Champignons züchten im Haus

Kleinere Mengen Champignons lassen sich problemlos im Haus an einem dunklen Ort züchten. Das geht auch in der Wohnung zum Beispiel in der Speisekammer. Allerdings sollte für eine gleichmäßige Luftzirkulation gesorgt werden. Für die Champignon Zucht im eigenen Haus gibt es fix und fertige Zucht Sets als kleines Gewächshaus. Solche Sets sind sehr praktisch, sie enthalten bereits geimpfte Erde in einer Kunststoffschale. Die Erde muss nur noch nach Herstellerangabe bewässert werden und schon nach wenigen Wochen zeigen sich die ersten Fruchtkörper. Der Nachteil solcher fertigen Sets ist der relativ geringe Ertrag. Für den Anfang jedoch ist das eine gute Möglichkeit, Champignons zuhause selber zu züchten. Vor allem Kindern macht es Spaß, jeden Tag zu beobachten, wie die Pilze wachsen.

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Für Fortgeschrittene: Champignons züchten im Garten

Im Garten lassen sich Champignons das ganze Jahr über züchten. Champignons können auf Strohballen gezüchtet werden. Strohballen haben jedoch einige Nachteile. Bei Feuchtigkeit beginnt Stroh schnell zu schimmeln und außerdem können mit Pilzbrut beimpfte Strohballen normalerweise nur ein oder zwei Jahre beerntet werden. Deswegen empfiehlt sich die Pilzzucht auf Baumstämmen. Das Impfen der Baumstämme ist etwas aufwendiger, die Arbeit lohnt sich jedoch. Ein Baumstamm kann über viele Jahre lang immer wieder beerntet werden. Er ist auch nicht so anfällig für Schimmelbildung und letztlich sieht ein Baumstamm im Garten, aus dem die Champignons heraus wachsen, auch viel schöner aus als ein Strohballen.

Die Pilzzucht auf Baumstämmen

Für die Pilzzucht auf Baumstämmen brauchen Sie zunächst einen Baumstamm, idealer Weise von einem Laubbaum. Um Champignons zu züchten, eignen sich frisch gefällte Baumstämme am besten. Älteres Holz ist weniger gut geeignet. Zum Impfen der Baumstämme wird Pilzbrut benötigt (am besten Stöckchenbrut) die im Fachhandel oder im Internet bezogen werden kann. Zunächst müssen in den Baumstamm jedoch in regelmäßigen Abständen mit einer Bohrmaschine Löcher gebohrt werden. Breite und Tiefe sollte, ausreichend sein, um später die Pilzbrut hineinstecken zu können. Mit den Fingern steckt man die Pilzbrut ganz einfach in die Löcher und verschließt diese mit etwas Lehm. Dann wird der Baumstamm ausreichend bewässert und an einem Regen geschützten, schattigen Standort aufgestellt. Besonders bei trockenem Wetter ist es wichtig, den Baumstamm regelmäßig zu gießen. Das Holz sollte niemals triefend nass, jedoch stets leicht feucht sein. Wer Champignons auf Baumstämmen züchten möchte, braucht zunächst etwas Geduld, denn es dauert einige Monate, bis sich die ersten Fruchtkörper zeigen. Dann aber sprießen regelmäßig neue Champignons hervor, so dass fortlaufend geerntet werden kann. Kommt das Wachstum einmal zum Erliegen (zum Beispiel im Sommer oder auch im Winter je nach Witterung) besteht kein Grund zur Sorge, denn auch nach monatelanger Wachstumspause können sich wieder neue Fruchtkörper zeigen.
Nach dieser Methode lassen sich natürlich auch andere Speisepilze wie Austernpilze, Shiitake und andere züchten.

Angela Michel

ultimapalabra, am 15.01.2012

Kommentare


Leseratte am 17.01.2012
Unser Keller hat leider keinen Luftzug, sonst hätte ich direkt Lust es zu probieren.
ultimapalabra am 16.01.2012
Auf Strohballen soll es nicht gut funktionieren, die Ballen trocknen entweder aus oder schimmeln. Anstelle des Sets kannst Du Pilzbrut kaufen und die Erde selber impfen. Die Alternative mit den Baumstämmen ist die beste, das dauert aber und ist bei anderen Pilzen wie z. B. Limonensaitlingen oder Austernpilzen besser. Ich empfehle für den Anfang die Sets.
Alma am 16.01.2012
Wir haben die Erde von einer Champignon Züchter Firma bei uns im Nachbarort gekauft.
Efes am 16.01.2012
Das wollte ich schon immer mal machen! Wie bekommt man den die Erde "geimpft" ohne fertiges Set? Wenn schon, dann würde ich gerne auf Ferigsets verzichten. LG Efes
Alma am 16.01.2012
Vor einigen Jahren haben wir auch Champignon Gezüchte. Die Ernte war sehr gut. Aber selten genügend für eine Mahlzeit. Da muss mann einige Tage sammeln. Aber sonst war es eine Gute Ernte. Daumen Alma
Autor seit 3 Jahren
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