Die Motivation - Besser Englisch Sprechen und Verstehen - Was wollen wir verbessern an unserem Englisch?

Wer ins englischsprachige Ausland fährt, ob zum Urlaub oder geschäftlich, möchte oft vorher sein Englisch etwas verbessern. In einem Volkshochschulkurs poliert man dann seine Grammatik auf und lernt ein paar neue Vokabeln dazu. Auch im Internet kann man sich üben und jede Menge auf Englisch lesen. Da gibt es was für jedes vorstellbare Interessengebiet.

Erstmal im Ausland angelangt, wird man mit dem eigentlichen Problem konfrontiert: den indischen, turban-gekrönten Taxifahrer versteht man erstmal überhaupt nicht und es ist auch gar nicht so einfach, dem zuvorkommenden Hotel-Portier oder Kellner einen einfachen Wunsch, der jedoch aus
mehr als fünf oder sechs Wörtern besteht, darzulegen.

Während Grammatik und Vokabeln die notwendige Basis darstellen, sind Sprechen und Hören/Verstehen zu können doch das eigentliche Ziel. Tatsächlich ist es am effektivsten, sich auf Englisch zu unterhalten und der Sprache auszusetzen, wenn man seine Sprachfertigkeit verbessern möchte. Das mag etwas beängstigend sein, bevor man die perfekte Grammatik und den vollen Wortschatz zur Verfügung hat. Man ist eben nicht perfekt und macht Fehler. Nun ja, willst du besser Englisch Sprechen und Verstehen oder nicht? Ohne Schweiß kein Preis. Da heißt es, den Stolz herunterzuschlucken und die Ärmel hochzukrempeln, oder besser die Stimmbänder aufzuwärmen.

Wie gut ist dein Englisch?

Filme auf Englisch ansehen - Besser Englisch Hören und Verstehen

Eine gute Art, ein besseres Gehör und Gespür für die englische Sprache zu gewinnen, ist es, sich Filme und die Lieblings-Fernsehserien auf Englisch anzusehen. Hier schnappt man am ehesten auf, wie Menschen wirklich miteinander sprechen. Im Gegensatz dazu lernt man in der Schule meist geschriebene oder formale Sprache.

Am Anfang ist es hierbei häufig schwierig zu verstehen, was auf Englisch gesagt wird. Um nicht den Mut (und die Lust) zu verlieren, ist es eine gute Idee, die englischen Untertitel anzuschalten. Nicht die deutschen, das bringt den Englischkenntnissen überhaupt nichts. Der Sinn ist es ja, das Gesprochene mit wiedererkennbaren Wörtern zu verbinden.

Je nachdem, wie gut das mit dem Englisch-Verstehen schon klappt, kann man nun das Programm einfach laufen lassen und Mitlesen bis man einige, dann mehrere und schließlich fast alle Wörter klar hören und ausmachen kann. Das kann (muss aber nicht) ein langwieriger Prozess sein, doch wird man jedes Mal fast unmerklich ein kleines bißchen besser.

Es ist sehr praktisch, ein Wörterbuch oder sein Smartphone in der Nähe zu haben. Jetzt können unbekannte Wörter schnell nachgeguckt werden. Man will ja auch die Handlung verfolgen können. Übrigens ist es am Anfang wesentlich einfacher, sich handlungsarme Actionfilme anzusehen, als Filme, die auf gesprochenem Geist und Witz aufbauen. Man kann sich ja zu anspruchsvolleren Filmen mit höherem literarischen Wert hocharbeiten, wenn`s gefällt.

Jetzt kann man auch ganz ehrlich zugeben, dass ein englischer Film auch auf Englisch genossen werden sollte. Die sprachlichen Feinheiten gehen häufig doch unter mit der Synchronisierung. Es ist auch schön zu wissen, wie die echte Stimme eines Schauspielers sich anhört.

Englisch Sprechen mit einem Skype Kumpel

Englisch verstehen ist ja ganz gut und schön, aber der Mensch ist ein soziales Wesen und möchte sich als solches auch mit anderen Menschen unterhalten können. Neue Technologien machen das einfacher denn je. Mit Skype kann man sich kostenlos mit anderen Menschen in der ganzen Welt unterhalten und sich sogar dabei sehen, wenn das erwünscht ist. Video macht es einfacher, dem
Unterhaltungspartner auf den Mund zu starren, was das Verstehen aus irgendeinem Grund einfacher macht. Man kann sich seiner Manieren ja dann später wieder bewusst werden.

Skype ist eine kostenlose Software, die man sich aus dem Netz herunterladen kann. Ein Account ist schnell und einfach eingerichtet und dann kann man sozusagen übers Internet telefonieren. Da ich in Kanada lebe und meine Familie in Deutschland ist, skype ich regelmäßig mit meinen Eltern. Es funktioniert problemlos und meine Mutter kann dann auch mit eigenen Augen sehen, dass es mir gut geht.

Um Englisch Sprechen zu üben, muss man also nur noch einen Partner finden. Man kann eventuell mit jemandem einen Tauschhandel eingehen, wenn er oder sie Deutsch lernen möchte. Oder man findet jemanden, der für wenig Geld mit einem Englisch spricht. Hier sollte man keine spezielle Unterrichtsform erwarten (obwohl es das auch gibt), sondern vielmehr bereit sein, sich über Wetter, Kultur, Politik und die Welt zu unterhalten. Dabei lernt man oft mehr als je in einem Klassenzimmer möglich wäre und dabei macht man auch noch nette Bekanntschaften.

Dieser Link bietet einige Anregungen, wie man am besten die Suche nach einem Skype Englischpartner anfängt.

Und hier findet sich das Skype Forum, wo man einfach neue Englisch-Kontakte finden und aufbauen kann.

Wie immer im Internet, Sicherheit geht vor. Hier gibt es ein paar Sicherheitstipps für Online-Kontakte mit Fremden.

Kanadier, am 31.12.2011

Kommentare


Reisefieber am 31.05.2013
In meiner Jugend hatte ich englischsprachige Brieffreunde in aller Welt von Indien bis Jamaika. Dies half mir den Wortschatz zu erweitern und bis heute zu behalten. Dann habe ich am Schüleraustausch teilgenommen. Auch da waren die ersten Tage hart, aber danach hört man sich ein. Englischsprachige Filme finde ich toll. Zum Teil kennt man vielleicht den Film schon auf deutsch und ansonsten kommt man durch die Bilder gut mit. Ich habe Privatunterreicht bei einem Amerikaner genommen. Da haben wir nur gesprochen. Die Idee mit dem Skype finde ich klasse.
Merlin am 14.03.2012
In der Schule übersetzt du ständig. Lernst oder sprichst du eine Sprache vor Ort in dem betreffenden Land, dann denkst du in dieser Sprache. Ich wäre ein sehr schlechter Übersetzer. Wenn ich in Frankreich bin, dann switsche ich. Das geht automatisch. Blöd ist, wenn dich dann ständig einer fragt: "Was hast du gerade gesagt?" Dann muss ich selber nachdenken, was das auf Deutsch bedeutet. Aber Grundkenntnisse sind auch nicht verkehrt. Und zusätzlich üben und lernen tut auch gut. Wenn du dich verständigen kannst, wirst du auch ganz anders behandelt. Der Herr Kannitverstan wird auf der ganzen Welt veräppelt. LG Merlin
Efes am 14.03.2012
Während des Studiums war ein sehr großer Teil der Literatur auf Englisch, ein weiterer auf Französisch und noch einiges in Sprachen die man sich halt über Latein und andere Minimalkenntnisse erschließen musste. DAs ging auch ganz gut. Worüber ich mich aber maßlos geärgert habe (und immer noch ärgere) ist dass es soviel schwerer ist diese Sprachen auch aktiv anzuwenden und man sehr schnell zur Auffassung komt: verdammt ich kann ja gar nichts. Die Idee mit Skype scheint mir da eine gute Abhilfe zu sein. Mal überlegen … LG Efes
Kiki am 06.01.2012
Da ich selbst lange Englisch unterrichtet habe, bin ich immer noch der Meinung, dass man die Sprache, egal welche, am besten im muttersprachllichen Land lernt oder in einem Land, wo Englisch offizielle Amtssprache ist.
Grace am 31.12.2011
Ich mach das meistens auf die altmodische Tour: mit einem dicken, fetten Wörterbuch. Leider steht da nicht drin, wie das mit der Grammatik geht...
Kanadier am 31.12.2011
Grace, da kann ich total mitfuehlen. Es kann einen verrueckt machen, wenn man ein Wort nicht kennt und im Woerterbuch sucht und nicht finden kann - weil es nicht richtig geschrieben wurde!!! Meist sind es ja Tippfehler, aber manches wird auch einfach immer wieder falschgeschrieben. Zum Beispiel "quiet" und "quite" wird oft verwechselt. Irgendwann hat man's drauf, aber bis dahin kann es frustrierend sein. Mein online dictionary ist Leo: http://dict.leo.org/ Wenn man hier aber einen auch nur einen Buchstaben falsch kriegt, findet Leo das Wort nicht! Google funktioniert da besser. Da werden einem wenigstens Alternativen vorgeschlagen.
Grace am 31.12.2011
Nach der Schule hab ich es fast nie gebraucht und alles vergessen. Mittlerweile verstehe ich es wieder sehr gut - beim lesen. Bücher und Artikel auf Englisch zu lesen hilft ganz enorm. Aber selber Sätze zu bilden, das ist ein Graus. Mit der Grammatik hatte ich schon immer Schwierigkeiten - jetzt ist sie ganz weg und will nicht wieder kommen. Es ist auch etwas schwierig, wenn meine britischen Freunde umgangssprachlich schreiben und selber einige Tippfehler machen.
Kanadier am 31.12.2011
Vielen Dank fuer eure weiteren Tipps zum Englisch verbessern. Ich kann euch da nur zustimmen. @Textdompteuse: Ein Sprachkurs in einem englischsprachigen Land, so wie du ihn beschreibst, ist ganz klar der beste Weg, sein Englisch schnell zu verbessern. Das erinnert mich auch an meinen ersten Schueleraustausch nach Coventry. Und Brieffreundschaften sind ja auch immer noch eine gute Idee. Heute geht's eben schneller mit Email. @Christine: Hey, dann bist du ja ein Profi! Dolmetschen kann ich persoenlich gar nicht. Ich kann mich in Deutsch und auf Englisch ausdruecken, aber wenn jemand um eine Uebersetzung fragt, fang ich an zu stocken. Ich finde auch, dass bei fremdsprachigen Unterhaltungen immer gern geholfen wird. Es ist gar nicht so schlimm, wenn man es nicht perfekt drauf hat. Solange man sich nur verstaendlich machen kann, ist alles gut. @ultimapalabra: Stimmt, all diese Sachen helfen enorm. Und zum Sprechen gezwungen zu sein hilft am meisten. @Alice_Alphabet: Das finde ich auch. So einfach, und mancher denkt gar nicht daran. Ich habe die Idee von meinem "Schwippvater" (so nennen wir das in unserer Familie). Er wollte sich zwar nicht mit mir auf Englisch unterhalten, aber will es doch mit meiner kanadischen Freundin mal versuchen. Und falls das nicht klappt, gibt es ja immer noch das Skype Forum.




Autor seit 3 Jahren
22 Seiten
Pagewizz auf Facebook
Laden ...
Fehler!