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Aphrodisiaka - Scharfes Vergnügen mit lustvollen Nahrungsmitteln





Auch Wein wird gern in Mischung mit anderen Rauschmitteln als Aphrodisiakum verwendetWer es gerne scharf mag, hat nicht nur einen gesundheitlichen Vorteil! Ernährungsexperten bestätigen, dass kräftige Gewürze, wohlduftende Pflanzen, aromatisierende Kräuter oder schmackhafte Getränke nicht nur Erkältungen vorbeugen und die Heilung ankurbeln, sondern auch eine erotisierende und berauschende Wirkung auf den Menschen haben.

Dies wussten schon die alten Griechen und weihten deshalb der Göttin Aphrodite viele anregende Nahrungsmittel. Zu den unzähligen Pflanzen, deren aphrodisische Wirkung in der Antike geschätzt wurden, gehören etwa die Alraune, der Sauerampfer, der Safrankrokus, die Erdscheibe, die Meeres- oder Standdistel oder die Falzblume. Auch wurde Wein gern in Mischung mit anderen Rauschmitteln als Aphrodisiakum benutzt.

Im Mittelalter wurden dann etliche Zauberpflanzen wie z.B. Grünkohl, Petersilie, Löffelkraut oder die Muskatnuss als Aphrodisiakum bezeichnet. Und sogar die Tomate wurde als Aphrodisiakum näher in Betracht gezogen und deshalb auch Liebes- oder Paradiesapfel genannt.

Doch wie sieht es heutzutage mit den luststeigernden Nahrungsmitteln aus? Welche zählen dazu, welche nicht und welche Wirkung haben sie letztendlich auf den Menschen? Oft liegt es vor allem am Aussehen, das die Luststeigerung hervorruft. Oder an was werden sie zum Beispiel beim Anblick einer Spargelstange erinnert? Und finden sie nicht auch, dass die Feige das weibliche Gegenstück zum Spargel darstellt und schon beim bloßen Anblick das Blut in Wallungen bringt? Als letzte Beispiel sei die Avocado genannt, die die weiblichen Leser mit ein wenig Fantasie an einen sehr interessanten Teil der männlichen Anatomi denken lassen sollte.

  • Chili ist scharf und löst einen Schmerz aus, auf den der Körper mit der Ausschüttung körpereigener Opiate reagiert, den so genannten Endorphinen. Diese Stoffe machen uns schmerzunempfindlich und euphorisch. Manche sprechen sogar von rauschähnlichen Zuständen. Zudem reizt die Schärfe die Schleimhäute und den urogenitalen Bereich. Der Hauptwirkstoff ist Capsaicin.
  • Die Muskatnuss enthält ein ätherisches Öl und ist wegen ihrer anregenden bis berauschenden Wirkung beliebt. Der Hauptwirkstoff ist Myristicin.
  • In der Wurzel der Petersilie sind etwa 0,2 Prozent, in den Blättern sogar 2 bis 6 Prozent ätherisches Öl vorhanden. Es reizt die Harnwege und den Uterus und ist damit sexuell erregend. Darüber hinaus enthält Petersilie neben den Hauptwirkstoffen Apiol und Myristicin einen beeindruckenden Nährstoffmix aus Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Ausschlaggebend für die Schärfe des Pfeffers sind die Alkaloide Piperin, Piperettin und Piperylin, die dem Pfeffer sein Aroma verleihen. Die luststeigernden Effekte sind beim Pfeffer ebenfalls seine Schärfe zurückzuführen, die Schleimhäute reizen.
  • Interessant ist auch der Sellerie: Hier sind es vor allem hormonähnliche Substanzen wie Butylphthalid , die den im Achselschweiß von Menschen enthaltenen Sexuallockstoffen gleichen. Vielleicht liegt es aber auch an der Substanz Butylphthalid, die entspannend und beruhigend wirk und damit auch eine wichtige Voraussetzung für guten Sex ist.
  • Und schließlich haben natürlich Getränke wie Wein eine berauschende und hemmungslösende Wirkung. Diese zählen aber nicht zu den Aphrodisiaka, da die Steigerung der sexuellen Lust und Libido nicht auf die hauptsächliche Wirkung einer Droge zurückzuführen ist...

Letztendlich ist es aber mehr oder weniger egal, was vor den romantischen Stunden auf den Tisch kommt - es sollte nur nicht zu schwer bzw. so viel sein, dass einem die Lust vergeht und das Blut beim Mann zum Magen strömt. Schließlich wird es an anderer Stelle gebraucht.

Viel besser ist daher ein anregendes Essen zu zweit, mit der Möglichkeit, sich entspannt in die Augen zu sehen, mit der Vorfreude auf das was danach kommen mag und vielleicht wirklich mit einem Menü, das ein Versprechen ist. Was also wirklich zählt, ist die Atmosphäre und der liebevolle Umgang der Partner miteinander.


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Veröffentlicht: 01. November 2009

Autor Susanne

Susanne
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