Wärme ist wichtig

Vorbeugend sollten Hunde, die schon einmal Probleme mit dem Rücken hatten, und Hunde, bei denen durch Rasse und/oder Alter eine Prädisposition für eine Bandscheibenerkrankung vorliegt, bei nasskalter Witterung geschützt werde. Ein gut geschnittener Hundemantel wird, mit ein wenig Eingewöhnung, von den meisten Hunden akzeptiert. Dies ist natürlich der beste Schutz. Auf jeden Fall sollten Hunde, wenn sie nass geworden sind, abgetrocknet werden. Ein warmes Körnerkissen oder eine Infrarotbestrahlung sind für die durchkühlte Muskulatur eine ähnliche Wohltat wie für uns Zweibeiner ein warmes Bad.

Warm eingepackt

Schulen Sie Ihren Blick

Achten sie bitte im Interesse ihres Hundes auch auf Kleinigkeiten, die auf eine Rücken Problematik hinweisen. Unmotiviertes Laufen kann natürlich mit schlechtem Wetter zusammenhängen, es kann aber auch, auf eine dem Hund unangenehme Verspannung der Rückenmuskulatur hinweisen.

Ein hochgezogener Rücken ("Katzenbuckel") kann auf Magen-Darmprobleme durch Fressen von zu viel Schnee hinweisen, kann aber auch die Verkrampfung der Rückenmuskulatur anzeigen,

Achten Sie auf das Laufbild ihres Hundes (siehe Artikel: Spuren im Schnee). Die Stellung und Belastung der Pfoten kann sehr aufschlussreich sein.

Lässt ihr Hund sich an bestimmten Stellen des Rückens nicht gerne anfassen, knurrt er oder zeigt sogar Schmerzen sollten sie schnellstmöglich einen Therapeuten einschalten.

Gerade bei Bandscheibenproblemen ist eine schnelle Behandlung des Problems wichtig. Werden durch einen Bandscheibenvorfall Nervenfasern unterversorgt, kann es zu mehr oder minder schweren Lähmungserscheinungen kommen, die sich manchmal leider nicht mehr revidieren lassen.

Die Behandlung muss den ganzen Körper mit einbeziehen

Bandscheibenerkrankungen sollten bei  jedweder Therapie immer ganzheitlich betrachtet werden. Hat sich bereits eine Entzündung gebildet, hat der Patient durch den Druck dieses Raumgreifenden Prozesses Schmerzen. Es gilt also die Entzündung zu bekämpfen und die Schmerzen zu lindern. Die universitäre Medizin hat hier schnell und gut wirkende Medikamente zur Hand. Im weiteren Verlauf der Behandlung ist es jedoch wichtig, den Grund für den "Bandscheibenvorfall" zu finden. Mittels einer Bioresonanztestung kann ein erfahrener Therapeut dies, ohne große Belastung für das Tier, ermitteln. Um die genaue Lokalisation der Entzündung zu  erhalten ist in schwierigen Fällen eine thermographische Aufnahme des Tieres hilfreich. Akupunktur, Neuraltherapie und Homöopathie können für das weitere Schmerzmanagement wertvolle Hilfe sein. Diese Maßnahmen belasten den Gesamtorganismus nicht so sehr wie die Dauergabe chemischer Schmerzmittel.  Liegt der Grund für die Erkrankung im muskulären Bereich (Verspannungen, Verkrampfungen) so ist die Physiotherapie eine wichtige Säule der Behandlung. Massagen, Training auf einem Unterwasserlaufband, Wärme Therapie, pneumatische Pulsationsmassage, sowie Magnetfeld Therapie helfen die Rückenmuskulatur zu entspannen und gleichzeitig zu kräftigen.

Nahrungsergänzungsmittel  dienen der Unterstützung eines gesunden Stoffwechsels und helfen eventuelle Defizite auszugleichen. Sorgt man dann noch für eine gesunde Ernährung, und vermeidet extreme Belastungen der Wirbelsäule des Hundes( Kurze Stopps bei Sport und Spiel, häufiges Springen, häufiges Treppensteigen), hat man vieles getan, um die Wirbelsäule seines Hundes vor Blessuren zu schützen.

Training auf dem Unterwasserlaufband

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