Ursachen von Brustkrebs: anerkannte Risikofaktoren

Nach Angaben der Krebsforschungsbehörde der Weltgesundheitsorganisation WHO wird von ca. 1,38 Millionen neu an Brustkrebs erkrankter Frauen pro Jahr gesprochen, in Deutschland lag diese Zahl im Jahr 2010 bei fast 60.000. Leider gibt es Faktoren die nicht oder extrem schwer beeinflusst werden können. Zu den von Wissenschaftlern allgemein anerkannten Ursachen von Brustkrebs zählen:

  • das Alter und der Wohnort
  • der sozioökonomische Status
  • die Gene
  • ein frühes Einsetzen der Menstruation
  • ein später Beginn der Menopause
  • ionisierende Strahlen in der Umwelt

Brustkrebs vorbeugen - Ursachen, die beeinflussbar sind

Neben den wenig zu ändernden Faktoren gibt es inzwischen viele weitere bekannte Risikofaktoren, auf die Frauen Einfluss haben. Bei jedem einzelnen Punkt sollte Frau überlegen, ob sie dem Brustkrebs vorbeugen und verschiedene Risikofaktoren ganz oder zumindest teilweise beeinflussen kann:

  • die Ernährung - einer gesunden Ernährung kommt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu
  • Übergewicht - mit entsprechender Ernährung und am besten mit Bewegung ist diese Ursache für Brustkrebs durchaus zu beeinflussen
  • der Alkohol - Studien konnten einen direkten Zusammenhang zwischen der Höhe des Alkoholkonsums und dem Auftreten der bösartigen Erkrankung feststellen. Grundsätzlich sollten laut Deutschem Krebsforschungszentrum täglich nicht mehr als 10 - 12 Gramm Alkohol getrunken werden. Trotzdem, "wer regelmäßig ein bisschen trinkt, kommt alles in allem nicht besser weg, als jemand, der gelegentlich zu viel Alkohol konsumiert."
  • die Pille und andere hormonelle Verhütungsmethoden sowie die
  • Hormonersatztherapie - in den Wechseljahren verordnete Hormone sind inzwischen ebenfalls als Risikofaktor erkannt. Je länger Frau Östrogene zu sich nimmt, je höher ist das Risiko, dass dies zum Krebsausbruch führen. Ein guter Kompromiss bei mehr oder weniger stark auftretenden Wechseljahresbeschwerden ist die Einnahme von Heilpflanzen wie zum Beispiel die Silbertraubenkerze.
  • die Länge der Stillzeiten - keine oder eine kurze Stillzeit gilt ebenfalls als Risiko
  • ionisierende Strahlung durch medizinische Untersuchungen

Alkohol: Ursache für Krebs (Bild: pixabay)

Brustkrebs vorbeugen: gesunde Ernährung (Bild: pixabay)

Östrogene und das Entstehen von Krebs

Bei der Entstehung von Brustkrebs spielt Östrogen eine entscheidende Rolle, denn das Hormon ist verantwortlich für die Zellteilung im Brustgewebe. Je länger Frau sowohl dem körpereigenen Östrogen ausgesetzt ist, als auch durch die äußere Zufuhr, desto größer ist das Risiko einer Erkrankung. Wie in den oben beschriebenen Risikofaktoren kommen deshalb dem Eintreten der ersten Menstruation als auch dem Beginn der Menopause eine entscheidende Bedeutung zu, weil sich durch diesen Zeitraum die erhöhte Gefahr erklären lässt.

Gefahr durch Chemikalien

Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass es eine Verbindung zwischen dem Entstehen dieser bösartigen Krankheit und verschiedenen Umweltbelastungen gibt. Dazu gehört der tägliche Umgang mit bestimmten Chemikalien die unter Verdacht stehen, das Entstehen von Brustkrebs zu begünstigen. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, um auf alle giftigen Stoffe, mit denen Menschen im Alltag mehr oder weniger zu tun haben, einzugehen. Diese Details und viele weitere Informationen zum Thema Brustkrebs vorbeugen erhalten Sie bei den im letzten Absatz angegebenen Adressen. Ich beschränke mich hier nur auf einen sehr kurzen Abriss:

  • Bisphenol A - kommt vor in Nagellack, weißen Zahnfüllungen, Gegenständen aus Plastik,....
  • Styrol (Styren) - in Plastik, Gummi,....
  • Nonylphenol, weitere Alkylphenole - bis 0,1% verboten, noch erlaubt in Spielzeug, Verpackung in der Lebensmittelindustrie,....
  • Phthalate - in Kosmetika, Spielzeug, beschichteten Textilien,....
  • Parabene - als Konservierungsmittel in Kosmetik- und Körperpflegemitteln, in Lebens- und Arzneimittelprodukten,....

Dem Brustkrebs vorbeugen - alle Ursachen erkennen

Mehr Informationen zum Thema Brustkrebs vorbeugen gibt es beim AKF e.V., dem Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft oder der WECF e.V. Women in Europe for a Common Future. "Heilen ist gut gut, vermeiden ist besser" ist das Motto dieser beiden Vereinigungen. Sie gehen diesen wichtigen Schritt weiter und wollen ihre Bemühungen zu dem brisanten Thema nicht nur so verstanden wissen, dass jede Frau selbst verantwortlich ist durch einen vorsorgenden Lebensstil, um die persönliche Gefährdung zu minimieren: "Wir verstehen unter Vermeidung gemeinsame gesellschaftliche und politische Anstregungen, aus der Welt zu schaffen, was krank macht."

Brustkrebs vorbeugen - Ursachen kennen

Bitte beachten Sie, dass der Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes oder Heilpraktikers ersetzen kann.

Autor seit 3 Jahren
11 Seiten
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