Karateanzug kaufen - Wichtige Tipps

von barricade2_0

Zum perfekten Karatetraining gehört natürlich auch der passende Karateanzug. Beim Kauf des Karategi sollte man aber auf ein paar Dinge achten.

Ich möchte einen Karategi kaufen, aber da gibt es ein paar Fragen: Was sind oz? Ist das wichtig? Welches Material sollte ich wählen? Gibt es da überhaupt große Unterschiede? Stimmt es, dass es für verschiedene Techniken unterschiedliche Karategi gibt? etc. pp. Dieser Artikel soll helfen, das Chaos zu lichten, das sich so manchem Anfänger stellt.

Karateanzug kaufen - Was sollte man vor dem Kauf wissen?

Ist das Probetraining mal überstanden und es stellt sich heraus, dass man in Karate einen Sport gefunden hat, der einem liegt, muss natürlich auch die Ausrüstung stimmen.


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Wie das Trikot zum Fußball gehört, gehört der Karategi zum Karate. Dabei handelt es sich um einen Anzug bestehend aus Hose und Jacke. Bestellt man einen Anzug, wird ein weißer Gürtel meist mitgeliefert. Der wird benötigt, damit die Jacke auch gut zuhält, muss mit der ersten Gürtelprüfung aber erst verdient werden.

 

Für Anfänger ist es relativ egal, welche Art von Karategi sie sich zulegen. Wichtig ist, dass die Hose gut sitzt und die Jacke in traditioneller Weise vorne überschlagen wird.

Die Hose

Die Hose ist normalerweise so geschnitten, dass sie zwar weit, aber nicht zu weit sitzt. In viele Karateanzüge ist daher ein sogenannter "Kampfzwickel" eingearbeitet, ein breiter Einsatz im Schritt, der die Hose an dieser Stelle weiter macht um eine korrekte Ausführung von Beintechniken zu erlauben. Geht ja schlecht, wenn die ganze Zeit irgendetwas einschneidet, zwickt oder zwackt.

Die Hose verfügt heutzutage oftmals über einen elastischen Gummibund. Der Großteil der Hosen ist aber traditionell noch mit einem Schnürbund ausgestattet, was von vielen bevorzugt wird, da dies wiederum mehr Bewegungsfreiheit erlaubt.

Die Jacke

Die Jacke wird wie ein Kimono vorne überschlagen. An den Seiten befinden sich beim Karategi die Möglichkeit diesen zu schnüren, damit alles an Ort und Stelle bleibt.

Der Kragen ist normalerweise relativ breit und stabil aus mehreren Lagen Stoff. Normalerweise ist der untere Teil der Jacke relativ lang geschnitten.

Das Material

Üblicherweise sind Karategi aus Baumwolle. Mittlerweile werden aber auch synthetische Fasern zumindest untergemischt.

Karateanzüge, die für das Training geeignet sind, sind meist aus relativ leichten Material, angegeben in Unzen (oz) Beim Karate bewegen sich diese Angaben zwischen 8 und 16 oz. Darauf greifen wir später nochmal zurück.

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Der Karateanzug fürs Training

Heutzutage gibt es dank Internet zahlreiche Möglichkeiten an einen Karateanzug heranzukommen und das auch noch möglichst billig. Die meisten dieser Karategi von der Stange sind in ihrem Schnitt weder an Kata noch an Kumite (Kampf) angepasst und sind daher keiner dieser Sorten zuzuordnen. 

Sie bewegen sich gewichtsmäßig zwischen Kata und Kumite, sind oftmals aus äußerst glattem Gewebe und nicht auf große Belastungen ausgelegt. Wer hier auf ein billiges Model zurückgreifen möchte, sollte sich zunächst darüber informieren, welche Erfahrungen andere damit gemacht haben, schließlich ist es nicht Sinn und Zweck bei der ersten Anschaffung Geld zu sparen und dann bereits nach einem halben Jahr einen neuen zu brauchen - zumal es sich anbietet stets zwei Anzüge im Schrank zu haben, da man einen schnell mal in der Wäsche hat.

Der Karategi für die Kata

Bei der Kata kommt es auf präzise, kraftvolle Techniken an. Wichtig ist, dass der Karategi dabei kein Hindernis ist und womöglich das Gesamtbild verschandelt.


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Deshalb hat es sich bewiesen bei Kataanzügen auf schwere Stoffe zurückzugreifen - meist zwischen 12 und 16 oz.

Die Jacke hat dabei meist ziemlich kurze Ärmel, dafür ist der Teil unterhalb des Gürtels länger. Auch beobachtet man, dass die Hosenbeine oftmals kürzer sind als bei Kumiteanzügen.

 

Anfangs mag es seltsam und ungewohnt sein, sich in einem solchen Karategi zu bewegen und sich dann auch noch vorzustellen, dabei eine Kata durchzuführen, doch mit etwas Übung erkennt man schnell die Vorteile:

  • Das enorme Gewicht des Anzuges stabilisiert den Träger und hilft nicht nur bei schwierigen Techniken die Balance zu finden und zu halten, sondern auch die kraftvollen Bewegungen zu unterstützen.
  • Bei kräftigen, schnellen Schlägen kommt es zu einem Knalleffekt, der die Ausführung nochmals extra betont und das Gesamtbild verbessert.
  • Schwere Kartegi, die extra für die Kata gemacht wurden, bestehen fast immer ausschließlich aus Baumwolle. Das dicke Gewebe hilft auch im Sommer dabei nicht so schnell ins Schwitzen zu kommen, da die Baumwolle den Schweiß aufnimmt und somit mit dem Träger "mitschwitzt" und mit einem kühlenden Effekt überrascht.

Der Karateanzug für das Kumite

Im Kumite setzte sich ein Schnitt mit langen Ärmeln und kurzer Jacke durch, sowie ebenfalls kurzen Hosenbeinen.

Der Kumiteanzug (für Semikontakt) ist extrem leicht und weißt eine für das Karate eigentlich untypische Oberfläche auf. Diese ist nämlich meist geriffelt um den Stoff trotz seiner Leichtigkeit stabil zu machen.

Beim Gewicht bewegen wir uns hier oft zwischen ca. 8 und 10 oz.

 

Wer zunächst nur mit einem normalen Trainingsanzug trainierte - oder einem Katagi - wird schnell einen krassen Unterschied feststellen und sollte sich zunächst auch erst mal an das Gewicht gewöhnen.

 


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  • Der Knalleffekt bleibt hier aber aus, oder fällt nur sehr schwach aus.
  • Dafür erlaubt der Kumitegi eine weit höhere Bewegungsgeschwindigkeit, was beim Kampf auch wichtig ist.
  • Der Kumitegi kann auch für das normale Training ab und an angenehmer zu tragen sein, führt aber gerade im Sommer oft dazu, dass man vermehrt schwitzt, da Kumitegi oft nicht aus reiner Baumwolle sondern auch einem Anteil von Synthetikfasern bestehen, um auf das leichte Gewicht zu kommen.

 

Tipps für den richtigen Karateanzug

  • Beim Verein informieren, welche Anzüge sich bewährt haben.
  • Informieren, welche Anzüge getragen werden dürfen. Je nach Stilrichtung, Verein, Wettkampf, etc. dürfen nur bestimmte Anzüge getragen werden.
    • Das gleiche gilt für Farben. Der traditionelle Karategi ist weiß. In manchen Richtungen ist es aber auch erlaubt, schwarz, blau oder eine Kombination aus verschiedenen Farben zu tragen.
  • Beim Besitz mehrer unterschiedlicher Karategis regelmäßig abwechseln, so dass man sich gut mit Vor- und Nachteile vertraut machen und darauf einstellen kann.
barricade2_0, am 09.03.2012
 
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Kommentare


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barricade2_0 am 14.03.2012

Danke! Auf viele Dinge kommt man aber auch erst, wenn man dann mal eine Weile dabei ist und selber seine Erfahrungen mit verschiedenen Karategi gesammelt hat!

Gast am 11.03.2012

Hi, ich muss sagen der Artikel war wirklich hilfreich. Ich dachte nicht das es so viel zu beachten gibt. Vielen Dank für die guten Tipps.

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