Kakaobaum stammt aus Lateinamerika

Die Früchte des Kakaobaums sind die Lieferanten des begehrten Kakaos. Der Kakaobaum ist ein Malvengewächs und gehört zur Gattung Theobroma. Er ist ein immergrüner Baum und wird 4 bis 8 Meter hoch. Der Kakaobaum stammt aus den Regenwäldern Lateinamerikas und wird mittlerweile weltweit in tropischen Regionen angebaut. Zum Beispiel an der Elfenbeinküste, in Kamerun, Indonesien und Ecuador. 

Nahrung der Götter

Der schwedische Botaniker Carl von Linne gab im 18. Jahrhundert dem Kakaobaum den Namen Theobroma cacao, das heißt übersetzt: "Nahrung der Götter". Kakao kann im wahrsten Sinne des Wortes eine göttliche Zugabe zu Speisen und Getränken nicht nur für den Geschmack sein, wenn man ihn im Original verwendet. Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, denn die in den modernen Nahrungsmitteln verwendete Schokolade wird meist aus gentechnisch veränderten Kakaopflanzen gewonnen. Diese verfügen nicht mehr über dieselben gesunden Biostoffe wie der ursprüngliche Baum. Wenn die Kakaobohnen über 42 Gard Celsius erhitzt werden, verlieren sie durch die Zerstörung wertvoller Inhaltsstoffe ihre gesundheitliche Wirkung. Handelsübliche Produkten enthalten meist Kakaopulver, das über 130 Grad Celsius erhitzt wurde.

Foto: Eckhard belau/ pixelio.de

Inhaltsstoffe

Kakaobohnen enthalten circa 54 Prozent Kakaobutter (Fett) und zahlreiche weitere Inhaltsstoffe, schätzungsweise 300. Dazu zählen:

  • Theobromin
  • Koffein
  • Arginin
  • Anandamid
  • Phenylethylamin
  • Flavonoide
  • Polyphenole
  • sekundäre Pflanzenstoffe
  • Neurotransmitter: Dopamin und Serotonin
  • Salsolinol
  • Gerbstoffe
  • Cholesterin
  • Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium
  • Vitamin E
  • Eiweiß
  • Ballaststoffe
  • Stärke
  • pflanzliche Schleimstoffe (Pentosane)
  • Zucker

Theobromin stimuliert ähnlich wie Koffein das ZNS ( Zentrales Nervensystem), wirkt anregend, gefäßerweiternd, harntreibend und kann Hustenreiz lindern. Für manche Tiere, wie beispielsweise Hunde und Katzen, ist Theobromin giftig.

Koffein stimuliert das ZNS und das Blutgefäßsystem. Es steigert die geistige Leistungsfähigkeit, vertreibt Müdigkeit, regt die Magensaftproduktion an und wirkt harntreibend.

Phenylethylamin regt die Ausschüttung des "Glücksbotenstoffs" Dopamin an und hebt die Stimmung. Es ist beteiligt am sogenannten Runners'High, dem Hochgefühl, das Läufer beim Marathon durch die Ausschüttung körpereigener Opioide erleben.

Kakao und Bitterschokolade schützen Herz- und Kreislauf-System

Kakao und die aus Kakao hergestellte Bitterschokolade können vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen, Cholesterinspiegel und Blutdruck senken. Sie machen maßvoll genossen nicht dick. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Bitterschokolade die Serotonin-Ausschüttung anregt, Stress reduziert und glücklich macht. Doch zu viel Schokolade essen macht aggressiv, wie eine Studie zeigte. Dabei neigten Kinder, die täglich Schokolade bekamen, dazu, sich in der Folge aggressiv oder sogar gewalttätig zu verhalten.

Hoher Kakao-Anteil bei Zubereitung wichting

Ob als Pulver, Schokolade oder in Torten, wichtig ist ein hoher Kakao-Anteil, damit sich die positiven Wirkungen entfalten können. Wenn wie bei Milchschokolade Milch beigefügt wird, werden die wertvollen antioxidativ wirkenden Flavonoide zerstört. Kakao von gentechnisch veränderten Pflanzen enthält ebenfalls nicht mehr das gesamte Spektrum seiner gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Achten Sie beim Kauf von Kakao und Schokolade auf Herkunft und Qualität. Den größten Nutzen (dabei allerdings die geringste Gaumenfreude) haben Sie von zucker- und milchfreier Schokolade oder zucker- und milchfreiem Kakao. 

 

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt oder Heilpraktiker - nicht ersetzen kann.

MaLu, am 18.11.2013

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Bildautor: dhester - morgueFile (10 praktische Tipps, die euch glücklicher, erfolgreicher und attrak...)

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