Modisches gestrickt

Gestrickte Kleidungstücke und Accessoires sind voll im Trend. Der Strickmantel, das Strickkleid, die Zopfmusterjacke und auch der Pullover dürfen in keinem Kleiderschrank fehlen. Dicke Strümpfe und Handschuhe sowie Mützen, Schals, Ponchos und Dreieckstücher sind bei sinkenden Temperaturen sehr begehrt.
Viele entdecken das Stricken wieder und so entstehen eigene und vielfältige Kreationen. Wenn man die "Geheimschrift" beherrscht und etwas Zeit investiert, sind der Freude am Stricken keine Grenzen gesetzt.
Für alle, die es bereits können oder lernen möchten, gibt es entsprechende Literatur.

Wem das zu aufwendig ist, der findet ein großes Angebot in den Modegeschäften, denn Strickmode ist momentan sehr angesagt.

Vorschaubild : Elke Salzner/pixelio

Was sind Strickwaren?

Zum Stricken eines Stückes benötigt man einen Faden und zwei Stricknadeln, im Gegensatz zu gewebten Stoffen. Hier werden mindestens zwei Fäden benötigt. Bei beiden Techniken können mehr Fäden verarbeitet werden, wenn ein Muster durch verschiedene Farbgebungen entstehen soll.

Stricksachen sind elastisch und dehnbar. Es gibt rechte und linke Maschen, Könner beherrschen auch Umschläge und Fallmaschen. Durch die Anordnung der verschiedenen Maschen können Zöpfe, Rippen oder Lochmuster gestrickt werden. Maschenware aus sehr dünnen Fäden bezeichnet man als Gewirke. Hierzu zählen Jersey, Sweatshirt- und Trikotstoffe.
Wird der Faden zerrissen, entsteht ein Loch, die Laufmasche beginnt ihr zerstörerisches Werk. Mit etwas Geschick kann der Schaden jedoch repariert werden.

Gewebe und Maschenware

Gewebe (Bild: pixabay)

Ein bißchen Textilkunde ...

Zum Stricken der Modelle lassen sich Garne aus den unterschiedlichsten Fasern verwenden. An heißen Sommertagen werden Leinen und Baumwolle bevorzugt. Im Winter finden Garne aus Schurwolle, aufgrund des Warmhaltevermögens, eher Verwendung.

Ein kurzes Wort zur der Schurwolle. Sie stammt von einem geschorenem Tier, oder aus Haaren, die aus dem Fell ausgekämmt oder abgezupft wurden. Die Wolle von Alpacas eignet sich gut für Wollallergiker, denn es ist kein Lanolin enthalten. Lanolin kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Wolle dagegen kann aus recycelten Textilien gewonnen werden. Diese Garne sind nicht so hochwertig, weil die Fasern kürzer sind und schneller reißen.

Seide wird das ganze Jahr über gerne verstrickt. Handarbeitsgarne können aus verschiedenen Rohstoffmischungen bestehen. Naturfasern nehmen die Flüssigkeit der Haut (Schweiß) gut auf und dadurch fühlt sich die Haut trocken an.
Fasern wie Viskose, Modal oder Cupro bestehen aus Pflanzenteilen, die sehr kurz sind, und werden chemisch aus der Pflanze gelöst.

Viele Menschen vertragen Polyester, Polyamid und Polyacryl, das aus Erdöl gewonnen wird, nicht sehr gut. Sie fühlen sich schnell verschwitzt und oft entstehen Hautrötungen. Kunstfasern können keine Flüssigkeit aufnehmen. Dadurch trockenen sie allerdings nach dem Waschen schneller.
Wer ganz sicher gehen möchte, welche Faser verarbeitet wird, findet die Angaben auf der Banderole des Wollknäuels. Bei dem Kauf von Kleidung findet man die Angaben auf dem Etikett, das entweder am Kragen/Bund des Kleidungsstückes oder in der linken Seitennaht angebracht ist.

Ein paar Worte zu der Wäschepflege

Wie ein Wäschestück gewaschen werden sollte, kann man ebenfalls aus dem Etikett ersehen. Die Angaben geben Auskunft über die Temperatur, den Waschgang der Waschmaschine oder geben die Empfehlung, ein Stück von Hand zu waschen. Empfindliche Textilien sollten mit einem Fein-oder Wollwaschmittel behandelt werden. Beim Waschen in der Maschine sollte die Menge der Wäsche beim Feinwaschgang nur die Hälfte der Füllmenge betragen. Bei einem Wollwaschgang sogar nur 1/3 der üblichen Füllung. Das bedeutet, bei einer 6-kg-Trommel sollten nur 2 kg trockene Wollwäsche eingelegt werden. Bei einer Überschreitung des Gewichtes könnte die Wolle verfilzen.

Wird Schurwolle von Hand gewaschen, darf das Wäschestück nur gedrückt und nicht gerieben werden. Sonst könnte es sein, dass die feinen Haare verfilzen. Ein Wollstück darf nicht ausgewrungen werden. Am besten rollt man es in einem Frottiertuch auf. Dadurch wird das Wasser sanft herausgedrückt.
Damit ein gestricktes Kleidungsstück seine Form behält, sollte es liegend auf einem Wäscheständer mit einem untergelegtem Handtuch getrocknet werden. Dadurch werden Druckstellen vermieden und das Kleidungsstück wird nicht verzogen.
Es ist ratsam, einen Pullover vorher auszumessen. Die Breite und die Länge können beim Waschen verändert werden. Liegt der Pulli zum Trocknen aus, kann er wieder in Form gezupft werden. Die Passform bleibt erhalten.

Stehlampen-Petra, am 24.09.2011
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Bildquelle:
Wikimedia Commons, Gemeinfreies Bild (Kilt und Plaid - Geschichte und Tradition schottischer Kleidung)

Autor seit 3 Jahren
50 Seiten
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