Begriffe erklärt

Wenn man hört: "Das Auto fährt mit Gas", dann denkt der Eine an "Autogas" und der Andere
an "Erdgas", oder einfach nur an Gas. Dann ist die Verwunderung oft groß, wenn die Gegenfrage kommt: "Mit welchem Gas fährt das Auto denn?"

In Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern ist der Antrieb mit Gas nicht neu. Aus den Niederlanden kennt man das sogenannte "Autogas". In Italien fährt man schon seit über 60 Jahren mit "Erdgas".

Die folgenden Erläuterungen sollen in groben Zügen die Unterschiede aufzeigen, ohne jedoch zu technisch zu werden. Die Experten unter Ihnen mögen es mir hier verzeihen, wenn ich nicht zu
sehr auf chemische Zusammensetzungen und dergleichen eingehe. 

Autogas, oft auch Flüssiggas genannt, besteht aus Propan Butan. Die Abkürzung LPG kann aus folgenden Erklärungen abgeleitet werden:

  • Liquefied Petroleum Gas
    Diese Namensgebung wurde abgeleitet von der Zusammensetzung flüssiges Propan Butan
  • Low Pressure Gas
    Hier wurde abgleitet im Wesentlichen vom Zustand der Speicherung, nämlich mit niedrigem Druck ca. 20 Bar

Erdgas ist, wie der Name schon sagt, natürliches Erdgas. In Deutschland ist dann immer von CNG
"Compressed Natural Gas", also "komprimiertes natürliches Gas", die Rede. 

Es gibt zwar auch LNG "Liquified Natural Gas", also "flüssiges natürliches Gas", aber für den Antrieb von Kraftfahrzeugen wird in Deutschland nur CNG angeboten.

Literatur zu Autogas
MARCO POLO Karte Niederösterreich, Wien ...

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Speicherung im Kraftfahrzeug - CNG wird immer im gasförmigen Zustand gespeichert, LPG dagegen im flüssigen Zustand.

CNG

Erdgas wird an der Zapfsäule nach Gewicht, als in Kilogramm verkauft. Um genug Erdgas mitzuführen, benötigt man ca. 15 bis 20 Kilogramm. Erdgas ist leichter als Luft und wiegt pro Kubikmeter etwa 800 Gramm. Um 100 Kilometer zu fahren, braucht man etwa 6 Kilogramm. Das würde also bedeuten, dass man ca. 8,5 Kubikmeter Erdgas dabei haben müsste. Natürlich unmöglich. Also wird das Erdgas mit etwa 200 Bar komprimiert, sodass man für ca. 20 Kilogramm Gasdruckflaschen mit einem Volumen von 120 Liter benötigt. 

Diese Flaschen müssen im Auto natürlich auch untergebracht werden und das ist je nach Fahrzeugmodell ein Problem. Oft geht das zulasten des Kofferraums. Bei Modellen wie den Opel
Zafira wird die sogenannte Unterflurtechnik angewendet. Die Flaschen werden unter dem Wagen angebracht und es gibt keinen Platzverlust im Innenraum.
 

LPG

Der Verkauf von LPG an der Tankstelle erfolgt in Liter. Also wird dieses Gas, auch Autogas genannt,  flüssig gespeichert. Der Druck beträgt hier nur etwa 20 Bar. Um 100 Kilometer weit zu kommen, benötigt man etwa 10 bis 15 % mehr als derselbe PKW an Benzin brauchen würde. 

Als Speicher können große Flaschen dienen, die allerdings wieder zulasten des Kofferraumvolumens gehen. Als gute Alternative haben sich kleinere Behälter bewährt, die einfach in die Reserveradmulde montiert werden. Die Tanks gibt es in verschiedenen Größen von ca. 30 bis 60 Liter. Das fehlende Reserverad sollte natürlich durch ein Reparatur-Kit ersetzt werden. Dieser besteht aus einer Kartusche mit einem Dichtungsmittel, welches mithilfe des mitgelieferten Kompressors in den defekten Reifen gepumpt wird. Diese Kartusche ist natürlich nur für den
einmaligen Gebrauch und kann auch nur kleine Löcher im Reifen abdichten. Natürlich sollte man unverzüglich die nächste Werkstatt aufsuchen. 

Der Vorteil diese Kits ist, dass immer ein Kompressor an Bord ist und über den Zigarettenanzünder ein Nachfüllen der Reifen mit Luft jederzeit möglich ist.

Der Verbrauch

Kostengegenüberstellung 

Diese Tabelle macht deutlich, was ein Opel Zafira, Baujahr 2002 mit den verschiedenen Kraftstoffen
verbraucht. Preisstand ist Juli 2011.

Kraftstoffart Leistung
in PS
Verbrauch
auf 100 KM
Verbauchs-
einheit
Preis €
je Einheit
Kosten €
je 100 KM
Diesel 125 7,0 Liter 1,42 9,94
Super Benzin 100 8,6 Liter 1,60 13,76
CNG Erdgas L 97 6,0 Kilogramm 0,90 5,40
CNG Erdgas H 97 5,2 Kilogramm 1,10 5,72
LPG Autogas 100 9,5 Liter 0,70 6,65
mupf66, am 27.11.2011

Kommentare


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kjuhlmann am 28.11.2011
Danke mupf, an der Tankstelle und bei Anbietern bekommt man ja kaum erschöpfende Auskunft, vor allem, wenn es um tatsächliche Kosten geht.


Bildquelle:
Ralf Biebeler (Fahrrad reparieren - Darauf muss geachtet werden)

Autor seit 2 Jahren
22 Seiten
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