Einleuchtende Gründe, um stark zu seinWelcher der folgenden Antworten könntest Du am ehesten zustimmen?Vorteile erkennenHallo Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die gerechte Sache! Wenn ich einem Menschen eine Million Euro schenke, kann es zwar geschehen, dass er nachfragt, warum ich ihm nicht zwei oder gar fünf Millionen Euro geschenkt habe, aber davon einmal abgesehen, erkennt er in meiner „milden Gabe“ mit großer Sicherheit den Vorteil für sich. Doch was kann ich unternehmen, wenn der Beschenkte das Geschenk nicht zu würdigen weiß? Die charakterliche Stärke eines einzelnen Menschen gereicht zwei Seiten zum Vorteil: Erstens natürlich der Gesellschaft, denn sie könnte zu einer erheblich gerechteren Gesellschaft werden, als wir sie heute haben. Zweitens profitiert der einzelne Mensch. Denn je stärker er wird, desto mehr kann er seine Entscheidungsfreiheit nutzen, und je mehr er sie nutzt, desto vollwertiger wird er als Mensch. Erinnern wir uns: Der starke Mensch ist verantwortungsbewusst und handelt entsprechend, er ist fähig und bereit, zu kritisieren, hat eine angemessene Achtung vor dem Andersartigen, lässt sich von Gier nicht versklaven, vermeidet Hass und Neid und enthält sich der Gewalt gegen Menschen. Ohne auch nur den Hauch einer Schamröte ins Gesicht zu treiben, können wir behaupten, dass der starke Mensch sowohl der Gesellschaft als auch dem Einzelnen zum Vorteil gereicht. Doch die meisten – leider! – wollen sich mit dem starken Menschen gar nicht erst auseinandersetzen. „Was geht uns die Gesellschaft an? Sollen doch andere etwas für sie tun, und zwar die, die von ihr profitieren.“ „Ach ja, was soll ich überhaupt mit Charakterstärke? In jeder Warteschlange werde ich dann nach hinten gedrängt.“ Habt Ihr vielleicht eine Idee, wie die Menschen zu überzeugen sind? Viele Grüße Verwandte Seiten:
Veröffentlicht: 20. Februar 2010
|
Autor Wolf-Gero
Seiten von Wolf-Gero
|
Kommentare
Wolf-Gero sagte:
am 28.02.2010Danke für den guten Vorschlag!
Ich werde mir einmal einige sinnvolle Antworten einfallen lassen und dann eine Abstimmung starten. Zumindest erfahre ich, welche Antworten bevorzugt werden.
Was ich dabei allerdings nicht erfahre, sind die Möglichkeiten selbst.
Viele Grüße
Wolf-Gero
Hans sagte:
am 28.02.2010Zu Deiner Schlussfrage würde evtl. der Abstimmungsbaustein passen. Einfach ein paar Antworten vorgeben, damit die Leute abstimmen können.
Hans
Wolf-Gero sagte:
am 21.02.2010Mit dem Fisch, der vom Kopf her stinkt, liegst Du völlig richtig. Dabei sollten wir aber nicht übersehen, dass der Fischkopf willige Helfer braucht. Für ein paar kleine Vorteile oder bereits die Hoffnung auf ein paar kleine Vorteile verkaufen diese Helferlein ihre eigene Großmutter. Diese Helferlein gibt immer wieder, sie sterben nicht aus. Irgendwo muss ein Nest sein.
Viele Grüße
Gero
UrsulaOrtmann sagte:
am 21.02.2010Viele Grüsse
Ursula
Wolf-Gero sagte:
am 21.02.2010Es folgt ein weiterer Schritt: Der für lebensnotwendig angesehene Betrag wird gesenkt. Protest kommt allenfalls von den Betroffenen. Doch auf sie hört ohnehin niemand.
Dann folgt das, was Du bereits hervorhebst: Die Wichtigkeit des Individuums wird herausgestellt und dann zum praktisch angewandten Egoismus hingeführt. So ist dann der starke Mensch jener, der die härtesten Ellenbogen besitzt. Damit sind wir erneut bei den Nazis gelandet, denn bei ihnen hieß es: Das Starke setzt sich durch. Diese Auffassung lässt sich durch nichts wirklich rechtfertigen, es sei denn, man wollte einen Staat aufbauen, der nach den Prinzipien von Verbrecherorganisationen strukturiert ist.
Du zeigst zu Recht mit dem Finger auf das, was fälschlicherweise Toleranz genannt wird: Toleranz ist nur eine Scheinhaltung, um sich nicht mit fremden Problemen auseinandersetzen zu müssen.
Toleranz ist kein Synonym für Nichteinmischung. Wer zusieht, wie ein Erwachsener ein Kind zusammenschlägt, und einfach weitergeht, ist nicht tolerant, sondern verantwortungslos und ohne Mitgefühl für eine gequälte Kreatur.
Auch Deinen nächsten Satz kann ich voll unterstreichen: „Was wir also brauchen, ist Akzeptanz und zwar dahin gehend, dass wir Menschen sind und aufeinander angewiesen“
Dazu ein weiteres Zitat aus meinem Buch: Manche Probleme sind jedoch inzwischen derart komplex, dass sie selbst außergewöhnliche Fähigkeiten eines Einzelnen bei Weitem überschreiten. Deshalb wird die Lebensform Mensch ihre Spitzenstellung nur dann halten können, wenn ihr die bestmögliche Anpassung gelingt – was sie allein dadurch erreichen kann, dass sie auf das größtmögliche Reservoir an Wissen und Fertigkeiten zurückgreift, nämlich auf das der gesamten Menschheit. Hierzu ist es erforderlich, dass wirklich jedem Einzelnen Gelegenheit gegeben wird, all seine positiv zu wertenden Fähigkeiten auszubilden und für die Menschheit einzusetzen. Das ist aber nur möglich bei vorhandener Chancengleichheit, …
Danke für die gute Bewertung meines Beitrags!
Viele Grüße
Gero
Wolf-Gero sagte:
am 21.02.2010Danke für Deinen Kommentar!
Du fragst: „… was könnte hinter dem Individualisierungsgetue in der Gesellschaft stecken?“
Meine Antwort lautet:
Divide et impera! – Teile und herrsche!
Im Grunde ist es so simpel, dass man es nicht glauben wollte, wenn man es nicht besser wüsste. Ein Machtapparat kennt nur eine wirkliche Gefahr, und zwar die Einigkeit der Übervorteilten oder Benachteiligten. Um dieser Gefahr vorzubeugen, wird alles getan, um den Einzelnen zu einem Kämpfer ohne Verbündete zu machen, denn keiner von ihnen ist der geballten Macht auf der Gegenseite gewachsen. Es gilt die Parole „alle gegen einen“.
Ich zitiere aus meinem Buch „Ein Weg in die Leistungsgesellschaft mit mehr Gerechtigkeit“:
Wie uns jemand ein Privileg einräumt, so kann er es auch jederzeit widerrufen. Auf der einen Seite ist es zwar meistens um etliches aufwendiger, eine Gesamtlösung zu finden und durchzusetzen, aber dafür brauchen wir dann auch nicht so sehr um ihren Bestand zu bangen, erst recht niemandem Gefälligkeiten zu erweisen.
… es besteht ein Zusammenhang zwischen der Art von Lösungsansätzen und den Gesellschaftssystemen. Geschlossene Gesellschaftssysteme scheinen Einzellösungen zu bevorzugen, während offene Systeme eher Gesamtlösungen anstreben.
So traurig, ja so widerwärtig es ist, so realistisch ist es: Selbst ein Diktator wie Hitler zeigte in einem Punkt mehr Ehrlichkeit als unsere Politiker und Wirtschaftsführer. Während Hitler verkündete: „Ein Volk, ein Reich, ein Führer!“, ließ er keinen Zweifel daran, dass jeder Einzelne die gesamte Macht gegen sich hat, wenn er nicht so mitspielt, wie die Mächtigen es wollen.
(Ich bin übrigens kein Neonazi.)
Unsere Politiker wollen uns jedoch einreden, sie setzten sich für den kleinen Mann ein. Wie deren Einsatz aussieht, kann jeder erkennen, der es will.
Erst drücken die Wirtschaftsführer mithilfe der Politiker die Löhne so tief herab, dass sie zum Teil unterhalb der minimalen Grundsicherung liegen.
Der nächste Schritt ist, dass dieser Zustand bemängelt wird. Arbeit müsse sich lohnen, deshalb dürfe es nicht sein, dass der, der nichts tut, mehr Geld hat als der, der den gesamten Tag arbeitet. Spontan wird fast jeder dem zustimmen, denn irgendwie leuchtet es ein. Außerdem schwirrt noch durch viele Köpfe der alte Spruch: Faulheit dürfe nicht belohnt werden.
Es folgt Teil 2
UrsulaOrtmann sagte:
am 20.02.2010Viele Grüsse
Ursula