Dazu dürfte sich der Bericht von Pesito

China Tipps: 7 Dinge, auf die Sie vor Ihrer Chinareise vorbereitet sein sollten 

besser eignen.

Mein erster Aufenthalt in China

Der Flug nach Peking verlief angenehm und fast ohne nennenswerte Ereignisse. Bemerkenswert nur das Verhalten eines älteren Chinesen, der in meiner Sichtweite einen Fensterplatz einnahm. Immer wenn ich versuchte, von meinem Sitzplatz in der mittleren Sitzreihe aus seinem Fenster zu sehen, stand er jeweils auf und verbeugte sich tief vor mir. Nach meinem dritten Versuch, aus seinem Fenster zu sehen zu wollen, habe ich das aufgegeben und danach nur noch krampfhaft nach unten auf meine Schuhe geblickt. Grund für das Verhalten meines Mitreisenden war mein damaliger Vollbart, der mich in seinen chinesischen Augen als ur-uralt und ehrenwert, gleich dem "Pfirsichgott" auswies. Da Chinesen kaum Bartwuchs haben, sehen sie in jedem Bärtigen einen verehrenswerten, alten Weisen.

Ankunft in Peking nach achtstündigem Flug, Jetlag gestresst am Vormittag um 10 Uhr. Abtransport der müden Touristen ins Hotel. Nur noch ins Bett, war allgemeiner Wunsch. Stattdessen, Koffer abstellen und dann anschließend gnadenloses, heftiges Sightseeing bis zum sehr späten Abend. 

Große Mauer

Die Große Mauer soll vom Mond aus zu erkennen sein.  Weiß ich nicht aber von der chinesischen Mauer kann der Mond gesehen werden.

Die chinesische Mauer als Schutz gegen Feinde hat sich übrigens niemals bewährt. Die Mongolen, Feinde im Norden des Landes, hatten zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Mühe damit. So wurden dann auch wiederholt Mongolen Kaiser des chinesischen Reiches. Der tatsächliche Zweck der Mauer dürfte jedoch die Abwehr böser Geister gewesen sein, die nur gerade ausgehen und nicht springen können.  Siehe hier, Aberglaube.

Sightseeing bis zum Umfallen

Der Sommerpalast, die "Erholungshütte" verblichener chinesischer Kaiser und ihres Gefolges musste am ersten Nachmittag ebenso besichtigt werden, wie der etwa 60 Meter hohe Kohlenberg, etwas außerhalb der "Verbotenen Stadt". Da ich mir bei 34 Grad Außentemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit nicht die Mühe machen wollte, diesen "Riesenberg" zu erklimmen, blieb ich unten im Bus sitzen. Irgendwann kam eine ältere Chinesin mit ihrem kleinen Pfiffi, Flockie oder Waldi, (oder wie werden Schoßhunde in chinesisch genannt?) vorbei. Alle meine Versuche mich mit diesem bisschen Hund anzufreunden, wurden von ihm nicht und ebenso wenig  von seiner Herrin beantwortet. Den Grund dafür erfuhr ich später: Die Hundesteuer beträgt mehrere Jahresgehälter höherer Berufe. Hundehalter signalisieren so ihrer Umgebung Reichtum, ebenso wie es Deutsche mit ihrem Luxusauto tun.

Ansonsten zeichnete es die Reiseleiter aus, dass sie unablässig darauf bedacht waren uns auch wirklich alles zu zeigen. Dabei wurde vermutlich keine Stufe ausgelassen. 

Sommerlicher Hochnebel und Smog in Peking bei 34 Grad

Am späteren Abend ging es weiter zu einem Restaurant, in dem die berühmte Peking-Ente serviert wurde. Eine überaus schmackhafte Spezialität. Kleiner Wermutstropfen dabei, es handelt sich dabei um ein Pekinger Wintergericht, dass jedem Touristen, auch im Hochsommer, aufs "Auge gedrückt" wird. Inzwischen existiert in Peking noch der "Entenpalast", ein Restaurant in dem täglich um 4000 Touristen "abgefertigt" werden.

Chin. Frühstück - Quelle Wikipedia

Das Essen war während der vierwöchigen Rundreise ausgezeichnet. Das Frühstück wurde im jeweiligen 5 Sterne Hotel eingenommen und es konnte zwischen westlichem und chinesischen Frühstück gewählt werden. Beim westlichen Frühstück wurde - die Sensation für das damalige China - Joghurt und Butter aus Neu Seeland angeboten. 

Fruchtjoghurt wurde damals von Chinesen geliebt aber kaum jemand konnte ihn sich leisten. Milch und Käse gab es zu dieser Zeit in Peking nicht und der aus Europa mitgebrachte Käse entlockte jedem Chinesen ein langgezogenes, entsetztes "Iiiiiiiiiiiiiiiiiih- verdorbene Milch" und löste spontane Marathonläufe aus.

Das Frühstück armer Leute besteht aus Reissuppe. Dabei wird weißer, geschälter Reis mit etwas Salz zu "Tapetenkleister" verkocht. In reichen Familien gibt es zusätzlich die verschiedensten Beilagen, das kann mitgekochtes Hackfleisch aber auch Fisch sein und Sonstiges sein. Dazu kommen warme Dampfbrötchen aus feinstgemahlenem Weizenmehl, die sog. Mantau´s oder Dinsum gefüllt z. B. mit einer Bohnenpaste und natürlich grüner Tee auf den Tisch.

Das warme Frühstück war in der Vergangenheit in vielen Ländern Europas üblich. Erst nachdem sich die Kornflakes des Mr. Kelloggs durchsetzten, wurde in deutschsprachigen Ländern dieser Brauch aufgegeben. Kelloggs war übrigens Puritaner, also Mitglied einer Sekte, die alle Lebensfreude für Sünde hielt.

Der grüne Tee

Wenige Minuten nachdem das Hotelzimmer vom Gast betreten wird, erscheint der Zimmerservice mit heißem Wasser und Teebeutel gehören zur Zimmereinrichtung. In dieser Situation soll der Tee zur Reinigung des Mundes vom Staub der Reise dienen. Aus gleicher Überlegung heraus, wird Kunden in jedem Geschäft als erstes Tee angeboten. Bei armen Leuten wird - weil kein Geld vorhanden ist - stattdessen warmes Wasser angeboten. 

Tee Quelle: Dieter Schütz pixelio.de

Das dürfte der Grund dafür sein, dass im Westen einige Langnasen oder Kartoffelgesichter - so werden wir Ausländer genannt - behaupten, dass Chinesen aus Gesundheitsgründen warmes Wasser trinken würden.

Gesundheitliche Überlegungen sind es dann auch, die bei der Teezubereitung angestellt werden. Damit der Tee bekömmlicher wird, werden die Blätter mit etwas heißem Wasser begossen, was kurze Zeit später wieder abgegossen wird, um den Anteil an Koffein zu vermindern. Aus gleichem Grund wird der zweite Aufguss für besonders bekömmlich gehalten. Der dritte Guss ist Durstigen gestattet und alle weiteren Aufgüsse sind für Wasserbüffel vorgesehen. Und wichtig, Grüntee der älter als ein halbes Jahr ist, er sieht nach dem Aufgiessen gelb statt grün aus, gehört auf den Müll.

Ni hau - Hast du heute schon gegessen?

"Ni hau" entspricht unserem "Guten Tag" und bedeutet übersetzt, "Hast du heute schon gegessen?" Damit ist ausgedrückt, welch große Bedeutung Essen in einem Land hat, in dem nicht immer davon genug vorhanden ist. 

Weiter sollte bekannt sein, dass ein Chinese nichts Rohes oder Kaltes isst. Zudem gilt der Grundsatz der absoluten Frische für alle Lebensmittel und einen guten Koch zeichnet es aus, dass Gemüse nach der Zubereitung noch wie soeben geerntet aussieht. 

Zur Frische folgende Beobachtung: Ein Marktstand mit einer Verkaufsfläche von etwa einem halben Quadratmeter. Diese kleine Fläche war hauptsächlich belegt mit Frühlingszwiebeln und wenigen anderen Gemüsen.

Eierreis Quelle : www.daskochrezept.de/rezepte/asiatischer-eierreis_60751.htm

Das Rezept finden Sie hier: http://www.daskochrezept.de/rezepte/asiatischer-eierreis_60751.htm

Der Verkauf lief gut und es war mangels Ware dessen Ende abzusehen. In diesem Moment erschien der Bauer auf seinem Fahrrad und ergänzte die Vorräte. Das geschah etwa alle halbe Stunde.

Kaltes: Etwa 1993 kam das Speiseeis nach China. Es wurde u.a. in den Kiosken der Freiluftmuseen gehandelt. Vor dem Verkauf wurden schätzungsweise 25 dieser "Eis am Stil" aus der Tiefkühltruhe genommen und auf die Ladentheke zum Schmelzen gelegt. Alle waren zufrieden, nur diese "Kartoffelgesichter" wollten ihr Eis direkt aus der Truhe. Kopfschüttelnd über soviel Dummheit - man isst doch nichts eiskaltes  -  wurde es denen dann direkt aus dem Tiefkühler gegeben. 

Als westlicher Tourist bekommt man alle Spezialitäten des Landes vorgesetzt und wartet meist lange auf den Reis. Reklamationen sind nutzlos und erst wenn alles fast kalt ist wird der Reis serviert. Der Grund für das verzögerte Servieren sind die Essgewohnheiten der Chinesen, die sich meist mangels Geld vegetarisch und von Reis ernähren müssen. Wenn an hohen Feiertagen Fleisch auf den Tisch kommt, wird Reis nur noch zur Restsättigung nach dem Fleisch gegessen.

Eine mitreisende Kollegin war zu einem Essen bei einer chinesischen Familie eingeladen und beklagte sich anschließend darüber, dass sie dort so sehr viel essen musste. Immer wenn sie eine Portion geschafft hatte, wurde ihr die nächste vorgesetzt. Dumm gelaufen, denn wer seinen Teller "brav" leer isst, signalisiert dem Gastgeber noch hungrig zu sein und der Ärmste serviert dann zähneknirschend immer wieder nach.

China ist ein riesengroßes Land, das sich über verschiedene Klimazonen erstreckt. Dementsprechend existieren fünf verschiedene Küchen. Ein Chinarestaurant in Deutschland hat auf seiner Speisekarte meist die Highlights dieser Landesküchen verzeichnet. 

Für erhitzte Gemüter und heiße Diskussionen sorgen immer wieder Meldungen vom Tiermarkt in Kanton. Hier wird alles was vier Beine hat, nur nicht Tische und Stühle angeboten. Schildkröten, Hunde, Katzen, Schlangen, Bisamratten etc. werden für viel Geld gehandelt. Das ist aber nur in Guangzhou (Kanton)  der Fall. Derartige "Spezialitäten" werden im restlichen China nicht angeboten. Einmal hatte ich aber doch den Verdacht, denn auf einem Markt lagen auf einem kleinen Tisch fünf tote Ratten. Es stellte sich aber heraus, dass nicht die Ratten zum Kauf angeboten wurden. Stattdessen bewiesen die nur die Wirksamkeit des Rattengiftes, mit dem hier gehandelt wurde.

Religionen in China

Der Daoismus, der Buddhismus und der Islam waren die verbreitesten Religionen im alten China. Religiöse Einflüsse wurden jedoch bereits durch Chiang Kai-shek ab etwa 1920 zurückgedrängt. Mao Zedong verfolgte ebenfalls die Politik, nach der im modernen China kein Platz für Traditionen sei und verbot alle Religionen. Erst in seinen letzten Amtsjahren gestattete er die Wiedereröffnung von Tempeln, gestattete aber den Priestern nicht außerhalb davon tätig zu werden und verlangte, das die Öffentlichkeit ständigen Zugang zu den religiösen Stätten haben müsse. Das führte dazu, dass fotografierende Touristen die betenden Gläubigen permanent störten.

Religion bedeutet sinngemäß ins Chinesische übersetzt "Lebensschule" und die Angehörigen anderer Religionen sind demnach Schüler einer anderen Schule. Sofern ein Gläubiger mit der "Schulleitung" nicht einverstanden ist, erfolgt einfach ein "Schulwechsel".

Eine, so meine ich, bemerkenswerte Einstellung, die in Verbindung mit der Information, dass es in China niemals zu Glaubenskriegen kam, besonders überdenkenswert ist.

Kommen Chinesen von einem anderen Stern?

Die Frage nach außerirdischer Abstammung wird gelegentlich aufgeworfen und wahrscheinlich ist die Sprachbarriere dafür verantwortlich, denn bei näherer Betrachtung lassen sich verhältnismäßig viele Übereinstimmungen zu deutschen Auffassungen finden. Beispielsweise sagt man in Deutschland "Steter Tropfen den Stein höhlt den Stein." und Chinesen behaupten "Wasser ist härter als Stein". 

Wenn ein Dorf von einem Tiger bedroht wird, ist das eine böse Sache, die nur durch zwei Tiger getoppt wird. In einem solchen Fall, sagt man in China, warte man ab bis die beiden sich treffen und miteinander kämpfen. Dabei wird wahrscheinlich der Schwächere getötet aber der Sieger auch so schwer verletzt, dass ihn die Dorfbewohner nun leicht töten können. Auf deutsch ist die Geschichte kürzer: "Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte".

Die Gemeinsamkeiten zwischen  den Völkern gehen jedoch noch wesentlich weiter. Dafür ist Konfuzius ein chinesischer Philosoph, der vermutlich von 551 v. Chr. bis 479 v. Chr. lebte, verantwortlich. Thema seiner Lehren war u.a. die menschliche Ordnung, die seiner Meinung nach durch Achtung vor anderen Menschen und Ahnenverehrung erreichbar sei. "Du sollst die Ahnen, Vater und Mutter ehren", war eine seiner Forderungen, die wir ebenfalls für selbstverständlich ansehen. Zumindest was die Eltern angeht, sind wir uns vollkommen einig. Die Ahnenverehrung beschränkt sich bei uns dagegen oft auf die Totengedenktage im Spätherbst. Freundschaften und geschäftliche Prinzipien werden in China von Durchschnittsbürgern ähnlich ernst genommen wie bei uns im Westen. 

Konfuzius Quelle: marctwo pixelio.de

Konfuzius Quelle: marctwo pixelio.de

Das Konfuzius Denkmal im chinesischen Garten in Berlin. Inschrift:

"Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andren zu".

Weitere Weisheiten:

Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander.


Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum.

 

 

 

 

 

 

Der Aberglaube

Ja und da ist noch etwas Seltsames. Es gibt es in keinem Hotel oder anderem Bauwerken einen 4. Stock und in chinesischen Flugzeugen keine 4. Sitzreihe. Da kaum ein Volk existiert, dass abergläubiger als die Chinesen ist, findet sich hierin die Begründung: Die Zahl "Vier" klingt chinesisch ausgesprochen ähnlich wie "Tot", ist deshalb gefürchtet und wird gemieden. Die 13 dagegen, bei uns die Unglückszahl überhaupt, wird weil es eine Primzahl ist, ebenso wie die 7 in China als Glücksbringer angesehen. 

Zickzack-Brücke Quelle: http://www.u ...

Zickzack-Brücke Quelle: http://www.umdiewelt.de/Asien/Ostasien/China/Reisebericht-2761/Kapitel-7.html

Die 8 ist die Zahl des Handwerks, das auch bei uns "goldenen Boden" haben soll und die 9 (Kim wörtlich übersetzt mit Gold) signalisiert Reichtum. So gab es vor etwa 20 Jahren in Hongkong ein Sozialhilfeprogramm, mit dem die unglückliche Zahl 4 in der Auto- oder Telefonnummer gegen Zahlung an Arme gegen andere Ziffern ausgetauscht werden konnte. Zu dieser Zeit wohnte in Hongkong ein reicher Chinese, dessen Rolls Royce, einem von 9 mehr oder weniger ansonsten identischen Fahrzeugen, die Autonummer 9999 hatte.(Tödlich viel Geld.)

Weiter ist der Glaube an die Existenz böser Geister, die nur geradeaus gehen und nicht springen können, verbreitet. Diese beiden Eigenschaften sind Grund, dass beispielsweise in der Verbotenen Stadt vor jedem Gebäudeeingang hohe Balken liegen, Zufahrten zu Tempelanlagen niemals gerade sind und einige Brücken im Zickzack gebaut wurden.

Böse Geister waren nach Meinung der Pekinger auch Schuld an den Studentenunruhen 1989. Ein Jahr vorher hatte im Norden der Stadt der Wald gebrannt und deshalb konnten die bösen Geister in die Stadt eindringen und den jungen Leuten die Köpfe verdrehen. Das chinesische Fernsehen nutze den Aberglauben der Bevölkerung und zeigte in Berichten vorrangig einen von vielen Panzern, die durch die Menschenmenge fuhren. Dieser Panzer trug auf seinem Geschützturm die Zahl "36" (9x4) und signalisierte "unendlich viel Tot". 

Schwierigkeiten mit dem chinesischen Aberglauben hatten zu dieser Zeit auch westliche Lebensversicherungen, die sich "das Geschäft" mit 1,3 Milliarden Chinesen versprachen. Deren Produkte erwiesen sich in China weithin als unverkäuflich. Sofern ein junger Chinese eine solche Versicherung abgeschlossen hatte, getraute er sich kaum das seinen Eltern zu sagen. Die reagierten meist entsetzt auf seine Mitteilung: "Ja Kind, willst du denn, dass du stirbst?"

Meine Frage an Chinesen, was sie vom Feng Shui halten würden, wurde fast immer mit einem nach beiden Seiten sich orientierenden Blick und der Bemerkung: "Psst, das ist verboten", quittiert. Dennoch, in Hongkong gibt es in Aberdeen ein riesiges Hochhaus, auf dessen rechter Seite sich ein großes Loch befindet. Dieses Loch ist für den kleinen Drachen, der im Berg hinter dem Haus wohnt und dient ihm als  Ein- und Ausgang. (Bild hier)

Eine virtuelle Chinareise

China ist ein faszinierendes Reiseland. Hier haben Sie die Möglichkeit es virtuell zu bereisen und vielleicht machen Sie dann eine solche unvergessliche Reise dann doch mal tatsächlich.

Weitere ausgezeichnete Reiseberichte finden Sie u. a. hier auf www.umdieWelt.de und  auf Pagewizz unter

China Tipps: 7 Dinge, auf die Sie vor Ihrer Chinareise vorbereitet sein sollten

Mein Versuch Gemeinsamkeiten zwischen chinesischen und deutschen Denken herzustellen, ist mir hoffentlich gelungen. Was fehlt, ist der Umkehrschluss, welche Gemeinsamkeiten sehen Chinesen zu Deutschen. Hier wird es schwierig. Hilfe dabei könnte die nachfolgende Literaturempfehlung sein.

Herbert.Rosendörfer, Sinologe, hat dazu einen bemerkenswerten und überaus witzigen, sachlich authentischen aber dennoch unterhaltsamen Roman geschrieben. In seiner fiktiven Geschichte erfindet ein Mandarin des Mittelalters eine Zeitmaschine und schießt damit seinen Freund ins heutige München.

Und da geht die Post ab! Der Chinese versteht vorerst "nur Bahnhof", entledigt sich seiner Notdurft auf den Treppen des obersten Stocks einer Mietskaserne aber nur solange, bis im die Portiersfrau die "Quelle der Erleichterung" zeigt. Logische Missverständnisse fast ohne Ende, die aber die andere Seite der hier beschriebenen Medaille zeigen. Für mich ein "must read it", für jeden der mitreden will.

Briefe in die chinesische Vergangenheit: Roman

Ein Mandarin aus dem China des 10. Jahrhunderts versetzt sich mit Hilfe eines 'Zeit-Reise-Kompasses' in die heutige Zeit. Er überspringt nicht nur tausend Jahre, sondern landet ...

EUR 8,90  EUR 5,49
Klaus_Radloff, am 14.09.2010

Kommentare


Efes am 27.01.2011
Hallo Klaus, sehr interessanter Bericht, der Lust auf Reisen macht. leider hat es mich in diese Gefilde bisher noch nicht verschlagen, aber man braucht ja auch noch Pläne für die Zukunft…! Liebe Grüße Efes
schmiddey am 09.01.2011
Starker Bericht!
Simon am 29.09.2010
Endlich hatte ich Zeit diesen Bericht - auf den ich mich schon lange gefreut habe - zu lesen :) Und es war jede Minute wert. Einfach klasse, grandios und amüsant; und obwohl ich selbst schon viel gereist bin, hat mich doch in fast jedem Abschnitt etwas richtig Neues überrascht - ich war noch nie in China, aber das steht schon länger auf dem Programm - und jetzt erst Recht. Super Beobachtungen Klaus - Den Artikel zu lesen war bereits eine kleine Reise an sich - Ohh, jetzt habe ich Reisefieber bekommen! Vor Kurzem habe ich mit einem Chinesen zusammen gearbeitet und dieser hat mich immer sehr schräg und warnend angesehen, wenn ich *kaltes* Wasser getrunken habe. Es schien mir schon so, als würde er denken, das wäre ungesund. Naja, bin ich eben eine Langnase - so nennt mich mein Bruder ohnehin schon :-D GLG und herzlichen Dank Simon
Klaus_Radloff am 20.09.2010
Hallo Anna Danke auch für deinen Kommentar. Leider kann ich dir mit Japan nicht dienen. Stelle mir dieses land aber ebenso äußerst interessant vor und würde darüber auch gern lesen. (Vielleicht "verirrt" sich demnächst ein Kenner hier her.) Viele Grüße Klaus
Klaus_Radloff am 15.09.2010
Hallo Pesito Danke für deinen Bericht. Ja, seit 1990 hat sich einiges geändert und die damalige Reise von Peking nach Shanghai mit dem Zug dauerte einen ganzen Tag. Da es im Kommunismus keine Klassenunterschiede gibt, gab es auch keine Wagen 1. und 2. Klasse. Wir Touristen durften deshalb in der "Weichklasse" reisen und Chinesen saßen in der "Hartklasse". Ansonsten, von wegen Bewunderung, da war oder ist von vornherein nichts drin. Du solltest da zwischen geschäftlichen, touristischen und privaten Belangen unterscheiden. Augenblick hat deine Frage m.E. bestens beantwortet. VG Klaus @ Augenblick: Danke Dir!
Gast am 15.09.2010
Die Chinesen waren eigentlich immer kritisch gegenüber dem Westen ("weiße Teufel", später "Papiertiger"), der ihnen in früheren Zeiten im Grunde kein Glück gebracht hat ("Opiumtrinker" durch die Engländer). Bewunderung für den Westen? I wo, aber man kann ohne Anstrengung "abkupfern". Mein Bruder bevorzugt zum Wohnen und Leben Singapore (vor Beijing). VG Augenblick
pesito am 15.09.2010
Hallo Klaus, echt interessant dieser Bericht. 1990 war halt doch noch einiges ein wenig anders. Geschmunzelt habe ich beim sich verbeugenden Chinesen im Flugzeug :-) Ich denke die Chinesen (ich kann nur von der Ostküste sprechen) haben sich inzwischen recht gut emanzipiert gegenüber dem Westen. Während wir Westler früher eher mit Bewunderung betrachtet wurden (korrigiere mich, falls das nicht stimmt), beäugen Sie uns heutzutage durchaus kritisch. Teilweise ist China wirklich immer noch ein anderer Planet, aber genau das macht es so interessant. Grüße, Robert
Gast am 15.09.2010
Hallo Klaus, vielen Dank für diesen Bericht. Er deckt sich weitgehend mit dem, was mein Bruder, der bis vor 3 Jahren noch beruflich in Beijing (Peking) wohnte, berichtete. Die Leute in "den Käfigen " sind wahrscheinlich Arbeiter aus Chinas armem "wildem Westen", die alles in Kauf nehmen, um nur ein paar Yen zu verdienen (ähnlich wie die "Gast"arbeiter aus Europas Osten vor einigen Jahren bei uns in Blechcontainern). Der Verzehr von Hund, Katze usw. hat sich in China mit dem Einzug der Europäer in China weitgehend (glücklicherweise) auf gelegentliche verborgene und verschwiegene Hinterhöfe reduziert und ist bei den besser Verdienenden in Chinas Osten verpönt. Die Wohnungen, die Europäer in China anmieten können, sind standardmäßig wesentlich luxuriöser als in Europa, die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter. Nochmals danke, meine 5 * hast Du. VG Augenblick




Bildquelle:
Martin Seibel (Guangxi - Chinas verzauberte Provinz)

Autor seit 5 Jahren
89 Seiten
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