Schwarzkümmelöl

von HKO

Vielfältige Informationen über die Wirkung von Schwarzkümmelöl. Tipps und Hinweise über Schwarzkümmelöl.

Schwarzkümmel ist eine Kulturpflanze mit langer Tradition und stammt aus Nordafrika und Westasien. In Ägypten und anderen orientalischen und arabischen Ländern werden seine Samen und das daraus gewonnene Schwarzkümmelöl seit dem Altertum als Gewürz- und Heilmittel verwendet. Dort wird mit Schwarzkümmel gebacken, Gemüse eingelegt oder Kaffee und Tee aromatisiert. Auch die Türkei ist ein traditionelles Anbauland. Im Volksmund wird der Schwarzkümmel auch als Katharinenblume, Nardenkraut, Gretel im Busch, Braut in Haaren oder als „römischer Kümmel“ bezeichnet. In diesem Blog schreibe ich über „Nigella sativa“ auch als „Echter Schwarzkümmel“ oder „Schwarzer Kreuzkümmel“ bezeichnet.

Geschichte des Schwarzkümmels

In Ägypten hat das Wissen der Pharaonen nicht nur Spuren in der Architektur, sondern auch Medizin und Pharmazie hinterlassen. Von Nofretete (ca. 1350 v. Chr.) wird überliefert, daß sie Ihre Haut mit kostbaren Ölen und Lotionen pflegte, um ihr einen seidigen Bronzeton zu verleihen. Dafür verwendete sie auch das Schwarzkümmelöl , das aus dem Samen gewonnen wird. Auch im Grab des Pharaos Tut-ench-amun fanden Archäologen ein Fläschen mit Schwarzkümmelöl – mitgegeben für die Reise in ein anderes Leben. Schwarzkümmel wurde und wird in Ägypten noch gegen viele andere Leiden eingesetzt: bei Frauenbeschwerden, Erkältung, Kopfschmerzen, Unfruchtbarkeit, Impotenz oder Fieber. Im Mittelalter wurde der Schwarzkümmel auch in unseren Breiten heimisch. Die Frankenkönige Karl der Große und Ludwig der Fromme ließen um das 9. Jahrhundert  das „schwarze Gold“ von ihren Landpächtern anbauen. Der Samen war bald als Pfefferersatz und Brotgewürz sehr beliebt. Bis ins 18. Jahrhundert fand die Heilpflanze dann vielseitige Verwendung – die Volksmedizin empfahl sie bei unterschiedlichen Krankheiten wie Entzündungen, Schlangenbiß, Geschwülsten oder Milcharmut bei Ammen. Angesichts dieser Popularität ist es verwunderlich, das Schwarzkümmel dann 200 Jahre lang in Vergessenheit geriet und andere Heilpflanzen an seine Stelle traten.

Die Wiederentdeckung des Schwarzkümmels

Am Ende des 20. Jahrhunderts , verdanken wir es einem Zufall, daß Schwarzkümmel für die Naturheilkunde wiederentdeckt wurde. Am Anfang der neunziger Jahre bekam ein wertvolles Dressurpferd schweres Asthma und die Besitzer suchten verzweifelt nach einer natürlichen Heilmethode. Der Tierarzt empfahl nach Rücksprache mit einem ägyptischen Arzt die Anwendung von Schwarzkümmelsamen, die man in Nordafrika schon seit Jahrhunderten Pferden ins Futter streut, um Immundefekte zu behandeln. Man gab dem Pferd Samen und innerhalb weniger Tage war es kuriert. Dazu kamen Erfolge aus der Humanmedizin mit Asthma- und Neurodermitispatienten, die mit Schwarzkümmel und Schwarzkümmelöl behandelt wurden. Dadurch wurden Forscher neugierig auf die alte Pflanze. Wissenschaftler aus der ganzen Welt begannen, sich mit ihren Inhaltsstoffen zu beschäftigen.

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Was macht Schwarzkümmel so wertvoll?

Die Forschung erbrachte interessante Ergebnisse. Man entdeckte eine Reihe wertvoller Stoffe in den kleinen Samen, wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, ätherische Öle, Vitamine und Spurenelemente, die in ihrem Zusammenspiel vielfältige heilende Wirkungen haben. Man konnte nachweisen, daß überwiegend die mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Schwarzkümmelöl eine Reihe von Stoffwechselvorgängen im Körper positiv beeinflussen, das Immunsystem stärken und allergische Reaktionen bremsen. Daher ist es nicht verwunderlich das der ägyptische Schwarzkümmel Erfolge bei solchen Beschwerden aufweist, die auf eine Störung des Immunsystems zurückgehen, wie Asthma, Immunschwäche oder Neurodermitis. Diese Wirkung ließ den Schwarzkümmel bzw. das Schwarzkümmelöl rasch zu einem begehrten Nahrungsergänzungsmittel werden.

Zusammen mit Spirulina bildet Schwarzkümmelöl ein unschlagbares Doppel für Ihre Gesundheit.

Schwarzkümmelöl Präsentation - You Tube

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So hilft Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmel bzw. Schwarzkümmelöl

  •  hat eine antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung
  •  wirkt sekretlösend und bronchialgefäßerweiternd -senkt den Blutzuckerspiegel
  •  kann Gefäßkrankheiten vorbeugen
  •  wirkt verdauungsfördernd
  •  entwässert und entgiftet
  •  hat eine harntreibende und gallefreundliche Wirkung
  •  beschleunigt die Wundheilung und Zellerneuerung
  •  wirkt als Radikalenfänger
  •  kann die typischen Symptome einer Allergie verhindern
  •  harmonisiert das Immunsystem
  •  stabilisiert zudem das Hormonsystem und die Psyche

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Familie des Schwarzkümmels

Neben dem „echten Schwarzkümmel“  (Nigella sativa) gibt es eine Reihe von verwandten Sorten und Kreuzungen, die sich in Ihrer Wirkung stark unterscheiden. Zu den bekannteren zählt der Gartenschwarzkümmel oder „türkische Kümmel“, der bei uns als Zierpflanze vorkommt. Außerdem gibt es eine giftige Sorte, den „Nigella garidella“, der als Heilpflanze keineswegs in Frage kommt.

Anbau von Schwarzkümmel

Ägyptischer Schwarzkümmel findet vor allem im Süden des Landes ideale Bedingungen: ein warmes trockenes Klima und sandige Böden. Die Aussaat der Kulturpflanze findet im Spätsommer statt, und nach ungefähr einem Jahr, wenn die Pflanze abstirbt und die hellbraunen Kapseln mit den kleinen schwarzen Samen gefüllt sind, wird der Schwarzkümmel , teilweise noch von Hand geschnitten. Damit die Kapseln nicht vom Tau feucht werden, beginnen die Bauern noch vor Sonnenaufgang mit der Ernte.

Herstellung von Schwarzkümmelöl

Die Pflanzen werden in Bündeln etwa eine Woche lang getrocknet und dann von Hand gedroschen. Dadurch trennen sich die Samen von den Kapseln. Das Erntegut wird anschließend in Baumwollsäcke gefüllt und zu einer Ölmühle transportiert. Dort werden die Samen mechanisch zwischen zwei Mühlsteinen zerrieben und anschließend kalt gepresst. Durch Zusatz von Hexan oder Äther kann das Schwarzkümmelöl auch auf sehr viel billigere Weise chemisch erzeugt werden. Bei der Raffinade gehen jedoch viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Inzwischen wird das Öl auch in Deutschland hergestellt, um eine Pressung ohne schädliche Lösungsmittel zu garantieren.

Traditionelle und moderne Anwendung

In Ägypten, der Türkei in Indien und vielen anderen orientalischen Ländern ist Schwarzkümmel ein alltäglich verwendetes Gewürz und Heilmittel. So schätzt man die harntreibende Wirkung der ungemahlenen Samen. Auch bei Verdauungsstörungen, Bronchitis und hormonellen Erkrankungen wird Schwarzkümmel verabreicht. Wegen seiner wertvollen Komponenten dient das Schwarzkümmelöl als Pflegemittel für Haut, Haare und Nägel. Außerdem wird Schwarzkümmel auch zur Behandlung von Tieren eingesetzt. Pferde, Hühner oder Ziegen bekommen bei Infekten Schwarzkümmelsamen in ihr Futter gestreut. Auch in der europäischen Naturheilkunde ist Schwarzkümmel nicht unbekannt. In Büchern über Pflanzenheilkunde wird er als Mittel gegen Blähungen, Durchfall, Gallekoliken und Menstruationsbeschwerden angeführt. Ebenso hilft er bei der Wundheilung und hat eine schleim- und krampflösende Wirkung. Auch die moderne Medizin hat hat jetzt ein großes Einsatzgebiet für den Schwarzkümmel entdeckt - den Zivilisationskrankheiten. Er kann bei verschiedenen Formen von Allergien, Neurodermitis, Zuckerkrankheit und allergischem Asthma die Heilung fördern und Sympthome lindern.

BITTE BEACHTEN: Schwarzkümmel kann Linderung verschaffen. Doch sollte die Selbstbehandlung mit Schwarzkümmel oder Schwarzkümmelöl den Arztbesuch nicht ersetzen. Maßnahmen aus der Naturheilkunde können die konventionelle Behandlung jedoch sinnvoll ergänzen.

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Innerliche Anwendung

Durch die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmel versorgen Sie Ihren Körper in ausreichender Menge mit den wichtigsten ungesättigten Fettsäuren. Sie können das Öl pur einnehmen oder den Samen täglich in der Küche als Gewürz verwenden. Außerdem gibt es bereits etliche Schwarzkümmelprodukte zur Nahrungsergänzung.

Für eine therapeutische Anwendung eignet sich das Schwarzkümmelöl . Nehmen Sie das Öl am besten zu den Mahlzeiten ein. Ein schöner Nebeneffekt ist, daß die in den Speisen enthaltenen fettlöslichen Vitamine vom Körper aufgenommen werden können.

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Äußerliche Anwendung

Für die äußere Anwendung eignet sich das Schwarzkümmelöl pur oder mit Zusätzen, die seine Wirkung steigern. Ekzeme heilen nach regelmäßigem Einreiben mit Schwarzkümmelöl rasch ab, für Hautpilz gibt es Salbe aus Schwarzkümmel und Apfelessig. Das Öl ist jedoch auch eine ausgezeichnete Grundlage für die Herstellung von Gesichtspflegemasken, Cremes und Peelings. Seine pflegenden Eigenschaften machen es zu einer Bereicherung in der Schönheitspflege.

Heuschnupfen mit Schwarzkümmelöl behandeln

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf bestimmte Pollen. Typische Symptome sind Niesanfälle, tränende Augen, Schnupfen, Jucken, Husten und Heiserkeit.

Einnahmeempfehlung:
In der pollenfreien Zeit täglich 3 mal 1 Kapsel Schwarzkümmelöl einnehmen. In der Pollenflugperiode auf 3 mal 2 Kapseln erhöhen.

 

Auch sehr zu empfehlen ist Spirulina.

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HKO, am 02.01.2010
 
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Kommentare


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alex am 26.11.2012

Der Glaube kann Berge versetzen... , naja im Ernst, es sind eine ganze Menge nützlicher Bestandtteile in dem Öl enthalten. Von der Anzahl mehr als in anderen, die Menge an sich ist dafür aber geringer. Ein Wundermittel ist es mit nichten, schlecht ist es aber auch nicht.

Karo am 15.03.2012

Ich nehme seit mehreren Jahren von Februar bis September Schwarzkümmelölkapseln (3*2 am Tag) und kann mittlerweile selbst an Beifußfeldern spazierengehen, die mich in der Vegangenheit schon mal zum Notarzt brachten.

janee am 22.12.2010

ich kann das nur bestätigen, es wirkt erstaunlich bei Allergien

UrsulaOrtmann am 20.09.2010

Hallo Heiko, das ist eine besonders interessante Seite über ein Heilmittel aus der Natur. Danke dir. Ich lese gerade, dass du aus der Nähe von Coburg schreibst. Das interessiert mich deswegen, weil ich in Oberfranken geboren bin. Ist schon irgendwie aufregend gerade, Jemanden aus der alten Heimat hier anzutreffen.

Viele Grüße
Ursula

Suse am 30.06.2010

Schwarzkümmel gehört wirklich in jede Hausapotheke. Nur mit offenen Stellen sollte man aufpassen. Kann extrem brennen.

Hans am 07.01.2010

Hi Heiko,

Das heißt also die Seite wächst noch. Ist ja perfekt :-)

War erst diesen Herbst im Allgäu im Tannheimer Tal. Da wachsen ziemliche viele Tollkirschen, die wohl so ne Art Rauschmittel enthalten? Hast Du da ne Ahnung, ob die auch eine Art Heilwirkung haben?

VG Hans

HKO am 07.01.2010

Danke Hans,
und noch bin ich mit dem Thema Schwarzkümmel nicht fertig.
Grüße Heiko

Hans am 06.01.2010

Hallo Heiko,
So langsam werden unsere "botanischen Seiten" immer mehr. Nur weiter so. Viele Grüße, Hans

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