- eine direkte Umsatzsteuerersparnis von rd. 900 000 EUR , die jederzeit steigerungsfähig ist und die Einsparung von ca. 12 Mio. EUR Abgaben in ganz Deutschland pro Jahr sind jederzeit durch die bessere Nutzung der Gartenflächen möglich.

Lesen sie  hier im Artikel wie Sie einen Beitrag dazu leisten können.

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In Deutschland gibt es ca. 1,24 Mio. Kleingärten. [1]
Ursprünglich vom Leipziger Pädagogen Dr. Moritz Schreber erfunden sollen sie der Verbesserung der Lebensumstände der städtischen Bevölkerung nützlich sein. Dazu dient neben dem Erholungswert durch quasi „sportliche Betätigung“ bei der Gartenarbeit sowie einem hohen Erholungswert auch die Erzeugung von frischem Obst und Gemüse.
In Zeiten knapper Kassen durch Arbeitslosigkeit und steigender Abgaben lohnt da auch mal ein Blick auf die volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Wertschöpfung im Kleingarten.
Manch grüner Ökostratege propagiert ja nicht erst seit gestern die Vollversorgung aus eigenem Anbau oder gar die Gründung von Anbaugenossenschaften.
Manches davon funktioniert sogar in der täglichen Praxis aber für die große Masse des Publikums wäre dies eine zu große Änderung ihres Lebens.

Wenn jeder Gartenbesitzer allein für sich handeln würde könnte dies schon für eine spürbare Veränderung in der gesellschaftlichen Wahrnehmung sorgen.
Kleine Veränderungen haben da schon einen großen volkswirtschaftlichen Effekt.
Nehmen wir einmal an jeder Kleingarten erzeugt im Jahr nur 10 kg mehr Obst und Gemüse.

Das ist schnell getan: Einige Kartoffelpflanzen, Petersilie, Liebstöckel, Dill, Schnittlauch, Radieschen, Bohnen und ein kleiner Obstbaum mehr bringen bei niedrigem Pflegeaufwand schon mehr als 10 kg.
Wenn das alle Gartenbesitzer machen würden ergibt sich folgende Modellrechnung:
1,24 Mio. Kleingärten mal 10 kg sind 12,4 Mio. kg Obst und Gemüse die die Gartenbesitzer für einen marktgerechten Durchschnittspreis von 1 € pro kg theoretisch verkaufen könnten.
Das wären dann schon mindestens 12,4 Mio. EUR die nicht dem Supermarkt Umsatz zugute kommen würden. Der direkt zählbare Steuerspareffekt liegt in den 7 % der ermäßigten Umsatzsteuer, das sind in der Summe 868 000 EUR Einsparung.

 
Dazu ergeben sich noch nicht spezifizierbare steuerliche Folgeeffekte:
Durch Einsparungen von Transportkilometern zu Supermärkten entfallen Mineralölsteuer, Autobahnmaut und Umsatzsteuer anteilig sowohl auf die erzeugte Menge als auch auf substituierte Waren.

Auch auf der Abgabenseite ergeben sich Vorteile: Langfristig dürften durch gesündere Ernährung die Gesundheitskosten der Gartenpächter und ihrer Familien sinken. Einen Arztbesuch im Jahr gespart macht in der Summe aus 10 € Praxisgebühr und empirisch ermittelten 20 € Zuzahlungen 30 € mehr Kaufkraft. Wenn die Einsparung von Gesundheitskosten nur 1/3 aller Gartenpächter schaffen würden sind das rund 413 000 Personen mal 30 € mit einer Summe von 12,39 Mio. EUR Kaufkraft.
Also machen sie sich es einfach, erzeugen sie 10 kg Obst und Gemüse mehr in ihrem Garten pro Saison und kaufen sie weitere 10 kg Frischware im nächsten Hofladen oder in ihrer Nachbarschaft denn sie kennen ja jetzt die positiven ökonomischen Folgen ihres Handelns. 

[1] http://www.welt.de/finanzen/article2046844/Schrebergarten_statt_eigenes_Haus.html

 

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Wir leben in Deutschland in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft.
Wenn sie einen Kleingarten vom Vorbesitzer übernehmen achten sie darauf das ein Mindestmaß an Versorgung ohne einmalige Anschlusskosten vorhanden ist.

  • Wasser &
  • Strom sollten im Grundstück funktionsfähig anliegen
  • eine Toilette die auch funktioniert (auch mit Chemie oder mit Klärgrube)

machen einem das Gärtnerleben wesentlich einfacher.

Sie müssen nicht für jeden leidlich umzäunten Sturzacker im Nirgendwo fetten Abstand zahlen**

Fragen sie einen ganz alten Gartenfreund was früher auf der Parzelle und in der Sparte los war !

Ist vielleicht eine bäuerliche Müllkuete untendrunter ?
Gibt es bergbaulich bedingte Senkungen ?
Steht die Kolonie auf altem Haldengelände von was auch immer ?
Hat einer der voherigen Pächter Fahrzeuge repariert und den Boden mit Altöl vollgesaut ?
Kommt immer mal Munition aus dem II. Weltkrieg zu Tage ? 
Gibt es sehr hartnäckiges und/oder giftiges Unkraut in der Gegend ?
Welcher Vollpfosten füttert hier Waschbären, Wildschweine oder Streuner ??
Gibts auf den Nachbarparzellen randalierende Alkoholiker oder BTM Spezialisten ?
Heißt der Spitzname des Vereinsvorsitzenden vielleicht "Blockwart" ?
Können Sie sich aus einem kollektiven Arbeitseinsatz ggf. mit Geld und Bier rauskaufen ?
Wie oft kommen Maschinen oder Werkzeug weg ?

Machen Sie sich vorher zu Hause eine Frageliste ! 

Ein sixPack oder ein nett verpacktes Päckchen Kaffee dienen der Wahrheitsfindung

Tipp zum günstigen gepachteten Kleingartengrundstück 

Bevor sie "Vereinsmeier" in einem Kleingartenverein werden prüfen sie folgende Alternative:

Fragen sie die Kommunale Verwaltung ob sie ein städtisches Grundstück zur Pacht erhalten können. Mit ein bischen Glück finden sie in bebauten Stadträndern preiswert zu pachtende Grundstücke aus kommunaler Hand.
Wenn sie christlichen Glaubens sind können sie ähnliches bei der Kirchenverwaltung versuchen. Die Kirchen besitzen sehr viele Immobilien und Grundstücke.
Verpachtet wird recht gern, bei Verkäufen ist man sehr zurückhaltend. 

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Das ist der Versuch Gärten für verschiedene Anbauziele und Lebensumstände zu beschreiben:

Der Fressgarten

Sie sind berufstätig und die "grüne Lunge" beruhigt ihre Nerven. Auf frische Produkte wollen sie nicht verzichten ? Im Prinzip könnten sie im Supermarkt einkaufen, aber ...
Bauen Sie sich einen Fressgarten. Sie essen alles frisch weg was zur Ernte gewachsen ist.
Auf Konservierung verzichten sie. Das Gartengrundstück sollte incl. Gartenhäuschen nicht größer als 600 m² sein. Der Obstbaumbestand kann pro Art ein Stück enthalten.

  • Süßkirsche
  • Sauerkirsche
  • Pflaume
  • Pfirsich
  • Tafelbirne
  • Stachelbeere rot (Hochstamm)

Auf einen Apfelbaum kann man verzichten, die finden Sie besser frisch beim Nachbarn mit dem größeren Garten oder im Verkauf.
Frische Küchen-Kräuter sind wichtig: Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckl, Rosmarin, Thymian, Dill 
Beerenobst das sie nur teuer im Supermarkt kaufen können:

  • Rote Johannisbeeren
  • Schwarze Johhannisbeeren
  • dornenlose Brombeeren am Spalier
  • Stachelbeeren grün
  • Himbeeren

Ein bis zwei Büsche dürften genügen um den Frischobst-Bedarf einer Familie zu decken.
Maximal zehn Himbeerranken an Tomatenwendeln sollten genügen. Auf Tomaten können sie verzichten. Der Aufwand ist zu hoch.
Ein bis zwei Rhabarber für den Kuchen.
Erdbeeren, vorteilhaft sind zwei Sorten um die Erntezeit zu verlängern.
Gemüse Jungpflanzen kaufen sie im Baumarkt oder fragen sie mal in der Nachbarschaft wer im Gewächshaus vorzieht ob sie die übrigen Pflänzchen übernehmen können.
optional können sie grünen Spargel versuchen der ist einfacher anzubauen als weißer Spargel.


Der Garten für Vollversorger

enthält das komplette Sortiment aus dem Fressgarten.

Die Obstbäume sind jeweils dreifach als frühe, mittelfrühe und späte Sorte vorzusehen.
Äpfelbäume und Birnenbäume mit Tafelobst und mit Lagerobst sind mit einzuplanen.
Alle Anbauflächen und Pflanzenbestände sind so zu planen das die zu versorgende Familie mit Hilfe von Konservierung durch Einkochen, Einfrieren und Vermosten weitgehend bis zur nächsten Ernte versorgt ist. optional gibt es ein Gewächshaus zur Jungpflanzenanzucht und ggf. Kleintierhaltung. Überschüsse aus der Ernte können verkauft oder mit den Nachbarn getauscht werden.
Im Prinzip ist das der Bauerngarten wie er bis in die 60er Jahre hinein im deutschsprachigen Raum üblich war. Der Garten für Vollversorger sollte am Wohnhaus liegen.

Hausfrauen können so das Familienbudget erheblich entlasten.

 

Erwerbsgartenbau

Sie wollen oder müssen ihren Lebensunterhalt mit der Ernte ihres Gartens bestreiten ?

Das Gartengrundstück sollte eine Größe von mindestens 1000 m² haben. Ein Gewächshaus zur Anzucht von Jungpflanzen sollte vorhanden sein. Sie brauchen soviel Technik wie möglich um schnell und kräftesparend zu arbeiten. Sie müssen vor der Saison schon wissen wohin sie ihre Produkte verkaufen können. Sie brauchen jemanden der sie vertritt wenn sie mal ausfallen.
Ohne Hilfspersonal wird es nicht gehen.
Pflanzenbestände sind so zu planen das regelmässig Ernteerträge anfallen.

Keiner kann alle Sorten und Arten in seinem Garten anbauen die er gerne essen möchte.
Ernten fallen unterschiedlich aus. Mal gibt es sehr viel von einer Frucht und manchmal gar keine Ernte. Davon können alle Gärtner ein Liedchen singen.
Diese Schwankungen muss der Gartenchef ausgleichen.

Tauschhandel Gartenprodukte gegen Arbeitsleistung innerhalb der Familie

Wenn sie eine umfangreiche Familie haben versuchen sie eine Arbeitsteilung einzuführen.
Beispiel: Sie bauen Bohnen für alle Familienmitglieder an und frieren die Ernteüberschüsse auch ein. Dafür passt jemand anderes auf ihre Kinder auf während sie mehr Zeit für die Gartenarbeit haben.

Tipp: Kinder ab ca. 9 Jahre können schon Bohnen putzen. Dafür erhalten sie ein kleines Extra-Taschengeld

Tauschhandel Gartenprodukte gegen Verarbeitung bei Dienstleistern

Wenn der Inhaber des Gartens rechtzeitig Verbindungen geknüpft hat kann er seine Ernte gegen die Weiterverarbeitung eintauschen. Es ist dabei durchaus üblich das noch Geld gezahlt werden muss. Für dieses Prozedere kann er folgende Gewerbe ansprechen:

  • Hersteller von Saft, Most und Wein
  • Hersteller von Marmelade
  • Hersteller von Edelbranntweinen (auch Obstler genannt)
  • Kleintierhalter

Hinterher bekommt er verarbeitete Produkte zurück. Entweder eine vorher vereinbarte Menge oder grundsätzlich zum günstigeren Preis.

Tauschhandel mit Gartenprodukten mit den Nachbarn

 Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben wenn Ihm die schöne Nachbarin gefällt ...
alter Schlagertext

Wenn der Nachbar was leckeres anbaut, versuchen sie zu tauschen.
Damit wäre unmittelbare 100 %ige gegenseitige Bedürfnisbefriedigung gegeben.
Noch optimaler kann man das nicht machen.

Es gibt auch sehr viele Gartenbesitzer die nichts mehr anbauen. Diese Gärten sind meist reine Zierpflanzensteppe. Die Besitzer halte ich für schlichtweg faul.
Sie sind aber dankbare Kunden für Obst und Gemüse und zahlen recht gut.
Desweiteren gibt es alleinlebende Rentner in Mietwohnungen die froh sind wenn sie frische Ware nach Hause bekommen. Wenn der Gartenbesitzer einmal empfohlen ist sind sie treue Kundschaft die gut und gerne zahlt. Damit ist auch das Thema Gartenprodukte gegen Geld mal veröffentlicht worden.

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Der Krameterhof auf ServusTV Teil 1/2

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