Zoophilie
Zoophilie; die körperliche Liebe zum Tier - ein gesellschaftliches Tabu. Unglaublich, dass es in Deutschland keine deutliche, gesetzliche Grundlage zur Ahndung gibt.
Missbrauch
oder doch Tierliebe?
Er ist eines der Tabus unserer Gesellschaft u n d er kommt weitaus häufiger vor, als man denken möchte. Betroffen sind Hühner, Kaninchen, Katzen und Hunde, Kühe, Pferde und auch vor Zootieren macht die menschliche Gier vor dem sexuellen Kick nicht halt.
Geradezu unfassbar ist in diesem Zusammenhang, dass die Zoophilie, oft auch als Sodomie bezeichnet, d.h. der sexuelle Mißbrauch von Tieren in Deutschland nicht einmal verboten ist!
Mangelnde Gesetze
Waren noch bis September 1969, sexuell geprägte Handlungen von Menschen an und mit Tieren durch den § 175 b des Strafgesetzbuches (StGB) verboten, so wurde dieser im Rahmen der 1. Strafrechtsreform abgeschafft, angeblich wegen mangelnden Bedarfs.
Eine Strafbarkeit ist damit in Deutschland erschreckender Weise bis heute nur noch dann gegeben, wenn die Handlungen zu einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz führen, dem Tier mithin Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, ohne dass hierfür ein vernünftiger Grund gegeben wäre (vgl. § 1 Tierschutzgesetz - TierSchG).
Der Aspekt des fehlenden, vernünftigen Grundes ist hierbei noch recht eindeutig feststellbar. Schwierig wird es jedoch häufig, insbesondere psychische Leiden und Schäden des betroffenen Opfers nachzuweisen.
Als weitere ggf. relevante Strafvorschrift kommt die Sachbeschädigung (§ 303 StGB) in Frage.
Die genannten Vorschriften bieten die Möglichkeit, Schäden (Verletzungen oder Tod) des betroffenen Tieres zu ahnden, nicht jedoch die Handlung an sich, die ja nicht zwangsläufig zu einem beweisbaren Schaden führen muss.
Unter Umständen kann auch die Gesetzesvorschrift zum Hausfriedensbruch (§ 123 StGB) relevant sein. Verstösse werden jedoch nur auf Antrag und nicht von Amts wegen verfolgt.
Betroffen sind - wie bereits erwähnt - zahlreiche Tierarten. Überwiegend jedoch werden große Hunde und Pferde Opfer der häufig männlichen Täter. In vielen Fällen werden nicht nur eigene Tiere mißbraucht, sondern auch die Tiere von Bekannten (beim freundschaftlichen "Gassigehen") oder aus Tierheimen.
Während der Mißbrauch bei Kleintieren meist zum Tode führt, ist er bei Hunden sowie Pferden und anderen Großtieren häufig nur durch Zufall festzustellen, wenn nämlich der Täter bei seiner Tat beobachtet wird. Ein betroffenes Tier sollte bei Verdacht schnellstens dem Tierarzt vorgeführt werden. Nur so können etwaige Verletzungen mit etwas Glück rechtzeitig erkannt und Anzeige erstattet werden. Wichtig für den Tierhalter ist unbedingt, auch auf Verhaltensänderungen seines Tieres zu achten.
Übrigens: die Verbreitung von Inhalten, die sexuelle Handlungen an und mit Tieren zeigen (z.B. über das Internet) sind auch in Deutschland verboten!
Doch die Zahl der Mißbrauchs- / Vergewaltigungsfälle steigt. In Zeiten des Internets ist es für die Täter ein Leichtes, sich in Foren und auf einschlägigen Internetseiten auszutauschen und Treffen zu vereinbaren.
Es ist dringend an der Zeit, die gesetzlichen Grundlagen zur Ahndung sexuellen Mißbrauchs an Tieren zu schaffen. - Auch in Deutschland.
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Kommentare
ich für meinen teil habe beschlossen Zoophilie als eine natürliche sexuelle orientirung anzusehen und wenn man das getan hat kann man viele fälle besser beurteilen. Natürlich gehöhren tierschänder bestraft, aber nicht jeder sexuelle mensch tier kontakt ist tierschändung und so kann eine solche (gewaltfreie) beziehungen positiv auf das entspechende tier wirken. ich denke diese art des zusammenleben von mensch und tier ist für tiere weitaus besser als z.b die verstümmelung durch kastration oder sterelisation.
Aufgrund dessen muss ich hier Eisenknurren zustimmen, zumal eine "case study", wie die mit dem Pferd hier, sehr unzuverlässige Allgemeinaussagen treffen lässt. Dass wir nun allerdings fein sachlich über das Thema reden können, und du dich offenbar auch mit dem Thema weiter auseinandersetzt, begrüße ich sehr, also Danke hierfür von meiner Seite aus.
http://www.psychosoziale-gesundheit.n...
Eisenknurren, jetzt lass Mal die Kirche im Dorf. Ich dachte, dass das Gesprächsklima hier durchaus konstruktiv geworden ist, da kommt schon die nächste Entwertung daher.
Die Links wurden gepostet "für Leute, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen wollen". Genau deshalb habe ich mich damit beschäftigt. Die anderen Artikel sind ja mehr oder weniger Begriffsbestimmungen. Ihr scheint Euch in der Community selber nicht grad einig zu sein, was jetzt zoophil ist und was "Scheiße".
Was ist mit den tausenden Zoosexuellen, die eine komplett gewaltfreie und vor allem einvernehmliche Beziehung zu ihren Tiere pflegen? Warum diskutieren jetzt jetzt über genau diesen einen, der mal scheiße gebaut hat?
...Quellen die eine schnelle Übersicht bieten also?
Ich setze mich gleich mal ran :P
http://www.youtube.com/watch?v=9vsBSF...
Explizität stört mich? Ich habe geschrieben: "Es ist gut, dass Du so explizit schreibst." Das ist ein Missverständis.
Ich habe den Erfahrungsbericht sehr sorgfältig gelesen: Der einzig ausführlicher geschilderte Fall ist der mit der angebundenen Stute. Sie war auch nicht angebunden wie in vielen Ställen (inzwischen verboten, damals wohl erlaubt). Er hat sie zu diesem Behufe angebunden. Steht drinnen.
Dass er es nie mehr getan hat, steht nicht drinnen. Es steht drinnen, dass er es heute nicht mehr tun würde. Bis zum Ende habe ich gespannt darauf gewartet, was passiert, wenn er sie nicht anbindet. Aber das kommt nicht, die Frage bleibt offen.
Es steht drinnen, dass eine weitere Stute ihn abgelehnt und er es akzeptiert hat und später steht drinnen, dass er eine weitere Stute "genötigt" hat und er dann ein schlechtes Gewissen hatte.
Auch da ist ihm immerhin aufgefallen, dass sie es nicht wollte. Wie wir auf der Startseite lesen können, hat er sich entwickelt, sich sehr damit auseinander gesetzt und sich inzwischen dagegen entschieden. Es ging mir nicht darum, den Mann schlecht zu machen, sondern die Art der Beziehung zu beschreiben, die im Erfahrungsbericht vorkommt und dass das einseitig ist, dazu steh ich. Dass das keine Zoophilie ist, nun, das hast Du mir später gesagt und ich hab' es zur Kenntnis genommen.
@Alice_Alphabet wenn du den erfahrungs bericht richtig gelesen hättest wüsstest du das er die Stute beim ersten mal angebunden hat was er nie wieder getan hate und bereut und was nicht bedeutet das sie gefesset vergewaltigt wurde sondern das sie nur das sie wie in vielen ställen "normaler" Pferdehalter in der box angebunden war. Außerdem schreibt er eine weitere stute hätte ihn abgelehnt und er sie darauf hin in ruhe gelassen. was zeigt das er zumindest auf die tiere geachtet hat und nicht gegen ihren willen gehandelt hat.