Jill Robinson, eine mutige couragierte Frau, fasste nach diesem Erlebnis den Entschluss, die schwer misshandelten Mondbären unter allen Umständen zu retten und sich für die Schließung solcher „Bärenfarmen“ einzusetzen. So gründete sie 1998 die Tierschutzorganisation „Animals Asia Foundation“ (AAF), mit der Zentrale in Hongkong.
Durch vielfältige Aktivitäten, vor allem auch durch Verhandlungen mit lokalen Behörden, ist es der Organisation gelungen, Hunderte von Kragenbären aus diesen grässlichen Tierhöllen zu befreien. So werden für befreite Mondbären Auffangstationen geschaffen. In diesen Bärenrettungszentren wird alles für die Genesung und artgerechte Versorgung der Tiere getan. Für die geretteten Bären bedeutet das, von der Hölle ins Paradies zu kommen. Leider hatten viele der befreiten Tiere keine hohe Lebenserwartung mehr. Aber sie konnten noch einmal auf weichem Gras liegen, wurden liebevoll umsorgt mit gutem Futter, bekamen beste tierärztliche Versorgung...
Auch bei der Aufklärung der Bevölkerung über die Misshandlung der Bären hat die AAF bereits viel geleistet. Inzwischen unterstützen auch viele Chinesen und Vietnamesen die Arbeit der Organisation, deren Ziel es ist, den Respekt vor Tieren wieder herzustellen und Menschen, gerade auch Kindern, den artgerechten Umgang mit Tieren beizubringen. Auch für andere Tiere setzt sich die AAF ein. Denn immer noch werden Hunde und Katzen gegessen, immer noch gibt es in China Massentötungen von Hunden und Katzen als „Maßnahme zur Tollwutbekämpfung“, gibt es Pferdekämpfe und Lebendfütterungen in Zoos zur Unterhaltung, werden lebende Schildkröten auf chinesischen Märkten gehandelt, sind die Chinesen besonders scharf auf Produkte von aussterbenden Tierarten (z.B. Tiger, Nashörner), werden Schweine unter katastrophalen Bedingungen gehalten …
Die „Animals Asia Foundation“ hat nach wie vor ihren Hauptsitz in Hongkong, hat aber auch Büros in China, Deutschland, Neuseeland, Australien, Italien, den USA und in Großbritannien eingerichtet. Inzwischen kann die Tierschutzorganisation auch viele hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigen, ist aber auch auf ehrenamtliche Helfer angewiesen und finanziert sich überwiegend aus Spendengeldern. Und es gibt leider noch so viel zu tun…
Gerhard Künl
Kommentare
Ehrensache ;-P
Super, Vielen Dank !
Ich möchte auch, dass dieser Artikel weiter verbreitet wird und hab' ihn jetzt ma unter die Seitenleisten-Empfehlungen bei meinem neuesten Artikel dazu genommen - man kann das ja jetzt selbst entscheiden. Die Menschen, die sich für Tollwood interessieren, interessieren sich in der Regel auch immer sehr für solche Themen wie dieses - also hab' ich nicht lange gefackelt! Auf das noch viele Leute diesen Beitrag hier anklicken und gründlich durchlesen werden!
Ein sehr wertvoller Artikel, den ich in Twitter verbreiten werde. Herzlichen Dank dafür! LG
Der bisher wertvollste Artikel, den ich hier gelesen habe - danke für diesen gefühlvollen Weckruf! Hoffentlich werden viele Menschen diesen Artikel lesen und dabei mal ganz tief in ihr Herz horchen!
Ein sehr informativer Einblick in die Organisation. Vielen Dank und Daumen hoch!
LG v Ruth
Ich sage auch: Danke!! Wird sofort gepostet und geliked
Es ist so zum Kotzen, wie manche Menschen mit anderen Lebewesen umgehen. Ich hab darüber schon mal einen Bericht gesehen - wenn ich daran denke, könnte ich heulen. Tiere sind so was Liebevolles und viel aufrichtiger als Menschen. Sie würden nie aus reiner Profitgier und Sadismus andere Quälen.
Danke, Danke, Danke für diesen Artikel!
Ich kenne Animals Asia schon seit vielen Jahren und bewundere Jill Robinson sehr. Fantastisch, was diese Frau geleistet und erreicht hat.
Ich kann nur herzlich jeden dazu ermuntern, dieser Organisation auch einmal eine Spende zukommen zu lassen. Das Leid der sanften Mondbären sollte uns nicht kalt lassen, auch wenn es sich viele tausend Kilometer entfernt abspielt.
LG
KittyFox