Das Komma

Das Komma ist des einen Leid,
gegen Fehler nie gefeit.

Die Wichtigkeit vom kleinen Strich
meint ein Schüler: "Juckt mich nich'!
Wozu brauch' ich dieses Wissen?
Werd' es später eh' nie missen."

Oh, wenn er sich da nur nicht irrt!
Sein Opa, doch schon recht verwirrt,
verfasste einst seinen Nachlass:
"Mein Enkel bekommt mein Haus nicht,
aber der Wirt vom ‚Weinfass'."

Autor: Sandra Gau

Regeln zur Kommasetzung (Bild: (C) S.Hofschlaeger / pixelio.de)

Der letzte Satz ist dabei ausschlaggebend. Hier sind zwei verschiedene Formulierungen, die in Erbfragen eine wichtige Rolle spielen:

"Mein Enkel bekommt mein Haus nicht, aber der Wirt vom ‚Weinfass'."

"Mein Enkel bekommt mein Haus, nicht aber der Wirt vom ‚Weinfass'."

In der ersten Version sorgt das Komma dafür, dass der Wirt vom "Weinfass" das Haus erbt,  aber nicht der Enkel. Die zweite Version hingegen zeigt eine andere Sichtweise: Hier erbt der Enkel.
Dieses Gedicht weist darauf hin, dass die falsche Kommasetzung in rechtskräftigen Dingen zu unbedachten Irrungen führen könnte.
Allgemein betrachtet ist die Zeichensetzung also wichtig, um

  • Missverständnissen vorzubeugen,
  • den Inhalt richtig zu erfassen und
  • den Lesefluss nicht zu unterbrechen.

Zudem ermöglicht dieser kleine Strich im Satz beim lauten Vorlesen eine Atempause.

Lernen (Bild: AllPosters)

Das Komma in Aufzählungen

In Aufzählungen von Wörtern hat eigentlich niemand Probleme mit der Kommasetzung. Sobald aber Wortgruppen eingesetzt werden, können schon erste Fragezeichen die Stirn zum Runzeln bringen.

Die Regel lautet:

Zwischen einzelnen Wörtern oder Wortgruppen setzen wir ein Komma. Vor den Konjunktionen und, oder, sowie folgt kein Komma. Sie beenden eine Aufzählung.

Beispielsatz:

  • In den Ferien werde ich meine Oma besuchen, Schwimmen gehen und in die Berge fahren. In diesem Satz befinden sich vier einzelne Wortgruppen.

Erklärung: Hier sind drei klare Wortgruppen zu erkennen. Zwischen "meine Oma besuchen" sowie "Schwimmen gehen" kommt ein Komma. Die Konjunktion (auch unter Bindewort bekannt) "und" beendet die Aufzählung. Ein Komma ist hier überflüssig.


Eine weitere Regel besagt:

Stehen gleichrangige Adjektive vor einem Substantiv, setzen wir ein Komma.

Beispiele:

  • ein kreativ denkender Mensch 

Erklärung: Diese Wortgruppe ist nicht gleichrangig, da kein "und" passt und sich das erste Adjektiv auf das zweite bezieht, also ein Adverb ist.

  • ein interessantes, spannendes Buch

Erklärung: Diese Wortgruppe ist gleichrangig, da ein "und" dazwischen passt.

 

Die dritte Regel zu den Aufzählungen:

Es steht kein Komma, wenn mehrteilige Konjunktionen eine Aufzählung verbinden. Dazu gehören: entweder – oder,

sowohl – als auch,

weder – noch


Beispielsätze:

  • Der Termin ist entweder heute oder morgen.
  • Du musst die Vokabeln sowohl sprechen als auch schreiben können.
  • Weder Simon noch Kalle waren in dem Schuppen.

Erklärung: Hier handelt es sich um eine besondere Art der Aufzählung, die keines Kommas bedarf.

Konjunktionen trennen Haupt- und Nebensatz

Die Regel besagt Folgendes:

Konjunktion ist der lateinische Begriff für die Bindewörter. Diese Wortart  steht zwischen zwei Satzteilen und verbindet diese miteinander.
Die Konjunktion kann am Anfang stehen und mitten im Satz. Im letzteren Fall setzen wir davor ein Komma.
Nebenbei bemerkt: Sätze, in denen die Nebensätze mit einer Konjunktion beginnen, werden auch Konjunktionalsatz genannt.

Beispiele für Konjunktionen:

aber, jedoch, sondern, doch, weil, als, denn, und, oder, bevor, nachdem, obwohl, dass, falls, indessen, ob, sobald, während, anstatt, außer, statt, ohne, um, bis, seit, seitdem, dagegen, deshalb,...

Beispielsätze:

Er ist zu spät gekommen, weil er verschlafen hatte. (mitten im Satz)
Weil er verschlafen hatte, ist er zu spät gekommen. (am Satzanfang)

Erklärung: Genauere Erklärung zu diesem Fall steht unter der Rubrik "Haupt- und Nebensatz erkennen".

Portrait of the Artist Wilhelm Busch (Bild: Franz Seraph von Lenbach / AllPosters)

das oder dass

Bei der Konjunktion "dass" fängt es eigentlich schon bei der Schreibweise an. In der alten deutschen Rechtschreibung wurde dieses Wort mit "ß" geschrieben, jetzt mit "ss". Geblieben ist die Regel: Wenn man "dass" nicht mit "dieses" oder "welches" ersetzen kann, schreibe ich die Konjunktion "dass". Das ist die einfache Variante, die im Prinzip für jeden Schreibenden genügt. Aber ein tieferer Einblick ermöglicht es jedem Elternteil, seinem Kind bei den Hausaufgaben vielleicht doch behilflich sein zu können.

Weitere Regeln zu "das" und "dass":

  • "dass" zählt zu den Konjunktionen und steht immer im Nebensatz.
  • "das" kann ein Artikel sein und steht dann vor einem Nomen oder einer Wortgruppe.
  • "das" kann ein Demonstrativpronomen sein und ist durch "dies" oder "jenes" ersetzbar.
  • "das" kann ein Relativpronomen sein und ist durch "welches" ersetzbar.

Fazit: Kann ich "das" mit welches, dieses oder jenes ersetzen, wird es mit einem  "s" geschrieben, ansonsten mit zwei.

Beispielsatz 1:
Das Kind, das gestern zu spät gekommen ist, hatte das erste Mal verschlafen.

Erklärung:

Das erste und das dritte "das" ist ein Artikel. Es steht einmal direkt vor einem Nomen und einmal erscheint es als Wortgruppe.

Das zweite "das" steht hinter einem Komma. Es bezieht sich auf das "Kind". Demzufolge kann man es mit "welches" ersetzen und zählt somit zu den Relativpronomen.

Beispielsatz 2:
Ich habe gelernt, dass Echsen wechselwarme Tiere sind.

Erklärung:

Hier handelt es sich eindeutig um eine Konjunktion. Man kann es nicht mit "dieses" oder "welches" ersetzen. In einer indirekten Rede steht allgemein immer "dass". Beispiel: Er sagte, dass er später komme.

Haupt- und Nebensatz erkennen

Wenn die Konjunktion am Anfang des Satzes steht, haben viele Probleme damit, das Komma an die richtige Stelle zu setzen. Hierbei müssen dem Schreibenden die Wortarten und Satzglieder geläufig sein. Denn es gibt eine Hauptregel, die besagt:

Der Satz ist nur vollständig, wenn darin mindestens zwei Satzglieder vorkommen: ein Subjekt und ein Prädikat. Beispiel: Der Ball rollt. = "Der Ball" ist das Subjekt und "rollt" das Prädikat.

Nähere Erläuterung:

Prädikate sind die Verben im Satz. Die Verben lassen sich unterteilen in Voll-, Hilfs- und Modalverben.

Zu den Hilfsverben gehören: sein, haben, werden.

Zu den Modalverben gehören: können, dürfen, müssen, sollen, wollen, mögen.

Alle anderen Verben zählen zu den Vollverben.

Das Subjekt wird mit "wer/was" erfragt und steht immer im Nominativ, also im 1.Fall.

Das sind die wichtigsten Satzglieder, die man kennen muss, um die Kommaregeln zu begreifen.

 

Merkmale des Hauptsatzes:

  1. Der Hauptsatz kann allein stehen, weil er aus einem Subjekt und einem Prädikat besteht.
  2. In einem Aussagesatz steht das Prädikat immer an zweiter Stelle, aber bei einem Frage- oder Aufforderungssatz steht das Prädikat meistens an erster Stelle.
  3. In einem Hauptsatz, der mit "und, oder, sowie" verbunden ist, kann ein Komma stehen, um die Gliederung des Satzes zu verdeutlichen, muss aber nicht.
  4. Nebenordnende Konjunktionen verbinden zwei Hauptsätze miteinander: und, oder, sowie, aber, trotzdem, jedoch, deshalb, darum, denn, doch …

Beispielsatz:

Der Sohn ist in der Schule, der Vater sitzt im Büro(,) und die Mutter muss zum Zahnarzt.

Erläuterung:

Der Satz besteht aus drei Hauptsätzen und bildet deswegen eine Satzreihe.

Der erste Hauptsatz lautet: "Der Sohn ist in der Schule,..." = Subjekt: "Der Sohn" / Prädikat = "ist"

Der zweite Hauptsatz lautet: "...der Vater sitzt im Büro(,)..." = Subjekt: "der Vater" / Prädikat = "sitzt"

Der dritte Hauptsatz lautet: "... und die Mutter muss zum Zahnarzt." Subjekt: "die Mutter" / Prädikat = "muss"

Steht also hinter und, oder, sowie ein vollständiger Satz, kann man ein Komma setzen. Für die Schüler ist dieser Merksatz leichter erlernbar: Die Konjunktionen und, oder, sowie beenden die Aufzählung. Davor kommt kein Komma.

 

Merkmale des Nebensatzes:

  1. Der Nebensatz kann niemals alleine stehen.
  2. Der Nebensatz kann am Anfang, in der Mitte und am Ende stehen.
  3. Der Nebensatz wird meistens durch eine Konjunktion eingeleitet.
  4. Unterordnende Konjunktionen leiten einen Nebensatz ein: um, weil, als, bevor, dass, ob, nachdem, sobald, während …
  5. Das Prädikat steht immer am Ende.

Besteht ein Satz aus einem Haupt- und Nebensatz, handelt es sich hierbei um ein Satzgefüge.

Beispielsätze:
Der Nebensatz steht am Anfang =

Sobald du fertig bist, solltest du mir Bescheid geben.

Erklärung:

Der Nebensatz lautet: "sobald du fertig bist" = Konjunktion = "sobald" / Subjekt = "du" / Prädikat = "bist" (kommt vom Hilfsverb "sein"). Das Prädikat steht hinten.

In diesem Satz befinden sich zwei Prädikate: "bist" und "solltest". Zusammen kann man sie so in dieser Form nicht konjugieren, also verändern. Es sagt niemand: "Du bist solltest." Das ist das Zeichen, woran jeder erkennen kann, dass genau hier das Komma gesetzt wird.

 

Der Nebensatz steht in der Mitte:

Du solltest mir, sobald du fertig bist, Bescheid geben.

Erklärung:

In der Mitte ist ein Nebensatz gut erkennbar. Er wird durch die Konjunktion "sobald" eingeleitet und endet mit dem Prädikat "bist". Das sind die Signalwörter, um ein Komma zu setzen. Wenn der Nebensatz in der Mitte steht, muss man zwei Kommas setzen.

 

Der Nebensatz steht am Ende:

Du solltest mir Bescheid geben, sobald du fertig bist.

Erklärung:

Das ist die einfachste Form, um ein Komma zu setzen. Hier lautet das Signalwort "sobald".

Infinitiv- und Partizipgruppen

Infinitiv und Partizip sind wieder Begriffe, die nicht jedem geläufig sind. Dazu sind folgende Merkmale zu beachten:

Der Infinitiv ist der lateinische Begriff für die Grundform des Verbs (Beispiele: gehen, recherchieren).

Das Partizip erkennt man an Folgendem: -end, -nd, ge- (malend, winselnd, gemalt). Partizip 1 hat die Endung -end und -nd. Für Partizip 2 steht meistens die Vorsilbe ge- und endet mit -t oder -en.

Nun gibt es eine Infinitivgruppe und eine Partizipgruppe. Sie besteht aus Folgendem:

Infinitivgruppe besteht aus:
zu + Verb im Infinitiv
Bsp.: zu + wissen ODER anzutreffen
Partizip, erkennbar an:
-end, -nd, ge-
Bsp.: malend, winselnd, gedacht

 

Infinitivgruppen müssen unter folgenden Bedingungen mit einem Komma versehen werden:

  1. …, wenn sie mit ohne, um, (an)statt, außer, als eingeleitet werden.
  2. …, wenn sie hinweisende Wörter enthalten, z.B. darauf, daran, darüber, davon, dafür, das, es.

Beispielsatz zu 1.:

Sie ging, ohne sich zu verabschieden.

Erklärung:

Die Konjunktion "ohne" ist das Signalwort, um ein Komma zu setzen.


Beispielsatz zu 2.:

Sie liebten es, Sport zu treiben. Sport zu treiben, das liebten sie.

Erklärung:

Die Signalwörter "es" sowie "das" sorgen für eine Betonung im Vorlesen.


Infinitivgruppen dürfen kein Komma enthalten:

  • …, wenn sie von den Wörtern haben, sein, pflegen, verstehen, wissen, brauchen, scheinen abhängig sind. In diesem Fall bildet die Infinitivgruppe ein mehrteiliges Prädikat.

Beispielsatz:

Lea weiß sich zu helfen. Sie haben sich noch mehr Ziele zu setzen. Keno scheint die Lehrerin zu mögen.


Partizipgruppen müssen unter folgenden Bedingungen mit einem Komma versehen werden:

  • …, wenn sie durch hinweisende Wörter angekündigt werden.

Beispielsatz: Faul wirkend, genau so gab er sich zu Hause.

  • …, wenn sie als Zusatz oder Nachtrag zu verstehen sind.

Beispielsatz: Der junge Hund, sichtlich geknickt, verkroch sich in seiner Hütte.

Es muss im letzten Beispiel nicht unbedingt ein Komma gesetzt werden, es darf auch ein Bindestrich oder eine Klammer sein.

Mögliche Kommasetzung: 

Treten alle oben aufgeführten Fälle nicht zu, steht es dem Schreiber frei, ein Komma zu setzen. Es empfiehlt sich allerdings, gerade bei längeren Sätzen, auf die Zeichensetzung nicht zu verzichten, da es leicht zu Missverständnissen führen könnte und der Lesefluss aufgehalten wird.

 

Gerade dieses Kapitel ist sehr irreführend. Deswegen ist es eine gute Alternative, immer nach den Prädikaten zu schauen. Sind mehr als zwei vorhanden, kontrolliert man, ob diese zusammen konjugierbar sind. Ist es nicht der Fall, sollte ein Komma gesetzt werden.

(Bild: WikiImages / Pixabay)

Einschubarten wie Apposition und Parenthese

Apposition und Parenthese sind auch wieder Begriffe, die nicht jeder genau zuordnen kann. Dazu gibt es folgendes Grundprinzip:

Eine Apposition ist ein erklärender Zusatz, der in Kommas eingeschlossen wird. Der Zusatz steht im selben Fall wie das Substantiv zuvor. Eine Apposition kann auch durch Gedankenstriche oder Klammern versehen werden. Dabei hebt der Schreiber den Zusatz deutlicher hervor.

Beispielsatz 1:

Reno, der italienische Koch, und ich gehen morgen ins Kino.

Erklärung:

"Reno" = Die erste Person steht im Nominativ (1.Fall).

"der italienische Koch" = Das ist die Apposition, die in diesem Fall den Beruf von Reno verrät. Sie steht ebenfalls im Nominativ, im 1. Fall.

"ich" = Das ist die zweite Person. Sie steht auch im Nominativ, also im 1. Fall.

Beispielsatz 2:

Reno, der italienische Koch und ich gehen morgen ins Kino.

Erklärung:

In diesem Fall haben wir keine Apposition. Dieser Satz verrät, dass drei Leute ins Kino gehen, da hinter dem "Koch" kein Komma gesetzt worden ist. Auch in diesem Satzbeispiel ist wieder die Zeichensetzung ganz besonders wichtig, da sie in diesem Fall falsche inhaltliche Angaben preisgibt.

 

Eingeschobene Hauptsätze, so genannte Parenthesen, werden durch Kommas, Klammern oder Gedankenstriche eingeschlossen.
Beispielsätze:

Eines Nachts, ich wollte gerade ins Bett gehen, klopfte es plötzlich an der Tür.
Eines Nachts - ich wollte gerade ins Bett gehen - klopfte  es plötzlich an der Tür.
Eines Nachts (ich wollte gerade ins Bett gehen) klopfte es plötzlich an der Tür.

Nachgestellte Erläuterung

Nachgestellte Erläuterungen werden durch ein Komma abgetrennt oder eingeschlossen. Eingeleitet werden sie durch:

also, insbesondere, besonders, das heißt, das ist, nämlich, sogar, und das, und zwar, unter anderem, vor allem, zum Beispiel,...

Beispielsätze:

  • In der Belletristik unterscheiden wir verschiedenes Genre, zum Beispiel Krimi, Thriller, Science Fiction, Fantasy. = einfaches Komma, da es am Ende steht
  • Gefragte Autoren, zum Beispiel Joanne Rowling, hatten bis zu ihrem ersten Erfolg auch keinen leichten Anfang. = paariges Komma, da es eingeschlossen ist

 

Nach das heißt und das ist wird ein Komma oder Gedankenstrich gesetzt, wenn ein bei- oder untergeordneter Satz folgt.

Beispielsatz:

Die Erleichterung - das ist, wenn einer auf ein Endergebnis lange warten musste - war ihm anzusehen.

 

Zwischen Datums-, Zeit-, Wohnungs- und Literaturangaben steht ein Komma. ABER: Bei der Weiterführung des Satzes ist das letzte Komma freigestellt.

Beispielsatz:

Diese Regel ist im Duden, Band 1, 24. Auflage, S. 1202, unter § 77(,) auffindbar.

Erklärung:

Man kann also hinter der "77" ein Komma setzen, muss aber nicht. In diesem Satz werden praktisch mehrere Angaben zu einem Buch aufgezählt, deswegen kann man es auch als Aufzählung betrachten, um sich selbst das Kommasetzen zu erleichtern.

 

Die Kommasetzung steht auch hier frei:

  1. Einleitung durch eine Präposition = Sie verließ(,) trotz des Verbotes(,) den Raum.
  2. bei Vergleichen = Die Situation(,) wie in den letzten Wochen(,) muss sich ändern.
  3. entsprechende Wortgruppen = Er sah(,) die Kamera in der Hand(,) tatenlos zu.
  4. bei Bezeichnungen, Namen = Mein Lehrer(,) Herr Wolff(,) hat mir wieder Mut gemacht.
Bear Telling Exaggerated Fish Story

Bear Telling Exaggerated Fish Story (Bild: AllPosters)

Die wörtliche Rede

Alles, was eine Person sagt oder denkt, muss mit Anführungszeichen ("") versehen werden. Im Deutschen beginnen die Anführungszeichen unten und enden oben. Im Englischen sind beide Zeichen oben.

Diese wörtliche Rede wird auch direkte Rede genannt. Der Begleitsatz kann dabei vorher, hinterher oder mittendrin erscheinen. 

Begleitsatz vor der wörtlichen Rede:

______________: "...."

______________: " … ?"
______________: " … !"

eingeschobener Begleitsatz " …", ___________, " …."
" …", ___________, " …?"
" …", ___________, " …!"

Begleitsatz nach der wörtlichen Rede " … ", ________________.
" …?", _______________.
" …!", _______________.

Zeichenerklärung: ________________ = Begleitsatz /  … = direkte (wörtliche Rede)


In einem Begleitsatz erfährt der Leser, wer etwas wie erzählt.
Beispielsatz:

Ronja schrie: "Lass mich endlich in Ruhe!"

Erklärung:

Der Leser erfährt im Begleitsatz bereits, dass die Figur Ronja (wer?) ziemlich wütend, genervt (wie?) sein muss.

 

Im Gegensatz zur direkten Rede steht die indirekte Rede. Wenn jemand ein Gespräch zitiert, wie beispielsweise die Journalisten, erfolgt dies in der indirekten Art und erscheint ohne Doppelpunkt und Anführungszeichen. Weitere Merkmale lauten:

  • Die indirekte Rede erscheint meistens in der 3. Person.
  • Das Verb steht im Konjunktiv.
  • Der Nebensatz wird mit "dass" eingeleitet.

Beispielsatz:

Er meinte gestern, dass sie im Urlaub sei.

Erklärung:

"sei" kommt von "sein" und steht im Konjunktiv. Der Erzählende kann nicht wissen, ob es stimmt, was er gehört hat, deswegen muss er es im Konjunktiv weitergeben.

Regeln zur Kommasetzung mit verständlichen Übungen - Ein Lehrbuch für Groß und Klein

Mitte dieses Jahres folgt von mir ein Lehrbuch zu den Kommas, das all diese Regeln, samt abwechslungsreichen, leicht verständlichen Übungen beinhaltet und ich setze es seit einigen Jahren bereits in meinem Nachhilfeunterricht ein. Es ist eigentlich für Kinder erstellt worden, och Erwachsene nehmen es auch gern in die Hand, um es selbst zu verstehen. Die einzelnen Aufgaben kamen bisher nicht nur bei den Schulkindern gut an, sondern auch bei den Älteren.

Es beginnt - wie auch dieser Artikel - mit dem Gedicht. Die Schulkinder setzen sich erst einmal mit der Wichtigkeit des kleinen Strichs auseinander. Darauf folgen die verschiedenen Regeln. Die Aufzählung beinhaltet sogar mehrere Suchrätsel. Es werden nachfolgend alle Schwerpunkte, die in diesem Beitrag erwähnt worden sind, mit abwechslungsreichen Aufgaben angeboten.

Autor seit 3 Jahren
29 Seiten
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