Alt-Katholische Kirche - Alternative für Römisch-Katholische Christen?

Alt-Katholische Kirche

Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche, die sich an der Unbeweglichkeit ihrer Kirchenleitung reiben, haben eine Alternative: die Alt-Katholische Kirche. In dieser kleinen Glaubensgemeinschaft ist das meiste bereits verwirklicht, was jüngst an Forderungen von CDU-Prominenten, Theologinnen und Theologen sowie Religionslehrerinnen und –lehrern an die deutschen Bischöfe und den Papst herangetragen wurde.

Man lasse sich von dem Wörtchen "Alt" nicht täuschen: es bedeutet in diesem Fall keineswegs "noch verstaubter" als die römische Kirche, sondern, dass sich die Alt-Katholische Kirche an der frühen (alten) Kirche orientiert. Die Bewahrung der apostolischen Überlieferung gehört darum genauso zu ihrem Selbstverständnis wie der Glaube an den Opfercharakter der Eucharistie und die sieben Sakramente.

Die Verfassung der alt-katholischen Kirche ist bischöflich-synodal und beruht auf demokratischen Prinzipen wie Mehrheitsentscheid und Gewaltenteilung. Die Gemeindemitglieder haben Mitbestimmungsrechte bei der Kirchenvorstandswahl, der Wahl der Synodalabgeordneten und in der Regel bei der des Pfarrers. Aus den Gemeinden entsandte Laien und Geistliche wählen gemeinsam ihren Bischof.

Die Altkatholiken bieten eine Alternative

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Kein Zwang in der Religionsausübung - 15.000 Mitglieder bei den Alt-Katholiken

Die Alt-Katholiken kennen keinen Zwang in der Religionsausübung. Es gibt keine Verpflichtung zur Ohrenbeichte, keine Sonntagpflicht und keinen Zölibat. Alle getauften Christen – auch wiederverheiratete Geschiedene - sind zum Empfang der Eucharistie eingeladen und Frauen zur Ordination zugelassen. Eine kirchliche Trauung Geschiedener ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ebenso die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in Absprache mit dem zuständigen Gemeindepfarrer. Die Eucharistiefeiern an Sonntagen und Hochfesten sind mit den römischen Riten weitestgehend identisch. Zusätzlich gehört die Kelchkommunion zur liturgischen Praxis.

Wie eingangs erwähnt ist das deutsche alt-katholische Bistum ein Zwerg. Sie zählt etwas über 15.000 Mitglieder die von hundert Priestern und 15 Diakonen betreut werden. Das Bistum Deutschland, mit Bischof Matthias Ring an der Spitze, ist in sechs Dekanate unterteilt und zählt 40 Pfarrämter.

Da ergibt es sich zwangsweise, dass Alt-Katholiken zumeist sehr weite Strecken fahren muss, um Gemeinde zu erleben. Diese Misere ist wohl mit ein Grund, warum die Alt-Katholiken, trotz des Starrsinns des römischen Spitzenmanagements und ihrer deutschen Filialleiter, bisher keine großen Zuwächse zu verzeichnen hat.

Vielleicht bescheren aber Papst, Kurie und die Ortsbischöfe dem kleinen Häuflein in Kürze einen nennenwerten Zuwachs, mit ihrer immer gleichen Ablehnung von Wünschen nach Revision der kirchenrechtlichen Bestimmungen, die eine Mehrheit der (deutschen) Katholiken seit Jahrzehnten immer wieder anmahnt. Zumal sich die Verfechter der rigiden Vorschriften noch nicht einmal auf das "Grundgesetz" der Christenheit – die Bibel – berufen können.

Möglich, dass eine erneute Ablehnung der Kirchen-Volksbegehren, die Zahl der Alt-Katholiken so weit ansteigen lässt, dass zumindest in jeder politische Gemeinde auch eine alt-katholische Pfarrei entsteht und "der Versuch" gelingt, "eine alternative katholische Antwort auf die Moderne zu geben". Schließlich fänden Christen "das Katholische in der Liturgie, aber auch in der Mentalität. Andererseits haben wir aber auch das synodale Element – der Bischof wird von der Synode gewählt –, wir haben Frauen in geistlichen Ämtern, wir schließen wiederverheiratete Geschiedene nicht von den Sakramenten aus. Die Gewissensfreiheit des Einzelnen hat einen hohen Stellenwert. Das ist meines Erachtens gegenüber der römisch-katholischen Kirche ein alternatives Konzept des Katholischen." (Bischof Matthias Ring in PUBLIK-Forum Nr. 16.2010)

Mit Material von Wikipedia.de

federfuchs, am 28.02.2011

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Krimifreundin am 01.03.2011
Katholisch ist nicht gleich katholisch!
Autor seit 3 Jahren
8 Seiten
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