Gesundheit bedeutet für viele Menschen zunächst einmal gesunde Ernährung. Hierfür ist die vegetarische Lebensweise besonders geeignet. Diese bietet nicht nur vollwertige Kost und somit die Aufnahme wichtiger Inhaltsstoffe wie Kohlenhydrate, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, diese Lebensform bietet mehr. So wird das unnötige Sterben und die Massenhaltung von Nutztieren verhindert, ökologisch betrachtet wird ebenfalls ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet, zu dem setzen sich Vegetarier praktisch für die Ernährung der Weltbevölkerung ein, in dem Getreidebestände nicht an Rinder verfüttert werden. Auch religiöse und moralische Gründe spielen eine Rolle.
Gute Gründe Vegetarier zu werden
von Ashlie
Die Umstellung auf vegetarische Ernährung hat für viele Menschen in erster Linie etwas mit Gesundheit zu tun. Aber auch die innere Haltung und ökologische Gründe spielen eine Rolle
Gesundheit Pur
Die Entstehung zahlreicher Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Krebs sind unter anderem auf falsche Ernährung zurückzuführen. Eine Umstellung auf den vegetarischen Lebensstil wirkt diesen Tatsachen positiv entgegen. Vegetarier haben weniger mit diesen Erkrankungen zu kämpfen, sie leben somit gesünder. Der Kohlenhydratanteil, welcher überwiegend aus Getreideprodukten und Teigwaren besteht, ist hoch und besteht überwiegend aus dem vollen Korn. Dieses enthält hochwertige Proteine, Mineralstoffe, Vitamine, insbesondere das Vitamin B 1 und Ballaststoffe. Obst und Gemüse sollte mindestens fünfmal täglich verzehrt. So ist die Aufnahme sekundärer Pflanzenstoffe gewährleistet. Pflanzenfarbstoffe wie Anthocyane und Flavonide schützen den Körper vor freien Radikalen, sie wirken somit krebsvorbeugend, im weiteren wird das Immunsystem gestärkt. Sulfide und Polyphenole haben eine antimikrobielle Wirkung und halten das Blut flüssig, sodass hier praktische Herzinfarkt- und Schlaganfallprophylaxe betrieben wird. Phytosterine wie sie in Nüssen und Samen vorhanden sind, helfen den Cholesterinspiegel in Schach zu halten, in dem sie die Aufnahme im Darm verhindern.
den Tieren zu Liebe
Vegetarier zu werden - heißt - praktischen Tierschutz zu betreiben. Mehr als 100.000 Schweine und über 40.000 Rinder werden allein in Deutschland täglich geschlachtet - Tendenz steigend. Damit verbunden ist eine Massentierhaltung und Quälerei gigantischen Ausmaßes. Die ökologischen Folgen wie Gülle und Methan, ein klimaschädliches Gas, sind nicht zu überblicken. Der ungebremste Einsatz von Wachstumshormen und Antibiotika kann auch beim Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.
Tiere sind Lebewesen, sie besitzen ein Nervensystem und empfinden Schmerzen und Ängste. Vegetarier zu werden, heißt diesen Qualen einen Riegel vorzuschieben.
Umwelt und Klima
Eine Umstellung auf vegetarische Lebensweise bedeutet praktischen Umweltschutz zu betreiben. Die Massentierhaltung erzeugt Unmengen an Methan, ein Gas, das weitaus schädlicher als Kohlendioxid einzuschätzen ist. Ein anderes Problem ist die Entstehung großer Mengen an Gülle. Diese stellt ein inzwischen weltweites Entsorgungsproblem dar. Auf den Acker ausgebracht, kann es zu einer Überdüngung bzw. Nitratproblematik kommen. Das wiederrum kann zu einer Verseuchung von Grundwasser und Seen führen. Eine weitere Folge unseres Fleischkonsums ist die Landgewinnung für die Rinderzucht. Dieses führt unter anderem zur Abholzung des tropischen Regenwaldes und trägt somit zum Artensterben und Treibhauseffekt bei. Ein anderes Problem ist der gigantische Verbrauch an Wasser. Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, sind mindestens 10.000 Liter Wasser erforderlich. Die Massentierhaltung trägt somit zum weltweiten Wassermangel bei. Eine Umstellung auf die vegetarische Lebensweise spart Rohstoffe und Energie. Pflanzliche Nahrung läßt sich mit weniger Aufwand herstellen, somit entfallen die im Rahmen der Fleischherstellung entstehenden Umwandlungsverluste.
persönliche Entscheidungen
Persönliche Entscheidungen gibt es neben den bereits im Artikel erwähnten mit Sicherheit noch viele mehr. Man sollte unseren Fleischkonsum auch in Zusammenhang mit dem weltweiten Welthungerproblem sehen. Alleine die Rinderzucht vertilgt mehr als ein Drittel der globalen Getreideernte. Es werden etwa sieben Kilogramm Getreide benötigt, um ein Kilo Rindfleisch zu erzeugen. Würde dieses Getreide direkt verwertet, käme dieses mit Sicherheit dem Welternährungsproblem zu Gute.
Auch finanzielle Gründe können eine Rolle spielen. So spart eine konsequente vegetarische Lebensweise einiges an Geld und beruhigt zu dem noch das Gewissen.
Eine fleischlose Ernährung kann in Zusammenhang mit unserem Glauben gesehen werden. So wird im Hinduismus und Buddhismus weitgehend auf tierische Nahrungsmittel verzichtet. Im Christentum sollte eigendlich das fünfte Gebot " Du sollst nicht töten!" gelten.

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Kommentare
ääääh... wtf?
Sehr gut erklärter Beitrag. Daumen hoch! (Ich selbst esse seit 1985 nur noch vegetarisch.)
Ich schaffe es nicht zu 100%, obwohl es mir besser täte.
Ich bedanke mich für eure zahlreichen Kommentare! LG Wolfgang
Danke für den Artikel
Dafür nehme ich dich glatt als Fan auf :-)
Hallo Wolfgang,
auch von mir ein Däumchen für Deinen lehrreichen Artikel. Für meinen Geschmack fehlt noch ein Hinweis auf die unselige Milchproduktion; Wirtschaftsfaktor Milch ist erwiesenermaßen alles andere als gesund. Mehr lesen bei Milchlos.de!
LG, Ina
Dass Vegetarier billiger wegkommen, würde ich nicht unterschreiben. Die Kohlenhydrat-Spender sind relativ preiswert, das war´s dann aber auch. Die Subventionierung von Fleisch ist eine wahnsinnig teure Angelegenheit, die eigentlich nur noch von Staatsrettungen und Frauenförderung übertroffen wird. Ausbaden müssen das andere, hier die Vegetarier. Mit freier Marktwirtschaft hat das leider nix zu tun.
@Ashlie, du hast hier einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben. Echter, aktiver Tierschutz bedeutet nicht nur keine Tiere, sondern auch keine tierlschen Produkte wie Milch, Käse, Eier usw. zu essen.
Leo Tolstoi sagte einst: "Die vegetarische Ernährung ist die Feuerprobe der Humanität:"
Ich bin auf meinem Entwicklungsweg bereits einen Schritt weiter fortgeschritten und lebe seit vielen Jahren vegan. Das ist unter anderem mein Beitrag zum Frieden auf der Welt. Von Tolstoi stammt auch die Aussage: "Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben."
Dem kann ich nur zustimmen.