Der Verstand ist vernünftig

Unser Verstand soll uns helfen die Probleme des Alltags zu lösen. Doch er ist nicht sehr kreativ, sondern eher vernünftig. So kommt es immer wieder zu den selben Handlungen mit den selben Fehlern und dem gleichen Ärger. Das ist dem Verstand jedoch lieber, als sich außerhalb der bekannten Zone zu bewegen. Der Verstand warnt uns ständig vor Risiken. Versuchen wir etwas Neues, so kommt der Verstand sofort mit etlichen Einwänden daher und warnt uns vor allen möglichen Eventualitäten.

 

Eines schönen Tages sind wir dann in unserem eigenem Geist gefangen und trauen uns nichts mehr zu, da unser Verstand lieber auf Erfahrungen zurück greift. Der Verstand ist ein wichtiger Sicherheitsmechanismus des Körpers. Und früher, als wir noch die Mammuts gejagt haben und die Säbelzahntiger um unsere Höhlen streiften, machte es noch Sinn auf Nummer sicher zu gehen – denn der Verstand hat die Aufgabe uns zu schützen. So ist es bis heute geblieben und in bestimmten Situationen macht es auch Sinn auf seinen Verstand zu vertrauen.

Wenn uns der Verstand begrenzt

Heute ist es jedoch so, dass der Verstand mit seiner ganzen Vernunft oftmals einengend wirkt und uns reduziert. Viele Menschen lassen sich allein durch ihren Verstand beherrschen und wagen deshalb nichts. Der Verstand mischt sich immer wieder ein und bringt tausend Möglichkeiten, die zu bedenken sind, weil keine Erfahrungen für unseren Verstand vorliegen, auf die er zurück greifen kann. Neue Ideen sind für den Verstand unvernünftig - er weiß nicht, was auf ihn zu kommt.

 

So bleiben viele gute Ideen immer nur in den Köpfen der Menschen haften und können sich nicht entfalten, weil etwas Neues nicht unbedingt immer sicher ist und meistens auch Risiken mit sich bringt. Allein schon das Risiko das gewünschte Ergebnis vielleicht nicht zu erzielen und zu "versagen", hält viele Menschen davon ab, etwas Neues auszuprobieren. Statt eine Idee umzusetzen, Ergebnisse zu erhalten, diese zu verbessern oder zu korrigieren, sind sie lieber vernünftig und tun gar nichts - so können sie wenigstens nichts falsch machen - und das ist ja auch schon eine ganze Menge. Kreativität und Flexibilität sind dem Verstand ein Graus – eine Weiterentwicklung ist ihm ungeheuerlich.

Verstand oder Erfolg

Natürlich wollen wir uns nicht vor anderen blamieren und möglichst gut da stehen. Der Verstand bringt jedoch seine einseitig vorbelastete Meinung mit und der Mensch zu dem er gehört, möchte natürlich mit seinem Verstand im Recht sein. Manche Menschen tun vieles dafür andere von ihrer subjektiven Meinung zu überzeugen. Wer jedoch auf seine voreingenommene Meinung beharrt und nichts anderes zu lässt, kann sich nicht weiter entwickeln und bleibt in seinem "Kleingeist" gefangen.

 

Wer sich allein auf seinen Verstand verlässt, kann keine erstrebenswerten Ziele erreichen. Das Streben nach Erfolg ist immer mit einem Risiko verbunden. Neue Ziele bedürfen der Kreativität und sehr oft das Erlernen neuer Fähigkeiten. Nur wer was riskiert, wird am Ende erfolgreich sein.

Gesunder Menschenverstand: eigentlich nur eine Anhäufung

von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr

erworben hat. (Albert Einstein)

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Achatnia, am 05.02.2011
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