man viele Hinweise (Erzgebirge). Es lohnt sich spez. wegen der Achate mal etwas die Geschichte von Idar- Oberstein zu betrachten. Es gab hier große Vorkommen.
Gruß Klaus


klaber sagte:
am 03.02.2010
Hallo Ursula,
dieser Beitrag zeigt uns zwar schon etwas mehr aus der vielfältigen Welt dessen, was wir oft einfach als Erde bezeichnen. Wo und wie uns diese Erkenntnisse nützlich sein können liegt aber noch außerhalb der Betrachtung. Ich werde bemüht sein mit einem weiteren Beitrag die verborgene Tür etwas zu öffnen.
Gruß Klaus


Hans sagte:
am 03.02.2010
Hallo Klaus,

Von mir gibt's ein Sternchen mehr, da mir die Bilder super gefallen. Wirkt schon fast wie 3D! Top Seite!

Noch was generelles zum Thema Mineralien:

Hast Du schon mal etwas von den Achatfunden im Saarland / Rheinland-Pfalz gehört? Das fand ich ziemlich spannend und man findet wohl auch heutzutage noch Achate: http://www.mineralienverein-freisen.de/index.php

Mich würde ja brennend interessieren, was man sonst noch alles in Deutschland an Mineralien sammeln kann...

Viele Grüße,
Hans


UrsulaOrtmann sagte:
am 03.02.2010
Hallo Klaus, danke für den aufschlußreichen Artikel. Das geheime Leben der Kristalle ist auch der geheime Ursprung des Seins. Deshalb vier Sternchen von mir. Super !

Liebe Grüße
Ursula


Veröffentlicht: 03. Februar 2010
Seiten von klaber
   

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