DIe Autopflege mit Haushaltsmitteln...

Heute möchte ich euch zeigen und erzählen, wie man sein Auto im Handumdrehen mit (meist) üblichen Haushaltsmitteln wieder in strahlendem Glanz erscheinen lässt.

Denn nicht immer müssen es hochklassige Top-Markenprodukte sein, um ein fabelhaftes Ergebnis zu erzielen.

Der gesamte Artikel ist gestaffelt aufgebaut, sodass jeder für seinen gesuchten Bereich fündig werden sollte. Viel Spaß beim Stöbern!

Die Karosserie - ... alle lacktragenden Teile des Außenbereiches

Der Lack ist die Hülle des Autos. Der Lack als Blickfang Karosseriesollte immer in top Zustand sein, denn die Kleidung, die Sie tragen, ist auch nicht schmutzig oder hat Löcher, nicht wahr?

  • 1. Tipp: Auf dem Lack können sich Ablagerungen aller Art befinden. Kümmern wir uns als erstes um die härteste alle Strafen für den Lack: Vogelkot. Vogelkot sollte so früh wie möglich vom Lack entfernt werden, sonst gibt es pble Verätzungen, die sich mit normalem Aufwand nicht mehr beseitigen lassen. Daher sofort, nachdem man "beschissen wurde" einen nassen Lappen mit Reinigungsmittel (z.B. Shampoo oder Spüli) auf die betroffene Stelle legen und kurz einwirken lassen. Danach gründlich ausreiben und mit klarem Wasser nachspülen. Sitzt der Vogelkot schon fest, muss man den Schaum länger einwirken lassen Auf keinen Fall fester reiben, sonst reißt man sich schlimmstenfall Kratzer in den Lack und sieht sich beim Lackierer wieder.
  • 2. Tipp: Die Gesamtreinigung. Auch hier eignen sich unsere Allzweckwaffe, das Geschirrspülmittel. Den ganzen Wagen mit einem Schwamm und ordenlich aufgeschäumtem Geschirrspülmittel waschen und danach mit klarem Wasser abspülen. Hartnäckige Stellen können mit einem Essig-Wasser-emisch bearbeitet werden, aber auch hier ist es wichtig, dass man gründlich mit klarem Wasser nachspült, da auf Dauer der Lack von der Essigsäure angegriffen wird.

Der Innenraum - ... Teppich, Himmel, Polster und Co.

Der Innenraum. Meist erstrahlt er in reinem Weiß oder edlem Grau. Doch was, wenn sich hier und dort mal ein Fleck verweigt hat?

  • 1. Tipp: Der Schmutz sitzt nur seltens oberflächlich auf dem Dachhimmel, meist setzt er sich schön tief in das Polster. Nimmt man nun einen feuchten Lappen zur Hand, so reibt man den Dreck nur tiefer ins Gewebe. Abhilfe schafft hier Glasreiniger. Den Sprühkopf des Glasreiniger auf "Schaum" stellen und die betroffenen Stellen recht ordentlich mit dem Schaum besprühen. 5 Minuten einwirken lassen und mit einem Trockentuch hinterherwischen. Bei Bedarf die anwendung wiederholen. Die Kapillarwirkung des Schaumes trägt die Schmutzpartikel auf dem Polster hinaus an die Oberfläche, sodass im Nachhinein nichts mehr davon zu sehen ist!
  • 2. Tipp: Die Sitzpolster werden genau nach dem gleichen Prinzip gereinigt. Auch hier entfaltet der Schaum des Glasreinigers seine volle Kraft und lässt den Innenraum in neuem Glanz erstrahlen.
  • 3. Tipp: Die Teppiche werden täglich mit Füßen getreten, dementsprechend sehen sie oft aus. Im Winter sei allgemein gesagt, dass es Sinn macht, sich einen Satz Gummi-Fußmatten zu kaufen. So halten die Texttilfußmatten mindestens dreimal so lang. Die Teppiche lassen sich hervorragen mit einer Schüssel Wasser, Waschpulver und einem Schwamm reinigen. Wer keinen Schwamm hat, der benutzt eine Spülbürste oder dergleichen. Die entsprechenden Stellen mit dem Wasser gut befeuchten, Waschpulver über die Stellen streuen und mit dem Schwamm bzw. der Bürste gut einreiben, bis das ganze einen leicht festen Schaum bildet. Danach mit einem Lappen nachwischen und bei Bedarf wiederholen.
  • 4. Tipp: Sämtliche Kunststoffteile sind im handumdrehen wieder sauber Hier unterscheden sich im Groben zwei Typen von Menschen: Solche, die auf glänzenden Kunststoff stehen und solche, die es nicht tun. Für beide gilt: Sämtliche Kunststoffteile mit einem angefeuchteten Microfasertuch abwischen und sie sollten sauber sein. Für den abschließenden Glanz sorgt Lederpflege, zum Beispiel für Möbel. Sie zieht in den Kunststoff ein und sorgt für neue Frische, genauso wie andere Kunststoff-Pflegemittel.
  • 5. Tipp: Gegen üble Gerüche hilfte es, in seinem Auto hier und dort ca. 5 Schälchen mit Kaffeepulver zu verteilen und die Türen des Autos für 1 bis 2 Tage geschlossen zu halten. Der Kaffee nimmt die Gerüche in sich auf und hinterlässt einen angenehmen Eigenduft. Sollte der Mief danach wiederkehren, so sollte man sich eher darum kümmern, der Quelle des Geruches (z.B. Schimmel) mit einem entsprechenden Spezialmittel auf den Grund zu gehen.

Felgen & Reifen - ... sollten gesondert behandelt werden

Die Felgen ziehen jedermanns Aufmerksamkeit auf sich, egal ob Stahl- oder Alurad, ob schmutzig oder sauber.

So sollte man doch stets darauf achten, dass sie nicht allzu dreckig sind, sonst wirkt der Rest des Auto gleichsam unansehnlich.

 

Beschäftigen wir uns als erstes mit den Alufelgen.Felgen

  • 1. Tipp: Auf den Felgen befindet sich in erster Linie Bremsstaub. Bremsstaub ist nichts Festsitzendes, daher empfehle ich einen Eimer voll mit Geschirrspülmittel, den man mit einem harten Wasserstrahl auffüllt. So entsteht eine Menge Schaum, den man mit einem handsüblichen Schwamm auf die Felgn aufträgt und einreibt. 5 Minuten einwirken lassen und mit dem Schwamm und einem Gartenschlauch den Bremsstaub herunterputzen.
  • 2. Tipp: Hartnäckige Teerflecken, die sich im Sommer gerne auf den Felgen absetzen, bekommt man schon etwas schwieriger von den Felgen. Zu erkennen geben sie sich als feine, schwarze Pünktchen, die sich hartnäckig auf dem Lack abgesetztz haben. Auch hier kennt Mutter Haushaltsmittel einen Trick, und zwar Waschbenzin. Das Waschbenzin auf ein weiches, saugfähiges Tuch geben und im ersten Anlauf auf den Teerfleck drücken. Hierdurch löst man den Flech an. Im zweiten Schritt das Tuch wieder mit etwas Waschbenzin tränken und nun ohne großen Druck über den Flech reiben. Mit jedem Wischen trägt man eine kleine Schicht des Teers ab und in Nullkommanix ist er verschwunden.

 

Nun zu den Reifen.

Wer seine Reifen wieder schwarz und gänzend haben möchte, für den hält das Internet eine Menge Tipps bereit. Doch nicht wenige sind ein reiner Flopp und halten nicht das, was sie versprechen. Meine Tipps wurden getestet und bringen's tatsächlich.

  • 1. Tipp: Für langanhaltende Schwärze des Reifengummis sorgt Schuhcreme. Die Schuhcreme spendet dem Gummi neue Feuchtigkeit und wirkt zudem wasserabweisend, sodass auch Regen dem Schutzmantel vorläufig nichts anhaben kann.
  • 2. Tipp: Wer für Showzwecke oder dergleichen einen kurzen, jedoch intensiven Effekt haben will, der sprüht seine Reifen mit Haarlack ein. Danach glänzen sie wie Teufel, der Glanz hält jedoch höchstens bis zum nächsten Regenschauer.
  • 3. Tipp: Ausnahmsweise mal etwas, das nichts mit Haushaltsmitteln zu tun hat: Das das Meguiar's Endurance High Gloss Tire Gel. Ein nicht genünstiges, aber sehr ergiebiges Reifengel, von dem ich einfach begeistert bin. Tiefes Schwarz für die Reifen, ein satter Glanz und ein wirklich lange standhaftes Ergebnis!

Die Scheiben - ... außen und innen

Klare Sicht, das ist das A und O, wenn es um Sicherheit im Straßenverkehr geht. Aber nicht nur als Sicherheitsmerkmal, sondern auch der Optik zur Liebe sollten die Scheiben immer freu von Schmutz und Insektenrückständen sein.

 

Widmen wir uns als erster dem Außenbereich der Scheiben.

  • 1. Tipp: Normale Umweltamlagerungen wie Schmutz Staub oder Salz im Winter lassen sich ohne großen Aufwand mit klarem Wasser abspülen. Ist die Scheibe noch nicht sauber, gerne auch mit herrkömmlichem Geschirrspülmittel, so entfernt man Fette und Wachse restlos von der Scheibe. Wer es ganz genau nimmt, der greift zum Scheibenreiniger unter der Spüle und wischt hiermit für ein streifenfreier Ergebnis hinterher.
  • 2. Tipp: Insektenreste sind hartnäckig, das weiß jeder, der schonmal versucht hat, ihnen den Gar aus zu machen. Doch auch hier ein simpler Trick. Alles, was wir benötigen, ist die Tageszeitung des letzten Tages (wahlweise auch älter ;-)) und eine Flasche Cola. Die Zeitung hierfür auf die Scheibe auflegen und Cola darüber gießen, sodass sich die Zeitung damit vollsaugt. Die Insektenreste werden nun von der sauren Cola angelöst und nach ca. 5 Minuten Wartezeit mit Wasser und Schwamm hinterherwischen, dann ist die Scheibe wieder restlos sauber.

 

Nun zum Innenbereich der Scheiben.

  • 1. Tipp: Glasreiniger sollte jeder zu Hause haben. Die Scheibe einfach mit Glasreiniger und einem Microfasertuch abwischen und sie ist sauber. Der Trick besteht jedoch nun im Nachwischen. Statt eines Trockentuches oder dergleichen verwenden wir Zeitungspapier. Die Druckerschwärze hat einen micropolierenden Effekt und beseitigt selbst feinste Schmutzablagerungen streifenfrei von der Scheibe.

Das Sorglos-Paket zum Winter - ... damit man gut durch die Kälte kommt.

Zum Winter sollte man sein Auto entsprechen vorbereiten, damit man ohne Ärgernisse hindurch kommt. Neben Vorbereitungsmaßnahmen ein paar Tipps gegen den Stress vor der Arbeit.

  • 1. Tipp: Sämtliche Gummidichtungen von beweglichen Teilen (Türen, Kofferaum) schmiert man mit Vaseline ein. Neben dem Effekt, dass die Tür hierdurch nicht mehr festfriert, werden die Gummidichtungen wieder schöön die Schwarz und sehen einfach neuwertig aus.
  • 2. Tipp: Türscharniere sollten eingefettet werden. Wenn kein Fett zur Hand ist, tut es auch Nähmaschinenöl oder dergleichen. Es verdrängt das Wasser aus dem Scharnier und macht die ohnehin schwergängigen Teile fit für den Winter.
  • 3. Tipp: Die Handbremse sollte man übrigens im Winter nicht anziehen, wenn man nicht gerader auf schräger Ebene steht. Gerade bei älteren Autos friert sie gern mal fest und man kommt morgens vor der Arbeit nicht vom Fleck. Hiergegen gibt es leider kein Wundermittel, da hilft nur "Gang rein - statt Handbremse".
  • 4. Tipp: Den Reifendruck gilt es zu kontrollieren. Bei kalter Luft zieht sich diese zusammen und der Druck im Reifen nimmt ab, sodass der Spritverbrauch unnötig steigt. Daher den Reifendruck entsprechend Herstellervorgaben anpasse und man hat eine Sorge weniger. Den entsprechenden Reifendruck findet man meist auf einem Aufkleber im Tankdeckel, sonst in der Bedienungsanleitung des Autos.
  • 5. Tipp: Auch der Frostschutz im Kühler sollte geprüft werden. Hierfür am besten zur nächsten Werkstatt, die haben einen entsprechenden Prüfer. So etwas dauert keine 5 Minuten und ist in der Regel gratis. Nicht, dass das Kühlwasser eines Tages eingefroren ist, das kann Schäden im Kühlsystem verursachen und fahren kann man so auch nicht, da das Kühlwasser nicht fließen kann. Entsprechende gilt übrigens für den Frostschutz in der Scheibenwaschanlage.

Was es sonst nocht so gibt...

Dieser Artikel wird ständig weitergeschrieben, zu jedem Zeitpunkt, zu dem ich etwas Neues entdecke oder mir etwas Neues einfällt.

Regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich also. Über jede Art von Tipps und Feedback bin ich dankbar, also scheut euch auch nicht, Kritik zu üben.

Jegliche Art dieser Tipps sind Ratschläge. Für etwaige, unerwünschte Folgen, die daraus entstehen, kann ich nicht haften, ich denke, das ist verständlich. Trotz all dem sind meine Tipps und Tricks gut gemeinte Helferlein, die bei sachgemäßer Befolgung meiner Anleitung keine Schäde hervorrufen sollten.

 

Alle Bilder stammen von pixelio.de

ReadMeJones, am 19.12.2011

Kommentare


ReadMeJones am 11.01.2014
Hallo Stefan, vielen Dank für diesen klasse Tipp!
Stefan am 10.01.2014
also zur felgenreinigigung eignet sich auch backofenreiniger hervorragend. mfg.
Efes am 20.04.2012
Sehr ausführlich! Also meine alternative Autopflege sieht allerdings so aus: Es regnet, Auto raus aus der Garage, sauber … LG Efes
Merlin am 19.04.2012
Sehr hilfreich. LG Merlin
Autor seit 3 Jahren
16 Seiten
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