Unser Körper verliert täglich über den Darm, die Niere und der Haut etwa ein bis zwei Milligramm Eisen. Ein Eisenverlust kann aber unter bestimmten Voraussetzungen sogar auch höher sein. Frauen, die in der Menstruation sehr viel Blut verlieren, geraten schnell in einen Eisenmangel. Auch Vegetarier und Veganer müssen auf ausreichende Zufuhr von eisenhaltigen Nahrungsmitteln achten, damit sie keinen Eisenmangel entwickeln. Der Hauptlieferant von Eisen im Fleisch fällt bei ihnen weg. Leistungssportler, Kinder und Jugendliche im Wachstum sollten ebenfalls vermehrt eisenhaltige Lebensmittel zu sich nehmen, um den Bedarf optimal abzudecken. Es gibt auch einige Krankheiten, die mit einem Eisenmangel einhergehen, aber auf die ich hier im Einzelnen nicht näher eingehen möchte.

Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die tägliche Eisenzufuhr:

Erwachsene Männer und Frauen nach der Menopause 10 mg
Erwachsene Frauen vor der Menopause 15 mg
Schwangere Frauen 30 mg
Frauen nach der Geburt 20 mg

Eisen ist wichtig für die Blutbildung

Eisen kann nicht vom Körper produziert werden, wir sind also auf die Aufnahme durch die Nahrung  angewiesen. Um eine bessere Resorption zu erreichen, sollten Sie eisenhaltige Nahrungsmittel zusammen mit Vitamin-C-haltigen Früchten oder Fruchtsäften zu sich nehmen. Meiden Sie während des Essens Kaffee, Rotwein, Spinat, Rhabarber und schwarzen Tee, da sie die Resorption des Eisens im Darm verhindern. Dieser Mineralstoff ist nämlich für unseren Körper äußerst wichtig, er wird für die Blutbildung, dem Hämoglobin benötigt. Ist dieser Wert herabgesetzt, kommt es zu einer Störung des Sauerstofftransportes im Blut. Wer unter Eisenmangel leidet, fühlt sich Müde und abgeschlagen. Schwindel und Kurzatmigkeit, z. B. bei kleinsten Anstrengungen wie Treppensteigen können auf einen Eisenmangel hindeuten. Meist ist ein Eisenmangel schon am Aussehen erkennbar. Patienten mit niedrigen Hämoglobin-Werten sind sehr blass und leiden unter trockener und rissiger Haut. Dies ist nur ein kleiner Auszug der Symptome, die bei einem Eisenmangel auftreten können.

Auf eine ausgewogene Ernährung ...

Auf eine ausgewogene Ernährung achten, beugt Eisenmangel vor (Bild: pixabay.com)

Täglich ausgewogen eisenhaltige Lebensmittel zu sich nehmen und Eisenmangel vorbeugen

Es ist sicher nicht jedermanns Sache, die nachfolgenden Lebensmittel jeden Tag in seinen Speiseplan einzubauen. Aber sie zeigen Ihnen, wie einfach es ist, seinen täglichen Bedarf mit natürlichen Mitteln zu decken. Es gibt darüber hinaus noch eine ganze Reihe anderer Lebensmitteln, die ebenfalls sehr eisenhaltig sind. Näheres erfahren Sie beispielsweise bei Wikipedia. Nur wenn eine ausreichende Versorgung durch die Nahrung nicht sichergestellt werden kann, wird Ihnen Ihr Arzt vermutlich ein Eisenpräparat verordnen.

 

Nahrungsquelle Eisengehalt (mg/100g)
Schweineleber 22,1
Hühnereigelb 7,2
Rinderleber 7,1
Linsen 6,9
Pfifferlinge 6,5
Blutwurst 6,1
Weiße Bohnen 6,0
Hirse 5,9

 

Da Leber ein Entgiftungsorgan ist, kann sie vor allem von älteren Tieren mit Schadstoffen belastet sein.

Leber sollten Sie allerdings nicht so häufig zu sich nehmen. 100 bis 200 Gramm je nach Sorte können zwar den gesamten Tagesbedarf decken, doch die Leber ist ein Entgiftungsorgan. Daher kann die Leber einiger Tiere schadstoffbelastet sein. In Maßen genoßen stellt Leber kein Problem dar.

 

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keinen fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers ersetzen kann!

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ElgaK, am 03.07.2012

Kommentare


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sissilu am 21.07.2012

Der Arikel war für mich speziell sehr interessant. Da ich immer mal unter Eisenmangel leide, habe ich hier viele Anregungen bekommen. Danke Ihnen! Schönes WE

Federspiel am 13.07.2012

Am besten ist es, wenn man die Kräuter einfach so roh isst. Das ist aber gar nicht so einfach, wie's klingt, weil Wildkräuter zäher sind als Küchensalate und man deshalb ziemlich lange drauf rumkauen muss. :-) Dazu hab ich meistens keine Zeit und Geduld, deshalb packe ich alles mit etwas Wasser in einen Mixer und mache einen Smoothie draus. Das geht schnell und schmeckt sehr gut, wenn man sich mal dran gewöhnt hat. Wenn man noch nicht dran gewöhnt ist, schmeckt es etwas bitter, aber das lässt sich vermeiden, indem man ein paar Stückchen Obst druntermischt.

Einen verwandten Artikel dazu hab ich schon geschrieben: http://pagewizz.com/urkost-eine-radikale-ernaehrungsform/

So radikal betreibe ich die Sache aber nicht. ;-) Ich esse auch noch andere Dinge, leider auch viel Ungesundes. Den Fleischkonsum schränke ich aber schon einigermaßen ein. Es gibt übrigens eine Menge Rezepte, in denen Wildkräuter verwendet werden. Ist zurzeit ein ziemlicher Trend. Ich glaube, ein paar Artikel dazu hab ich auch schon auf Pagewizz gesehen.

ElgaK am 13.07.2012

Das finde ich interessant. Dass man Löwenzahn und Giersch essen kann, wusste ich. Von Spitzwegerich weiß ich nur, dass dieser als Heilkraut Verwendung findet. Als Verwendung in der Küche mhmm...
Wie bereitest Du die Zutaten zu? Wäre das nicht ein Thema für einen Artikel?
Neugierige Grüße
Elga

Federspiel am 13.07.2012

Ich esse tatsächlich jeden Tag Brennnesseln, jedenfalls im Sommer. Natürlich selbst gesammelte. Wie viel Gramm das sind, weiß ich nicht, ich wiege sie nicht. Aber es sind auch noch andere Kräuter dabei: Löwenzahn, Giersch, Taubnessel, Spitzwegerich, was halt gerade so wächst. Insgesamt komm ich da wahrscheinlich schon auf 100 Gramm, vielleicht sogar mehr. Die äußerst positive Wirkung auf die Gesundheit kann ich nur bestätigen.

In meiner Kindheit gab's bei uns auch öfters Schweineleber. Klassisch gibt's dazu gebratene Äpfel oder Zwiebeln oder beides. Vielleicht wussten unsere Großmütter aus Erfahrung, dass das darin enthaltene Vitamin C die Eisenaufnahme verstärkt. Heute würde ich aber keine Schweineleber mehr essen. Viel zu viel Gift und Chemie drin.

ElgaK am 13.07.2012

@noSlave
Du kannst ja gerne täglich 100g Brennnesseln zu Mittag essen, wenn Dir die so munden. Die müsstest Du Dir allerdings selbst sammeln. Oder hat Dein Lebensmittelhändler Brennnesseln im Programm? Auch könnte ich mir vorstellen, dass nicht jeder von Brennnesseln so begeistert ist wie Du.

"Die Schweineleber sollte man aber lieber nicht jeden Tag essen ;-)"
Wenn Du den Absatz unter Tabelle gelesen hättest, wärst Du auf den Hinweis gestoßen, dass die Leber ein Entgiftungsorgan ist und deshalb nur in Maßen gegessen werden sollte. Ich kenne auch ehrlich niemanden, der so gerne Schweineleber isst, dass sie dort täglich auf den Tisch kommen. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden.

Man muss nicht jeden Tag Leber essen, man kann an einem Tag Bohnen mit in den Speiseplan einbringen, an einem anderen Tag Linsen oder Pfifferlinge, oder auch einmal zum Abendessen ein Stück Blutwurst essen. Ich dachte eigentlich, dass dies verständlich wäre.
Eine umfangreichere Liste von eiweißhaltigen Lebensmitteln findet man bei Wikipedia. Den Link findet man im Text.

noSlave am 13.07.2012

@ElgaK: ...hmmm wieso sollten ich Brenneseln schlechter essen als Schweineleber? Die jungen zarten Blätter der Brennesel schmecken ausgezeichnet. "In diesem Artikel wollte ich mich allerdings auf 10 eisenhaltige Lebensmittel konzentrieren, die man täglich verwenden kann". Die Schweineleber sollte man aber lieber nicht jeden Tag essen ;-)

Merlin am 04.07.2012

Eisen wird allgemein unterschätzt. Alle reden von Vitaminen, aber ohne genügend
rote Blutkörperchen ist zu wenig Sauerstoff im Blut.
LG Merlin

ElgaK am 04.07.2012

Vielen Dank für Eure Kommentare. Es freut mich sehr, dass ein Artikel über gesunde Ernährung auf Interesse stößt.
@Jessika F. Das mit den Nägeln in den Äpfeln kenne ich auch noch von meiner Schwiegermutter.
@Janee Danke fürs Verlinken. Mit Schüsseler Salzen habe ich noch keine Erfahrungen gemacht. Sollte mich aber vielleicht einmal damit beschäftigen.
@noSlave Du hast recht, es gibt noch jede Menge anderer Lebensmittel, die ebenfalls sehr eisenhaltig sind. In diesem Artikel wollte ich mich allerdings auf 10 eisenhaltige Lebensmittel konzentrieren, die man täglich verwenden kann. 100 g Schweineleber lassen sich glaube ich zum Mittagessen besser essen, als 100 g Brennnesseln. ;-)




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