Fragen zur Religion, die immer wieder gestellt werdenGestern (Di., 2.2.2010, 22:00 Uhr, 30 Min.) kam im WDR wieder einmal eine interessante Doku:

"Eine Reise in ein unbekanntes Israel - Eine WELTWEIT-Reportage von Richard C. Schneider"

Hier der Beschreibungstext:

"Selten hat es in einer israelischen Regierung so viele Hardliner, Fromme und Extremisten gegeben wie in der neuen Regierung Netanjahu. Wie konnte das kommen? Was ist in Israel geschehen? Wieso entwickelt sich eine westlich orientierte Demokratie allmählich zu einem orientalisch geprägten Land, das sich zunehmend verschanzt? Ein starker Glaube und eine starke Armee scheinen das einzige zu sein, auf das die meisten Israelis noch vertrauen. Wagenburg-Mentalität macht sich breit. Die modernen, weltoffenen Israelis verzweifeln, haben in der Knesset, dem israelischen Parlament, kaum noch eine Stimme. Dem Korrespondent Richard C. Schneider ist es gelungen, radikale Siedler bei ihrem Katz- und Maus-Spiel mit der israelischen Armee zu begleiten. Menschen, wie Daniela Weiss, eine Siedlerin der ersten Stunde und noch heute eine Ikone der radikalen Siedlerbewegung, hilft jungen Israelis beim Aufbau ihrer illegalen Außenposten. Der Vormarsch der Gottesfürchtigen hat dramatische Konsequenzen für die israelische Gesellschaft."

Auch diese Doku regte mich wieder einmal - wie viele andere - zum Nachdenken an. Der folgende Text stellt einige Fragen zum Thema Religion zusammen, beleuchtet diese und liefert einfache Antworten und Erklärungen auf scheinbar "Unglaubliches" und hilft damit die mysteriöse Welt des Glaubens zu entmystifizieren.

"Viele gläubige Menschen beten doch regelmäßig und dann passiert genau das, worum sie Gott gebeten haben: Die gute Note in Mathe, die Nachricht auf Besserung vom Arzt, die Beförderung in der Firma. Kann man denn bei all diesen Fällen ernsthaft behaupten, dass das alles Zufall wäre?"

Kann man. Denn jeder Gläubige hatte sicher schon einmal das Erlebnis, dass der Schüler trotz Gebet nicht die zwei, sondern eine fünf geschrieben hat, die Krankheit nicht ausgeblieben ist oder der Angestellte nicht befördert wurde. Wirklich Gläubige sagen sich dann, sie hätten nicht von Herzen gebetet. Klar, es gibt für alles eine Begründung... Auf jeden Fall weisen uns Psychologen darauf hin, dass wir Menschen liebend gerne dazu neigen, uns die Dinge herauszusuchen, die uns passen. Und dann erinnern wir uns im Zweifelsfalle eben nur an das eine "erhörte" Gebet und vergessen einfach die vielen anderen, die daneben gegangenen sind.

"Viele Menschen, denen ich vertraue und vollkommen glaubhaft sind, haben eine Begegnung mit Gott gehabt und erzählen davon! Sind dies nun alle Lügner, denen man nicht glauben kann?"

Selbstverständlich gibt es Menschen mit hoher Glaubwürdigkeit. Aber auch diese sind nicht vor der Gefahr geschützt, sich selber zu täuschen - von betrügerischen Gurus, falschen Wahrsagern und unglaubwürdigen Fernsehpredigern wollen wir hier gar nicht erst reden. Außerdem kann man nie wissen, ob diese Menschen immer wirklich die Wahrheit sagen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Papst Karol Wojtyla, der zu seiner Zeit sicher einer der gebildetsten und intelligentesten Menschen des Planeten war. Aber nur wenige Christen werden glauben können, dass er mit seiner ziemlich frauenfeindlichen und verklemmten Moral Gottes Willen ausdrückte.

"Wenn man so etwas kompliziertes wie einen Menschen oder ein Auge betrachtet, dann ist es doch ausgeschlossen, dass hinter diesen wundervollen Dingen kein planvoller Schöpfer steckt!"

Nur weil wir nicht wissen, wie im Verlauf der Evolution etwas entstanden ist, ist es Unsinn, sofort auf ein höheres oder übernatürliches Wesen zu schließen. Seit der Entdeckung von Wissenschaft und Forschung wurden enorme Fortschritte gemacht. Dazu gehört auch die wichtige Erkenntnis, dass alle Lebewesen aus primitiveren Lebensformen hervorgegangen sind und länger gedauert hat, als wir uns das jemals werden vorstellen können. Auch wie das Auge entstanden ist, erfährt jeder Schüler im Biologieunterricht. So war das Auga ja nicht gleich von Beginn an fertig, sondern ist Schritt für Schritt entstanden. Engstirnige Gläubige, die die Bibel wörtlich nehmen - wie zum Beispiel die Zeugen Jehovas oder auch die Kreationisten - ignorieren diese Tatsachen völlig und lehnen die Evolution nur deshalb ab, weil sie nicht in das Weltbild der Bibel passen.

Aber schauen wir uns den Zustand vor 500 Jahren an: Damals wehrten sich die Gläubigen gegen die Vorstellung, dass die Erde eine Kugelgestalt besitzt. Auch diese Tatsache passt(e) nicht in das Weltbild der Bibel und wurde nur zähneknirschend übernommen. Heutzutage hingegen schlägt jeder bei diesem Unsinn die Arme über dem Kopf zusammen.

Wer Schwierigkeiten hat, sich evolutionäre Vorgänge vorzustellen und die Entstehung der Arten immer noch für ein Wunder hält, sollte sich einfach mal ein paar gute Bücher zu Herzen nehmen - dann aber bitte gleich von renommierten Wissenschaftlern und nicht von den Zeugen Jehovas oder gar den Kreationisten. Empfehlenswerte Autoren sind z.B. Hoimar von Dithfurt, Richard Dawkins oder auch Charles Darwin selbst. Die Kirche hat übrigens in der Regel keine Probleme mit der Evolution.

"Das Leben macht doch ohne Gott und den Glauben an ein Leben nach dem gar keinen Sinn!"

Warum denn nicht? Unser Leben macht auf jeden Fall einen Sinn. Jeder Tag ist lebenswert und jede Generation trägt über ihre Kinder und über Freunde und Bekannte das Leben an die nächste Generation weiter. Damit tragen alle dazu bei, dass das Universum nicht nur von toter Materie erfüllt ist und das Leben auf der Erde blüht!

Aus meiner Sicht ist es viel sinnvoller, sich den Sinn des Lebens selber zu erschaffen und ihn nicht einfach irgendwo vorgefertigt abholen. Und wer sagt denn, dass das Leben für jeden einen Sinn haben muss - ich selber kann ganz gut ohne einen leben.

"Diese ganzen Argumente sind nur Menschenwerk. Gott steht sowieso über Wissenschaft und Logik. Für ihn gelten die Naturgesetze nicht, denn er hat sie ja gemacht."

Hoffentlich ist der Besitzer dieses Glaubens aber kein Chirurg oder Pilot. Auch als Lehrer sollte er lieber Sprachen und Bildende Kunst unterrichten als Biologie und Mathematik, sonst wüsste man nie richtig, ob er auch meint, was er den Schülern beibringt. Diskutieren muss man mit ihm nicht, weil er ja alles schon weiss.

"Aber ich weiss einfach, dass Gott existiert und mich liebt. Meine persönlichen Erfahrungen kann nichts wegdiskutieren."

Na dann Gratulation zu dem festen Glauben. Wenn er so fest ist, kann es keineswegs schaden, einmal ernsthaft im Lichte der hier gestellten Fragen über ihn nachzudenken - wenn nicht, sollte man es erst recht tun.

"Stimmt es, dass ein Mensch nur gut sein kann, wenn er an Gott glaubt?

In diesem Fall würde ich mir mal die Geschichte des Christentums anschauen: Hier findet man unzählige Menschen, die im Namen Gottes sterben mussten, bei Religionskriegen, Kreuzzügen, Judenverfolgungen, Hexenverfolgungen oder als Opfer der heiligen Inquisition. Allein diese Bilanz ist deprimierend.

"Aber dafür war ja nicht das richtige Christentum verantwortlich. Heute ist alles viel besser!"

Das ist aber kein besonders gutes Argument. Es will uns weismachen, dass all die "allerchristlichsten" Fürsten, Kaiser und Könige, all die Päpste und Bischöfe, all die Mönche, Nonnen und Kreuzritter nur Heuchler waren. Die Geschichte lehrt uns etwas anderes. In Wirklichkeit waren die Täter überzeugt, "das Gute" zu tun und nach dem Willen Gottes zu handeln. Das gilt heute noch genauso und wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Die Kirche hat auch bis ins zwanzigste Jahrhundert Kriege und Waffen gesegnet!

"Aber dann ist es halt nicht der richtige Glaube."

So, und was ist dann der richtige Glaube? Zweitausend Jahre lang war er falsch und heute ist er richtig? Das hörst sich doch sehr seltsam an; außerdem gelten weitgehend noch die gleichen Regeln wie damals - nur hält sich in der Öffentlichkeit kaum einer mehr dran.

"Wenn wir wissen wollen, was der richtige Glaube ist, müssen wir als Christen natürlich auch die Bibel lesen."

Wenn man das unvoreingenommen macht und alles vergisst, was einem beigebracht worden ist, stellt man leicht fest, dass die "Frohe Botschaft" (das Evangelium) in Wirklichkeit sehr traurig ist. Die Bibel lehrt uns nämlich, dass wir "alle Sünder sind" (z.B. Römer 3, 23) und dass wir vor Gott nur bestehen können, weil er uns unsere Sünde nicht anrechnet. Wohlgemerkt: Vergebung im Sinne des Christentums bedeutet nicht etwa, dass Gott dann sagt "Du bist in Ordnung", sondern dass er lediglich diejenigen begnadigt, die vor ihm zu Kreuze kriechen. Wir müssen uns also nach christlichem Verständnis grundsätzlich und immer schuldig fühlen, selbst wenn wir die Sündenvergebung annehmen dürfen. Es ist nicht gerade ermutigend für einen gläubigen Menschen, wenn er weiß, dass er lediglich geduldet ist.

"Nach dem Tod erwartet mich dann aber doch das Paradies."

Die christliche frohe Botschaft lehrt uns, dass das Leben Mühsal und Plage ist. Es gibt kein Recht, das Leben zu genießen (das Wort "Glück" kommt in den Evangelien, der "Frohen Botschaft", kein einziges Mal vor). All unser Handeln und Denken soll sich auf das Jenseits richten, wo dann die endlose Seligkeit herrscht für die wenigen, die genügend geglaubt haben. Die anderen (die große Mehrheit) haben dann ewiges Höllenfeuer, Heulen und Zähneklappern zu erwarten (Lukas 16, 19-31 oder Matthäus 13, 50). Man stelle sich das einmal vor: Der allmächtige, liebende Gott verurteilt die Wesen, die er willentlich geschaffen hat, zu ewiger Qual und zwar endgültig. In früheren Zeiten waren große Teile der Bevölkerung zeitlebens voller Angst vor diesem Schicksal; viele gaben ihre Existenz auf und lebten als Mönche oder Einsiedler, viele schlossen sich Bewegungen an, wo sie sich laufend selber quälten. So fröhlich ist also die "Frohe Botschaft"! Na das kann ja heiter werden...

"Und außerdem ist Gott ein gerechter Gott. Das steht so in der Bibel!"

Wenn Gott wirklich so gerecht ist, wie in der Bibel behauptet wird, warum gibt es dann so viel Leid und Ungerechtigkeit auf der Erde? Warum müssen Menschen an Hunger oder durch Umweltkatastrophen sterben? Was hilft uns das Paradis, wenn Gott erst erst nach dem Tod Gerechtigkeit walten lässt? Warum gibt es Gerechtigkeit nicht schon zu Lebzeiten? Da Gott allmächtig ist, sollte dies für ihn ja leicht zu bewerstelligen sein. Hat Gott also gar kein Interesse daran, die Lebenden gerecht zu behandeln? Fragen über Fragen, die auch den gläubigsten Gläubigen ins Grübeln kommen lassen sollten...

"Nun ist es aber immer noch nicht klar, ob durch die beschriebenen Dinge die Menschen selbst besser oder schlechter werden. Sind also gläubige Menschen wirklich besser?"

Untersuchungen zeigen, dass die Zugehörigkeit zu einer Religion in keinem Zusammenhang zu positivem Verhalten steht. Dabei müsste eigentlich klar erkennbar sein, dass die Christen die sozialeren Menschen sind und mehr Nächstenliebe vermitteln als Ungläubige. Die Erfahrung zeigt uns aber leider oft, dass es gerade anders herum ist.

Wie kann das erklärt werden? Normalerweise müssten die Gläubigen doch erkennbar besser sein, selbst wenn sich nur ein Teil von ihnen an die Lehre hält! Das ist nur dann zu verstehen, wenn man berücksichtigt, dass es nicht das gleiche ist, wenn ein gläubiger Mensch und ein Nichtgläubiger versuchen "gut zu sein".

Wie kann denn der gläubige Mensch sicher sein, wirklich aus Überzeugung Gutes zu tun und nicht etwa aus Furcht vor Strafe? Wer nicht an einen Gott glaubt, der ihm nachdrücklich befiehlt, gut zu sein, ist "nur" aus Überzeugung gut. Weiter hat er auch keinen Grund.

Ein Christ dagegen hat keine Wahl. Nicht gut zu sein steht unter Strafe. So kann er sich selber nie sicher sein, was seine wirkliche Motivation ist. Außerdem sollten ja alle Menschen an den einen Gott glauben und natürlich nach seinen Regeln leben. Dem Gläubigen kann es also keinesfalls egal sein, was andere Menschen glauben oder tun.

Das ist der Grund, wieso gläubige Menschen oft um so intoleranter sind, je wichtiger ihnen der Glaube ist. Denn eigentlich müssen sie intolerant sein. Ihre Lehre und ihre Überzeugung befehlen ihnen, andere Lebensweisen abzulehnen. Ohne den Glauben an ein übernatürliches Wesen, das dieses und jenes von uns will, wären wir Menschen besser dran!

Mehr zum Thema erfahrt Ihr in den folgenden Artikeln:

Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren.

"Was ist mit den vielen anderen guten Christen, die ich kenne? Das sind doch eindeutig keine schlechten Menschen!"

Das hat auch niemand behauptet. Viele Menschen leben ihren Glauben für sich und behandeln ihre Mitmenschen mit der ihnen eigenen Menschlichkeit und Güte. Sie sehen ihren Glauben als Grund, gut zu ihren Mitmenschen zu sein, machen sich aber über die Hintergründe oft keine Gedanken.

Und was lernen wir daraus?

Wir lernen daraus, dass "gute" Menschen, das "Gute" offensichtlich aus eigenem Antrieb heraus vollbringen und zwar ganz und gar unabhängig davon, ob sie nun an etwas glauben oder nicht. Und dies spricht doch eindeutig für uns Menschen!

Hans, am 03.02.2010

Kommentare


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Scully_van_Funkel am 25.11.2010
Ich denke auch, dass jeder Mensch eine große Verantwortung trägt und diese an nichts und niemand abschieben kann. Die Doppelmoral von Priestern, die "Waffen weihen" bevor die Soldaten in einen Krieg ziehen, um mit denselbsen Waffen andere Lebewesen zu töten, erstaunt mich immer wieder. Einerseits berufen sich die Kirchenoberhäupter auf die christlichen Gebote, andererseits werden die jedoch nach Gutdünken umgangen. SL Scully
Hans am 26.08.2010
Hallo Elke, Danke für Deinen Kommentar. Ich denke in Extremsituationen reagieren viele Menschen so, wie Du es beschreibst. In dem Artikel geht es aber vielmehr darum, die Argumente zu beleuchten, mit denen versucht wird, für einen Gott zu "sein". Bei Deinem Kommentar stolpere ich z.B. über den Satz "Keine Wissenschaft kann so viel Kraft geben, wie die Worte der Bibel". Das halte ich für falsch, denn es setzt die Worte der Bibel über alles. Viele Grüße, Hans
Elke am 25.08.2010
ich habe die Kommentare gelesen. Alles gut und schön.... jetzt kommt aber mal eine wirklich schlimme Situation... was machen die Leute, selbst "Ungläubige"? Sie fangen an zu beten und am Ende ihres Lebens fragen sie dann doch nach Gott - das habe ich gerade erlebt, als mein Vater im Sterben lag. Selbst große Wissenschaftler mussten am Ende ihres Lebens zugeben, dass "nicht alles Zufall sein kann". Warum diskutiert ihr über ein Ja oder ein Nein zu Gott..... seid doch froh, dass ihr euch irgendwo anlehnen könnt, wenn euch das Leben zu schwer wird. Erzähle mir niemand, dass er noch nicht am Rande seiner Kraft war.... Keine Wissenschaft kann so viel Kraft geben, wie die Worte der Bibel. Warum verweigert ihr dieses Angebot, bedingungslos geliebt zu werden?!? Ich verstehe das nicht.... heute ist alles so schwarz gemalt, was in unserer schönen Welt passiert, ich jedenfalls bin froh, etwas Positives zu haben.
Gast am 03.02.2010
Hallo Hans! Was in deinem Beitrag immer wieder durchschimmert, ist die Vorstellung, dass wir Menschen charakterlich wachsen, wenn wir selbst darüber entscheiden, wofür wir ohnehin verantwortlich sind. Befolgen wir dagegen nur Gottes Gebote, können wir uns über unsere Motivation nicht sicher sein - und das bedeutet leider, dass wir möglicherweise nur wegen einer in Aussicht gestellten Belohnung gut handeln. Auf der einen Seite haben wir gutes Handeln wegen einer Belohnung, auf der anderen Seite gutes Handeln, weil es die eigene Überzeugung will. Welche Motivation ist höher einzuschätzen? Was ich selbst höher einschätze, das zeigt der folgende kleine Ausschnitt aus dem Beitrag zu dem Thema „Verantwortlichkeit“. ≫ Aus eigenem Antrieb verantwortlich handeln Der verantwortungsbewusste Mensch lässt sich nicht allein von Geboten und Verboten leiten, er handelt vielmehr aus eigenem Antrieb verantwortlich. Deshalb nutzt er von sich aus jede Gelegenheit, das Geschehen um sich herum so zu beeinflussen, dass das zu erwartende Ergebnis von seinem intakten Gewissen als gerecht und richtig akzeptiert wird. ≪ Ob es Gott gibt, wissen wir nicht. Die Angehörigen einer Religionsgemeinschaft glauben zwar an ihn, aber wissen können auch sie es nicht. Daraus ziehe ich den Schluss, dass niemand zu einem bestimmten Glauben gezwungen werden darf. Ebenso wenig darf natürlich jemand gezwungen werden, seinem Glauben abzuschwören. Viele Grüße Wolf-Gero
UrsulaOrtmann am 03.02.2010
Hallo Hans, obwohl Du ja meinen Aussagen auch immer wieder sehr kritisch gegenüberstehst und diese nicht nachvollziehen kannst, muß ich hier doch bestätigen, das es ein übergeordnetes Wesen sehr wahrscheinlich nicht gibt, sondern alles einer durch die Evolution vorgegebenen Richtung folgt. Doch stellt sich hier die Frage, weshalb es eine solche Evolution gibt, weil sie zufällig entstanden ist und keine Erklärung braucht, oder weil vor dem Universum und der Evorlution ein intelligenter Wille steht und dieser muß nicht in einem Gott zu suchen sein, sondern in der Intelligenz des Lebens selbst ? Ich glaube an das Leben und die in ihm verborgenen Symbole und kryptischen Zeichen, welche Wegweiser für den inneren Menschen sein können, um sich im Außen besser zurecht zufinden, ohne aber dabei den realistischen Blick auf die Wirklichkeit zwangsläufig verlieren zu müssen. Glauben ist nur ein Weg, Fundamentalismus ist barbarisch und unmenschlich. Viele Grüße Ursula


Autor seit 5 Jahren
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