Die 100-Prozent-Regel um die Konzentration zu steigern und das Denken positiv zu sehen
von michael72
Um die Konzentration zu steigern, ist es eine sehr gute Strategie, im Alltag bei allen Dingen immer voll bei der Sache zu sein.

Wie entwickeln wir ein Gerüst, das uns helfen wird, unser gesamtes Handeln sehr viel intensiver und erfolgreicher zu gestalten und unsere Konzentration zu steigern? Mit der 100-Prozent-Regel: Diese besagt, dass alles, was man tut oder denkt, von ganzem Herzen gemacht werden sollte. Ich mache es ganz, zu 100 Prozent, oder ich lasse es bleiben. Beginnt man etwas mit 100 Prozent Überzeugung, dann kann es auch mit Freude vorangetrieben und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Mit Spaß bei der Sache wird die Handlung dann oft zum Vergnügen. Erstaunlicherweise teilen aber viele Menschen ihre Handlungen in 2 Kategorien ein: Da sind zum einen alle Angelegenheiten, die man gerne und auch mit großem Einsatz vollbringt. Das schweißtreibende Tennisspiel, die achtstündige beschwerliche Bergwanderung und die erstaunliche Ausdauer bei der geliebten Fernsehshow oder dem spannenden Roman seien nur einige wenige kennzeichnende Beispiele dafür. Da wird die 100-Prozent-Regel bereits perfekt angewendet und funktioniert obendrein noch ausgezeichnet und erhöht auch ganz nebenbei die Konzentration.
Denken mit starker Konzentration wird nicht gerne gemacht!
Die andere Kategorie des Handelns beinhaltet all die Aktionen, bei denen oftmals kein Funken Freude oder Überzeugung aufkommt. Diese umfassen leider eine Vielzahl von Tätigkeiten, die wir tagtäglich auszuüben haben und die uns sehr viel Zeit kosten, zum Beispiel bei der Arbeit Konzepte entwerfen, Pläne aufstellen, Berichte schreiben, Verpflichtungen nachgehen, oder unangenehme Aufgaben zu Hause (wie das Geschirr abwaschen, Rasen mähen, Briefe schreiben, Verwandte besuchen und bewirten...). Außerdem fällt auf, dass für viele Menschen die unangenehmen Arbeiten überwiegend Denktätigkeiten sind und somit der Konzentration eigentlich sehr gut tun. Vereinfacht gesagt, wird körperliche Betätigung oftmals als Freizeitbeschäftigung oder gar als Belohnung angesehen, Denken und sich gut konzentrieren dagegen als harte, anstrengende Pflicht und Arbeit. Dies ist, nebenbei bemerkt, nicht nur bei Menschen mit überwiegend sitzender, statischer Tätigkeit (den Schlipsträgern) der Fall, sondern lässt sich erstaunlicherweise in verstärktem Maße auch bei Menschen mit vornehmlich körperlich ausgerichteten Jobs beobachten.
Man denke nur an die überfüllten Fitnessstudios, Tenniscourts usw., wo mit größter Lust der eigene Körper gequält wird. Erinnern Sie sich im Gegensatz dazu an die todernste, förmliche und destruktive Stimmung in vielen Büros, in den Schalterhallen der Banken oder zu Hause beim Ausfüllen der eigenen Steuererklärung (von der viele Steuerzahler eine stattliche Rückvergütung zu erwarten haben, da wäre doch ein siegessicheres Lächeln eher angebracht)! Denken hat eben den Anstrich des Seriösen, Ernsten, Unangenehmen, Pflichtbewussten, Erwachsenen und vor allem von Arbeit und Mühsal. Warum eigentlich: Denken könnten wir auch mit Attributen wie Lachen, Erfolg, Spannung, Freude, Ausgelassenheit, Unterhaltung, Heiterkeit, Spiel und Humor assoziieren. Das Gleiche gilt auch für Versuche, seine Konzentration steigern zu können.
Statt geistiger Konzentration lieber Sport
Sehen wir doch die kleinen, 5 Jahre alten Kinder, die mit Euphorie und gespannter Erwartung zum ersten Mal in die Schule kommen und es gar nicht erwarten können, schreiben zu lernen, zu lesen und vieles andere mehr zu erfahren; aber schon sehr bald wird dem Nachwuchs dort unmissverständlich klargemacht, dass denken und sich gut zu konzentrieren im Leben eine todernste Angelegenheit ist und man im Normalfall dazu gezwungen werden muss.
Der Sportunterricht dagegen wird für viele Schüler eine Art letztes Refugium des Angenehmen in der Schule. Hier kann man sich austoben, bei der Benotung der Leistungen wird selten die Versetzung gefährdet, und so verinnerlicht man eben, dass der Sportunterricht den attraktiven Teil des schulischen Alltags verkörpert und Fächer wie Mathematik, Geschichte etc. ausschließlich Pflichterfüllung bedeuten (umgekehrt bekommen einige junge Leute aufgrund irgendwelcher Erlebnisse ein Negativbild von der sportlichen Betätigung im Unterricht vermittelt und haben oft ein Leben lang keine Freude mehr daran). Die Folgen dieser Denkhaltung erleben wir heute an uns selbst. Ziel der 100-Prozent-Regel ist es, mit beiden Unarten aufzuräumen und sich auf alles voll zu konzentrieren.
1. Es gibt keine positiven/negativen Handlungskategorien, sondern ausschIießlich die beiden Alternativen "Ganz und mit Freude", oder man lässt es eben.
2. Man kann sich eine positive Einstellung dem Denken gegenüber aneignen! Denken und Konzentration sollten genauso viel Freude bereiten wie andere Beschäftigungen auch. Genauso wie körperliche Betätigung aber zunächst Überwindung kostet und erst dann das Erfolgserlebnis kommt, erfordert auch das Denken einen gewissen Vorschuss an Energie und Konzentrationsfähigkeit.

Leistungssteigernde Mittel unter die Lupe genommenam 14.11.2011


Kommentare
Toller Artikel. Du hast völlig Recht. Viele Routinearbeiten werden nebenher ohne viel Aufmerksamkeit erledigt. Der Kopf ist längst wo anders und so hetzen wir durch das Leben.
Gerade das Verrichten von nicht so tollen Aufgaben müssen durch Halbherzigkeit manchmal zweimal gemacht werden. Das kostet unnötig Zeit.
Ähnlich ist es mit vertrödelter Zeit, die wir täglich mit Suchen verbringen. Einfach mal den Wohnungsschlüssel fallen lassen, wo man gerade stand und schon geht die Sucherei los.
Und während wir in Gedanken irgend etwas tun, fragen wir uns auf der Fahrt zur Arbeit "Hab ich jetzt eigentlich die Kaffeemaschine ausgemacht oder nicht?" Ja, das zerrt dann an den Nerven. 100 Prozent ist auf jeden Fall eine gute Strategie.
Liebe Grüße
Achatnia