Ein interessantes Video zum besseren Verständnis

Wie macht sich Hochsensibilität bemerkbar?

Sinneseindrücke wie Gerüche, Geräusche, Licht, Hitze oder Kälte werden intensiver wahrgenommen. Auch die Schmerzempfindlichkeit kann erhöht sein.

Stimmungen von Freunden oder innerhalb der Familie werden deutlich wahrgenommen. Es besteht die Gefahr, dass hochsensible Menschen durch die Stimmung Anderer stärker beeinflusst werden. Andererseits kann dies auch als Stärke in zwischenmenschlichen Beziehungen gesehen werden.

Hochsensible Menschen reagieren möglicherweise stark auf Kaffee, Alkohol oder Medikamente.

 

Hochsensible Menschen stehen unter Dauerstress. Es besteht die Gefahr der Reizüberflutung.

Orte, an denen viele Menschen sind und damit auch viele Sinneseindrücke überfordern hochsensible Menschen schnell und können zu Stress-bedingten Beschwerden bis hin zum Burn-Out führen.

Hochsensibilität kann bisher nicht sicher diagnostiziert werden. Die Ausprägungen variieren sehr stark von Mensch zu Mensch. Die Hochsensibilität ist nicht als Krankheit anerkannt.

Wie kann man mit der Hochsensibilität umgehen?

Hochsensible Menschen müssen lernen ihre eigenen Belastungsgrenzen zu erkennen und einzuhalten. Orte und Situationen die besonders belastend sind, sollten – wenn möglich – gemieden werden oder schnell wieder verlassen werden.

Unnötige Geräuschquellen wie ein laufender Fernseher oder ein Radio können reduziert oder ganz ausgeschaltet werden. Fenster und Türen können geschlossen werden.

Menschen, die besonders sensibel sind, was die Stimmungen in ihrem Umfeld angeht, können diese Stärke für Ihren Beruf und den Umgang mit anderen Menschen nutzen.

Regelmäßige Ruhe- und Entspannungszeiten können den Stress durch die Reizüberflutung verringern helfen.

 

 

Salutem, am 31.05.2012

Kommentare


   Einloggen
Monika Richrath am 17.01.2014

Ich möchte auch noch mal eindringlich darauf hinweisen, dass Hochsensiblität überhaupt nichts mit Krankheit zu tun hat, sondern einfach eine besondere Disposition des Nervensystems ist.

Der chronische Dauerstress, den hochsensible Menschen erleben, kann zu einer Senkung des Serotoninspiegels im Körper führen - was wiederum anfällig macht für Depressionen.

Es ist deswegen wirklich sehr wichtig, sich um kontinuierliche Stressbewältigung zu kümmern. Wenn der Stress nicht abgebaut wird, steigt das Stresslevel immer weiter an - und das ist alles andere als gut. Wenn man es schafft, den Stress nicht so auflaufen zu lassen, ist Hochsensibilität eine äußerst positive Wesensart.

Meine Empfehlung ist die Meridian-Klopftechnik EFT, aber jede Art von Entspannung ist natürlich genauso gut geeignet, Hauptsache, sie wird halbwegs regelmäßig betrieben ;-)

Salutem am 10.03.2013

Vielen Dank für den Kommentar !

HSP am 07.03.2013

...Mehr Sensibilität im menschlichen Umgang miteinander kann sehr positiv sein. ...

Das mag zwar stimmen, hat aber nichts mit Hochsensibilität an sich zu tun.

Hochsensibilität wird sicher nicht als Krankheit anerkannt, weil es keine ist. Es ist ein meist unbewusstes ständiges Antennenausfahren und Lage peilen. Reize, die Normalsensible als unwichtig ausblenden können, werden als "zu prüfend" ständig aufgenommen und addiert. Dadurch kommt es zur Reizüberflutung.

Die schöne Seite daran ist eine besondere Wahrnehmungsintensität, und - tiefe die auch sehr beglückend sein kann. Wenn man es schafft, bewusst sich von solchen Highlights wieder zu erholen.

Wie hier auch schon erwähnt, taucht Hochsensibilität auch bei Menschen mit AD(H)S auf, bei Depressionen, Ängsten, Zwängen und Neurosen...
Umgekehrt kann durch die Natur der Sache Hochsensibilität auch zu diesen Erkrankungen führen und zu psychosomatischen Erkrankungen.

Hilfreich ist Rückzug in Maßen, der aber nicht zur "Entwöhnung" vom Leben führen darf, das verschlimmert die Lage noch. Am meisten hilft, sich damit auseinanderzusetzen, und es anzunehmen, dass man andere Bedürfnisse, aber auch andere Begabungen hat, als die meisten Menschen und nicht zu glauben, man sei weniger belastbar.
Wenn man bedenkt, wieviel mehr Informationen Hochsensible zu verarbeiten haben, ist diese Behauptung nicht haltbar.

Mehr Informationen auf Facebook https://www.facebook.com/Hochsensible und http://www.das-wasser-des-lebens.eu/index.html

Salutem am 07.06.2012

Ja das stimmt. Danke für den Hinweis.

SandraMariaErdmann am 07.06.2012

Die Grenze zur Hochsensibilität ist oft schwammig - auch Personen mit ADS reagieren oft sehr sensibel auf Geräusche, Gerüche oder Menschenmassen und stehen unter Dauerstress. Danke für die schöne Zusammenfassung! Gruß, Sandra

MinaLosa am 01.06.2012

Die Thematik ist mir nicht unbekannt, schön, dass du einen pagewizz-Artikel darüber geschrieben hast. Eine schöne Website, die sich mit der Thematik beschäftigt, ist: http://www.leise-menschen.com/, lohnt sich, auch auf twitter zu folgen. Auch interessant ist: http://open-mind-akademie.de/
LG Mina

Textdompteuse am 31.05.2012

Bei mir ist das mal als Reizfilterschwäche diagnostiziert worden. Wenn ich hier gerade wieder lese, dass Menschen Geräusche wie Straßenlärm oder andere Hintergrundgeräusche praktisch ausblenden, wundere ich mich. Ich nehme sie immer wahr und z. B. Musik ist eine nette Untermalung beim Staubwischen, stört mich aber beim geistigen Arbeiten. Es gibt Situationen, die sind für mich fast schon Folter - wie die Pieptöne im Supermarkt, Alarmanlagen oder Kälte. Bei mir kann sich auch schneller Ermüdung einstellen.

Trotzdem sehe ich Hochsensibilität nicht als Schwäche oder gar Krankheit an, sondern als erweitertes Wahrnehmungsspektrum an. Ich bemerke vieles, was anderen entgeht - wie Details in der Umgebung oder in zwischenmenschlichen Interaktionen und Begegnungen.

Salutem am 31.05.2012

Danke für deine Erfahrungen.

LG Ulrike


Autor seit 2 Jahren
92 Seiten
Pagewizz auf Facebook
Laden ...
Fehler!