Bei CCTV ist der größte Vorteil die extrem ausgereifte Technik und die hohe Verfügbarkeit der Geräte. Man kann beliebige Kameras mit Recordern und Bildschirmen kombinieren und so die eigene Überwachungsinfrastruktur nach Bedarf ausbauen. Für große Installationen an einem Standort bietet sich auch heute praktisch nur CCTV an. Ferner sind Einsteigerkameras im CCTV schon sehr preiswert zu haben. Aufgrund der Kompatibilität lassen sich diese auch unproblematisch durch bessere ersetzen, wenn der Bedarf wächst.
Nachteile des CCTV sind vor allem der Bedarf an einem recht teuren, zentralen Aufzeichnungssystem sowie die Notwendigkeit, ein eigenständiges Kabelnetzwerk an jeden Kamera-Standort zu verlegen.
Die Vorteile des IPTV liegen vor allem bei kleinen Installationen auf der Hand: Man kann einfach die gewünschte Anzahl an Kameras in das lokale Netzwerk einhängen und von jedem Rechner aus darauf zugreifen. Man benötigt nicht zwingend einen zentralen Server und auch keine eigene Kabelsysteme. An schwer erreichbaren Stellen kann man WLAN einsetzen.
Die Nachteile des IPTV erschließen sich nicht alle sofort. Klar ist schnell, dass die IPTV-Kameras auch im Einsteigerbereich deutlich teurer sind. Was man nicht sofort sieht, ist, dass diese Technik sich ähnlich schnell entwickelt wie die gesamte IT-Technologie. Ob Kameras von vor fünf Jahren noch mit einem zentralen Abfrageplatz zusammenspielen, oder ob das Aufzeichnungsverfahren noch das gleiche ist, ist nicht gesagt. Auch muss man klar erkennen, dass das Videobild im LAN einen nicht unerheblichen Bandbreitenbedarf hat. Möchte man viele Kameras auf einem Platz gleichzeitig sehen, kann ein Netzwerk schnell an seine Grenzen kommen. Ebenso ist ein zentraler Speicherserver nicht so einfach zu skalieren. Ein Kauf von Kapazität auf Vorrat ist hier auch nicht sinnvoll.
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