Bermuda - Trauminseln im Atlantik
von Bolderdissen
Was sollte man auf Bermuda nicht verpassen? Wie kann man die Attraktionen am besten erreichen? Hier finden Sie Anregungen für einen entspannten Urlaub auf der Trauminsel.
Wo ist Bermuda genau?
Bermuda liegt rund 1030 km von der Ostküste der USA entfernt und ist ein unter Europäern noch wenig bekanntes aber lohnenswertes Reiseziel. Besonders während eines Aufenthalts an der Ostküste der USA bietet sich ein Kurzbesuch der Inselgruppe an. Ein verlängertes Wochenende reicht bereits aus, um sich einen umfassenden Eindruck zu verschaffen. Unter anderem von Boston, New York und Philadelphia gibt es Direktflüge, die die Inseln in weniger als zweieinhalb Stunden erreichen.
Bermudainseln
Bermudadreieck und Bermudashorts
Vom Namen her bekannt ist Bermuda hauptsächlich wegen des Seegebiets um Bermuda, in dem immer wieder mehr oder minder mysteriöse Schiffs- und Flugzeugkatastrophen geschahen. Das Gebiet erhielt schließlich die Bezeichnung Bermudadreieck oder auch Teufelsdreieck.
Bermudashorts dagegen sind kurze Hosen, die weltweit als beliebte Freizeitkleidung von Männern und Frauen getragen werden. Den Namen erhielten sie, weil sie auf Bermuda besonders beliebt sind und sogar von Männern dort als Geschäftskleidung getragen werden, zusammen mit Kniesocken, Hemd und Krawatte.
Glauben Sie an den Mythos 'Bermudadreieck'?
Tragen Sie manchmal Bermudashorts?
Ankunft am Flughafen von Bermuda
Da die Insel häufig vom Drogenhandel betroffen ist, werden Reisende am Einwanderungsschalter gern ausführlich befragt. Dies trifft besonders auf Alleinreisende zu, da die Bermudainseln ansonsten ein besonders beliebtes Ziel für Paare sind. Bermuda ist zwar britisches Überseegebiet, doch EU-Bürger dürfen keinerlei bevorzugte Behandlung erwarten und müssen sowohl Immigrationsbogen als auch Zollbescheid ausfüllen.
Die Inseln mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden
Bermuda mit seinen gut 60.000 Einwohnern verfügt über ein hervorragendes Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln.
Ein Taxi vom Flughafen nach Hamilton, der Inselhauptstadt, kostet circa 30$ (die offizielle Währung auf Bermuda ist der Bermuda Dollar, es wird jedoch auch der US Dollar akzeptiert, der den gleichen Wert hat wir der Bermuda Dollar). Mit nur wenig Gepäck kann man statt dem Taxi Bus Nummer 1, 3, 10 oder 11 nehmen, der gegenüber des Flughafen Terminals hält und direkt nach Hamilton fährt (Dauer etwa 40 Minuten). Eine Einzelfahrt kostet 3-4,50$. Am Busbahnhof in Hamilton gibt es die Möglichkeit, einen Buspass für beispielsweise zwei oder drei Tage beziehungsweise eine Woche zu kaufen. Für zwei Tage kostet der Pass 20$.
Taxifahrer informieren gern über alle Sehenswürdigkeit und kennen sich in der Regel mit Öffnungszeiten der größten Attraktionen aus. Taxis operieren mit Taximeter.
Autovermietungen gibt es nicht, es können jedoch Motorroller gemietet werden – auch ohne Führerschein! Doch Vorsicht, entsprechend ist der Fahrstil der meisten Motorradfahrer, und es gibt wie in Großbritannien Linksverkehr! Die gesamte Inselgruppe lässt sich jedoch ebenso gut per Bus oder eventuell Taxi erkunden. Zu Fuß entlang der Hauptstraßen zu spazieren ist gefährlich, denn Bürgersteige gibt es kaum und der Verkehr ist rasant.
Das Beste in Kürze sehen
Wer nur ein Wochenende und damit zwei Nächte auf Bermuda verbringt und dennoch die verschiedenen Inselteile erforschen möchte, sollte eine Unterkunft in Hamilton oder seiner Umgebung buchen. Die Hauptstadt selbst hat wenig Attraktionen, ist jedoch ein strategisch guter Ausgangspunkt für Erkundungen und verfügt über eine Vielzahl verschiedener Restaurants.
In Hamilton liegen Rathaus, Kathedrale und Parlament praktischerweise direkt in einer Straße liegen, der sogenannten Church Street. In derselben Straße befindet sich auch der Busbahnhof, von wo aus man sowohl die Nord –als auch die Südspitze der Insel in weniger als einer Stunde erreichen kann.
Besonders charmant ist das europäisch anmutende St. George mit seinen kleinen bunten Häusern und Gässchen. Bus 1, 3, 10 oder 11 brauchen bis St. George höchstens 50 Minuten. Unterwegs kann man die abwechslungsreiche Küste mit kleinen, zerklüfteten Inselchen und schillerndem, mehrfarbigen Wasser bewundern sowie die Häuschen mit ihren weißen, gestuften Dächern. Wer in St. George zu Mittag oder Abend essen möchte, wird schnell entlang der kleinen Einkaufsstraße direkt am Meer fündig.
Rosafarbene Strände und weitere Attraktionen
Nicht verpassen sollte man das Gibb’s Hill Lighthouse. Der Leuchtturm ist während der Saison (April bis Oktober) ab neun Uhr geöffnet, bleibt jedoch bei stärkerem Wind geschlossen. Von seiner Spitze bietet sich die beste Aussicht über die Insel. Vom Leuchtturm führt ein kurzer Weg in nördlicher Richtung zur Horseshoe Beach, einem langen Sandstrand, der als einer der attraktivsten und romantischsten von Bermuda gilt. Der Küstenabschnitt von Horseshoe Beach bis Warwick Long Bay lässt sich am besten bei einem gemütlichen Spaziergang entlang des gut ausgelegten Fußwegs genießen. Unterwegs überrascht immer wieder das Wechselspiel der Strände aus purem weißen oder aber rosalichem Sand, der eines der besonderen Merkmale von Bermuda darstellt. Alle Strände eignen sich ausgezeichnet zum Baden.
Dockyard
Ein kurzer Fußweg führt von Warwick Long Bay zurück zur South Road, wo man wenige Meter entfernt eine Bushaltestelle findet und Bus Nummer 7 nach Dockyard nehmen kann. Die Fahrt vermittelt einen Eindruck von den winzigen Siedlungen Southampton und Somerset. Gut 40 Minuten später erreicht der Bus den Kunsthandwerkermarkt in Dockyard. Dort sind für interessierte Reisende allerlei inseltypische Souvenirs erhältlich – neben handwerklichen Besonderheiten natürlich die berühmten Bermudashorts! Weitere Attraktionen von Dockyard sind seine Glasbläserei, in der die Künstler Besuchern ihr Handwerk kostenfrei vorführen, sowie das Maritime Museum. Letzteres bietet eine Delphinshow an, bei der Liebhaber der freundlichen Säugetiere nicht nur beim Training zusehen dürfen, sondern auch die Möglichkeit haben, für rund 155$ 20 Minuten lang selbst mit den Tieren zu schwimmen.
Wunderschöne Tropfsteinhöhlen
Von Dockyard gibt es eine Fähre, die in nur 20 Minuten für 4$ nach Hamilton übersetzt. Vom Ufer der Hauptstadt erreicht man den Busbahnhof in knapp 10 Fußminuten, von wo einen Bus Nummer 1, 3, 10 oder 11 direkt zu den unbedingt sehenswerten Crystal und Fantasy Caves bringen. Die beiden Höhlen aus hängendem Tropfstein sind über 30 Millionen Jahre alt und umgeben einen klaren See aus grünlich-blauem Wasser. Auf gut ausgebauten Stegen leiten die Touristenführer Besucher durch die außerordentliche Welt untertage und bilden immer neue Assoziationen zu den bizarren Formungen des Steins. Der Einlass in beide Höhlen kostet 25$.
Entspannter Ausklang am Abend
Am Abend lohnt sich ein gemütlicher Ausklang in entspannter Atmosphäre, zum Beispiel in der renommierten Fischbar ‚Lobster Pot’ in Hamilton. Fish & Chips kosten dort 24$, Hummer gibt es ab etwa 40$. Sehr empfehlenswert ist unter anderem die Fischsuppe, der sogenannte Fish chowder.
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Kommentare
Das ist sehr cool! Ich bin ein Fan von weit entfernten Ländern und reise selber sehr gerne. Und Alma, ich habe gerade einen Artikel darüber erstellt, dass weit weg reisen gar nicht teuer und gar nicht schwer sein muss! Man muss sich nur trauen.
traumhaft, wenn es nicht soo ... weit wäre.
Daumen für diesen wunderschönen Artikel.
L.G.
Alma
Sehr schöner Bericht, ein bisschen zum Träumen.
Liebe Grüße
Efes
Herrlich, in Gedanken bin ich schon fast unterwegs. Nur das Geld dazu scheint im berühmten Dreieck verschollen zu sein. Aber Zeit zum Träumen ist immer.
Viele Grüße und Daumen,
Jürgen
Super! Ich schließe mich Moni an und sage: Das macht Lust! Einen munteren Bermuda-Daumen von mir!
LG v Ruth
Ein wirklich toller Artikel, der direkt Lust auf mehr macht. Sehr schön und informativ geschrieben.
Viele liebe Grüße Moni