Der Tod, der Schock - Wenn die Zeit gekommen ist

Es ist ein nicht ganz einfaches Thema für mich, über den Verlust eines geliebten Menschen zu schreiben, denn es verbinden sich viele Erinnerungen damit und einige geliebte Menschen haben mich verlassen. Durch Krankheit, den Zahn der Zeit und Gewalteinwirkung von Fremden.

Jeder Verlust bringt einen Schmerz und lässt Fragen entstehen. Die Trauerarbeit ist nicht bei jedem Verlust gleich. Jeder Mensch der von einem geht, hinterlässt eine Lücke, doch wenn die Zeit eigentlich noch nicht gekommen ist, wird der Verlust schier unerträglich.

Man bekommt einen Schock auch wenn einem eigentlich manchmal schon klar war, dass die Zeit gekommen ist. Für einen schwer kranken Mensch, kann es die Erlösung sein. Dennoch tut es weh und man hatte gebangt und gehofft. Das Unerwartete trifft hart und weckt dazu viele andere Gefühle.

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Verlust durch Fremdeinwirkung - Wenn ein Mensch einen geliebten Menschen aus dem Leben reißt


Eine Situation die man Niemanden wünscht, ein Ende das nicht hätte sein müssen. Hinterbliebene die die Welt nicht mehr verstehen.

"Ich war mit einer Freundin im Auto unterwegs, es sollte in den Campingurlaub gehen. Es war der 1. Mai. Im Autoradio hörten wir folgende Meldung: "Eine junge Frau wurde in einem Dorf von ihrem Großvater tot aufgefunden. Mich überkam ein merkwürdiges Gefühl, am nächsten Rasthof fuhren wir ab und ich rief bei meiner Familie an. Ein traurige Nachricht wurde Gewissheit, es handelte sich um meine Freundin. Ihr Ex-Freund hatte sie in dieser Nacht erstochen und sich selbst mit dem Strick das Leben genommen. Im ersten Moment war ich wie paralysiert, ich griff zur Zigarette und setzte mich wieder ins Auto. Wie ferngesteuert fuhr ich an die Ostsee, wir bauten unser Zelt auf und gingen ans Meer. Dort brach die erste Welle aus mir heraus. ich war plötzlich so wütend, so voll Hass. Meine Begleitung versuchte mich zu beruhigen und meinte wir könnten ja den nächsten Tag nach Hause fahren. Doch ich wollte den Urlaub nicht abbrechen, es war für mich wie eine Flucht vor der bitteren Realität. Noch ahnte ich, aber auch noch nicht, dass dies mein ganzes Leben verändern sollte. Ich lenkte mich ein paar Tage an der Ostsee ab und fuhr dann wieder Heim. Einen Tag vor ihrer Beerdigung war ich wieder in dem Dorf wo es passierte und wo wir aufgewachsen waren. Überall war der Schock gegenwärtig, ich schloss mich ein, heulte, schrie und trommelte gegen die Wände. Ich habe es nicht geschafft auf ihre Beerdigung zu gehen. Ich wollte es nicht wahrhaben. Erst viel später habe ich alleine Abschied genommen. Noch heute trage ich sie in meinen Gedanken, seit diesem Zeitpunkt habe ich ein Problem Frauen an mich heran zu lassen."

Man wird den Menschen niemals vergessen und es wird immer Tage geben an denen die Trauer allgegenwärtig ist. Doch man kann lernen damit umzugehen. Es bleiben oft viele Fragen offen. Eine befriedigende Antwort wird man auf diese Fragen auch kaum finden.

So fragte ich mich, warum hat dieser Mensch einen so wundervollen Engel das Leben genommen? Mittlerweile formuliere ich es ein wenig anders, Weshalb hat man diesem Engel so früh die Flügel geschenkt.

Die Wut auf dem Täter, kann einen Menschen krank machen. Es ist schwer und man wird den Täter wohl nie verstehen, es sei denn ist ist einen Tat aus Notwehr. Manchen hilft es den Täter in die Augen zu schauen, doch wenn der Täter nach seiner Tat Selbstmord begeht bekommt man diese Chance nicht. Man bekommt keine Antworten auf die vielen offenen Fragen. Es fehlt ein wichtiger Punkt, denn man kann in diesem Fall dem Täter nicht mehr bestrafen. Und das was der Volksmund so gerne als Gerechtigkeit (das der Täter auch nicht mehr am Leben ist) bezeichnet hilft nur einen kleinen Moment.

Persönlich: An jedem 1. Mai stelle ich eine Kerze auf und erinnere mich an die schönen Momente die ich mit meiner Freundin erleben durfte. Ich bin dankbar für viele schöne Stunden und ich habe für mich den Weg gefunden die Wut und den Hass zu vergessen. Ich habe für mich entschieden das sie als Engel mir immer noch zur Seite steht. Alleine diese Vorstellung gibt mir ein gutes Gefühl und das ist wichtig um nicht an der Trauer zu zerbrechen

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Verlust durch Krankheit sowie Alters bedingt - Ein nicht aufzuhaltendes Lebensende

Wenn ein Mensch von uns geht ist es immer traurig und der Verlust schmerzt. Auch wenn einem bewußt ist, das die Zeit für jeden Menschen kommt, gibt es immer jemanden der zurückbleibt. Wenn jemand in einem gewissem Alter ist, findet man Trost in dem Gedanken das er ein erfülltes Leben hatte. Man erinnert sich an die vielen schönen Momente, die tollen vergangen Jahre, das alles macht es einfacher Abschied zu nehmen.

Wenn ein Mensch in die Jahre kommt ist der Abschied schwer, doch das Bewußtsein das er sein Leben gelebt hat erleichtert den Abschied. Man hat soviele Erinnerungen die einem das weitere Leben begleiten. Doch dann gibt es Krankheiten die Menschen viel zu früh aus dem Leben reissen. Man versteht in diesem Moment die Welt nicht. Wie so oft fragt man warum gerade dieser Mensch, wieso gerade jetzt und vieles mehr. Die Antworten trösten einen nicht über den Verlust hinweg.

Um den Verlust leichter zu verarbeiten sollte man sich daran erinnern, das der Mensch nicht länger leiden muss. Er ist von den Leiden der Krankheit erlöst, er hat seinen Kampf zwar verloren, aber er wird keine Schmerzen mehr haben. Man steht der Situation hilflos gegenüber, denn man kann es nicht ändern.

Einige Menschen verfallen in Folge eines Verluste in Depressionen, doch es hilft niemanden. So hart wie es klingt, das Leben der Lebenden geht weiter. Keinem ist geholfen, wenn man sich in die Vergangenheit festbeißt. Es bringt den Verstorbenen nicht wieder, es lindert nicht den Schmerz. Aus diesem Grunde sollte man zwar den Verstorbenen im Herzen behalten und auch über ihn ab und an reden, aber an ihm festzuhalten mindert die Lebensqualität des eigenen Lebens.

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Wenn niemand da ist um mit einem zu reden - Die Scheu sich anderen mitzuteilen

Es gibt immer Situationen, da sind die Menschen um einen herum beschäftigt und man steht mit seiner Trauer alleine da, oft hilft es sich mitzuteilen. Denn Nichts brennt so schwer in der Seele, wie Trauer die versteckt oder verdrängt wird.

Was tun wenn keiner da ist? Man möchte ja auch niemanden mit seinen Gefühlen stören oder belästigen. Doch genau für solche Situationen gibt es Menschen, die sich Zeit nehmen und mit einem sprechen. Es gibt die Telefonseelsorge, welche man kostenlos in Anspruch nehmen kann. Man muss keine Scheu haben dort anzurufen, die Menschen die dort arbeiten machen das ehrenamtlich und sind soweit geschult das sie nicht nur zuhören, sondern auch Hilfestellung leisten können, sowie nützliche Hinweise haben wo man sich noch hinwenden kann.

Wer nicht so gut im reden ist findet zweimal die Woche Hilfe bei der Chatseelsorge. Die Chatseelsorge ist eine Organisation der Evangelischen Kirchengemeinde. Pastoren und Seelsorger leisten dort hervorragende Arbeit. Auch sie machen das freiwillig und haben Erfahrung. Man muss nicht in der Kirche sein um dort ein offenes Ohr zu finden.

Oftmals hilft es einem, wenn man seine Gefühle ausspricht und eine andere Sicht der Dinge reflektiert bekommt. Es trägt sich leichter, wenn man nicht alleine mit seiner Trauer steht. Viele Menschen können es nachvollziehen, doch jeder hat eine andere Art damit fertig zu werden.

Die Scheu sich Fremden mitzuteilen sollte man überwinden, denn nur wenn man sich mit der Situation konfrontiert, kann man sie auch verarbeiten.

Wo findet man Hilfe im www - Webseiten die Unterstützung anbieten

Telefonseelsorge
Die Telefonseelsorge steht mit Rat und Tat zur Seite.

Hilferuf
Online Community bei Kummer und Sorgen

Chatseelsorge
Seelsorgechat der Evangelischen Kirche - Jeder ist Willkommen!

Morti, am 07.09.2011

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