Karriereplanung – berufliche Karriere nur mit Fremdsprachenkenntnissen

von kjuhlmann

Wer beruflich mehr Erfolg als andere haben will, muss einige Kompetenzen nachweisen können. Ganz sicher gehören dazu auch fundierte fremdsprachliche Fähigkeiten.

„Wir suchen den Abteilungsleiter Export/Westeuropa ...Sichere Beherrschung von Englisch und Französisch in Wort und Schrift sind Voraussetzung für die Besetzung dieser Stelle. ...“ So oder ähnlich sehen die Stellenangebote für beruflichen Aufstieg in Deutschland heutzutage aus.

"Schulenglisch" reicht für berufliche Laufbahn nicht aus

Wer seine Fachoberschulreife mit sechs Jahren Englischunterricht und drei Jahren  Französischunterricht oder gar sein Abitur mit entsprechend längeren Unterrichtszeiten in den Fremdsprachen erworben hat, der hat noch lange keinen Grund sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Wenn er sich, vielleicht im Alter von 30 Jahren auf eine Stellenanzeige nach dem vorgenannten Muster bewerben möchte, kann er mit seinem Zeugnis die geforderten Sprachkenntnisse sicher nicht belegen. Dazu gehört mehr – zum Beispiel der Nachweis einer langjährigen Praxis, der Nachweis von berufsbezogenen fremdsprachlichen Kenntnissen oder Nachweis von Abschlüssen unter Einhaltung der EU-Standards A1 bis C1.
Was aber nicht verwunderlich ist, denn diesen Stellenbewerber erwarten Informationsaustausch und Verhandlungen mit ausländischen Kunden und Partnern. Dazu benötigt er spezielle Fachkenntnisse und Verhandlungsgeschick – in der Fremdsprache. Und das kann naturgemäß der fremdsprachliche Schulunterricht nicht leisten und vermitteln. Der kann nur die Grundlage dafür liefern.

Foto:Gerd Altmann_pixelio.de

Das Exportland Deutschland braucht Mitarbeiter mit Fremdsprachenkenntnissen

Wie wichtig Fremdsprachenkenntnisse für die Karriereplanung aber wirklich sind, wird deutlich, wenn man sich darüber klar wird, dass Deutschland ein ausgeprägtes Exportland ist. Viele Unternehmungen haben inzwischen auch Zweigbetriebe oder zumindest Vertretungen im Ausland. Und da geht es nicht nur um das englisch oder französisch sprechende Ausland. Neben den traditionellen Fremdsprachen wie eben Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, vielleicht auch noch Portugiesisch bekommen osteuropäische Sprachen wie Polnisch, Rumänisch und Russisch und asiatische Sprachen wie Chinesisch, Koreanisch und Japanisch immer mehr Bedeutung – Tendenz: rasant zunehmend.
Wie groß die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen in der Berufswelt und wie groß der Bedarf dafür ist, das wird sogar dem normalen Verbraucher immer wieder klar, nämlich dann, wenn er sich mit Gebrauchsanweisungen herumschlagen muss, die aus dem Koreanischen „übersetzt“ wurden. Und deshalb verdienen Sinologie-Studenten im vierten Semester mit ihren Chinesisch-Sprachkenntnissen schon so viel, dass sie sich damit ihr Studium finanzieren können.

Foto: Gerd Altmann_pixelio.de

Sprachlich immer auf dem Laufenden bleiben - Fortbildung

Wer also eine berufliche Karriere plant – und dabei ist es ganz gleich, ob technisch oder kaufmännisch orientiert – der tut gut daran, so früh wie möglich seine Schulkenntnisse auszubauen (zum Beispiel durch berufsspezifisches Englisch) und zu perfektionieren, am besten - zumindest begleitend - mit Hilfe eines anerkannten Fremdspracheninstitutes, das ihm die oben erwähnten Abschlüsse unter Einhaltung der EU-Standards A1 bis C1 bescheinigen kann. Über die erworbenen Kenntnisse hinaus dokumentieren solche Abschlüsse besonders auch die Bereitschaft des Bewerbers, sich im Einsatz für das Unternehmen zu engagieren, „sich reinzuhängen“, wie man das modern leger sagt. Und das bringt natürlich zusätzliche Pluspunkte für eine Bewerbung.

Foto: Gerd Altmann_pixelio.de

Online-Sprachkurse sind eine gute Alternative

Es gibt hervorragende Online-Kurse für alle Sprachen. Der Online-Kurs hat unbestreitbar viele Vorteile gegenüber einem Kurs im örtlichen Sprachinstitut: Sie bestimmen die Zeit, wann und wie lange Sie lernen. Sie bestimmen Ihren individuellen Wiederholungs- und Intensivierungsbedarf. Sie bestimmen Ihr eigenes Lerntempo.

Vielfach technische Möglichkeiten ermöglichen einen vielfältigen praxiserprobten Methodeneinsatz. Allerdings sollten Sie schon sehr genau prüfen, welchem Institut Sie sich anvertrauen: Wie lange ist es am Markt? Welchen Service bietet das Institut? Gibt es im Internet negative Erfahrungen? Welche Preisunterschiede gibt es? Welche Leistungen werden angeboten?
Es gibt viele „kostenlose“ Angebote, die aber eher für den Urlauber taugen, der sich bei seinem Urlaub in fremdem Land verständigen möchte. Und – gerade im Internet: Kostenlos ist nicht immer auch wirklich kostenlos.

 

                                                                                                                                                          Foto: Benjamin Thorn_pixelio.de

kjuhlmann, am 16.04.2012
 
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Kommentare


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Merlin am 18.04.2012

Ich war auch mehr im Gelände, als im Zimmer bei den Hausaufgaben.
Vieles hab ich später bedauert. Obwohl ich zweisprachig bin, kann ich nicht
als Übersetzer arbeiten. Hätte mich früher mehr reinknien müssen, Kurse besuchen und Diplome erwerben. Aber wie gesagt, hätte!
LG Merlin

kjuhlmann am 18.04.2012

Wenn das unsere Kiddys doch auch alle begreifen würden!!

Merlin am 17.04.2012

Die Welt wird kleiner, die Nachbarn rücken näher. Sprachen werden wichtiger denn je.
LG Merlin



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