"This Means War" - Fox

Als die beiden Top-Spione der CIA, Tuck (Tom Hardy) und FDR Foster (Chris "Kirk" Pine), einen Einsatz in Hongkong versemmeln, verdonnert Chefin Collins (Angela Bassett) sie kurzerhand zu sterbenslangweiligem Bürodienst. Tuck nutzt die Gelegenheit, um endlich nach einer passenden Freundin zu suchen - kann ja nicht angehen, daß sein bester Freund FDR pausenlos ein Weibchen nach dem anderen angelt und dann auch noch freundschaftlich stichelnd Salz in Tucks Singlewunde streut, der nach der Trennung von seiner Frau lieber alleine lebt und dem gemeinsamen Sohn hin und wieder beim Kampfsporttraining zuschaut. Da kommt die unfreiwillige Partnerschaftsanzeige von Lauren (Reese Witherspoon), wohlmeinend online gestellt von ihrer besten Freundin Trish (Chelsea Handler), die das sexuelle Elend und Gejammer der extrem appetittlichen, glückshormonell chronisch unterversorgten Blondine nicht länger ertragen will, gerade recht. Außerdem erfuhr Lauren unlängst eine herbe Demütigung, als sie zufällig über ihren Ex und dessen neue, hochprofessionell nach goldschnittigen phänotypischen Merkmalen selektierte Lebensabschnittsanimateurin stolperte. So kann das nicht weitergehen. Beim nächsten Wiedersehen soll ein Vollkornkerl an ihrer Seite den Ex das Alphafürchten lehren. 

Die drei von der Zankstelle

Regisseur "McG" gelingt mit "This Means War" sein erster genießbarer Film. Bisher verantwortlich für schreikrampfwürdigen Hollystuß wie "Drei Engel für Charlie" oder den lausigen vierten Film der "Terminator"-Reihe ("Terminator: Salvation"), hat "Das gibt Ärger" seinen Witz und Charme vor allem dem großartigen Trio Pine/Hardy/Witherspoon zu verdanken sowie einigen knackigen Einzeilern aus der Feder von Timothy Dowling und Simon Kinberg ("Mr. & Mrs. Smith"). Die Story ist zwar nicht übermäßig originell, aber wo es dem Skript an Frische mangelt, treten die hungrigen Jungstars Tom Hardy ("Inception", "Bronson") und Chris Pine ("Star Trek") kräftig auf´s Gas. Ohne diese beiden Sympathieträger wäre der Film nur die Hälfte wert.  

Fahrt gewinnt die Geschichte, als Tuck und FDR feststellen müssen, daß sie um dieselbe Frau buhlen, die natürlich keinen Schimmer von der Freundschaft der zwei Elite-Agenten hat. Sie genießt auf Anraten Trishs den plötzlichen Männersegen in vollen Zügen. Klar, daß im Zuge der Wettbewerbsverschärfung die Herren zu Methoden greifen, von denen auf Ottonormaldiesel laufende Artgenossen nur träumen können - da wird ein Konkurrent mittels Betäubungsgewehr aus großer Entfernung schonmal um sein abendliches Nümmerchen gebracht oder die Wohnung der Angebeteten verwanzt, und als Tuck mittels Abhörsatellit erfahren darf, daß Lauren ihn für "zu weich" hält, lädt er sie kurzerhand zum "Gotcha"-Schießen ein, um sein Image als knallharte Type aufzupolieren. Erst Oberschurke Karl Heinrich (Til Schweiger) setzt dem eitlen Hahnenkampf ein Ende, droht er doch damit, den Tod seines während der Hongkong-Operation ums Leben gekommenen Bruders bitter zu rächen. Nun heißt es, das Gockelmützchen ganz schnell abzulegen und sich wieder zusammenzuraufen. 

"Das gibt Ärger" ist eine nette Actödie zum Abschalten, die sich selbst nicht ernst nimmt - welch eine willkommene Abwechslung für deutsche Zeitungsleser. 

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"Das gibt Ärger" startet am 1. März 2012 im Kino. 

Produktion: Overbrook Entertainment/The Robert Simonds Company/Robert Simonds Productions

Verleih Deutschland: 20th Century Fox of Germany

Autor seit 2 Jahren
85 Seiten
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