Out - Was man unbedingt nicht wissen muss - aber immer wieder gerne liest!

  •  Laminiertes Geschenkpapier verwenden: umweltschädlich
  •  Staatsanleihen und Facebookaktien und gewisse Bankaktien
  •  Silikonbusen: nach dem Skandal des französi­schen Herstellers sowieso und weil so geklont ausse­hend
  •  Spielekonsolen  - trotz aller Neuheiten:umständlich                                        
  •  Röhrenfernseher: nur noch für Nostalgiker - nehmen nicht einmal mehr HartzIVler-pfui!
  •  Fax: nur noch, wenn man Urkundenechtheit herstellen will oder jemanden nachts ärgern will
  •  Fitnesstudios: alle riechen verschwitzt und der Übungsleiter hielt nicht das, was er versprach! (Beziehungsweise war nur an den männlichen Besuchern interessiert). 
  •  Wohnfarbe blau. Hat aber nichts mit den Griechen zu tun!(Oder doch?)
  •  Marmor: hat ja schon jede und jeder- igitt!
  •  geklonte Dissertationen
  •  Korruption mit Quittung: Immer diese deutsche Buchhaltermentalität!
  •  Duschen
  • Tulpenröcke: sahen sowieso immer aus, als bräuchte man Windeln
  • Turnschuhe
  • Dienstwagen: schürt den Neid (und ist meist doch nicht die gewünschte Marke)
  • Canapées und Stehempfang: ungemütlich und frustrierend
  • Blogs: Langsam zu viel!
  • Russisch: braucht man nicht mehr, die russischen Kapitalisten können alle gut Englisch
  • Piratenpartei: ex und hopp: müssen mindestens noch zwei Legislaturperioden lernen
  • Machos
  • auswandern

IN - Was man auch nicht unbedingt wissen muss, aber vielleicht interessant findet

  • Geschenke nackt oder in Zeitungspapier eingewickelt überreichen: nicht etwa Arme-Leute-Getue, sondern fast schon snobistisch grün!
  •  echte, kontrollierte(!) Goldbarren: also nicht bei der Bank aufbewahren und schon gar nicht im Ausland wie die naiv-vertrauensselige Bundesregierung!
  •  Modellierter Po mit Extra-Korsett
  • Spiele zum Downloaden aufs Pad oder Phone
  •  selbstdenkende Riesen-3D-Flachbildschirme. Vorsicht: Nach Feng Shui bitte nicht ins Schlafzimmer montieren, sonst leidet die Beziehung.
  • SMS,Twittern - wird wahrscheinlich 2014 out, weil der Papst es  bis zum Überdruss praktiziert und der entpuppte sich neuerdings als tierfeindlich, weil er Ochs und Esel aus der Krippe verbannt!
  • Massagestühle: erspart den teuren Masseur und ist für Solo-Singles geradezu ideal (ersetzt aber keinen Dildo!)
  • Wohnfarbe bordeaux
  • Granit: Snobs finden nur den schwarzen aus China angemessen
  • Erotikromane von Erstlingsautoren
  • Korruption ohne Zeugen
  • Genießen in der Doppelbadewanne
  • Sneakers
  • Fahrgemeinschaften, Fahrräder
  • richtiges Menü servieren
  • Blogs auch noch für den letzten;steht auch für 2014 auf der Abschussliste)
  • Chinesisch lernen, also mindestens das Kantonchinesisch
  • Volksbefragungen
  • echte Männer
  • durchhalten in deutschen Landen  trotz Regenwetter!
Visualisierung von "out"

Röhrenfernseher (Bild: Reinhard Hefele)

Beispiele für "in"

Glockenrock (Bild: Dorothy Perkins)

In- und -out-Listen

Ein Wort zum Wort des Jahres 2012

Das deutsche Wort des Jahres 2012, gerade seit 14. Dezember gewählt, muss man leider gleich zu den Out-Ausrutschern des Jahres 2012 rechnen: "Rettungsroutine"! Wer käme auf sowas? Das soll häufig benutzt und originell und typisch sein für unser vergangenes Jahr? Was haben die grauen Eminenzen der deutschen Gesellschaft für Sprache in Mannheim sich nur dabei gedacht? Dreimal out-out-out für das Wort des Jahrs 2012!

Und die Österreicher machen es uns fast nach: Sie wählten "Rettungsgasse". Aber dann werden sie eindeutig origineller: "Schulschwänzbeauftragter" und "präfrustriert" und "Unschuldsvermuteter" als Unwort des Jahres.

 Hier die offizielle  Reihenfolge der deutschen (meist drögen) Wörter:

1. Rettungsroutine  
 
6. Netzhetze 
2. Kanzlerpräsidentin  
 
7. Gottesteilchen 
3. Bildungsabwendungsprämie  
 
8. Punk-Gebet 
4. Schlecker-Frauen  
 
9. Fluch-Hafen 
5. wulffen  
 
10. ziemlich beste...
Arlequina, am 17.12.2012

Kommentare


Merlin am 19.12.2012
Silikonbusen sind aber eine Alternative bei Laktoseintoleranz @Alice
Arlequina am 18.12.2012
Klaus: Chinsisch ist "In", weil man es bei geschäftlichen Verhandlungen in China nicht zeigen soll, das man es beherrscht- und so Absprachen des Verhandlungsgegners belauschen kann :-) Das ist meine (verquere )Argumentation!
Efes am 18.12.2012
Sehr subjektiv aber interessant und auch mit witzig Ideen. LG Efes
Klaus_Radloff am 18.12.2012
Nachvollziehbar, dass Russisch nun "out" ist. Warum ist aber Chinesisch nicht "In"? Da den Chinesen schon fast die ganzen USA gehören ist doch zu erwarten, dass sie dort die Regierung übernehmen und ihren Renminbi dort als Landeswährung, sowie Han-Chinesisch als Amtssprache einführen.
Arlequina am 18.12.2012
Textdompteuse- ich musste jetzt auch über meine Stilblüte mit dem "nackt überreichen" lachen! Und es ist wahr: ein Glück, dass es die Kommentarfunktion gibt!
Textdompteuse am 17.12.2012
"Geschenke nackt ... überreichen": Ich hatte da erst leicht verwirrt ein anderes Bild im Kopf. Wie es hier gemeint ist, habe ich es schon praktiziert - ehrlich gesagt aus Zeitmangel. Manche Feste kommen immer so plötzlich oder der Beschenkte ist schon alt und die Finger wollen nicht mehr so und da muss er so schließllch keine Schleifen mehr aufpulen ... ;o) Aber - s. o. - ich brauche deswegen kein schlechtes Gewissen mehr zu haben: Ich war bloß meiner Zeit voraus und in Kürze ist das in! Die Kommentare hier sind fast schon so unterhaltsam wie der Artikel! :o)
Arlequina am 17.12.2012
Online-Unwörter finde ich auch gut. Was mich nervt: die ständige Aufforderung zu "Updates" aller möglichen Programme. Drücke ich so lange weg, bis es nicht mehr geht!
Jodomus am 17.12.2012
Hier meine persönliche Liste der "Online-Unwörter" des Jahres 2012, die im nächsten Jahr unbedingt out sein sollten: 1. Keywords 2. Google 3. Weihnachten 4. Adventskalender *gnichichichi*



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