Wenn Männer nicht lieben können ...

 

Laura ist glücklich mit ihrem Freund Tino. Die beiden sind seit einem halben Jahr ein Paar. Doch etwas trübt das Liebesglück. Die 22-Jährige hätte gerne einmal richtigen Sex mit Tino gehabt. Mehr als Streicheleinheiten waren bisher nicht möglich. Sobald sich Lauras Hand Tinos Männlichkeit näherte, verkrampfte sich der junge Mann und schob Lauras Hand beiseite. Anfangs hatte sich Laura dabei nicht viel gedacht. Es soll ja schließlich auch Männer geben, die keinen Sex vor der Ehe wollen. Dabei hätte sie gedacht, dass der gut aussehende Tino - ihr Freund, um den sie von allen beneidet wurde - bereits reichlich sexuelle Erfahrung hinter sich hatte.

Einmal hatte sie ihn auf das Thema Sex angesprochen. Tino wurde verlegen, stotterte herum und meinte, es sei noch zu früh, Sex zu haben, so lange würden sie sich nicht kennen. Laura hatte sein Argument zu diesem Zeitpunkt akzeptiert. Doch unterdessen, nach einem halben Jahr, keimte ein Verdacht in ihr auf.

War sie, Laura, nur Tinos "Aushängeschildchen"? War er am Ende vielleicht schwul?

Dieser Gedanke ließ der jungen Frau keine Ruhe. Dass Tino eventuell aus religiösen Gründen auf den Beischlaf vor der Ehe verzichten möchte, könnte sie verstehen. Einen schwulen Mann an ihrer Seite zu haben, daran konnte sie sich nicht gewöhnen.

Sie fühlte sich plötzlich hintergangen. Und Laura wollte es wissen!

Sie beschloss, Tino zur Rede zu stellen.

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Als Junge missbraucht

Was Laura dann im Laufe jenes Abends erfuhr, war wesentlich bitterer als sie je angenommen hatte.

Tino war nicht schwul und er hätte auch gerne Sex mit Laura, wie er ihr gestand. Doch jedes Mal, wenn sich ihre zärtlichen Finger seinem Unterleib näheren, kamen Erinnerungen in Tino auf, die er nicht verdrängen konnte.

Da waren streichelnde Frauenhände, zarte Finger, die sein Geschlechtsteil berührten, dieses salbten, massierten und liebkosten. Da war die leise, fast flüsternde Frauenstimme, die auf ihn einsprach und ihm suggerierte, niemanden von dem zu erzählen, was sie tat, sonst würde er ins Kinderheim kommen.

Vier Jahre - von seinem 12. bis 15. Lebensjahr - wurde Tino sexuell missbraucht. Die Frau zwang ihn zum Beischlaf, gegen seinen Willen, immer wieder mit der Drohung, wenn er jemanden auch nur etwas erzählen würde, käme er fort und er sei schuld an alledem.

Doch Tino wollte eines Tages nicht mehr schweigen. Er vertraute sich schließlich seinem Vater an. Dieser allerdings verpasste dem Jungen eine schallende Ohrfeige, nannte ihn einen perversen Lügner, schob seine Aussagen schließlich auf die Pubertät und deklarierte sie als sexuelle Fantasien.

Keinesfalls glaubte er seinem eigenen Sohn, dass dieser Opfer sexuellen Missbrauchs war. Schon gar nicht wollte Tinos Vater davon etwas wissen, dass ausgerechnet seine Freundin - die Frau, die dem Jungen all die Jahre eine liebevolle Ersatzmutter gewesen war - den Sohn vergewaltigt haben soll.

Diese Geschichte kann sich so oder in ähnlicher Form tatsächlich zugetragen haben. Ich hingegen habe sie "erfunden", um Ihnen zu verdeutlichen, dass Männer nicht nur Täter sind und Frauen stets die Opfer.

Frauen sind ebenfalls TÄTERINNEN und missbrauchen ihre Opfer - Jungen, Männer als auch Mädchen und Frauen.

Doch Frauen werden als Täterinnen seltener entlarvt!

Männer sind Täter, doch niemals Opfer!

 

Dies wird immer wieder gerne besonders hervorgehoben.

 

Verschwiegen wird hingegen:

Männer sind auch Opfer von Frauen!


Männer sind Opfer dieser feministischen Gesellschaft, denn sie werden als Opfer weniger wahr genommen als Frauen, die Opfer werden!

 

 

Vergewaltigungen von Jungen und Männern werden von den Medien nicht so hochgespielt, wie jene Fälle, in den Mädchen und Frauen Opfer sexueller Gewalt werden.

Und die falsche Argumentation:

-       Männer können keine Opfer sein, denn sie sind das "starke Geschlecht"

-        Frauen hingegen sind schwach, jedenfalls dann, wenn es um Gewalt geht in jeglicher Form.

-       Gewalt geht immer nur von Männern aus, gleich ob sie physischer oder psychischer Natur ist.

-       Frauen sind nicht in der Lage, Männer zu vergewaltigen.

-       Opfer sind IMMER weiblich und Täter STETS männlich.

-       Missbrauchte Männer gibt es nur sehr selten

Der missbrauchte Mann ist ein großes Tabuthema dieser Gesellschaft. Immer wieder zeigt es sich, dass Frauen in der Opferrolle mehr Aufmerksamkeit zuteilwird, als Männern, die Opfer von Gewalt werden.

Jungen und Männer werden ebenso Opfer von Gewalttaten und nicht immer sind gleichgeschlechtliche Partner - also Männer - die Täter. Die Dunkelziffer missbrauchter Männer liegt deutlich höher, denn es gibt keine Statistiken, die eindeutig aussagen, wie oft Männer Opfer von Sexualdelikten oder häuslicher Gewalt waren, da viele Männer aus Scham schweigen.

Bekennen sie allerdings einmal, ihnen wurde sexuelle Gewalt angetan, wird ihnen nicht unbedingt bedingungslos und sofort geglaubt. Schon gar nicht, wenn ein Mann behauptet, er sei von einer Frau sexuell genötigt wurden. Klingt ja auch abstrus - eine "schwache" Frau vergewaltigt einen "ganzen" Kerl. Und weil es scheinbar paradox klingt, wird es totgeschwiegen, das Thema: der missbrauchte Mann.

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Wenn Frauen wollen und Männer nicht

Bevor hier fanatische Feministinnen laut schreien, dass eine Frau NIEMALS in der Lage ist, einen Mann zum Sex zu "nötigen", möchte ich hier ein kleines Beispiel bringen, was sicherlich heftige Debatten auslöst.

Die Situation:

Der Mann schläft tief und fest. Seine Frau, die sehr viel später das Schlafzimmer betritt, nicht müde und eventuell sexuell erregt ist, kuschelt sich an den schlafenden Gatten heran. Nach einer Weile beginnt sie ihn zu streicheln, sie berührt seinen Penis, lässt diesen unter ihren Händen wachsen …

Diese Szene kommt sicherlich jedem bekannt vor.

Normal - dass hat doch nichts mit Nötigung zu tun, meinen Sie jetzt bestimmt.

Falsch gedacht - denn dies IST eine Form von sexueller Nötigung, auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen.

Was nämlich tut die Frau, die Lust auf IHN hat, der wiederum tief und fest schläft?

Sie macht den Schlafenden an, mit der Absicht, ihn zum Beischlaf zu "verführen".

Ein schlafender Mann kann sich gegen diese sexuelle Anmache nicht wehren. Die Frau "befummelt" ihn, ohne dass er es möchte, sie dazu aufgefordert hat oder er in der Lage ist, sie zurückzuweisen, da er schließlich schläft.

Rein theoretisch könnte ein Mann seine Frau oder Freundin in diesem Sinne des sexuellen Missbrauchs bezichtigen.

Fakt ist aber, dass dies kaum ein Mann tun wird, da er wahrscheinlich nur "belächelt" wird.

Was meinen Sie, ist es sexuelle Nötigung, einen schlafenden Mann „anzumachen“?
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http://www.kbbe.de/info/missbrauch/missbrauch_durch_fraue...

KreativeSchreibfee, am 08.08.2011

Kommentare


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KreativeSchreibfee am 12.09.2011
"Einem Mann passiert so etwas nicht" ist der falsche Denkansatz dieser Gesellschaft und Umdenken fällt leider schwer. Ebenso, wie es schwer fällt, den Tatsachen ins Auge zu sehen und endlich etwas dagegen zu unternehmen. Es muss der Horror sein, 35 Jahre zu schweigen. Schön, dass du es dennoch geschafft hast, kickaha, dein Schweigen zu brechen und dir Hilfe zu holen.
Stehlampen-Petra am 23.08.2011
Ich denke die Dunkelziffer ist sehr hoch. Zeit mit dem Tabu aufzuräumen ...
Meinungsfrei am 10.08.2011
war wohl der falsche link - hier noch mal . http://www.rhein-zeitung.de/regionales/nahe_artikel,-Sohn-fast-600-mal-missbraucht-Vater-muss-lange-ins-Gefaengnis-_arid,287328.html
Meinungsfrei am 10.08.2011
Über Jahre hinweg missbraucht ein Mann seinen eigenen Sohn. Fast 600 Mal soll der Vater den Jungen - das erste Mal im Alter von sieben Jahren - zwischen 1995 und 2003 missbraucht, ihn zu abnormalen Handlungen als auch zum Oral- und Analverkehr gezwungen haben. Und das Urteil für den Täter fällt mal wieder schach aus - weil wohl das Opfer männlich und nicht weiblich ist oder wie? http://www.rhein-zeitung.de/regionales/nahe_artikel,-Sohn-fast-600-mal-missbraucht-Vater-muss-lange-ins-Gefaengnis-_arid,287328.html
KreativeSchreibfee am 09.08.2011
Hallo, ihr Lieben, vielen Dank für eure Kommentare. Das Thema Missbrauch von Jungen und Männern ist ein Tabu, denn Männer gelten als das starke Geschlecht. Männer dürfen sich nicht wehren, schon gar nicht gegen Frauen, weil sie diesen körperlich überlegen sind. Jungen dürfen nicht weinen, weil dies nur Mädchen und Frauen vorbehalten ist. Männer sind immer Täter und nicht Opfer, oder werden zu Tätern, wenn sie einst Opfer waren - so jedenfalls die Meinung mancher Psychologen. Unbestritten aber bleibt, dass Jungen und Männer ebenso Menschen sind, doch werden sie entweder zu Monstern oder Weicheiern gemacht. Es geht mir speziell darum, aufzuzeigen, dass auch Jungen und Männer Opfer sind, und ebenso ein Recht auf Aufmerksamkeit und Hilfe haben, wenn sie beides dringend benötigen, anstatt belächelt oder schief angesehen zu werden oder ein Leben lang leiden, weil sie sich nicht trauen, öffentlich zu bekennen, was ihnen „angetan“ wurde. Es geht mir um die Gleichstellung der Geschlechter, denn auch Männer sind menschliche Wesen, was scheinbar mehr und mehr vergessen wird in dieser dominanten Frauengesellschaft. LG Kerstin
Stehlampen-Petra am 09.08.2011
Liebe Kerstin, gedaumt hatte ich schon heute morgen, beim Frühstück. Dann mußte ich erst mal zu meiner Arbeitstelle. ich arbeite in einer Tagesstätte für psyschisch erkrannkte Menschen. In kaum einer Akte fehlt ein sexueller Übergriff. Auch aus der homosexuellen Szene. Es ist sehr erschütternd wie verbreitet Missbrauch in alle Richtungen ist. Es wird endlich Zeit, dass das Tabu bezüglich Männern und Jungen gebrochen wird. Meiner Meinung nach ist jede sexuelle Handlung ohne das Einverständnis beider Seiten ein Missbrauch, egal von wem es ausgeht.
stranden am 09.08.2011
Wie aus dem Leben gegriffen. Müsste ich schätzen, würde ich sagen, dass 8 von 10 Männern schon in ihrer Schulzeit sexuell belästigt werden. Für Mädchen ist es ja vielerorts ein Nationalsport, den Jungs auf die Eier zu gehen, o.ä. Ich kenne auch kaum einen Mann, der nie ungewollt geküsst wurde, oder plötzlich eine Zunge im Hals stecken hatte. Gerade auch unter Alkohol werden viele junge Frauen furchtbar barbarisch und verlieren jede Hemmung. Wenn es da zu einem Bewusstseinswandel kommt, haben insbesondere junge Frauen ein ernstes Problem. Danke für den Text. Das Schweigen muss gebrochen werden.
Textdompteuse am 09.08.2011
Ein sehr interessanter Artikel. Hiervon hatte ich schon anderweitig erfahren, denke aber, dass das nur wenig bekannt ist. Wer weiß, wie hoch die Dunkelziffer ist. Und wenn Männer so etwas erlebt haben und darüber sprechen, nimmt sie womöglich niemand ernst, denn a) so etwas gibt's doch gar nicht, b) oder wenn, dann passiert das nur einer Memme. Das ist völlig gegen jegliche Rollenregeln, die einfach in den Köpfen drin sind. Einen Daumen dafür.



Bildquelle:
Fotografie Kerstin Schuster (Jahresrückblick 2012 - was im Jahr des angeblichen Weltuntergangs a...)

Autor seit 3 Jahren
273 Seiten
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