Die Typ C Gastritis – ein häufig unerkanntes Leiden

von ultimapalabra

Essstörungen, Diäten, Alkohol und Medikamente führen nicht selten zu einer chronischen Magenschleimhautentzündung.

Die Gastritis wird auch als Magenschleimhautentzündung bezeichnet. Neben der akuten Form ist die chronische Gastritis relativ weit verbreitet. Nach ihrer Ursache wird die Gastritis in drei Typen unterteilt, Typ A, B und C. Bei Typ A liegt eine Autoimmunerkrankung vor, diese Form der Magenschleimhautentzündung ist entsprechend selten. Typ B gilt als die häufigste Form der chronischen Gastritis. Ihre Ursache ist bisher nicht vollständig bekannt. Allerdings kann bei allen Patienten, die unter dieser Form der Gastritis erkrankt sind, das Bakterium Helicobacter pylori gefunden werden. Da es sehr viele Menschen gibt, die dieses Bakterium in sich tragen, ohne an einer Gastritis zu erkranken, ist das Bakterium als alleinige Ursache keine ausreichende Erklärung. Die dritte Form der chronischen Gastritis, die Gastritis Typ C, wird auch als chemische Gastritis bezeichnet.

Symptome der chronischen Gastritis

Anders als bei einer akuten Gastritis sind die Symptome der chronischen Gastritis eher diffus. Patienten klagen über häufiges Sodbrennen, Aufstoßen und leiden oft unter einem aufgeblähtem Bauch. Die Symptome der Gastritis können sogar einem Reizdarmsyndrom ähneln und oft wird die Erkrankung auch als solche falsch diagnostiziert. Üblicherweise „flammt“ die chronische Gastritis immer wider auf, so dass sich Phasen mit heftigeren Beschwerden mit Phasen abwechseln, in denen es dem Magen besser geht. Als weitere Symptome der chronischen Gastritis können Mundgeruch, Übelkeit, ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen und Vitamin B12-Mangel auftreten.

Lesen Sie auch: Symptome einer Magenschleimhautentzündung

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Ursachen der Typ C Gastritis

Während die Typ C Gastritis vor 20 Jahren noch relativ selten festzustellen war, nimmt sie heute stetig zu. Die Ursache ist hier eine dauerhafte Reizung der Magenschleimhaut durch chemische Substanzen. Schmerzmittel und andere Medikamente können ebenso die Magenschleimhaut angreifen wie Nikotin und Alkohol. Bei Suchtkrankheiten wie Alkoholismus und Tablettenabhängigkeit kommt es in den meisten Fällen zu einer chronischen Gastritis. Dies trifft ebenso auf Patienten zu, die dauerhaft Medikamente nehmen müssen wie beispielsweise im Rahmen einer Aids Therapie, Krebs Therapie, Rheuma-Behandlung und weiteren langwierigen oder chronischen Erkrankungen. Eine Typ C Gastritis kann natürlich nur dann ausheilen, wenn die Ursache erkannt und beseitigt wird, sie gehört auf jeden Fall in ärztliche Behandlung. Bei Alkoholikern beispielsweise ist ein Leben ohne Alkohol Grundvoraussetzung für eine Heilung. Aber auch dann dauert es in der Regel sehr lange, bis sich die Magenschleimhaut erholt hat.

 

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Die Magenschleimhautentzündung kann viele Ursachen haben und wird häufig zu spät erkannt. Die Symptome einer Magenschleimhautentzündung sind oft unspezifisch.

Typ C Gastritis durch eine Essstörung

In den letzten Jahren tritt die Typ C Gastritis besonders bei jungen Frauen häufiger auf. Dies ist an sich ungewöhnlich und sollte dem behandelnden Arzt zu denken geben. Der Druck auf junge Frauen, dem geltenden, schlanken Schönheitsideal zu entsprechen, führt schon seit vielen Jahren in den Industrienationen zu einer Zunahme von Essstörungen. Eine Bulimie führt eigentlich immer zu einer Magenschleimhautentzündung und auch bei der Magersucht kann dies der Fall sein. Die Ursache einer chronischen Gastritis kann jedoch auch ein allgemein gestörtes Essverhalten sein. Nicht wenige Frauen sind quasi permanent auf Diät. Mahlzeiten werden unregelmäßig eingenommen und die Essensmengen weitestgehend reduziert. Kommt es dann noch zu einem ständigen Wechsel zwischen Fastenzeiten und extremen „Fressanfällen“, sind Magenerkrankungen wie die Gastritis oft die Folge. Auch extreme Diäten und der völlige Verzicht auf Fett in der Nahrung tun dem Magen nicht gut.

Angela Michel

 

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ultimapalabra, am 11.05.2011
 
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Kommentare


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Stehlampen-Petra am 27.05.2011

Sehr informativer Artikel.
Schlimm, dass schon junge Frauen, auf Grund des Magerwahns, davon betroffen sind.
LG
Petra



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