Rolling Stones Brian Jones Keith Richards (Bild: AllPosters)

Brian Jones Biographie

 

Am 28. Februar 1942 wurde Brian Jones als Lewis Brian Hopkin Jones in Chettenham, Glaucestershine in England geboren. Als Kind lernte er von seiner Mutter Klaviespielen und Noten lesen. Nebenbei spielte er noch  Saxophon und Klarinette, als Jugendlicher entdeckte er seine Begeisterung für die Gitarre. Jones galt als guter Schüler, er war geistreich und charmant doch seine Launenhaftigkeit machte ihn oft unberechenbar. Einige Erkrankungen (Epilepsie, Asthma) zwangen ihn zur ständigen Einnahme von Medikamenten.

1959 trampte er für einige Zeit durch Skandinavien, seine Leidenschaft für die Musik wurde zu dieser Zeit immer stärker. 1960 kehrte er nach England zurück und zog - nach einer Affäre mit einer verheirateten Frau - nach London. Dort begann er 1961 seine musikalische Karriere unter dem Künstlernamen "Elmo Lewis".

 

Brian Jones und die Rolling Stones

Mick Jagger the Rolling Stones in Green Park London Emulating Recent San Francisco Hippy Fashions (Bild: AllPosters)

Alexis Korner verschaffte ihm seinen ersten Auftritt im Ealing Club mit der Band "Blues Incorporated", Schlagzeuger war übrigens Charlie Watts. 1962 lernte er Keith Richards und Mick Jagger kennen, die von seinem Slide-Gitarrenspiel fasziniert waren und gründeten zusammen "The Rolling Stones". Anfangs galt Brian Jones als Bandleader, er gab der Band ihren Namen und sorgte durch seine musikalischen Facetten für den unverwechselbaren Sound, der den Rolling Stones zu Weltruhm verhalf.

 

Als außergewöhnlich begabter Musiker führte er exotische Instrumente in die Rockmusik ein. Die ersten Jahre beschränkte er sich auf die Gitarre, Slide-Gitarre und die Mundharmonika.

 

Ab 1966 kamen auf den Alben "Aftermath", "Between the buttons" und "Their satanic majestics request" für die Rockmusik völlig untypische Instrumente zum Einsatz: Eine Sitar bei "Paint it black" und "Mothers little helper", das Marimbafon bei "Under my thumb", "Dulcimer",   out of time, und die Flöte bei "Ruby Tuesday". Sogar Hackbrett, Cemballo und Akkordeon sind auf diesen Alben zu hören!


Brian Jones und die Rolling Stones

Let`s spend the night together...

Im Alter von nur 19 Jahren war Brian Jones bereits Vater von drei unehelichen Kinder mit 3 verschiedenen Frauen.  Er  war sehr gutaussehend, intelligent und verstand es, die Frauen durch  seinen Charme für sich zu gewinnen. Doch seine Beziehungen waren nie von langer Dauer."Sex, Drugs and Rock'n'Roll" war das Motto, das er exszessiv  lebte. 

1965 lernte er in München die Schauspielerin Anne Pallenberg kennen. Nach zwei Jahren Beziehung trennte sie sich völlig unerwartet von ihm und ging eine Liason mit Keith Richards ein. Die Trennung versetzte Jones einen schweren psychischen Schock, der ihn vollends aus dem Gleichgewicht brachte. Nach einer kurzen Beziehung zu Suki Porter zog Jones 1968 zusammen mit  Anna Wohlin, einer schwedischen Tänzerin, auf die Catchford Farm in Hartfield Sussex.



Let`s spend the night together...

You can`t always get what you want....

Die damalige Revolution aus Gegenkultur und Musik hätte ohne Brian Jones vielleicht nie so stattgefunden. Von Tom Wolfie und Andy Warhol hofiert, von den Frauen verehrt und von seinen Fans bewundert - doch Jones hatte schwere psychische Probleme. Sein übermäßiger Drogenkonsum in Kombination mit Medikamenten führte immer öfter zum totalen Zusammenbruch. Auch litt er sehr darunter, dass er seine Ideen gegenüber Jagger und Richards nicht durchsetzen konnte  und  Manager Andrew Loog Oldham ihn zu wenig würdigte. 



1969 beschlossen Keith Richards, Mick Jagger und Charlie Watts sich von Jones zu trennen, da er für die Band nicht mehr tragbar war. Auch Jones sah keine Gemeinsamkeiten mehr in den Alben, die sie produzierten,  nahm die Abfindung in Höhe von 100.000 Pfund an, sowie 20.000 Pfund jährlich solange die Rolling Stones existieren und plante eigene Projekte.

Brian Jones Tod - ein ungelöstes Rätsel

Schon vor seiner Trennung von den Rolling Stones plante Jones sich zu verwirklichen und eine eigene Band zu gründen. Dazu sollte es nie kommen.... 

Am 2.Juli 1969 fuhr der Bauunternehmer Frank Thorogood mit seiner Freundin Janet Lawson zu Jones und Wohlin, um finanzielle Streitigkeiten zu klären. Es war ein heißer Tag, immer wieder gab es Streit zwischen Jones und Thorogood. Sie aßen, tranken Wein und gingen zu später Stunde noch im Pool schwimmen. Anna Wohlin ging irgendwann zurück ins Haus zu Janet Lawson. Jones und Thorogood waren ca. 10-15 Minuten alleine und unbeobachtet. Thorogood kam ins Haus zurück weil er Zigaretten holen wollte, in diesem Moment sah Janet Lawson aus dem Fenster und bemerkte, dass irgendwas mit Jones nicht in Ordnung sein musste. Wohlin rannte sofort hinaus und fand ihren Freund, Brian Jones, tot auf dem Grund seines Swimmigpools. Es wurde vermutet, Jones starb an einem Asthmaanfall. Offiziell hieß es damals, er sei ertrunken.

Wurde Brian Jones ermordet?

Bis heute aber halten sich Gerüchte, er sei keines natürlichen Todes gestorben. Es erschien einigen Menschen sehr unwahrscheinlich, dass ein Mann wie Jones, der ein guter Schwimmer war und mit knapp über zwei Promille Blutalkohol für seine Verhältnisse absolut nüchtern war, einfach so und völlig unbemerkt in einem kurzen Moment ertrinken konnte.

 

Wer hat Brian Jones ermordet?

Fast 40 Jahre nach seinem Tod wurde der Fall von der Polizei neu aufgerollt. Der Grund: In dem Film "Stoned" (2005) von Stephen Wolley behauptet der Regisseur und Drehbuchautor; bestärkt durch Zeugenaussagen, Jones sei ermordet worden. Der Bauunternehmer Frank Thorogood soll 1993 auf seinem Sterbebett den Mord gestanden haben. Ob aus Neid, Eifersucht oder weil er von Jones provoziert wurde ist unklar. Sowohl Thorogood als auch Janet Lawson starben an Krebs.

 


 

As tears go by

Am 5.7. 1969 gaben die Rolling Stones ein kostenloses Konzert im Hyde Park, das zwar schon vor Brians Tod geplant war, aber sie erwiesen ihm während des Abend die letzte Ehre: Auf der Bühne stand ein großes Bild des Musikers, Mick Jagger las aus "Adonis" von Percy Bysshe Shelley vor und ließ hunderte Schmetterlinge fliegen. Brian Jones wurde zur Legende! Er prägte eine ganze Generation - das Lebensgefühl der späten Sechziger.

Brian Jones wurde auf dem Priory Rood Cemestry in Prestbury, Gloucestershire bestattet. Todestag: 03.Juli 1969.

 

Concert Given by the Rolling Stones in Memory of Guitarist Brian Jones Who Died Two Days Earlier (Bild: AllPosters)

Grace, am 08.01.2011

Kommentare


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Grace am 25.01.2011
Vielen Dank! Die "Pipes of Pan at Jajouka" werde ich noch mit aufnehmen. Soweit ich weiß, hat er vor seinem Tod daran gearbeitet, es wurde aber erst später veröffentlicht. Viele Grüße
stones17 am 24.01.2011
hallo grace, als stonesfan der (fast) ersten stunde muss ich sagen: toll recherchierte und informative seite über brian jones, vielleicht sollte noch bemerkt werden, dass es auch eine platte von ihm gibt, eigentlich von ihm aufgenommen und veröffentlicht. in der amazon-beschreibung lebt brian 1970 noch, naja, wer weiß :-) The Pipes of Pan at Jajouka gruß stones17
Grace am 13.01.2011
Ich habe sehr viel recherchiert. Jagger und Richards wurden vom damaligen Manager stark favourisiert. Sie haben ihre musik nach dem Ausstieg von Jones zwar nicht komplett geändert, aber es fehlt etwas. Das letzte Album zu dem Jones etwas beigetragen hat, war "Their Satanic Majestics Request" soweit ich weiß. Damals war er schon körperlich sehr am Ende, aber das wenige, das er zu diesem Album beigetragen hat war sehr gut.
Mawu am 13.01.2011
Also ich mag auch die Beatles und die Stones. Schon in den 60er Jahren war das kein Problem, was man schon daran sieht, daß beide Gruppen ihre Platten abwechselnd released haben um sich nicht in die Quere zu kommen - ähnliche Zielgruppe eben. Was mich bei deinem Artikel erstaunt, ist der große Einfluß den Brian Jones innerhalb der Gruppe gehabt hat. Als Songwriter treten ja immer nur Jagger/Richards in Erscheinung und wenn man sich die Discographie der Stones chronologisch durchhört, gibt es zumindest für mich keinen großen stilistischen Bruch nach dem Ausstieg von Brian Jones.
Grace am 09.01.2011
Ich gebe zu, es ist ungewöhnlich, soll aber vorkommen ;)
rainerinnreiter am 09.01.2011
"Ich mag übrigens die Beatles und die Stones" Das geht ja nun gar nicht! Entweder, oder! ;-)
Grace am 09.01.2011
"Ach ja: Toller Artikel! Man merkt, dass du dein Herzblut in solche Artikel steckst." Vielen Dank, freut mich, dass man es merkt. Ich mag übrigens die Beatles und die Stones :)
rainerinnreiter am 09.01.2011
Ich muss gestehen, dass ich auch mehr der Beatles-Fan bin. Aber die Stones hatten schon tolle Songs, vor allem "Paint it black". Unter anderem wurde es von Eric Burdon genial gecovert. Ach ja: Toller Artikel! Man merkt, dass du dein Herzblut in solche Artikel steckst.




Bildquelle:
Amazon (Die 11 besten Filmkomödien der letzten Jahre. Gute Unterhaltung)

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