Bad Münstereifel an der Erft ist absolut einen Abstecher wert. Diese familienfreundliche Stadt hat einiges zu bieten. Kultur, Natur und eine Wohlfühl-Gastronomie laden zum Bummeln und verweilen ein.
Und Blankenheim mit seiner Burg ist eh ein Besichtigungs-Muss.
Eine der ersten Wasserleitungen von europäischer Bedeutung in der damaligen Ingenieurskunst werden wir uns ansehen.
Die Eifel Familienausflug Ausflugsziele Tagestouren Fortsetzung 3
von Merlin
Wir machen einen Abstecher nach Bad Münstereifel und fahren dann nach Blankenheim zur Ahrquelle. Dort besichtigen wir auch die Burg. Fortsetzung 3
Ein Abstecher nach Bad Münstereifel, wir besichtigen die Altstadt und den Salzmarkt
Ich denke, die B 51 von Köln nach Trier an Bad Münstereifel vorbei, folgt einer alten Römerstrasse oder Handelsweg

Keltische Treverer (meine Vorfahren) und germanische Eburonen siedelten seit 600 v.Chr. in diesen Gebieten. Diese wurden von Julius Caesar 55 v. Chr. unterworfen. Er bezeichnete dieses Territorium als „Silva Arduenna“ = Ardennenwald. Etwa 30 v. Chr. erbauten die Römer die Stadt Trier am Südrand der Eifel. Eine der bedeutendsten Städte der damaligen Zeit. (Porta Nigra / Kaiserthermen / Römerbrücke über die Mosel / Amphitheater / Konstantinbasilika u.s.w.) Trier – Augusta Treverorum ( Stadt des Augustus im Land der Treverer – eine Ehre, diesen Namen zu tragen, die sonst nur noch Augsburg - Augusta Vindelicorum - hat) war lange Zeit die größte Stadt nördlich der Alpen. Militär- und Handelsstraßen durchquerten alsbald die zentrale, dünn besiedelte Eifel. Es gab eine Verbindung von Köln / Colonia der Provinzhauptstadt nach Trier. An so einer Verbindung liegt Bad Münstereifel. Klar, Handelsstützpunkt mit Trinkwasser für Ross und Reiter. Umschlagplatz für damalige Handelswaren und geschützt, da gut befestigt.
Bereits in der Antike war Salz ein begehrtes Gut. Salz ist nicht nur lebenswichtige Würze, es konserviert auch. Beizen und Pökeln sind nur einige mögliche Beispiele. Und so gibt es bis heute den Salzmarkt. Aber auch sonst hat diese kleine Stadt viel zu bieten. Leider war die Glashütte geschlossen. Aber Handwerk, Handel und Kultur blühen hier. Erholung wird groß geschrieben. Ein kühles Bier auf den Burgterrassen oder ein leckeres Eis einfach auf der alten Mauer in Muße genießen, ist einfach schön.
Reiseführer und Karten
Es gibt viel zu sehen
Endlich zur Ahrquelle in Blankenheim
Wasser war immer die Vorraussetzung für menschliche Ansiedlungen

In diesem alten Fachwerkhaus entspringt die Ahr im Keller. Hier nimmt sie ihren Lauf durch das Ahrgebirge ( die Bayern mögen uns verzeihen, aber 470 m über NN ist für uns hoch ) in Richtung Rhein. Die ersten Menschen, die dieses Gebiet besiedelten, folgten den Flüssen und Bächen allein schon wegen dem Wild, das zur Tränke kommt. Darüber mehr im 4. Teil, der bald folgt. Die ursprüngliche Burg lag wohl über der Ahrquelle. Wurde später auf den Berg verlegt. Dort war das Problem, Wasser zu beschaffen. Pumpen gab es nicht, also musste von weit her eine Leitung gelegt werden. Eine Wahnsinnsleistung in einer Zeit ohne Laserpointer, Satelitenortung (GPS). Die Bauherren und Ingenieure haben mit dieser Wasserleitung europäische Maßstäbe gesetzt. Durch hügeliges, unebenes Gelände immer das Gefälle beachtend einen Tunnel bauen, war sicherlich nicht einfach. Ein Tal zu überwinden mit Wasserleitungen aus Holz eine gigantische Aufgabe. In Intervallen wurden senkrechte Gruben ausgehoben und dann vertikal gegraben. Ein Sammelbecken für 80 m³ sorgte für Vorrat und Druck. Das System ist heute das Gleiche. Nur mit moderne Geräten und Materialien. Der Tiergarten war von einer Mauer umschlossen, lebendes Wild wurde gefangen und dort ausgesetzt. So hatte man einen lebend Vorrat an Frischfleisch. Der Gemüse- und Obstgarten diente der Entspannung und der Versorgung. Er war ein Beispiel für ertragsorientiertes Bewirtschaften. Heute ist Burg Blankenberg eine Jugendherberge. Die schmalen Stufen zur Burg hinauf werden mit einer klasse Aussicht belohnt. Mein Urteil: Blankenheim mit seiner schönen Altstadt ist einen Pflichtbesuch für Eifelfans wert.






























Westerwald, ein Urlaubsgebietvor 1 Tag
Offener Brief an alle Hobby-Handwerkervor 8 Tagen
Holunder, Wundermittel gegen Alterungvor 9 Tagen
Pygmäen, Menschen in der Steinzeit als Sammler und Jägervor 16 Tagen





Kommentare
Aha, danke für die Aufklärung. Das leuchtet ein. :o) Ja, letztendlich sind wir Eingeborenen hier alle "reinrassige Hybride". Mal bei einem mehr hiervon, und bei einem anderen mehr davon. Das sollten sich auch mal gewisse Leute mit starker Rechtsneigung klarmachen. - Außerdem: Alle Mitteleuropäer sollen mit Ötzi verwandt sein - nach so langer Zeit und bei der relativ kleinen Bevölkerung damals sind entsprechende Kreuz- und Querverknüpfungen mehr als nur wahrscheinlich.
@Textdompteuse, meine Vorfahren väterlicheseits kommen aus Trier. Da wir keine römischen Gene haben, sind es zu 98% die der Treverer. Die wohnen schon seit Urzeiten an der Mosel. Und das ist der Kern der keltischen Siedlungen.
Aber wie schon gesagt, ich bin ein reinrassiger Hybride. Aber ich denke, das sind wir irgendwie alle.
Meine Anreise wird nicht so dramatisch verlaufen. Ich nehme den Zug. Aber sicher muss ich ein paar Mal umsteigen, vielleicht auch noch in einen Bus. ;o)
Wieder ein Anschauungs- und Lesegenuss! :o) Und schön, dass du extra die immensen technischen Leistungen von damals ansprichst.
Was mich noch interessiert: Woher weißt du, dass du keltische Vorfahren - und zwar die Treverer - hast? So weit reichen Stammbäume ja nicht zurück. Gibt es da inzwischen Gen-Analysen? Natürlich steckt in uns allen mehr oder weniger was von den alten Völkern und Stämmen, aber du weißt da wohl noch mehr. Interessiert mich wirklich, ist jetzt kein naseweises Hinterfragen. :o)
War Sommer und wir hatten mehr oder weniger nur kurze Hosen und T-Shirts an.
Auch in der Strömung gibt es Strategien zu überleben. In erster Linie soll man ruhig bleiben und sich mit dem Strom in der nächsten Kurve ans Ufer spühlen lassen. Kostet keine Kraft. Wenn du Panik bekommst, ist es aus.
War trotzdem peinlich. Halb nackt in die nächste Stadt Klamotten kaufen.
Um die Peinlichkeit wär's mir nicht, wenn ich im Rhein ersaufen tät. Dass ich tot wäre, wär mir weitaus das größere Problem.
Meine Hochachtung hast du. Mit Gewand in der Strömung und kalt war es sicher auch.
Die Strömung hat uns an einen Metallpfeiler gepresst und die scharfen Kanten
haben das Boot zerfleddert. War eh nur so ein billiges. Ich konnt schon immer sehr gut schwimmen. Hab auch ein par Wettbewerbe gewonnen. Da werd ich wohl nicht im Rhein ersaufen, das wär peinlich!
Oh mei, das ist wirklich schade. Gut, dass dir nix passiert ist, aus dem Rhein heraus schwimmen stell ich mir auch nicht lustig vor. Meine Eltern hatten immer Angst, dass wir Kinder hinein fallen, wo ich aufgewachsen bin, ist der Rhein richtig reißend mit vielen Strudeln. Wir sind natürlich auf den Ufersteinen herumgeklettert und auf den Sandbänken herum spaziert.
Wobei während dem 2. Weltkrieg sicher viele hinüber geschwommen sind, drüben ist ja die Schweiz.
Mit dem Schlauchboot, aber bei Basel abgesoffen. Habe aber zumindest das Dreiländereck gesehen. Leider sind alle meine Bilder plus Kamera auf dem Grund.
Ihr seid tatsächlich mit dem Kanu von der Schweiz in die Eifel gepaddelt?
Efes, sie hat`s gemerkt. Wär eine Rundreise geworden.