Friedhof

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Wer ist für die Grabgestaltung an Allerheiligen zuständig?

Ein Verstorbener hat in den meisten Fällen mehrere Menschen, die ihm nahe standen und die um ihn trauern. Wer sich aber um die Grabgestaltung kümmert, kann mit anderen Verwandten diskutiert werden, da sich bestimmt eine Lösung findet. Gibt es mehrere, die diese Aufgabe übernehmen wollen, kann man sich ja auch zusammentun und gemeinsam das Grab gestalten.

Oft ist es aber so, dass derjenige, der das Grab finanziell erhält, also die Gebühr des Friedhofs dafür bezahlt, sich auch um die Grabgestaltung an Allerheiligen kümmert. Ist diese Person nicht dazu in der Lage, muss sie sich jemanden suchen, der ihr oder ihm die Aufgabe abnimmt.

Das Grab an Allerheiligen mit Pflanzen gestalten

Wie oben erwähnt, hat das Gestalten des Grabes an Allerheiligen mit Pflanzen eine symbolische Bedeutung. Der Pfanzensamen stirbt ja in der Erde und wächst zu neuem Leben heran. Würde der Samen nicht sterben, wäre kein neues Leben möglich.

Grabgestaltung an Allerheiligen

Doch nicht nur diese Symbolik wird von der Grabbepflanzung übermittelt. Das Grün der Pflanzen steht für die Hoffnung und das Leben. Denn schließlich sind Pflanzen auch Lebewesen, und wenn man sie auf das Grab pflanzt, zeigt man damit, dass das Leben nach dem Tod noch nicht vorbei ist.

Zudem deutet die Verwurzelung der Pflanzen auf die tiefe Verwurzelung des Glaubens an das ewige Leben und das Leben nach dem Tod hin. Blühende Pflanzen sind letztendlich noch ein Geschenk für den Verstorbenen mit denen man der Freude gedenkt, die dieser Mensch in das eigene Leben gebracht hat.

Welche Pflanzen eigenen sich zur Grabgestaltung an Allerheiligen?

Da es im November doch schon sehr kalt ist und nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen können, sollten die Pflanzen für die Grabgestaltung an Allerheiligen winterhart und widerstandsfähig sein. Sehr widerstandsfähig, und deshalb auf Gräbern an Allerheiligen sehr häufig anzutreffen, ist das Heidekraut oder auch Erica genannt.

Mit ihrem sanften Rosa bringen sie Farbe in das graue Novemberwetter.

Stiefmütterchen oder Schlüsselblumen haben noch kräftigere Farben, halten aber nicht so viel aus wie Erica. Sie blühen auch noch in der kälteren Jahreszeit, sind aber nur kurzfristig, also nur für die Grabgestaltung an Allerheiligen einzusetzen. Sie sehen sehr schön aus und bringen einen Farbtupfer in das Grau, halten aber bei niedrigen Temperaturen nicht lange durch.

Erica / Heidekraut

Für längere Bepflanzung am Grab sind eher grüne Pflanzen geeignet. Hauswurz, zum Beispiel, ist eine Pflanze, die fast allen Widrigkeiten des Wetters und der Natur standhält und auf wirklich jedem Boden gedeiht, mag er noch so steinig sein. Auch Buchs, Farn oder der Segensbaum machen sich gut auf einem Grab und sorgen für nachhaltige Bepflanzung, die nicht jedes Jahr erneuert werden muss und zudem sehr pflegeleicht ist.

 

Es ist wichtig, dass man beides auf das Grab pflanzt. An Allerheiligen ist es schön, Farbe auf dem Grab zu sehen, doch nur Blumen anzupflanzen führt dazu, dass kurz nach dem Feiertag das Grab leer und verwahrlost aussieht. Pflanzt man aber zusätzlich Grünpflanzen, sieht das Grab auch nach dem Verblühen der Blumen noch ansprechend und gepflegt aus.

Segenbaum

Grabgestaltung an Allerheiligen mit Kränzen und Gestecken

Man schmückt das Grab an Allerheiligen aber nicht nur mit Pflanzen, sondern auch mit Kränzen oder Gestecken. Auch bei einer Beerdigung würdigt man den Verstorbenen mit Kränzen. An Allerheiligen sind meist eher Gestecke üblich. Diese sind aus Tannenzweigen gefertigt und mit allerlei getrockneter und frischer Pflanzenteile geschmückt. Wer darin geschickt ist, kann einen solchen Kranz oder ein Gesteck mit hilfe eines Steckschwamms auch selbst herstellen und persönlich gestalten.

Die Kerze, die man an Allerheiligen am Grab anzündet, hat eine starke symbolische Bedeutung. Sie steht für das Leben nach dem Tod, das in der Bibel auch als das ewige Licht bezeichnet wird. Eine Kerze bringt Licht in die Dunkelheit und hellt das Leben in Zeiten der Trauer auf. Damit drückt man die Hoffnung aus, dass der Verstorbene in das ewige Licht findet.

Traditionell werden Kerzen in einem roten Plastik- oder Glasbecher verwendet, doch inzwischen sind auch weiße Lichter durchaus gebräuchlich. Man kann sie in Laternen oder spezielle Kerzenhalter stellen, die das Grab sehr schön gestalten.

Eine Besonderheit gibt es in Köln, denn dort werden traditionell Newwelings an das Grab gestellt. Diese bestehen aus Dochten, die in Wachs getaucht wurden und dann zu einer Kegelform gewickelt werden.

Newweling

Newweling

Die Kerze wird aber in den meisten Fällen nicht nackt auf das Grab gestellt, sondern schön verpackt. Eine Laterne ist ein sehr schönes Modell dafür. Diese ist in vielen Ausführungen erhältlich, damit wirklich jeder ein Modell findet, das ihm gefällt. Es gibt eher rustikale, aber auch elegante Laternen aus verschiedenen Materialien und in verschiedenen Formen.

Es gibt, das ist etwas Neueres, auch Kerzenhalter oder Kerzenständer, die für die Grabgestaltung an Allerheiligen verwendet werden können. Diese sind meist aus Stein, damit sie halt haben, und sind mit Engel oder anderen Figuren verziert.

Das Grab mit Figuren gestalten

Besondere Figuren aus Stein geben dem Grab eine besondere und persönliche Note. Sie sorgen dafür, dass sich das Grab von anderen abhebt. Die Grabgestaltung mit solchen Figuren und Steinen macht die Gestaltung perfekt und ist etwas ganz besonderes.

Sehr beliebt sind Engel aus Stein. Sie sehen sehr schön aus und können Trauer, Schmerz und Hoffnung ausdrücken, ohne dass man auf Symbole zurückgreifen muss. Auch Botschaften und Sprüche können an vielen Figuren eingraviert lassen werden.

Im Judentum ist es üblich, Steine auf das Grab von Verstorbenen zu legen, um ihnen zu gedenken. Doch auch bei Christen wird das immer populärer. Es gibt viele Steine im Handel, die verschiedene Formen haben. So gibt es kleine oder große Steine oder Steine mit der Form eines Herzens. Auch in diese kann man Sprüche eingravieren lassen, die Trauer ausdrücken oder Mut machen sollen.

Es gibt viele Tipps, wie man ein Grab ansprechend gestalten kann, doch es sollte immer auch eine persönliche Note mit einfließen. Schließlich hat jeder einen anderen Geschmack. Wichtig ist, dass man das Grab überhaupt pflegt und es nicht verwildern lässt. Wie genau man letztendlich das Grab an Allerheiligen gestaltet, bleibt jedem selbst überlassen. Alle diese Möglichkeiten sehen am besten aus, wenn sie gekonnt kombiniert werden, also lassen Sie Ihre Fantasie walten!

ingii, am 14.10.2011

Kommentare


Efes am 27.10.2011
Sehr schöner und auch zwischen den Zeilen einfühlsamer Text! LG Efes


Bildquelle:
Fotografie Kerstin Schuster (Herbstallerlei - kochen, backen, essen, trinken, Feste feiern im He...)

Autor seit 4 Jahren
42 Seiten
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