Matten, Luftpolsterfolie oder viktorianische Pflanzenglocken zum Isolieren

Pflanzenschutz für frühe Ernte


Für das Frühbeet eignen sich einfache Matten aus Schilfrohr, die zum Abdecken der Scheiben und zur Isolation der Pflanzen vor den ersten kalten Nachtfrösten dienen. Auch im Frühling kann eine solche Abdeckung des Frühbeetes vor Spätfrösten schützen und die Jungpflanzenanzucht erleichtern.
Luftpolsterfolie kann man auch im Gewächshaus auf die Scheiben aufbringen. Für nur kurze Einsätze der Isolierschicht genügt es, die Scheiben mit einem Wassersprüher anzufeuchten und die Luftpolsterfolie anzudrücken. Für längere Haltbarkeit sollten die Ränder der Folie mit einem Klebeband versehen werden. Einzelne Pflanzen können im Gewächshaus oder Frühbeet zusätzlich mit Pflanzenschutzhauben abgedeckt werden. Ein Vlies schützt bodennah wachsende Gemüse, die man nicht einzeln mit Hauben versehen möchte.

Gewächshauserde mit Mist verbessern und Verrottungswärme nutzen

Mist von Kaninchen nutzen

Schon im Herbst bereitet man die zusätzliche Erwärmung des Gewächshausbodens für den Winter vor. Wer im Frühling ein warmes Beet benötigt, kann auch noch bis Anfang März diese Vorarbeit erledigen. Die Erde im Gewächshaus und Frühbeet sollte ohnehin einen guten organischen Dünger bekommen. Wer an die Wärmewirkung denkt, wird sich mit Pferdemist den besten Mist für ein mit Verrottungswärme beheiztes Beet gönnen. Natürlich kommen auch andere Mistsorten zu einem guten Ergebnis, Kuhdung oder Kaninchenmist verwendet man für diese traditionelle Form der Steigerung der Bodenfruchtbarkeit ebenso. Es unterscheidet sich lediglich die Wärmebildung in der Intensität. Man hebt in den Beeten die obere Erdschicht ab, füllt Pferdemist in einer mindestens 30 cm dicken Schicht ein, die ordentlich verdichtet wird. Dann füllt man die Erdschicht wieder auf und feuchtet den Gewächshausboden gut an. Ein solches Mistbeet sorgt einige Wochen für eine erhöhte Bodentemperatur und außerdem für beste Ernteergebnisse bei Gurken, Brokkoli und Tomaten. Die eingesetzten Pflanzen profitieren von einer Bodenverbesserung mit Mist über viele Monate, die Maßnahme erübrigt jede weitere Düngung für ein Jahr und eignet sich besonders für Starkzehrer.
Da Verrottungswärme auch von Zweigen und grob gehäckselten Gartenabfällen erzeugt wird, ist bei einer Neuanlage eines Frühbeetes oder Gewächshauses beim Aufschichten des Bodens ein ähnliches Vorgehen wie bei einem Hochbeet möglich. Wer sich die Mühe macht und die Erde tief abschachtet, kann mit einer Grundlage aus Zweigen, Häcksel und Mist für eine lange Produktion von Verrottungswärme sorgen. Über dieses Material füllt man die Erdschicht zum Pflanzen wieder auf und gießt gründlich.


Selbstgefertigter Frostschutz aus Wachsresten für das Gewächshaus

Sehr einfach nachzubauen sind Frostschutzkerzen für die ersten kalten Nächte. Man kann im Notfall einige Windlichter im Gewächshaus aufstellen, die mit dicken Kerzen bestückt sind und lange genug brennen um eine frostige Nacht lang zu heizen. Besser ist die Verwendung von Wachsresten, die als Abfall nichts kosten und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Kinder mögen Kerzengießen und helfen dabei gerne mit. In Teelichten und beim Abbrennen von Stumpenkerzen bleiben häufig Reste von Wachs übrig, die für diesen Zweck gesammelt werden und in einem kleinen Topf auf einem einfachen Stövchen, wie es auch für das Warmhalten von Getränken genutzt wird, eingeschmolzen werden. In ein sauber ausgespültes großes Nutella-Glas hängt man einen Docht in die Mitte oder man stellt eine Haushaltskerze hinein. Beim Positionieren hilft ein Schaschlickstäbchen, an dem der Docht befestigt wird. Dann gießt man schichtweise das heiße Wachs in das Glas. Einige solche Gläser stellt man verteilt im Gewächshaus auf dem Boden auf und lässt die Kerzen über Nacht brennen. Sie sind für mehrere Nächte im Gebrauch und werden dann durch neue Kerzen im Glas ersetzt. Das Glas schützt vor Zugluft und verhindert ein Flackern der Kerzen, sie brennen ruhig und gleichmäßig ab. Neben dem Wärmeeffekt ist auch das romantische Bild eines solchen beleuchteten Gebäudes ein Blickfang. Diese Maßnahmen haben natürlich nur bei geringen Kältegraden eine sichere Wirkung, für stärkeren Frost bleibt nur die Heizung mit einer professionellen Gewächshausheizung oder mit einem Frostwächter für Frühbeete.


Immortelle, am 20.01.2014

Kommentare


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Immortelle am 21.01.2014

Ja, die scharren ziemlich tief. Bei uns werden sie aber in einer Voliere laufen müssen. Sonst finden wir sie bei den Nachbarn. Es reicht schon, dass die jungen Enten den Zaun prüfen und ausbüchsen weil das Gras drüben grüner ist.

Merlin am 21.01.2014

Und die lockern den Boden auf.
@Adele, dafür dürfen die dann im Herbst nachernten.

Immortelle am 21.01.2014

Hühner haben wir noch nicht, aber die Idee ist gut, die räumen auch mit Schädlingen auf und düngen schon mal vor :)

Adele_Sansone am 21.01.2014

Ach Merlin, du gönnst ihnen aber auch gar nichts. Gerade wenn es für sie lustig wird. tsts.

Merlin am 21.01.2014

Gute Tipps. Jetzt kommen bei mir bald die Hühner ins Gewächshaus. Hühner sind die besten Gärtner. Bis zur Aussaat bleiben die dann nachts da drinnen.




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