Ein schwimmender Gemüsegarten - Ausflugsziel Floating Market

Die schwimmenden Märkte rund um Bangkok sind beliebte Ausflugsziele vieler Thailand-Reisender.

Der bekannteste Floating Market liegt rund 100 Kilometer ausserhalb von Bangkok, in Damnoen Saduak. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden, verkehrsbedingt auch länger.

Ein zeitige Abfahrt am Morgen ist von Vorteil. Ab 9 Uhr vormittags wird es hektisch rund um die Anlegestellen.

Damnoen Saduak Floating Market, Bangkok, Thailand (Bild: Gavin Hellier / AllPosters)

Ein Dorf auf Stelzen

Das Areal des Floating Market, ist ein, auf Stelzen erbautes Dorf: Einfache Holzhütten, dazwischen Kanäle. Dabei dient jeder Quadratzentimeter als Verkaufsfläche. Wer neben seinem Boot, auch eine Hütte sein Eigen nennt, hat es doppelt gut. Er kann seine Waren direkt vor der Haustüre anpreisen.

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Der schwimmende Markt lässt sich zu Fuss auf festem Boden erkunden, oder in einem der Boote. Letzteres bietet eine bessere Perspektive auf das Treiben am Markt. Der verwöhnte Tourist braucht sich nur zurück zu lehnen, und dann geht´s ans Atmen von Farben, Formen und Gerüchen, während der "Kapitän" durch die engen Kanäle navigiert. Der "Gegenverkehr" ist enorm, aber es geht sich immer alles aus.

Unterwegs im Boot

Touristenboote

Hut gefällig?

Wer zu lange in eine Richtung blickt, wird flugs von einer der Bootsfrauen mit langen Bambusstangen herbeigezogen, damit er die Ware aus nächster Nähe bestaunen kann. Auch die traditionellen Boote werden mit solchen Bambusstangen bewegt. Die Touristen-Boote sind mit Handmotoren nachgerüstet, und können bei Bedarf "flüchten".

Angeboten wird alles: Von exotischen Früchten und Gemüse über Kräuter und Gewürzen, bis zum Kunsthandwerk. Auch Souvenirs, Hüte und frisch gepresste Fruchtsäfte, Milchshakes und Desserts.

Die Händler sind freundlich und wenig aufdringlich. Ein "Nein, danke" wird akzeptiert.

Man weiss um die Konkurrenz durch andere schwimmende Märkte und möchte sich den Status des "beliebtesten Floating Markets" in Reiseführern erhalten.

Aus gutem Grund: Bis zu 5000 Touristen besuchen den schwimmenden Markt täglich. Auch das ist ein Grund, zeitig vor Ort zu sein.

Wer sich ein Boot samt Fahrer mietet, wird ein Stück weit raus gefahren aus dem eigentlichen Marktzentrum, wo man zu Fuss nicht hinkommt. Dort wird die ursprüngliche Idee dieses Stelzendorfs lebendig. Aber auch das wuselige Zentrum hat seinen Reiz.

Schwimmende Garküchen

Die eigentliche Attraktion des Floating Market, sind die schwimmenden Garküchen. Die freundlichen Händler zeigen gerne ihre Waren, und bereiten direkt auf den Booten, ihre Köstlichkeiten zu. Wer´s bequemer will, geht an Land, zu einer der einfachen Restaurants, die sich links und rechts der Kanäle befinden. Aber natürlich sind es vorwiegend die mobilen Garküchen, weswegen die Touristen kommen.

Über Sicherheit sollte man sich nicht all zu viele Gedanken machen. Schaukelnde Boote, beladen mit dem Hausrat einer Kleinstadt, darüber Gasflaschen, und Woks mit gefährlich hin und her schwappendem Öl, nährt die Vorstellung einer drohenden Katastrophe. Das TÜV würde den Staatsanwalt holen. Aber so eng sieht man das hier nicht.

Auf festem Boden

Schulklasse

Handeln ist angesagt!

Wie in Asien üblich, sollten Sie den Preis verhandeln; Egal, was Sie kaufen: Zahlen sie höchstens ein Drittel des erstgenannten Preises. Wer zu viel bezahlt, wird belächelt. Ein gutes Verhandlungsgeschick verschafft Respekt. Denn wer die Preise kennt, kennt das Leben. 

Der Floating Market von Damnoen Saduak ist längst kein Geheimtipp mehr. Und vielleicht gäbe es ihn gar nicht mehr, wäre er nicht rechtzeitig zur Touristenattraktion geworden. Doch wo Touristen sind, da ziehen die Preise an. Als Ziel eines Tagesausfluges, oder um der Hitze des dampfenden, nimmersatten Bangkoks zu entfliehen, eignet sich der schwimmende Markt aber in jedem Fall.

Am Rückweg nach Bangkok legen viele Touristen einen Stopp beim Rosengarten (Suan Sam Phran) ein. Dort gibt es viel Schatten, und ein kühles Singha-Bier.

Anreise: Flaothing Market Damnoen Sadhuk

Fast alle Hotels und Jugendherbergen bieten Bus-Touren an. Der Preisvergleich lohnt! Mehr als 500 Baht pro Person (ca. 10 Euro) sollten sie nicht bezahlen. Die Shuttle-Busse der Hotels verlassen Bangkok meist gegen 6:30 Uhr.

Billiger geht´s mit dem öffentlichen Bus. Der erste fährt ab Southern Bus Terminal in Bangkok um 6:00 Uhr früh, und danach alle 40 Minuten. Die einfache Fahrt kostet rund einen Euro. Für die kurze Bootsfahrt vom Steg zum schwimmenden Markt sind ein paar Cent zu berappen.

Floating Market, Near Bangkok, Thailand, Southeast Asia (Bild: Liba Taylor / AllPosters)

Würden sie den schwimmenden Markt von Bangkok gerne selber besuchen?
stranden, am 24.03.2011

Kommentare


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ultimapalabra am 05.04.2011

Schöner Artikel! Daumen hoch dafür!

JeannetteRiner am 27.03.2011

Super Artikel - auf diesem schwimmenden Markt ist ja einiges los :-)

pesito am 24.03.2011

Cool, da muss ich nächstes mal unbedingt hin!

stranden am 24.03.2011

Ja, leider. So ist es mir bei Ihren Artikeln über Kambodscha auch ergangen. Eigentlich wäre mein nächstes Ziel Vietnam gewesen, aber bei den Bildern, ... *schwärm*
Vielleicht lässt sich beides verbinden.

Reisende am 24.03.2011

Danke für den tollen Artikel, allerdings hat er "Nebenwirkungen"...man bekommt schrecklich Fernweh ;-))



Autor seit 3 Jahren
33 Seiten
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