Die Mondscheinwanderung
Eine Kindergeschichte über erste Liebe und ein versunkenes Dorf
In Thüringen, der Heimat von Moritz, Anne, Luisa und Jakob, gibt es viele unheimliche Plätze tief im dunklen Wald, zu denen nur ein schmaler, gut versteckter Weg führt. Es ist gruselig und man kann dort noch heute geheimnisvolle Steine mit merkwürdigen Zahlen, Buchstaben und Zeichen finden.
Früher, vor vielen hundert Jahren, lebten dort Menschen in kleinen Walddörfern. Diese Dörfer sind heute verschwunden. Ihre Häuser waren aus Holz und Zweigen gebaut. Nur die Kirche hatte dicke Wände aus Stein - und diese Steine waren so schwer, dass niemand sie wegschaffen konnte. Sie liegen heute immer noch dort als stumme Zeugen dieser verschwundenen Dörfer.
Schon als Moritz noch ganz klein war, hat seine Oma manchmal von einem solchen Dorf ganz in der Nähe erzählt – und sie hat dabei geflüstert, weil ihr die Geschichte unheimlich war.
„Um Mitternacht, bei Vollmond, taucht das versunkene Dorf wieder auf und wer mutig ist, kann von den Dorfbewohnern erfahren, wo sie ihre Schätze vergraben haben!“ hatte Oma berichtet.
Nun, da Moritz, Anne, Luisa und Jakob schon Schulkinder sind, wollen sie endlich herausfinden, warum das geheimnisvolle Dorf verschwunden oder vielleicht sogar in der Erde versunken ist und ob es dort wirklich vergrabene Schätze gibt.
„Huuu! Das ist ja eine gruselige Geschichte!“ antwortet Frau Kluge, als die Kinder im Unterricht von dem verschwundenen Dorf erzählen.
„Ach, das sind doch nur Märchen!“ ruft Florian laut dazwischen.
„Und wenn es doch stimmt?“ erwidert Anne ängstlich.
„Quatsch! Dann müssten dort ja noch die großen Steine der Kirche liegen!“ widerspricht Jakob.
„Genau!“ meint auch Florian.
„Ich weiß, wo ein Stein mit rätselhaften Zeichen liegt, so groß wie der Tisch von Frau Kluge und so schwer, dass niemand in hochheben kann!“ erinnert sich Moritz. Der Junge ist nämlich oft im Wald unterwegs und kennt sich dort gut aus.
„Wo? … Wo? …. Wo denn?“ rufen alle Kinder durcheinander.
Am liebsten würden sie sofort loslaufen, um den geheimnisvollen Stein zu suchen. Doch Moritz weiß nicht, wie er den Weg beschreiben soll – die Waldwege haben ja keine Namen und oftmals gibt es gar keinen Weg, der zu solch einem versunkenen Dorf führt.
Es gibt nur eine Möglichkeit, den geheimnisvollen Ort zu finden: Moritz muss die Kinder zu dem großen Stein führen!
„Wir könnten eine Mondscheinwanderung machen und das versunkene Dorf suchen!“ meint plötzlich Frau Kluge. „Deine Oma hat doch gesagt, dass es bei Mondschein wieder auftaucht!“
In der Klasse wird es mucksmäuschenstill. Während einige Kinder schon jetzt ein bisschen Angst haben, im Dunkeln durch den Wald zu laufen, sind sich einige Jungen ganz sicher, dass es solch ein Dorf gar nicht gibt.
„Wer Angst hat, kann Papa oder Mama mitbringen und natürlich Taschenlampen. Ich bringe Tee und belegte Brötchen mit.“ sagt Frau Kluge.
Einige Tage später treffen sich die Kinder und Frau Kluge bei Anne, weil das Haus ihrer Eltern nah am Waldrand steht. Dann geht es los. Vorsichtshalber kommt auch Annes Papa mit.
Moritz, Anne, Florian, einige andere Jungen und Frau Kluge laufen mutig an der Spitze der Gruppe.
„Lass das!“ schimpft Anne, als Florian dem Mädchen von hinten auf die Schulter klopft.
„Was denn?“ fragt Florian unschuldig. Mit beiden Händen hält er seine Taschenlampe fest und leuchtet zu Anne herüber.
Ärgerlich schiebt Anne die eiskalten Finger von ihrer Schulter - - -
- - - und schreit plötzlich voller Entsetzen auf!
Die Hand auf ihrer Schulter gehört gar nicht Florian! Sie gehört überhaupt niemandem! Es ist eine kalte, blutige, tote Hand, die im gleichen Augenblick zu Boden fällt.
Vor Schreck leuchten alle Kinder nun mit ihren Taschenlampen auf die am Boden liegende Geisterhand. Dann lachen sie los.
Die Hand ist ein ausgestopfter Gummihandschuh und das „Blut“ riecht verdächtig nach Tomatenketchup.
„Alles nur Trick!“ stellt Florian altklug fest und läuft weiter, ohne auf die anderen zu warten.
Immer tiefer führt der Weg in den finsteren Wald. Zum Glück kann im Dunkeln niemand sehen, dass Moritz und Anne sich ganz fest an den Händen halten und auch Jakob und Luisa am Schluss der Gruppe machen sich gegenseitig Mut und gehen ganz nahe beieinander.
***
Kurze Zeit später begegnen die Kinder einer alten Frau. Ganz allein kommt sie ihnen auf dem dunklen Waldweg entgegen. Sie trägt eine uralte Laterne, in der eine Kerze aus Bienenwachs flackert. Solche Kerzen gibt es heute nur noch ganz selten. Die Frau hat ein uraltes Kleid an, das aussieht wie Spinnweben und auf ihrem Rücken trägt die Frau einen großen Korb, aus dem Zweige, Blätter und Kräuter herausragen.
„Ist das eine Hexe?“ möchte Luisa ängstlich wissen und drückt sich noch näher an Jakob.
„Das ist eine Kräuterfrau!“ erklärt Moritz. „Sie sammelt Kräuter und macht daraus Tee oder Medizin.“
„Aber was macht sie mitten in der Nacht im Wald?“ fragt Anne unsicher.
Im Dunkeln sieht die alte Frau tatsächlich aus wie eine Hexe - oder wie ein schwarzer Busch mit Beinen. Ganz nahe tritt sie an Moritz und Anne heran und beginnt geheimnisvoll zu flüstern:
„Donnernessel, Feuerkraut
bei Liebesschmerz und Pickelhaut!
Starken Jungs den Ritterschlag!
Mädchen Nesselhemd und Quark!
Die Kinder verstehen kein Wort von dem, was sie sagt. Blitzschnell streicht die alte Frau Moritz und Anne mit einer Brennnessel über die Hände.
„Aua!“ Moritz zuckt zurück.
Verdutzt schaut Anne den Jungen an. Sie hat gar nichts gespürt. Nur Moritz hat sich an der Brennnessel verbrannt.
„Die alten Leute sagen, dass Mädchen sich nicht an Brennnesseln verbrennen, wenn sie noch nicht verliebt sind. Die Mädchen aus den verschwundenen Walddörfern trugen sogar Hemdchen aus getrockneten Brennnesseln. Für Jungen war es früher eine Mutprobe, im Sommer, wenn sie nur eine kurze Hose trugen, mit Brennnesseln gegeneinander zu kämpfen. Das haben sie natürlich nur aus Spaß getan und nur an den Beinen, am Bauch, am Rücken oder den Füßen.“ erklärt Frau Kluge mit schelmischem Blick.
„Die waren aber mutig!“ meint Jakob.
„Brennnesseln sind sehr gesund für unser Blut.“ erklärt Frau Kluge. „Man kann sogar eine Suppe aus Brennnesseln kochen. Die Brennnessel ist auch eine Liebespflanze! Wenn ein Mädchen heimlich in einen Jungen verliebt ist oder ein Junge in ein Mädchen, dann brennt es ein bisschen im Bauch, als ob man eine Brennnessel verschluckt hätte!“ fügt Frau Kluge lächelnd hinzu.
Ganz still lauscht Luisa den Worten ihrer Lieblingslehrerin. Dann denkt sie an Jakob und plötzlich spürt sie tatsächlich ein Kribbeln in ihrem Bauch, das aber gar nicht weh tut, sondern sich richtig schön anfühlt …
Während nun alle Kinder durcheinander reden, kichert die alte Oma wie eine Hexe, tritt ganz nahe an den vorlauten Florian heran und tippt ihm mit ihrem langen, hässlichen Fingernagel an die Stirn:
„Mugwurz, Besenkraut, Beifuß in den Schuh!
Ein Zaubergürtel um den Bauch!
Schafft vor Krankheit ein Jahr Ruh‘!
Gibt Jungen Kraft –
und gegen Würmer, Hund und Geister hilft es auch!“
Ganz kleinlaut ist jetzt Florian – dabei ist es doch nur eine alte Oma, vor der er Angst hat.
Schüchtern greifen die Kinder nach den merkwürdigen Zweigen, welche die alte Oma nun an alle verteilt.
„Diese Pflanze nennt man Beifuß!“ erklärt Frau Kluge. „Beifuß hilft wirklich gegen Würmer, na ja, und vielleicht auch gegen böse Geister. Hunde mögen den Geruch nicht und machen einen großen Bogen um die Pflanze. Riecht mal dran! Ihr könnt sie kleinen Kügelchen an den Zweigen auch zwischen euren Händen reiben.“ erklärt Frau Kluge.
„Beifuß riecht gut und wenn Eure Mama wieder einmal eine Weihnachtsgans oder eine Ente zubereitet, dann kann sie getrocknete Blütenzweige vom Beifuß dazu geben. Hm, das schmeckt sehr gut und ist außerdem gesund!“ schwärmt die Lehrerin.
Nun wendet sich die alte Frau Jakob und Luisa zu:
„Du und Du – gebt eure Schuh‘!“ zischt sie die beiden Kinder an.
Ängstlich versteckt sich das Mädchen hinter Jakob. Verwundert ziehen die beiden Kinder ihre Schuhe aus. Nachdem die Hexe einige Blätter der Beifuß-Pflanze hinein gelegt hat, dürfen Jakob und Luisa ihre Schuhe wieder anziehen.
„Nun wisst ihr auch, warum die Pflanze Beifuß heißt!“ lacht Frau Kluge. „Die Blätter sind gut für die Füße, wenn man sehr weit gehen muss, so wie wir heute! Man kann auch ein Fußbad damit machen!“ ergänzt die Lehrerin.
„Das ist ja eine Zauberpflanze!“ staunt Anne.
Inzwischen hat die alte Oma ihren Korb abgestellt und begonnen, große grüne Blätter zu verteilen, die ein bisschen aussehen wie Palmblätter.
„Irrwurz, Hexenleiter, Flöhekraut
schenkt Glück und Liebe, immerdar
Bewahrt vor Unwetter und bösem Zauber,
und macht euch sogar unsichtbar …!
„Das ist Farnkraut! Wo es wächst, sollen Schätze vergraben sein!“ erklärt Frau Kluge den Kindern, die inzwischen alle ein großes Blatt bekommen haben und es mit ihren Taschenlampen beleuchten und untersuchen.
„Ja, hm… und außerdem …“ stottert Frau Kluge nun etwas verlegen, „außerdem haben die Menschen früher Farnblätter als Toilettenpapier benutzt.“
Plötzlich wird es hell. Der Vollmond ist hinter den dunklen Wolken hervorgekommen und taucht den Wald in ein gespenstisch fahles Licht.
„Wo ist die Hexe?“ fragt Moritz erschrocken. Die alte Frau ist plötzlich verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt, ohne dass eines der Kinder etwas davon bemerkt hat.
„Sie ist unsichtbar!“ flüstert Luisa staunend.
***
Endlich haben die Kinder den Platz erreicht, wo Moritz den geheimnisvollen Stein gefunden hat.
Da! Zwischen dicken Bäumen, deren Äste sich wie Greifarme über die Kinder herabsenken, liegt ein gewaltiger Quader. Von allen Seiten beleuchten die Kinder den geheimnisvollen Stein mit ihren Taschenlampen. Und wirklich: Sie finden geheimnisvolle Zeichen, Sterne, Kreuze und die Zahl „1606“.
„Der Stein liegt schon seit über 400 Jahren hier!“ erklärt Frau Kluge.
Tiefe Rillen im Stein erwecken den Eindruck, als habe ein gefährliches Tier mit scharfen Krallen den Stein zerkratzt. Vorsichtig legt Luisa ihren Finger in eine der Rillen.
„Das sind Pestrillen!“ flüstert Frau Kluge. „Die Pest war eine schlimme Krankheit, an der früher viel Menschen gestorben sind. Deshalb haben sie Staub aus den Steinen der Kirche gekratzt und ihn geschluckt. Sie dachten, davon werden sie wieder gesund, weil die Kirche ein Haus Gottes ist.“
Jakob und Luisa staunen, was für seltsame Geheimnisse ein einziger alter Stein birgt.
Aufmerksam schauen sich Jakob und Luisa überall um. Auch als Frau Kluge leckere Wurstbrötchen und Tee an die Kinder verteilt, suchen die beiden lieber weiter nach verborgenen Geheimnissen.
Sie finden einen kleinen Waldbach, an dessen Ufer viele Farnpflanzen wachsen, genau solche, die ihnen vorhin die alte Frau geschenkt hat.
„Jakob!“ ruft plötzlich Luisa. „Schau mal, eine Hütte!“
Tatsächlich! Wie ein rabenschwarzer Schatten taucht plötzlich eine Waldhütte im Schein des hellen Mondlichtes und der Taschenlampen auf. Sie ist hinter Bäumen und Büschen versteckt und nur zu entdecken, wenn man ganz genau hin schaut.
„Lass‘ uns rein gehen!“ flüstert Jakob. „Vielleicht sind doch nicht alle Häuser des Dorfes im Boden versunken?“ rätselt der Junge.
Knarrend öffnet sich die Tür. Von den anderen Kindern ist nichts mehr zu sehen und zu hören.
„Moritz? Frau Kluge? Anne?“ ruft Luisa ängstlich, als plötzlich ein lautes Knacken gleich hinter Luisas Rücken zu vernehmen ist. Luisa schreit auf – und flüchtet zu Jakob, der schon in der Hütte ist. Furchtsam schließen die Kinder die Tür.
Draußen raschelt, kratzt und scharrt etwas. Auch Jakob kann es jetzt ganz genau hören.
In der Hütte gibt es eine Holzbank und einen großen Holztisch, einen alten Ofen und Brennholz. Auf dem Tisch steht genau so eine uralte Lampe, wie sie vorhin die alte Frau bei sich hatte. Angstvoll kuschelt sich Luisa in Jakobs Arme. Der Junge hält sie ganz fest und spürt, wie sie zittert. Immer noch scharrt und raschelt es vor der Tür.
„Danke!“ haucht das Mädchen Jakob zu. Luisa ist froh, jetzt nicht allein zu sein.
„Wir haben uns verlaufen.“ sagt Jakob. Die Kinder hüllen sich in eine warme Decke, die sie in der Hütte gefunden haben.
„Hab‘ keine Angst!“ flüstert Jakob. „Die anderen werden uns ganz bestimmt suchen.“
„Hast Du Dich schon mal verlaufen?“ möchte Luisa wissen.
„Nein, aber ich bin oft allein, weil Mama immer arbeiten muss. Aber jetzt habe ich ja Moritz, Anne und Dich als Freunde. Ich mag es nicht, allein zu sein“ erklärt Jakob.
„Ich auch nicht.“ antwortet Luisa. „Danke, dass Du mein Freund bist. Wenn wir zusammen sind, machen sogar die Hausaufgaben Spaß“ lacht Luisa und hat ihre Angst fast schon vergessen.
Plötzlich spürt Luisa wieder dieses Kribbeln im Bauch. Sie mag Jakob sehr und auch der Junge fühlt, dass Luisa mehr ist als nur eine Spielkameradin.
Liebevoll streichelt Jakob über Luisas Wange. Das Mädchen zittert immer noch, nun aber nicht mehr aus Angst, sondern vor Aufregung! Auch Jakob spürt jetzt das seltsam aufregende Kribbeln in seinem Bauch. Tief schaut er Luisa in die Augen, nimmt all seinen Mut zusammen und küsst das schüchterne Mädchen zärtlich auf die Wange.
„Ich hab‘ Dich lieb, schon seit Du in unsere Klasse gekommen bist!“ flüstert Jakob.
„Ich dich auch!“ antwortet Luisa leise. „Ich hab‘ mich nur nicht getraut, es Dir zu sagen.“
Einen Augenblick schauen sich die Kinder überrascht an – und plötzlich ist es, als sei ein großer schwerer Stein von ihren Herzen gefallen.
Ganz eng beieinander kuscheln sich Jakob und Luisa nun in ihre Decke und zum ersten Mal in ihrem Leben küssen sie sich auf den Mund, ganz sanft und ganz lange!
Luisa spürt, wie Jakobs Herz ganz schnell pocht und von einer Minute zur anderen sind die Beiden so glücklich, als hätten sie einen wertvollen Schatz entdeckt.
Und vielleicht haben sie ja wirklich einen Schatz entdeckt?
Lange sitzen sie so, haben nun keine Angst mehr, dafür aber mächtig Hunger. Vor lauter Eifer haben sie sich ja vorhin keine Brötchen von Frau Kluge abgeholt.
Plötzlich erschrickt Jakob:
„Wir müssen hier raus!“ ruft er Luisa zu.
„Aber warum denn? Die anderen suchen uns doch sicher schon und draußen verlaufen wir uns nur noch mehr!“ antwortet Luisa erstaunt.
„Ja, aber wenn die anderen uns hier finden, dann finden sie auch die Hütte! Aber die Hütte ist doch jetzt unser Geheimversteck!“
Jetzt versteht Luisa. Vorsichtig öffnen die Kinder die Tür, schauen hinaus und …
„Oh wie süß!“ ruft Luisa leise. Vor der Tür steht seelenruhig ein kleines Rehkitz und schaut die Kinder verwundert an.
„Hallo Bambi!“ flüstert Jakob. „Du hast also gekratzt und geraschelt!“ Das kleine Reh rührt sich nicht, schaut die beiden noch ein paar Sekunden lang an – und verschwindet dann blitzschnell zwischen den Bäumen.
„Ob es wiederkommt?“ fragt Luisa leise.
Eilig schließen die Kinder die Tür und zerren vorsichtshalber noch einige abgebrochene Äste herbei, um den Eingang zu verstecken. Kaum sind sie damit fertig, hören sie in der Ferne auch schon die anderen rufen:
„Luuuuiiiiisaaaaa! Jaaaaaakob!“
„Schnell! Wir gehen ihnen entgegen. Dann finden sie die Hütte nicht!“ meint Jakob.
„Oh Gott! Wo wart ihr denn?“ fragt Frau Kluge aufgeregt.
„Wir dachten, wir finden vielleicht noch mehr Geheimnisse.“ antwortet Luisa und schaut ganz unschuldig drein.
„Und? Habt ihr welche gefunden?“ möchte Florian wissen.
„Nein, nuuuuur langweilige Bäume.“ antwortet Jakob und zwinkert Luisa heimlich zu.
Auf dem Heimweg lassen sich Jakob und Luisa keine Sekunde aus den Augen. Frau Kluge, die am Schluss der Gruppe geht, lächelt. Ob sie etwas gemerkt hat?
„Es wirkt!“ flüstert Luisa und zeigt der Lehrerin das Farnkraut, das sie vorhin von der alten Hexe bekommen hat …
© Luisa Große & Mario Lichtenheldt
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http://zauber-pflanzen.de/Zauberli.htm
Foto: wave111 www.pixelio.de, Stefanie Hofschlaeger www.pixelio.de














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